Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen
Verfasst: 30.01.2015, 00:52
Hallo ihr lieben,
so langsam verzweifle ich...
Ich fang mal von vorn an:
Am 02.01.15 kam meine Tochter Elly zu Hause im Wohnzimmer im Geburtspool zur Welt. Die Geburt war schön und schnell. Eine Stunde später hat sie zum ersten Mal getrunken und alles klappte super. Dann kam der Milcheinschuss. Elly trank gut und nahm in den ersten Tagen (nach den 10% Verlust) 200-300g zu. Zur Geburt wog sie 3400g, jetzt gerade (vier Wochen alt) wiegt sie 4000g. Meine Hebamme ist zufrieden damit.
Dann, sechs Tage nach der Geburt, Schüttelfrost, hohes Fieber. Mastitis auf der rechten Seite.
Erst haben meine Hebammen und ich versucht es auf normalem Wege zu kurieren. Quark, Retterspitz, ausstreichen etc... Es half absolut GAR NICHTS. Elly trank zwar weiterhin an der Seite, aber abgesehen davon, dass es sau weh tat, half auch das nicht.
Ich habe 12 Tage Antibiotikum genommen, Wickel gemacht, ausgestrichen, Elly angelegt, geschrieen, geweint... Die Entzündung war weg und ich wartete darauf, dass der Schmerz beim Anlegen besser werden würde. Wurde er auch, langsam (nach dem Ansaugen war es meistens viel besser).
Dann, vor drei Tagen wieder Schüttelfrost, hohes Fieber. Innerhalb von Stunden eine heiße, rote rechte Brust. Ohne Knoten zwar, aber eindeutig wieder Mastitis. Die Stillberaterin im Krankenhaus meinte, so etwas habe sie noch nie gesehen... Jetzt nehme ich wieder Antibiotikum (andere Sorte), habe vor lauter Stress die Lippen voll Herpesbläschen und wieder schreckliche Schmerzen beim Stillen.
Ich kann einfach nicht mehr. Körperlich sind die Schmerzen schrecklich (die Geburt war angenehmer), aber noch schlimmer ist es psychisch. Die ständige Angst, dass sie weint und ich rechts stillen muss, die Angst, dass ich sie mit Herpes anstecke, was für sie ja tödlich sein kann. Ich kann mich nicht um mein Baby kümmern, sie nicht tragen wegen der Schmerzen, nicht wickeln, nichtmal auf meinen Bauch legen; die rechte Brust tut so furchtbar weh... Wenn mein Mann nicht zu Hause wäre momentan, wüsste ich gar nicht, wie ich das machen sollte.
Ich will nicht abstillen. Aber stillen will ich momentan definitiv auch nicht mehr. Dabei hatte ich mich so darauf gefreut und wollte so lange stillen, wie Elly es auch wollte (2-3 Jahre mindestens, wenn sie das möchte).
Meine Idee: Vielleicht kann ich nur mit links stillen. Da hatte ich von Anfang an keine Probleme. Ich weiß, dass es Frauen gibt, die das tun, auch vollstillen.
Ich hab mit meiner Hebamme darüber gesprochen. Sie sagt, es ist möglich und evtl ist jetzt gerade gar kein dummer Zeitpunkt um rechts abzustillen. Denn durch das Antibiotikum wird die Entzündung bekämpft und ich kann bei Druck einfach ausstreichen, ohne Elly anlegen zu müssen.
Gleichzeitig müsste ich sie natürlich links öfter anlegen und bei Bedarf zufüttern, denn die linke Seite produziert ja nicht von heute auf morgen mehr.
Da beginnt meine Sorge: Ich hab Angst vor einer Saugverwirrung, wenn ich mit Fläschchen zufüttere, aber BES kommt mir arg kompliziert vor und ich hab von einer Frau gelesen, deren Baby irgendwann total auf den Schlauch fokussiert war und nicht mehr wirklich an der Brust gesaugt hat... Kann man PRE auch mit einer Spritze geben, wie bei kleinen Kätzchen (blöder Vergleich vermutlich, aber mir fällt sonst nix ein).
Morgen wollte mir meine Hebamme Globulis mitbringen, die das Abstillen fördern. Außerdem soll ich mit Pfefferminztee und Salbei anfangen. Das reduziert natürlich auf beiden Seiten und ich muss dann vermutlich wirklich zufüttern (manchmal hab ich das Gefühl, dass ihr auch jetzt eine Seite ab und zu nicht reicht).
Ich hab heute Nacht schon angefangen sehr oft die linke Brust zu geben und die rechte kaum noch (streiche aus).
Ich weiß nicht, ob ich was Wichtiges vergessen habe. Wenn etwas unklar ist, fragt ruhig....
so langsam verzweifle ich...
Ich fang mal von vorn an:
Am 02.01.15 kam meine Tochter Elly zu Hause im Wohnzimmer im Geburtspool zur Welt. Die Geburt war schön und schnell. Eine Stunde später hat sie zum ersten Mal getrunken und alles klappte super. Dann kam der Milcheinschuss. Elly trank gut und nahm in den ersten Tagen (nach den 10% Verlust) 200-300g zu. Zur Geburt wog sie 3400g, jetzt gerade (vier Wochen alt) wiegt sie 4000g. Meine Hebamme ist zufrieden damit.
Dann, sechs Tage nach der Geburt, Schüttelfrost, hohes Fieber. Mastitis auf der rechten Seite.
Erst haben meine Hebammen und ich versucht es auf normalem Wege zu kurieren. Quark, Retterspitz, ausstreichen etc... Es half absolut GAR NICHTS. Elly trank zwar weiterhin an der Seite, aber abgesehen davon, dass es sau weh tat, half auch das nicht.
Ich habe 12 Tage Antibiotikum genommen, Wickel gemacht, ausgestrichen, Elly angelegt, geschrieen, geweint... Die Entzündung war weg und ich wartete darauf, dass der Schmerz beim Anlegen besser werden würde. Wurde er auch, langsam (nach dem Ansaugen war es meistens viel besser).
Dann, vor drei Tagen wieder Schüttelfrost, hohes Fieber. Innerhalb von Stunden eine heiße, rote rechte Brust. Ohne Knoten zwar, aber eindeutig wieder Mastitis. Die Stillberaterin im Krankenhaus meinte, so etwas habe sie noch nie gesehen... Jetzt nehme ich wieder Antibiotikum (andere Sorte), habe vor lauter Stress die Lippen voll Herpesbläschen und wieder schreckliche Schmerzen beim Stillen.
Ich kann einfach nicht mehr. Körperlich sind die Schmerzen schrecklich (die Geburt war angenehmer), aber noch schlimmer ist es psychisch. Die ständige Angst, dass sie weint und ich rechts stillen muss, die Angst, dass ich sie mit Herpes anstecke, was für sie ja tödlich sein kann. Ich kann mich nicht um mein Baby kümmern, sie nicht tragen wegen der Schmerzen, nicht wickeln, nichtmal auf meinen Bauch legen; die rechte Brust tut so furchtbar weh... Wenn mein Mann nicht zu Hause wäre momentan, wüsste ich gar nicht, wie ich das machen sollte.
Ich will nicht abstillen. Aber stillen will ich momentan definitiv auch nicht mehr. Dabei hatte ich mich so darauf gefreut und wollte so lange stillen, wie Elly es auch wollte (2-3 Jahre mindestens, wenn sie das möchte).
Meine Idee: Vielleicht kann ich nur mit links stillen. Da hatte ich von Anfang an keine Probleme. Ich weiß, dass es Frauen gibt, die das tun, auch vollstillen.
Ich hab mit meiner Hebamme darüber gesprochen. Sie sagt, es ist möglich und evtl ist jetzt gerade gar kein dummer Zeitpunkt um rechts abzustillen. Denn durch das Antibiotikum wird die Entzündung bekämpft und ich kann bei Druck einfach ausstreichen, ohne Elly anlegen zu müssen.
Gleichzeitig müsste ich sie natürlich links öfter anlegen und bei Bedarf zufüttern, denn die linke Seite produziert ja nicht von heute auf morgen mehr.
Da beginnt meine Sorge: Ich hab Angst vor einer Saugverwirrung, wenn ich mit Fläschchen zufüttere, aber BES kommt mir arg kompliziert vor und ich hab von einer Frau gelesen, deren Baby irgendwann total auf den Schlauch fokussiert war und nicht mehr wirklich an der Brust gesaugt hat... Kann man PRE auch mit einer Spritze geben, wie bei kleinen Kätzchen (blöder Vergleich vermutlich, aber mir fällt sonst nix ein).
Morgen wollte mir meine Hebamme Globulis mitbringen, die das Abstillen fördern. Außerdem soll ich mit Pfefferminztee und Salbei anfangen. Das reduziert natürlich auf beiden Seiten und ich muss dann vermutlich wirklich zufüttern (manchmal hab ich das Gefühl, dass ihr auch jetzt eine Seite ab und zu nicht reicht).
Ich hab heute Nacht schon angefangen sehr oft die linke Brust zu geben und die rechte kaum noch (streiche aus).
Ich weiß nicht, ob ich was Wichtiges vergessen habe. Wenn etwas unklar ist, fragt ruhig....