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Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 02.02.2015, 11:43
von Unamay
Hallo ihr Lieben,

ich hab mir mal in der Linksammlung den Threat zum Thema Stillen nach Bedarf durchgelesen und mir sind da so ein paar Fragen aufgekommen.
Meine Kleine 5 Wochen alt, kam 10 Tage zu früh zur Welt und es war quasi eine Sturzgeburt (nach 3 Std.ab Geburtswehen war sie da) sie war klein und zierlich, 47cm und bei Entlassung aus Klinik 2360g leicht. Sie hat gut zugenommen, letzte Woche waren wir bei 3780g. Sie ist sehr sensible und will immer am Körper sein, was für mich kein Problem ist da ich das ja auch genieße. Meine Kleine hat immer nach dem Stillen ziemlich mit ihrem Magen-Darm-Trakt zu tun, sie hat starke Blähungen und weint sehr viel nach dem Stillen. Momentan verzögere ich das Stillen heraus, so Pausen von 2-3 Std., Anweisung von der Ärztin. Laut dem Threat heisst nach Bedarf ja auch Trost-Einschlafstillen, wenn sie jetzt schon nach einer halben/dreiviertel Stunde kommt, verursacht dies nicht noch mehr Bauchweh?

Manchmal fühle ich mich einfach so ratlos und ohnmächtig, denn es fängt mit den typischen Krämpfen nachdem stillen an und geht manchmal bis zum nächsten stillen (ab und zu 5min Pause) und dann fängt der Kreislauf von vorne an. Nichts hilft wirklich, TT, Fliegergriff, Fixieren, Schaukeln, Schnuller. Und wenn ich ihr die Brust geben würde, würde es doch noch schlimmer werden oder?

Lg Unamay

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 02.02.2015, 12:08
von deidamaus
Hallo Unamay,

herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter und Willkommen hier im SuT.
Unamay hat geschrieben: Meine Kleine hat immer nach dem Stillen ziemlich mit ihrem Magen-Darm-Trakt zu tun, sie hat starke Blähungen und weint sehr viel nach dem Stillen. Momentan verzögere ich das Stillen heraus, so Pausen von 2-3 Std., Anweisung von der Ärztin. Laut dem Threat heisst nach Bedarf ja auch Trost-Einschlafstillen, wenn sie jetzt schon nach einer halben/dreiviertel Stunde kommt, verursacht dies nicht noch mehr Bauchweh?
Ich würde dir eher genau das Gegenteil empfehlen: Häufig Stillen, so dass die während einer Mahlzeit getrunkene Milchmenge geringer ist. Dies belastet die Verdauung weniger. 8 mal eine Milchmenge von 90 ml ist schon recht viel für so eine kleine Maus, 12 mal 60 ml ist da doch viel weniger belastend für die Verdauung.
Manchmal fühle ich mich einfach so ratlos und ohnmächtig, denn es fängt mit den typischen Krämpfen nachdem stillen an und geht manchmal bis zum nächsten stillen (ab und zu 5min Pause) und dann fängt der Kreislauf von vorne an. Nichts hilft wirklich, TT, Fliegergriff, Fixieren, Schaukeln, Schnuller. Und wenn ich ihr die Brust geben würde, würde es doch noch schlimmer werden oder?
Dein Baby muss ja stillen, damit es nicht verhungert, d.h. du kommst da garnicht drum herum. Manche Babys brauchen eine Weile, bis sich die Verdauung an die Zufuhr von Nahrung (und nichts ist besser verträglich wie Mumi) gewöhnt hat.

Was du noch probieren kannst, ist dein Baby nach dem Stillen abzuhalten, d.h. du lehnst sie mit ihrem Rücken an deinen Bauch/Oberkörper und hockst die Beine an (mit oder ohne Windel). Viele Babys können in der Position viel besser entspannen und die Luft kann besser entweichen. Manchen Babys tut auch einen sanfte Bauchmassage in Uhrzeigerrichtung gut.

Hast du denn das Gefühl zu viel Milch oder einen starken Milchspendereflex zu haben? Wie oft hat deinen Maus denn Stuhlgang?

Liebe Grüße
deidamaus

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 02.02.2015, 14:04
von Unamay
Hey Deidamaus,

"du lehnst sie mit ihrem Rücken an deinen Bauch/Oberkörper und hockst die Beine an (mit oder ohne Windel). Viele Babys können in der Position viel besser entspannen und die Luft kann besser entweichen"

Das kannte ich noch nicht, werd ich auf jeden fall mal probieren. Bauchmassage mach ich immer.

Hab keine Ahnung ob ich viel Milch hab, aber den Milchspendereflex kann ich schnell auslösen.
Sie hat mindestens 2x am Tag die Windel komplett voll und zwischendrin so Pupsrückstände.

Lg Unamay

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 02.02.2015, 14:30
von deidamaus
Unamay hat geschrieben:
Das kannte ich noch nicht, werd ich auf jeden fall mal probieren. Bauchmassage mach ich immer.
Das nennt sich Abhalten :wink: Wenn dich das Thema interessiert, schau mal im windelfrei Bereich des Forums.
Hab keine Ahnung ob ich viel Milch hab, aber den Milchspendereflex kann ich schnell auslösen.
Spuckt sie häufig und/oder kommt sie kaum mit schlucken nach?
Sie hat mindestens 2x am Tag die Windel komplett voll und zwischendrin so Pupsrückstände.
Das klingt ganz normal.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 02.02.2015, 14:44
von Unamay
Das mit dem Abhalten habe ich gerade probiert, das ist ja unglaublich, es funktioniert super. :D

sie trinkt zum Anfang sehr schnell und nach fast jeder Mahlzeit spuckt sie. Manchmal soviel, dass kaum noch Milch sichtbar ist, sondern nur noch Wasser.

Wie ist das wenn sie pro Mahlzeit weniger trinkt, bekommt sie dann noch ausreichend Hintermilch?

Lg Unamay

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 03.02.2015, 09:02
von Unamay
Und besteht ein Zusammenhang zwischen dem Spucken und einen zu starken Milchspendereflex?
Kann man das irgendwie vermindern?

Lg Unamay

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 03.02.2015, 11:31
von deidamaus
Unamay hat geschrieben:Das mit dem Abhalten habe ich gerade probiert, das ist ja unglaublich, es funktioniert super. :D
:D Das freut mich. Meine Jungs wurden windelfrei aufgezogen und hatten praktisch nie Probleme mit der Verdauung. Die Pupse gingen beim Abhalten immer wunderbar raus.
sie trinkt zum Anfang sehr schnell und nach fast jeder Mahlzeit spuckt sie. Manchmal soviel, dass kaum noch Milch sichtbar ist, sondern nur noch Wasser.
Du kannnst mal versuchen, sie gegen die Schwerkraft zu stillen (also du liegst in Rückenlage und sie auf dir drauf) oder aufrecht (Hoppe-Reitersitz). Da kann sie besser mit einem starken Milchfluss umgehen und die Schwerkraft hilft auch mit. Probier mal, ob es hilft.
Wie ist das wenn sie pro Mahlzeit weniger trinkt, bekommt sie dann noch ausreichend Hintermilch?
Vorder- und Hintermilch gibt es so nicht. Es ist so, dass mit jedem ausgelösten MSR die Milch fetthaltiger wird. D.h. die Babys können selber steuern, wie fetthaltig die Milch sein soll. Es gibt Babys die haben nach ein paar Minuten Sahne im Mund, da sie kurz hintereinander den MSR auslösen. Lass dein Baby einfach so lange an einer Seite trinken, wie es mag und biete dann noch die zweite Seite an. Also nicht zu schnell (nach ein paar MInuten) die Seite wechseln.
Und besteht ein Zusammenhang zwischen dem Spucken und einen zu starken Milchspendereflex?
Kann man das irgendwie vermindern?
Nicht unbedingt. Manche Kinder übersaufen sich einfach gerne mal (meine Jungs waren die ersten paar Wochen beide so) und was zu viel ist, kommt halt wieder raus. Das ist auch nicht weiter tragisch (außer für die Wasser und Waschpulverrechnung :wink:), wenn es das Kind nicht wirklich stört.

Probiere es mal mit den beiden obigen Stillpositionen, vielleicht wird es dann besser. Und ab und zu mal abhalten (besonders bei offensichtlichem Unwohlsein im Bauch).

Liebe Grüße
deidamaus

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 03.02.2015, 11:49
von Unamay
Hey Deidamaus,

die Stillpositionen werd ich wenn möglich jetzt immer machen. Die im liegen hab ich schon probiert und funktioniert ganz gut, die im sitzen da hatte meine Maus gleich angefangen zu weinen, jedoch vor 2 Wochen, ich schau mal ob sich da was geändert hat.
deidamaus hat geschrieben:Meine Jungs wurden windelfrei aufgezogen und hatten praktisch nie Probleme mit der Verdauung.
Das würde ich auch so gerne machen, jedoch soll meine Kleine im Oktober schon in die Kita, damit ich weiter studieren kann und ich weiß nicht wie das dann ist mit windeln etc.

Danke für deinen Rat und ich werde berichten, wie es bei uns so läuft.

Lg Unamay

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 03.02.2015, 12:09
von deidamaus
Unamay hat geschrieben:Hey Deidamaus,

die Stillpositionen werd ich wenn möglich jetzt immer machen. Die im liegen hab ich schon probiert und funktioniert ganz gut, die im sitzen da hatte meine Maus gleich angefangen zu weinen, jedoch vor 2 Wochen, ich schau mal ob sich da was geändert hat.
Eventuell kannst du auch in Wiegehaltung stillen und dein Baby dabei aufrechter halten.
deidamaus hat geschrieben:Meine Jungs wurden windelfrei aufgezogen und hatten praktisch nie Probleme mit der Verdauung.
Das würde ich auch so gerne machen, jedoch soll meine Kleine im Oktober schon in die Kita, damit ich weiter studieren kann und ich weiß nicht wie das dann ist mit windeln etc.
Sowas ergibt sich dann. Manche Kinder können dann gut zwischen Kita (mache in die Windel) und zu Hause unterscheiden. Manche machen dann auch zu Hause wieder in die Windel, bei manchen funktioniert die Betreuung in der Kita auch so gut, dass es dort klappt. Das ist unterschiedlich, aber bis dahin kannst du deinem Baby Erleichterung verschaffen und eure Kommunikation verfeinern. Das schadet auf jeden Fall nicht.
Danke für deinen Rat und ich werde berichten, wie es bei uns so läuft.
Mach das.

Liebe Grüße
deidamaus

Re: Stillzeiten und Verdauung

Verfasst: 03.02.2015, 22:14
von deidamaus
Ich mache den Thread hier zu, da du ja noch in deinem anderen Thread einseitiges Abpumpen,... beraten wirst.