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Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 19.12.2014, 17:15
von Maria29
Hallo, ich habe ein akutes Problem. Ich habe Zwillinge (19wochen, korrigiert 13wochen) sie haben auf der Neo die Flasche bekommen und seit sie zu Hause sind (September) stille ich beide voll. Mit dem Frosch klappt das seither gut, selbst das stillhütchen können wir meist weglassen. Nur mit der Maus habe ich ein Kommunikationsproblem. Sie ist allgemein ein sehr schreiiges Kind, wir waren schon in der Schreiambulanz, Halswirbelblockaden wurden gelöst- wenn man sie nicht trägt, schreit sie oder meckert- ich weiß also nie wann sie Hunger hat.
Wenn ich sie auf gut Glück nach 2h anlege, dockt sie an, lässt los, immer wieder, wird dabei immer wütender bis sie ganz aufhört und schreit. Wenn ich dir Brust wegnehme wird sie auch total fuchsig. Sie trinkt nur, wenn sie es mit ihrem rein-raus-Spielchen geschafft hat, den Reflex auszulösen. Mich mervt das total, muss mich ja auch noch um Ihren Bruder kümmern. Wegen meiner genervtheit Dauert es noch länger, bis der Reflex kommt. Das ganze ist auch nachts so, da hält sie es schon 8h ohne Trinken aus- und man denkt, dann müsste die hungrig sein, aber auch da läuft das Spielchen.
Ich bin kurz dafür, für sie abzupumpen und die Flasche zu geben, dann hängt es wenigstens nicht mehr an meiner Entspannung ob Milch kommt. Oder gibt es noch andere Tipps?

Ps: ich habe eigentlich den Benutzernamen maria28, kann mich aber mit dem Handy nicht mit dem anmelden, sorry!

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 19.12.2014, 21:19
von Melody17
Hallo Maria,

so wirklich helfen kann ich dir leider nicht. Hast du schon verschiedene Stillpositionen ausprobiert (liegend, sitzend, Fußballhaltung, Baby auf deinem Bauch liegend...)? Meine Tochter hatte eine Phase in der ich sie nur im Liegen stillen konnte. Allerdings war sie da schon fünf Monate alt und hat sich sehr für ihre Umgebung interessiert. Im Liegen war sie am wenigsten abgelenkt, da sie so immer nur mich gesehen hat und sich nicht so leicht wegdrehen konnte.
Ist ihr Verhalten an beiden Brüsten gleich? Nimmt sie denn ausreichend zu und hat genug volle und nasse Windeln? Was sagt denn deine Hebamme dazu? Kann sie dir vielleicht weiterhelfen?

Ich drücke dir die Daumen, dass du es möglichst lange durchhälst die Zwillinge vollzustillen. Das finde ich echt super gut und total bewundernswert!!!

Liebe Grüße,
Melody

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 19.12.2014, 22:55
von blueberry
Hallo Maria,

das klingt sehr sehr anstrengend, ich kann verstehen, dass Du genervt bist :( .

Schau mal in den Thread "So funktioniert Stillberatung hier im SuT" und beantworte die Fragen, die Du noch nicht beantwortet hast. Insbesondere zum Gebrauch künstlicher Sauger (bekommt Deine Maus einen Schnuller? Benutzt Du bei ihr Stillhütchen? Bekommen Deine Kinder ab und an Muttermilch per Flasche?). Das erleichtert den Moderatorinnen hier die Beratung.

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Maria29 hat geschrieben:wenn man sie nicht trägt, schreit sie oder meckert- ...
Es gibt viele Babys, die sich nicht ablegen lassen, sondern 24 h rund um die Uhr Körperkontakt brauchen. Evolutionär gesehen war das sinnvoll.
Was unter unseren heutigen Lebensbedingungen bei einem Einling schon eine echte Herausforderung ist, wird bei zwei Kindern allerdings zur echten Belastungsprobe. Hast Du jemanden, der Dir regelmäßig mit den Babys helfen kann und z.B. auch mal eins im Tragetuch tragen kann?

Hast Du selbst Trageerfahrung oder kannst eine Trageberatung machen, um bald das Rückentragen sicher zu beherrschen? So könntest Du einem Baby Körperkontakt ermöglichen, während Du die Hände frei hast für das andere.

Habt Ihr eine Federwiege? Evtl. ließe sich Deine Maus in sowas ablegen, dann könntest Du sie z.B. mit einer Hand wippen während Du etwas anderes machst.

Habt Ihr einen Pezziball?

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Maria29 hat geschrieben:... ich weiß also nie wann sie Hunger hat.
Wenn Deine Maus Körperkontakt hat und sich wohlfühlt - zeigt sie dann irgndwann die zeitigeren Stillsignale wie
* suchende Bewegungen mit dem Kopf (Nicken wie ein Specht oder seitliches Kopfdrehen, wenn die Wange Körper-/Hautkontakt hat)
* Hand zum Mund führen und evtl. an den Fäustchen lutschen
* Schmatzen
?

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Wo habt Ihr die Halswirbelsäulenblockaden lösen lassen? Wenn Deine Maus Zeichen von KISS zeigt, könnte sich der Besuch bei einem KISS-Spezialisten lohnen.

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Ich hoffe, es finden sich bald Lösungsansätze und/oder Hilfe und Entlastung für Dich.

LG, blueberry

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 20.12.2014, 13:18
von maria28
Hallo, danke für eure Antworten ,
Antworten auf die Fragen: Ja, ihr Verhalten ist an beiden Brüsten gleich. Ich glaube nicht, dass sie abgelenkt in dem Sinne ist. Heute ist mir aufgefallen, dass sie oft pupst beim Stillen - evtl lenkt sie das ab?
Beim letzten KiA-Besuch war die Gewichtsentwicklung gut (50. Perzentile, 5400g vor 1 Monat) Hier zu Hause können wir nicht gut wiegen, haben nur eine übliche Personenwaage- das einzige was man da sieht ist, dass die Gewichtsdifferenz zu ihrem Bruder zugenommen hat (jetzt 400g, vor 1 Monat noch nur 100g). Sie hat aber viele nasse Windeln und meist alle 2 Tage Stuhlgang.
Sie pullert aber auch nicht so viel wie ihr Bruder, vor allem nachts - das liegt vermutlich daran, dass er nachts 3-4 mal trinken will und sie eben nur 1-2 mal.
Wir hatten lange ein Stillhütchen benutzt, weil das auf der Neo erst nicht anders ging. Jetzt haben wir das seit ca 1 Woche gelassen, weil es eben so nervig ist, wenn sie das dauernd abrupft. Es geht ohne Stillhütchen genauso gut bzw schlecht wie mit.
Einen Schnuller nimmt sie nicht, hat sie noch nie.
Auch das Zufüttern mit Flasche von aufgetauter MuMi machen wir schon lange nicht mehr. (Ich hatte während sie auf der Neo waren, sehr viel abgepumpt und dann noch die Vorräte verfüttert) Jetzt hat sie bestimmt seit 1 Monat keine Flasche mehr gesehen.

Ja, ich trage sie viel im TT (ihr Bruder kann sich auch gut 30 min mit einem Mobile beschäftigen), hatte auch eine Trageberatung. Die Trageberaterin meinte, dass ihre Kopfkontrolle noch nicht soo gut ist, und dass man ja auch bereit sein muss, sein Kind auf dem Rücken zu tragen - also aus den Augen zu lassen - also haben wir erstmal keine Rückentrageweise geübt. Das werde ich aber nachholen, sobald sie etwas älter sind. Problem ist nur, dass ihr Bruder wirklich noch alle 2h trinken will und momentan kann ich nur die WKT, muss also sie jedes Mal auswickeln, wenn ihr Bruder an die Brust will.
Mein Mann hilft mir wo er kann, er hat nur leider Rückenprobleme und kann sie nicht besonders lange tragen - vor allem das TT mag er nicht besonders, weil sie dann darin einschläft und er sie nicht mehr ablegen kann ohne dass sie aufwacht, er sie also notgedrungen 2h tragen müsste...

Wippen auf PezziBall/Federwiege sollen wir sie nicht, da sie laut Physiotherapeutin aufgrund ihrer Frühgeburtlichkeit eine Störung des Gleichgewichtssinns hat und das dauernde Schuckeln nicht verarbeiten kann.

Einen Kinderosteopathen haben wir leider überhaupt nicht in der Nähe (>120km und die Fahrt wäre vermutlich zu stressig - Autofahren mag sie nämlich gar nicht). Aber es wurden wie gesagt Blockaden der HWS gelöst bei einer Ärztin mit ZB Manuelle Therapie.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 20.12.2014, 13:25
von Morgaine47
Zum auf dem Rücken tragen mit Tragetuch im einfachen Rucksack braucht das Kind keine Kopfkontrolle, der wird ja durch das Tuch gestützt. Allerdings muss natürlich die Bereitschaft zum Hinten tragen da sein. Ich denke aber es würde Dir den Alltag sehr erleichtern und bei Deinem Mann wäre es vielleicht bequemer für seinen Rücken.
Die Minimaus habe ich mit ca. 10 Tagen das erste Mal auf dem Rücken gehabt, mit ca. 4 bis 5 Wochen beim Einkaufen immer. Mittlerweile trag ich fast nur noch hinten. Sie ist 6,5 Monate.

Das mit dem voll Stillen von 2 Kindern finde ich übrigens Klasse.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 20.12.2014, 13:28
von Mijoco
Stillst du die beiden nacheinander oder hast du schon mal probiert sie gleichzeitig zu stillen? Da kommt evtl. der Milchspendereflex auch deutlich schneller, weil sie sich ja beide unterstützen.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 20.12.2014, 17:48
von Maria29
Ja am Anfang habe ich manchmal gleichzeitig gestillt, auch mit extra Zwillingsstillkissen -aber das ist mir jetzt zu aufwändig, man hat immer eine Hand zu wenig.
Jetzt war es heute nachmittag wieder so schlimm, der still-Versuch endete im Gebrüll, dass ich mal abgepumpt habe, 70ml, davon hat sie, unter schreien, 60ml getrunken.(mit einem alten nuk-Sauger, den wir noch aus der Klinik haben). Dabei auch furchtbar gepupst. Sie sabbert auch extrem. 2h später konnte ich sie -oh-wunder - wieder fast normal Stillen, sie hat danach auch noch lange genuckelt...das ist mir alles rätselhaft.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 20.12.2014, 19:35
von kaehde
Hallo, habt ihr eine Tragehilfe (zb einen Sling) für Deinen Mann?
Das Tragen könnte zb, falls Sie Bauchweh hat, auch helfen.
Woran ich noch denken würde, wenn sie so unruhig ist, Hunger hat, aber nicht trinken kann: Muss sie vielleicht mal pieseln? Hast Du mal versucht, sie abzuhalten?

Viele Gruesse,
Katja

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 21.12.2014, 11:32
von maria28
Ach Menno, ich bin echt verzweifelt, jetzt iat es wieder schlimm. Wir haben sie vorher gebadet, da hat sie sicher gepieselt, abhalten hatte ich wegen derv Blähungen auch schon versucht. Und wenn es nur Blähungen wären, würde sie sich doch auch nicht so schnell wieder beruhigen lassen. Sie nimmt die Brust, nuckelt zweimal, lässt los, das ganze wird von immer mehr Meckern begleitet bis sie schließlich schreit. Nimmt man sie dann hoch trägt sie, beruhigt sie sichj auch wieder - oder brüllt erst richtig los.

Im Liegen meckert sie aber eh immer, gibt eine Möglichkeit aufrecht zu stillen?

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 21.12.2014, 11:37
von Kinsale
Ja, Du kannst sie wie zum "Hoppe Reiter" auf deinen Schoß setzen.

Wenn Du schreibst, sie sei so unzufrieden im Liegen - habt ihr mal an einen Reflux gedacht?