"Plötzlich" schleppende Gewichtszunahme u Mastitis
Verfasst: 17.12.2014, 13:33
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum, war bislang stille Mitleserin. Erst einmal ein großes Lob an Euch. Ich bin immer wieder begeistert, wie kompetent Ihr weiterhelfen könnt. Wirklich super.
Zur Vorgeschichte: Mein erstes Kind kam 6 Wochen zu früh zur Welt. Mit viele Mühe und abpumpen hat es nach Entlassung (3,5 Wochen) mit dem Vollstillen geklappt, ganz ohne Abpumpen, Zufüttern oä und trotz schlechter Beratung in der Klinik (Stillhütchen, nur alle 4 Stunden stillen, einfach furchtbar!). Um so entspannter war ich als der 2. termingerecht und fit zur Welt kam. Das Stillen klappte wie von selbst. Er trank, als hätte er nie etwas anderes gemacht, nahm super zu und Milch war da im Überfluss. Da lag auch zunächst das Problem. Er trank abends alle Stunde, kurbelte schön die Milchproduktion an und schlief dann mindestens 4-5 Stunden, nach 8 Wochen sogar 5-7 Stunden. Ich lag natürlich wach- immer kurz vorm Milchstau. Nach 4 Wochen die erste Mastitis, Antibiotika (Staphylex) und eine Woche Bettruhe. Nach 10 Wochen die 2. Mastitis. Einige Tage versucht, es diesmal ohne Antibiotika zu schaffen. Nach 2 Tagen über 40 Fieber wieder Staphylex. Nach 4 Tagen ein Rückfall, Antibiotika auf 10 Tage verlängert. Etliche Milchstaus mit Quark, Retterspitz und Co. (mindestens 5 mal). Trotz Anraten meines Gyn abzustillen, habe ich mich nicht entmutigen lassen und stille immer noch.
Nun zu meinem aktuellen "Problem":
1. Mein Sohn ist 4,5 Monate alt. Mit ca. 3,5 Monaten hat er offensichtlich einen Entwicklungsschub gehabt, sich plötzlich auf den Bauch und zurück gedreht, einhändig gegriffen, etc.. Seitdem hat sich auch sein Stillverhalten verändert. Er trinkt wieder häufiger nachts, tagsüber ist er leicht abzulenken. Das mit der Ablenkung kenne ich noch von meinem Großen. Ich versuche natürlich ihn in ruhiger Umgebung zu stillen, was beim 2. Kind nicht immer einfach ist. Insgesamt stille ich nicht wirklich weniger, es ist nur schwieriger und verteilt sich anders. Allerdings nimmer er nunmehr auch schleppend zu. Die Details s.u..
Hier zunächst noch mal zu den einzelnen Fragen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Noch nie.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
8-9 mal Stillen, eher Schnelltrinker, 5-15 Min.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
1x am Tag Stuhlgang, Pipi in jeder Windel.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
s.o.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller nur im Auto, zu Hause gar nicht. Sonst keine.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme hat vor 2 Wochen gewogen, s.u..
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Keine.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:
30.07. 34050 g Geburt KH
01.08. 3150 g Entlassung KH
05.08. 3610 g Kinderarzt
01.09. 4700 g Kinderarzt
13.11. 6275 g Kinderarzt
03.12. 6570 (!) g Hebamme
17.12. 6680 (!) g Kinderarzt (6875 mit Windel, für die warum auch immer 200 g abgezogen wurden, die Windel war ca. 1 Stunde "alt")
Natürlich ist es ärgerlich, dass heute mit Windel gewogen wurde. Allerdings ergibt sich nach der Feststellung eine Zunahme von nur 55 g pro Woche in den letzten 2 Wochen. Der Kinderarzt (im Übrigen ein sehr guter, toller Arzt) meinte, er sei "völlig entspannt", da der Kleine einfach sehr agil sei.
Aber irgendetwas stimmt doch da nicht? Er trinkt ja sogar häufiger als in den ersten Lebenswochen und wirkt immer satt und zufrieden. Wie kann es denn sein, dass er so schlecht zunimmt? Darf ich mich auf den Kinderarzt verlassen und einfach so weitermachen wie bisher??
Nun zum 2. Teil meines Problems: Hinzu kommt, dass ich seit 2 Tagen schon wieder einen Milchstau habe (stechende Stelle id Brust) die sich kaum löst. Ich mache schon wieder das volle Programm: Quark, Retterspitz, Wärme vorm Stillen, Kälte danach, Abpumpen u danach kühlen, ausstreichen... Bekomme ich das denn nie in den Griff?
Ich bin gerade ziemlich unzufrieden mit der Gesamtsituation. Kind nimmt nicht zu und ich immer kurz vor einer Brustentzündung.
Ich würde mich sehr, sehr über einen Rat von Euch freuen.
Liebe Grüße
ich bin neu hier im Forum, war bislang stille Mitleserin. Erst einmal ein großes Lob an Euch. Ich bin immer wieder begeistert, wie kompetent Ihr weiterhelfen könnt. Wirklich super.
Zur Vorgeschichte: Mein erstes Kind kam 6 Wochen zu früh zur Welt. Mit viele Mühe und abpumpen hat es nach Entlassung (3,5 Wochen) mit dem Vollstillen geklappt, ganz ohne Abpumpen, Zufüttern oä und trotz schlechter Beratung in der Klinik (Stillhütchen, nur alle 4 Stunden stillen, einfach furchtbar!). Um so entspannter war ich als der 2. termingerecht und fit zur Welt kam. Das Stillen klappte wie von selbst. Er trank, als hätte er nie etwas anderes gemacht, nahm super zu und Milch war da im Überfluss. Da lag auch zunächst das Problem. Er trank abends alle Stunde, kurbelte schön die Milchproduktion an und schlief dann mindestens 4-5 Stunden, nach 8 Wochen sogar 5-7 Stunden. Ich lag natürlich wach- immer kurz vorm Milchstau. Nach 4 Wochen die erste Mastitis, Antibiotika (Staphylex) und eine Woche Bettruhe. Nach 10 Wochen die 2. Mastitis. Einige Tage versucht, es diesmal ohne Antibiotika zu schaffen. Nach 2 Tagen über 40 Fieber wieder Staphylex. Nach 4 Tagen ein Rückfall, Antibiotika auf 10 Tage verlängert. Etliche Milchstaus mit Quark, Retterspitz und Co. (mindestens 5 mal). Trotz Anraten meines Gyn abzustillen, habe ich mich nicht entmutigen lassen und stille immer noch.
Nun zu meinem aktuellen "Problem":
1. Mein Sohn ist 4,5 Monate alt. Mit ca. 3,5 Monaten hat er offensichtlich einen Entwicklungsschub gehabt, sich plötzlich auf den Bauch und zurück gedreht, einhändig gegriffen, etc.. Seitdem hat sich auch sein Stillverhalten verändert. Er trinkt wieder häufiger nachts, tagsüber ist er leicht abzulenken. Das mit der Ablenkung kenne ich noch von meinem Großen. Ich versuche natürlich ihn in ruhiger Umgebung zu stillen, was beim 2. Kind nicht immer einfach ist. Insgesamt stille ich nicht wirklich weniger, es ist nur schwieriger und verteilt sich anders. Allerdings nimmer er nunmehr auch schleppend zu. Die Details s.u..
Hier zunächst noch mal zu den einzelnen Fragen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Noch nie.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
8-9 mal Stillen, eher Schnelltrinker, 5-15 Min.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
1x am Tag Stuhlgang, Pipi in jeder Windel.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
s.o.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller nur im Auto, zu Hause gar nicht. Sonst keine.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme hat vor 2 Wochen gewogen, s.u..
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Keine.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:
30.07. 34050 g Geburt KH
01.08. 3150 g Entlassung KH
05.08. 3610 g Kinderarzt
01.09. 4700 g Kinderarzt
13.11. 6275 g Kinderarzt
03.12. 6570 (!) g Hebamme
17.12. 6680 (!) g Kinderarzt (6875 mit Windel, für die warum auch immer 200 g abgezogen wurden, die Windel war ca. 1 Stunde "alt")
Natürlich ist es ärgerlich, dass heute mit Windel gewogen wurde. Allerdings ergibt sich nach der Feststellung eine Zunahme von nur 55 g pro Woche in den letzten 2 Wochen. Der Kinderarzt (im Übrigen ein sehr guter, toller Arzt) meinte, er sei "völlig entspannt", da der Kleine einfach sehr agil sei.
Aber irgendetwas stimmt doch da nicht? Er trinkt ja sogar häufiger als in den ersten Lebenswochen und wirkt immer satt und zufrieden. Wie kann es denn sein, dass er so schlecht zunimmt? Darf ich mich auf den Kinderarzt verlassen und einfach so weitermachen wie bisher??
Nun zum 2. Teil meines Problems: Hinzu kommt, dass ich seit 2 Tagen schon wieder einen Milchstau habe (stechende Stelle id Brust) die sich kaum löst. Ich mache schon wieder das volle Programm: Quark, Retterspitz, Wärme vorm Stillen, Kälte danach, Abpumpen u danach kühlen, ausstreichen... Bekomme ich das denn nie in den Griff?
Ich bin gerade ziemlich unzufrieden mit der Gesamtsituation. Kind nimmt nicht zu und ich immer kurz vor einer Brustentzündung.
Ich würde mich sehr, sehr über einen Rat von Euch freuen.
Liebe Grüße