Eisen- und B12-Mangel vs. Stillen und BLW
Verfasst: 28.11.2014, 22:34
Ach, ihr Lieben, ich bin gerade ganz durcheinander und brauche dringend eure Erfahrungen, Meinungen und Zuspruch.
Wie sich gerade herausgestellt hat, kommt der Durchfall, der meinen Sohn jetzt schon so lange verfolgt, wahrscheinlich von einem Vitamin B12-Mangel. Eisenmangel hat er auch. Ich mache mir furchtbare Vorwürfe, denn offensichtlich hat er von mir über die MuMi nicht genug davon bekommen. Gerade ich als Vegetarierin, die schon oft mit Eisenmangel zu tun hatte, hätte da viel besser drauf achten sollen.
Im Ernst, ich fühle mich gerade wie die schlechteste Mutter der Welt... Er ist zwar ordentlich durchgecheckt worden und ihm fehlt "eigentlich" nichts (also, er ist fit, munter und fröhlich, super entwickelt, etc.), aber trotzdem.
Natürlich werden diese Dinge jetzt erstmal supplementiert. Von einer Diätologin und zwei Ärztinnen habe ich aber Ratschläge für "danach" bekommen, die mir teilweise gar nicht gefallen. Die Diätologin meinte, es sei schon in Ordnung, dass mein Sohn noch hauptsächlich stillt, es gäbe eben Kinder, die erst später richtig viel essen, und solange wir gut darauf achten, was wir ihm an Beikost anbieten, wäre das kein Problem. Sie meinte, wir könnten ihm mit Folgemilch angerührten Getreidebrei anbieten, weil die ja mit Eisen und B12 angereichert ist.
Ärztin Nr. 1 schlug vor, ihm doch zweimal täglich ein Fläschchen (Folgemilch) zu geben. Ich habe gleich gesagt, dass ich das nicht möchte. Sie meinte, dass wir dann aber auf jeden Fall mit Folgemilch angerührten Brei geben sollten.
Ich bin auch bereit, das zu versuchen, nur ist mein Sohn kein Brei-Freund, lässt sich kaum füttern, am liebsten isst er, was er selbst in die Hand nehmen kann... ein BLW-Baby eben.
Ärztin Nr. 2 wiederum sagte nichts von künstlicher Milch, sondern meinte, wir sollten ihn dazu bringen, mehr feste Nahrung (= Brei) zu essen. Laut ihr macht man das am Besten, indem man tagsüber einfach nicht mehr stillt. Das würde zwar etwa eine Woche dauern, aber wenn man wirklich konsequent sei (ich nehme an, Konsequenz heißt in dem Fall "das Kind so lange hungern lassen, bis es isst, was man ihm vorsetzt"?!
), würde das super funktionieren. Spätestens da haben sich mir die Fußnägel aufgerollt... ich habe ihr gesagt, dass ich tagsüber bestimmt nicht abstillen will und dass Stillen ja nicht unbedingt was mit Nahrungsaufnahme zu tun haben muss. "Nein nein, nicht abstillen, Sie können ja nachts so viel stillen, wie sie wollen! Und natürlich essen Kinder kaum, wenn sie immer Zugang zur Brust haben, das ist doch viel bequemer, die wissen genau, wie sie's machen müssen, etc. pp."... 
Was mach' ich denn nun? Muss ich wirklich auf BLW verzichten, um mehr in ihn reinzukriegen? Er findet's doch so toll, sein Essen selbst entdecken zu können (und ich auch). Oder ihm Folgemilch geben?
Die Sache mit dem von heute auf morgen tagsüber abstillen finde ich sowieso völlig indiskutabel. Ganz abgesehen davon, dass ich mein Kind nicht hungern lasse... da würde ich platzen, und er braucht doch auch das non-nutritive Saugen noch sehr. Aber wenn ich dagegen argumentiere, bekomme ich das Gefühl vermittelt, die Gesundheit meines Kindes auf's Spiel zu setzen.
Natürlich will ich, dass er gesund und mit allem versorgt ist, aber ist das denn mit BLW und Stillen nach Bedarf so unvereinbar?!
Wie sich gerade herausgestellt hat, kommt der Durchfall, der meinen Sohn jetzt schon so lange verfolgt, wahrscheinlich von einem Vitamin B12-Mangel. Eisenmangel hat er auch. Ich mache mir furchtbare Vorwürfe, denn offensichtlich hat er von mir über die MuMi nicht genug davon bekommen. Gerade ich als Vegetarierin, die schon oft mit Eisenmangel zu tun hatte, hätte da viel besser drauf achten sollen.
Natürlich werden diese Dinge jetzt erstmal supplementiert. Von einer Diätologin und zwei Ärztinnen habe ich aber Ratschläge für "danach" bekommen, die mir teilweise gar nicht gefallen. Die Diätologin meinte, es sei schon in Ordnung, dass mein Sohn noch hauptsächlich stillt, es gäbe eben Kinder, die erst später richtig viel essen, und solange wir gut darauf achten, was wir ihm an Beikost anbieten, wäre das kein Problem. Sie meinte, wir könnten ihm mit Folgemilch angerührten Getreidebrei anbieten, weil die ja mit Eisen und B12 angereichert ist.
Ärztin Nr. 1 schlug vor, ihm doch zweimal täglich ein Fläschchen (Folgemilch) zu geben. Ich habe gleich gesagt, dass ich das nicht möchte. Sie meinte, dass wir dann aber auf jeden Fall mit Folgemilch angerührten Brei geben sollten.
Ich bin auch bereit, das zu versuchen, nur ist mein Sohn kein Brei-Freund, lässt sich kaum füttern, am liebsten isst er, was er selbst in die Hand nehmen kann... ein BLW-Baby eben.
Ärztin Nr. 2 wiederum sagte nichts von künstlicher Milch, sondern meinte, wir sollten ihn dazu bringen, mehr feste Nahrung (= Brei) zu essen. Laut ihr macht man das am Besten, indem man tagsüber einfach nicht mehr stillt. Das würde zwar etwa eine Woche dauern, aber wenn man wirklich konsequent sei (ich nehme an, Konsequenz heißt in dem Fall "das Kind so lange hungern lassen, bis es isst, was man ihm vorsetzt"?!
Was mach' ich denn nun? Muss ich wirklich auf BLW verzichten, um mehr in ihn reinzukriegen? Er findet's doch so toll, sein Essen selbst entdecken zu können (und ich auch). Oder ihm Folgemilch geben?