Kaputte Brustwarzen, Gedeihstörung, Stillhütchen, zufüttern.
Verfasst: 22.11.2014, 13:05
Hallo ihr Lieben,
nun komme ich endlich mal dazu, hier einen Strang zu eröffnen. Mitgelesen habe ich schon länger, aber eben meistens vom Handy mit Baby auf dem Arm. Da schreibt es sich so schlecht.
Zuallererst: Ich weiß noch gar nicht genau, was ich mir hier erhoffe. Irgendwie denke ich, dass für unsere Stillbeziehung schon Hopfen und Malz verloren sein könnte, aber man will ja nichts unversucht lassen.
Mein Sohn ist jetzt 9 Wochen alt und wir hatten von Anfang an eine sehr schwierige Stillbeziehung. Ich versuche sie hier mal so kurz wie möglich zusammen zu fassen.
Geburt war schnell und unspektakulär, anlegen nach der Geburt hat super geklappt. Da taten hinterher allerdings schon die Brustwarzen weh. In den ersten drei Tagen hat er im Rahmen des Üblichen abgenommen, dann nach dem Milcheinschuss aber ein paar Tage lang richtig gut zugenommen. Dann gingen die Brustwarzen richtig kaputt und in den folgenden Tagen hat er wieder abgenommen. Durch den Stress und die Angst vor dem Stillen nahm bei mir die Milch auch rapide ab. Es folgten Stillhütchen zuerst auf der einen, später auch auf der anderen Seite, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Schließlich einige Tage nur abpumpen und zufüttern mit Pre (zuerst mit Löffel, dann einige gescheiterte Versuche mit einem Becher, schließlich mit Fläschchen). Das abpumpen hat nicht gut funktioniert. Ich bekam kaum was raus und habe mir nach drei Tagen einen Milchstau eingefangen. Dann habe ich wieder angelegt, mit Stillhütchen, weil ohne durch meine Angst nicht mehr machbar war. Weiterhin hat er nicht richtig zugenommen und wir füttern jetzt zu, seit er vier Wochen alt ist. Bei einer Stillberaterin war ich noch vor dem zufüttern, sie hat sich die Anlegetechnik angeschaut und meinte, das sei richtig. Mund weit auf, Lippen nach außen, Zunge über der Kauleiste usw. Nach dem abdocken sehen meine Brustwarzen aber immer so plattgepresst aus. Also der Mund ist offen, aber irgendwas kneift er doch zusammen. Ich denke, das hat auch ganz zu Beginn zu den blutigen Brustwarzen geführt.
Da stehen wir auch jetzt noch. Ich stille mit Hütchen auf beiden Seiten, zusätzlich bekommt er ca. 400 bis 500 ml Pre aus dem Fläschchen täglich. Das ist viel, ich weiß. Ansich würde ich es vielleicht dabei belassen, aber auch mit den Hütchen habe ich wieder vermehrt Schmerzen.
Tja, was will ich? Am allerliebsten natülich schmerzfreies Vollstillen ohne Hütchen. Ich glaube aber, dass es dafür schon zu spät ist. Im Moment stören mich die Hütchen eigentlich mehr als das zufüttern bzw. denke ich, dass ich zunächst die Hütchen loswerden müsste, bevor ich mich daran begeben kann, die Milchmenge wieder zu steigern. Ich probiere es immer mal wieder ohne und er nimmt die Brust auch, aber ich habe nach kürzester Zeit Schmerzen (andere als mit dem Hütchen). Auf korrektes anlegen achte ich und mache es glaube ich auch richtig, aber wie oben beschrieben, presst er mir die Warzen flach. Ich habe immer noch Angst und lasse es dann schnell wieder sein. Nichts ist es mir im Moment wert, wieder offene Brustwarzen zu riskieren, das war einfach die Hölle.
Ich beantworte nun eure Fragen und warte einfach mal auf Kommentare, vielleicht habt ihr ja noch Ideen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, seit der 5. Lebenswoche mit Pre aus dem Fläschchen. Mengen s.o. konstant zwischen 400 und 500 ml (die Mengen merke ich mir aber erst seit ca. zwei Wochen). Die Zufütterung verteilt sich auf etwa vier Fläschchen täglich, wobei er das erste meist so gegen Mittag bekommt (vorher verlangt er nicht danach), nachts reicht stillen aus.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir sind aktuell bei nur etwa 5 bis 6 Stilmahlzeiten. Meistens gebe ich ihm dann beide Seiten, wobei er links mehr trinkt als rechts. Rechts ging eine Zeitlang fast gar nicht, aktuell trinkt er da wieder vermehrt, vielleicht so zehn Minuten, links ca. 20 Minuten. Tagsüber wird nur noch wenig geschlafen, aber wir haben nachts eine lange Schlafphase von ca. 7 Stunden. Wecken ist übrigens zwecklos, er wird zwar ansatzweise wach, ist aber nicht zum trinken zu bewegen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sehr viel Pipi (genaue Anzahl der Windeln kann ich nicht sagen, aber sie sind oft sehr schwer). Stuhlwindeln sind seltener geworden, meist nur noch alle zwei bis drei Tage. In den ersten Wochen aber mehrmals täglich. Übrigens waren die Ausscheidungen laut Hebamme immer ok und auch sein Allgemeinzustand ließ nicht erkennen, dass er zu wenig bekam. Nur das Gewicht ging halt nicht nach oben.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wie oben beschrieben: von Anfang an schwierig wegen heftiger Schmerzen und zunehmender Angst. Getrunken hat er immer gut, an Appetit mangelte es nicht. Seit wir zufüttern, ist auch die Gewichtszunahme sehr gut.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Flasche und Hütchen. Schnuller bekommt er nicht.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren einmal bei einer Stillberaterin und sind aktuell noch in osteopathischer Behandlung. Er hatte eine Blockade im Bereich des Atlaswirbels festgestellt, das ist aber schon besser geworden. Am zusammenkneifen beim trinken hat das nichts geändert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
Ich glaube die Gewichtsdaten kriege ich nicht mehr alle zusammen, aber ich versuche es mal.
20.09. 3300 g (U1)
22.09. 3080 g (Hebamme)
25.09. 3220 g (Hebamme)
29.09. 3090 g (Hebamme)
03.10. 3250 g (Hebamme)
06.10. 3220 g (Hebamme)
13.10. 3300 g (Hebamme, das war die Woche mit abpumpen und erstmaligem zufüttern)
17.10. 3320 g (Hebamme, wieder vollgestillt mit Hütchen, Beschluss zuzufüttern)
20.10. 3550 g (Hebamme)
24.10. 3720 g (Kinderarzt, U3)
28.10. 3930 g (Hebamme)
17.11. 4830 g (Hebamme)
Die Daten könnten um ein bis zwei Tage verschoben sein, weil ich es nicht mehr genau weiß. Aber der Gewichtsverlauf dürfte stimmen.
Ich danke euch schon mal und werde ich jetzt erst mal wieder dem stillen widmen.
Liebe Grüße vom Teufelchen!
nun komme ich endlich mal dazu, hier einen Strang zu eröffnen. Mitgelesen habe ich schon länger, aber eben meistens vom Handy mit Baby auf dem Arm. Da schreibt es sich so schlecht.
Zuallererst: Ich weiß noch gar nicht genau, was ich mir hier erhoffe. Irgendwie denke ich, dass für unsere Stillbeziehung schon Hopfen und Malz verloren sein könnte, aber man will ja nichts unversucht lassen.
Mein Sohn ist jetzt 9 Wochen alt und wir hatten von Anfang an eine sehr schwierige Stillbeziehung. Ich versuche sie hier mal so kurz wie möglich zusammen zu fassen.
Geburt war schnell und unspektakulär, anlegen nach der Geburt hat super geklappt. Da taten hinterher allerdings schon die Brustwarzen weh. In den ersten drei Tagen hat er im Rahmen des Üblichen abgenommen, dann nach dem Milcheinschuss aber ein paar Tage lang richtig gut zugenommen. Dann gingen die Brustwarzen richtig kaputt und in den folgenden Tagen hat er wieder abgenommen. Durch den Stress und die Angst vor dem Stillen nahm bei mir die Milch auch rapide ab. Es folgten Stillhütchen zuerst auf der einen, später auch auf der anderen Seite, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Schließlich einige Tage nur abpumpen und zufüttern mit Pre (zuerst mit Löffel, dann einige gescheiterte Versuche mit einem Becher, schließlich mit Fläschchen). Das abpumpen hat nicht gut funktioniert. Ich bekam kaum was raus und habe mir nach drei Tagen einen Milchstau eingefangen. Dann habe ich wieder angelegt, mit Stillhütchen, weil ohne durch meine Angst nicht mehr machbar war. Weiterhin hat er nicht richtig zugenommen und wir füttern jetzt zu, seit er vier Wochen alt ist. Bei einer Stillberaterin war ich noch vor dem zufüttern, sie hat sich die Anlegetechnik angeschaut und meinte, das sei richtig. Mund weit auf, Lippen nach außen, Zunge über der Kauleiste usw. Nach dem abdocken sehen meine Brustwarzen aber immer so plattgepresst aus. Also der Mund ist offen, aber irgendwas kneift er doch zusammen. Ich denke, das hat auch ganz zu Beginn zu den blutigen Brustwarzen geführt.
Da stehen wir auch jetzt noch. Ich stille mit Hütchen auf beiden Seiten, zusätzlich bekommt er ca. 400 bis 500 ml Pre aus dem Fläschchen täglich. Das ist viel, ich weiß. Ansich würde ich es vielleicht dabei belassen, aber auch mit den Hütchen habe ich wieder vermehrt Schmerzen.
Tja, was will ich? Am allerliebsten natülich schmerzfreies Vollstillen ohne Hütchen. Ich glaube aber, dass es dafür schon zu spät ist. Im Moment stören mich die Hütchen eigentlich mehr als das zufüttern bzw. denke ich, dass ich zunächst die Hütchen loswerden müsste, bevor ich mich daran begeben kann, die Milchmenge wieder zu steigern. Ich probiere es immer mal wieder ohne und er nimmt die Brust auch, aber ich habe nach kürzester Zeit Schmerzen (andere als mit dem Hütchen). Auf korrektes anlegen achte ich und mache es glaube ich auch richtig, aber wie oben beschrieben, presst er mir die Warzen flach. Ich habe immer noch Angst und lasse es dann schnell wieder sein. Nichts ist es mir im Moment wert, wieder offene Brustwarzen zu riskieren, das war einfach die Hölle.
Ich beantworte nun eure Fragen und warte einfach mal auf Kommentare, vielleicht habt ihr ja noch Ideen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, seit der 5. Lebenswoche mit Pre aus dem Fläschchen. Mengen s.o. konstant zwischen 400 und 500 ml (die Mengen merke ich mir aber erst seit ca. zwei Wochen). Die Zufütterung verteilt sich auf etwa vier Fläschchen täglich, wobei er das erste meist so gegen Mittag bekommt (vorher verlangt er nicht danach), nachts reicht stillen aus.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir sind aktuell bei nur etwa 5 bis 6 Stilmahlzeiten. Meistens gebe ich ihm dann beide Seiten, wobei er links mehr trinkt als rechts. Rechts ging eine Zeitlang fast gar nicht, aktuell trinkt er da wieder vermehrt, vielleicht so zehn Minuten, links ca. 20 Minuten. Tagsüber wird nur noch wenig geschlafen, aber wir haben nachts eine lange Schlafphase von ca. 7 Stunden. Wecken ist übrigens zwecklos, er wird zwar ansatzweise wach, ist aber nicht zum trinken zu bewegen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sehr viel Pipi (genaue Anzahl der Windeln kann ich nicht sagen, aber sie sind oft sehr schwer). Stuhlwindeln sind seltener geworden, meist nur noch alle zwei bis drei Tage. In den ersten Wochen aber mehrmals täglich. Übrigens waren die Ausscheidungen laut Hebamme immer ok und auch sein Allgemeinzustand ließ nicht erkennen, dass er zu wenig bekam. Nur das Gewicht ging halt nicht nach oben.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wie oben beschrieben: von Anfang an schwierig wegen heftiger Schmerzen und zunehmender Angst. Getrunken hat er immer gut, an Appetit mangelte es nicht. Seit wir zufüttern, ist auch die Gewichtszunahme sehr gut.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Flasche und Hütchen. Schnuller bekommt er nicht.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren einmal bei einer Stillberaterin und sind aktuell noch in osteopathischer Behandlung. Er hatte eine Blockade im Bereich des Atlaswirbels festgestellt, das ist aber schon besser geworden. Am zusammenkneifen beim trinken hat das nichts geändert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
Ich glaube die Gewichtsdaten kriege ich nicht mehr alle zusammen, aber ich versuche es mal.
20.09. 3300 g (U1)
22.09. 3080 g (Hebamme)
25.09. 3220 g (Hebamme)
29.09. 3090 g (Hebamme)
03.10. 3250 g (Hebamme)
06.10. 3220 g (Hebamme)
13.10. 3300 g (Hebamme, das war die Woche mit abpumpen und erstmaligem zufüttern)
17.10. 3320 g (Hebamme, wieder vollgestillt mit Hütchen, Beschluss zuzufüttern)
20.10. 3550 g (Hebamme)
24.10. 3720 g (Kinderarzt, U3)
28.10. 3930 g (Hebamme)
17.11. 4830 g (Hebamme)
Die Daten könnten um ein bis zwei Tage verschoben sein, weil ich es nicht mehr genau weiß. Aber der Gewichtsverlauf dürfte stimmen.
Ich danke euch schon mal und werde ich jetzt erst mal wieder dem stillen widmen.
Liebe Grüße vom Teufelchen!