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Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 13.08.2014, 21:12
von Maria2012
Hallo!

Ich hoffe ihr habt ein paar Ideen für mich oder eigene Erfahrungen wie ihr solche/ähnliche Situationen gemeistert habt.

Meine Tochter ist 2 Jahre alt, wird seit Monaten "nur" noch zum einschlafen und nachts wenn sie aufwacht gestillt.

Ehrlich gesagt möchte ich weg vom Stillen, sprich abstillen.
Leider ist es so dass meine Tochter abends/nachts richtige Schreianfälle bekommt, tobt, sich nicht tragen oder anderweitig beruhigen lässt außer eben durchs stillen. Hab schon einiges ausprobiert, z.B. gestillt und dann abgedockt und versucht zu erklären dass die Brust jetzt müde ist und daher nicht mehr gestillt wird. Kind schreit daraufhin, weint, etc.
Auch nachts wenn sie aufwacht will sie gestillt werden, schläft dann gut wieder ein.

Wir hatten nun zwei Nächte an denen sich abends relativ früh wach geworden ist, ich nicht da war und sie von der Oma ohne Probleme beruhigt werden konnte. Sie hat max. 5 Minuten geweint, sich hin und her gewälzt und ist dann relativ problemlos wieder eingeschlafen.
Von dieser Situation motiviert hab ich in der darauffolgenden Nacht versucht sie nicht zu stillen als sie nachts wach wurde. Nach 30 Minuten brüllen/ um sich schlagen hab ich dann aufgegeben und sie wieder gestillt. Sprich die Kleine reagiert bei mir anders als bei der Oma....

Was sagt ihr dazu?

Manchmal habe ich den Eindruck dass ihr das Stillen sehr wichtig ist und sie es vielleicht noch braucht. Andererseits kann es auch einfach nur die Macht der Gewohnheit sein.....
Ich hab auch keine Idee wie ich ein anderes Einschlafritual einführen könnte da sie sobald sie den Schlafsack dranhat das Stillen einfordert.

Vielleicht wäre es die einfachste Lösung wenn eine andere Person für eine gewisse Zeit die Einschlafsituation übernimmt? Aber da wir gerade Haus bauen und meine bessere Hälfte fast täglich bis 21:30 auf der Baustlele ist, d.h. aktuell ist das eigentlich keine Alternative. Und die Oma möchte ich auch nicht täglich für für 1 - 2 Stunden bitten...

Wie war das bei euch? Haben eure Kinder das abstillen besser akzeptiert?

So, jetzt ist es ganz schön lang geworden, ich hoffe ich hab nicht zu wirr geschrieben...

Viele Grüße
Maria

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 14.08.2014, 13:40
von Carraluma
Ich habe keine Erfahrung mit Abstillen und möchte es auch nicht, aber ich würde wohl an deiner Stelle warten bis dein Mann wieder Zeit hat und ihn die Einschlafbegleitung übernehmen lassen, wenn dies gut klappt. Das hört sich für dich und das Kind am einfachsten an und der Papa kann auch nur profitieren von Exklusivzeit mit Kind.

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 15.08.2014, 21:43
von Maria2012
Hallo Carraluma,

danke für deine Antwort.
Die Arbeitsbelastung Baustelle wird wohl noch ein paar Monate bestehen..... Aber vielleicht ändert sich bis dahin von selbst was am Verhalten meiner Tochter....

Hat noch jemand eine Idee / Denkanstoß für mich?

Gibt es hier eigentlich eine Art Umfrage wie lange die User hier im Forum gestillt haben und wie die KInder auf das Abstillen reagiert haben? Würde mir im Moment vielleicht weiterhelfen....

Viele Grüße
Maria

Re: AW: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 15.08.2014, 21:59
von co+lu
Hallo Maria,

Aufgrund deiner letzten Frage gebe ich auch mal meinen Senf dazu: meine Tochter ist über 3 1/2 und wird immer noch zum einschlafen gestillt. Beim Papa einschlafen ging erst mit knapp 3, kurz darauf wollte sie auch bei den Großeltern schlafen. Aber wenn ich da bin, muss es die Brust sein. Erst seit kurzem akzeptiert sie ohne Protest, dass sie nachts ohne Brust weiterschlafen muss, wenn sie mal aufwacht... Mit 2 wäre dass undenkbar gewesen...

Ich hoffe, das nimmt dir jetzt nicht völlig den Mut. Aber ich denke auch, wenn du dir sicher bist und das stillen reduzieren willst, schafft ihr das auch. Bei mir war der Leidensdruck nie groß genug. ;-)

... vom Handy

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 15.08.2014, 22:43
von moselkind
Meine Tochter war gut 2,5 als ich sie abgestillt habe. Ich war hochschwanger und stillen war nur noch unangenehm, und ich wollte auch nicht unbedingt tandem-stillen.
Die ersten 3-4 Nächte waren wirklich, wirklich schlimm. Mein Mann und ich haben abwechselnd versucht, das brüllende Kind zu beruhigen, mal klappte es bei mir besser, mal bei ihm. Aber dann wurde es besser. Stillen wurde durch kuscheln ersetzt, und nach einigen Tagen fragte sie schon nicht mehr nach.

Ich denke, du musst dir wirklich sicher sein, dass du nicht weiterstillen willst. Und such dir vielleicht einen Zeitpunkt aus, wo Nächte mit wenig Schlaf nicht sooo schlimm sind, auch für deinen Mann. Bei uns wäre Einschlafbegleitung durch eine andere Person übrigens noch schlimmer gewesen als durch Mama aber ohne Stillen. Aber das heißt ja nicht, dass das überall so ist. Du schreibst ja, dass es mit der Oma gut geklappt hat.
Und es hilft vielleihct auch, wenn du sie an den ersten Tagen ohne Stillen richtig, richtig müde ins Bett bringst (und das Tagesprogramm entsprechend gestaltest).

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 16.08.2014, 21:42
von Maria2012
Guten Abend,

vielen Dank für eure Antworten.

Ihr habt natürlich recht, so lange ich nicht komplett davon überzeugt bin abzustillen wird es nicht klappen.... Dann sobald sie anfängt zu weinen gebe ich nach und sie darf trinken.....
Aber meine Unschlüssigkeit geht nun - ehrlich gesagt - schon seit ein paar Monaten. Irgendwie habe ich immer gehofft dass sich die Kleine von selber abstillt. Schön langsam bin ich schon ein wenig genervt, aber noch nicht genug um das zu erwartende Geschrei wegzustecken....

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 16.08.2014, 22:03
von Nawema
Mir hat geholfen, dass ich mein Kleinen nicht mehr in den Schlaf stillte, sondern davor - und ihm dies auch erklärte - immer wieder. Anfänglich wollte er danach natürlich im Bett beim Einschlafen auch stillen, dann erklärte ich es ihm nochmals in einfachen Worten (ja, ich wollte es dann auch und musste aber selbst auch 'durchhalten'). Oft liebt er es nun, wenn er seine Nase in irgendwas reinstecken darf, was nach uns riecht (also das Kissen, mein Arm den ich oft um ihn lege - und ja er liebt unseren Achselgeruch... hmmm, aber wenn's hilft, was solls... nur dass ich manchmal Angst hab dass er nicht mehr genug Luft kriegt weil er sich so 'reinkriecht')

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 16.08.2014, 22:26
von Hyndla
hier mal unsere geschichte:
mich hat das stillen nachts irgendwann sehr genervt, weshalb ich ihr gesagt hab, dass die brust auch schläft, gestillt wird erst wieder, wenn es hell wird. das fiel so in die zeit, in der sie angefangen hat ab und zu mal durchzuschlafen, vielleicht so mit 2,5 jahren. natürlich hat sie das nicht jede nacht gleich gut akzeptiert, ich auch nicht :wink: , es war halt ein prozeß, aber irgendwann hat sie nur noch zum einschlafen, aufwachen und halt ausgiebig tagsüber gestillt.
mit 3 ungefähr hab ich sie zum insbettbringen gestillt und konnte dann wieder rausgehen, eingeschlafen ist sie nach spielen und bücherangucken irgendwann alleine.
mit der schwangerschaft war das stillen dann sehr schmerzhaft für mich und ich hab es stark eingeschränkt, sie durfte früh und abends nur noch kurz.
und letztendlich als nach der geburt des kleinen die milch wieder in strömen floss, sagte die große: "ih, das schmeckt nicht, viel zu süß und zu warm" und hat sich von selbst abgestillt.

wenn der "leidensdruck" bei dir groß genug ist, wirst du auch die kraft haben nein zu sagen. wenn du jetzt nicht "konsequent" bist, dann ist es auch noch nicht das, was du wirklich willst. wenn du es kannst, sieh es locker, irgendwann hat jedes kind (und sicher auch jede mama) genug :wink: .

alles gute für euch!

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 16.08.2014, 22:37
von Löwenmäulchen
Mit einer Zweijährigen kann man doch schon ganz gut reden. Mein Rat: Sag ihr (am Nachmittag schon), dass du nicht mehr möchtest (das fände ich authentischer, als es auf die Brut zu schieben). Dass du verstehst, wenn sie deswegen traurig ist. Vielleicht gibt es irgendetwas, was du ihr als Ersatz anbieten kannst? Falls sie nicht vor Trotz oder Trauer unansprechbar wird, frag sie, ob sie lieber eine Geschichte vorgelesen bekommen möchte, ein Lied gesungen, oder eine Milchflasche (oder alles drei ;-) )
Unsere Große habe ich mit 2,5 Jahren auf Milchflasche zum Einschlafen umgestellt. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich da einfach gesagt "Milchflasche oder gar nichts". Das ging so einigermaßen. In dem Alter hatte sie einen richtigen "Selbstständigkeitsschub", der das sicherlich einfacher gemacht hat.
Und kurze Zeit später wollte sie dann aus eigenem Antrieb unbedingt mit Papa einschlafen. Ungefähr zeitgleich habe ich nachts abgestillt, indem ich einfach gesagt habe, dass ich jetzt keine Lust habe. Sie hat wenige Wochen lang mal mehr mal weniger protestiert, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt einfach das Gefühl, das ich ihr das jetzt zumuten kann.
Sie hat sich da spürbar ein bisschen von mir abgenabelt, und ähnliches habe ich auch von anderen Müttern mit Kindern in dem Alter gehört.
Es könnte also vielleicht sein, dass es in den nächsten Monaten von allein leichter wird. (Bis dahin habe ich immer gedacht "Du hast jetzt schon so lange durchgehalten, da kommt es auf ein paar Wochen mehr auch nicht an... ungefähr 1,5 Jahre lang ging das so ;-) Und in manchen Nächten habe ich nach stundenlangem Dauernuckeln fast geheult ).
Ich kann mich aber nur meinen Vorrednerinnen anschließen: Gegen ihren Willen abstillen wird nur dann klappen, wenn du absolut überzeugt davon bist, dass du nicht mehr stillen willst! Sobald du ein bisschen zweifelst, wirst du wieder nachgeben. Wäre es möglich, dass du noch nicht so weit bist? Und weiter: Höre auf deinen Instinkt und dein Herz. Bei mir kam ganz einfach irgendwann ein Zeitpunkt, da war es für mich richtig. Wie ich oben schon schrieb, hatte ich da das Gefühl, ihr das jetzt zumuten zu können.

Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Verfasst: 18.08.2014, 21:12
von Maria2012
Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten.

Vermutlich habt ihr recht dass ich einen Weg finden werden abzustillen wenn es für mich nicht mehr richtig ist. Momentan hab ich Tage da geht es mir besser mit dem Einschlafstillen und nacht stillen. Dann kommen wieder Tage da geht es gar nicht für mich..... Die Zeit wird zeigen wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Danke fürs "zuhören"

Viele Grüße
Maria