zu wenig Drüsengewebe?
Verfasst: 04.08.2014, 17:23
Hallo,
ich habe gesehen, dass es zurzeit eine ähnliche Anfrage hier bereits gibt, habe mich jedoch entschieden, ein eigenes Thema zu eröffnen, weil es mir sehr wichtig ist, dass einer der Profis meine ganz persönliche Situation anschaut und hoffe, das ist ok.
Mein Baby ist jetzt genau 5 Wochen alt, ich habe bereits Zwillinge, wo das stillen schwierig war une habe immer gedacht, die schwierigkeiten kamen daher, dass sie Frühchen waren, früh in der Klinik mit Flasche zugefüttert wurde usw. Bin davon ausgegangen, dass das stillen dieses Mal unproblematisch wäre.
Bereits kurz nach der Geburt sagte mir die Hebamme, die auch Stillberaterin ist, dass ich zu wenig Drüsengewebe habe. Habe eine etwas komische Brustform, die Brustwarze ist sehr weit unten und darunter gibt es kaum Brustgewebe.
Die erste Woche hat es jedoch mit voll-stillen super geklappt, ich habe den Kleinen nach Bedarf angelegt, er war im Durchschnitt alle 1,5-2 Stunden an der Brust, hatte immer genug Ausscheidungen und hatte am 8. Tag bereits sein geburtsgewicht wieder. Wir haben die erste Woche fast komplett im Bett verbracht.
Danach ging es langsam los, dass ich den Eindruck hatte, er ist unzufrieden. Er war im wachen Zustand ausschließlich an meiner Brust- also aufwachen, trinken und zwar so lange, bis er wieder eingeschlafen ist. Zwischendurch viel nuckeln, wobei ich mir nie sicher war, ob er das tat, weil nix mehr kam oder weil er einfach den Bedarf nach nuckeln hatte.
Nach ca. 4 Wochen war mir klar, dass er abends (in seinen schreiphasen, die er fast jeden Abend hat) einfach Hunger hat und bei mir nix mehr kam. Er wurde an der Brust ganz wütend und verzweifelt und wenn ich versuchte, etwas auzustreichen/auszudrücken, kam einfach nix. Ich hab dann angefangen, morgens ein wenig zu pumpen (es kamen ca. 10-20 ml nach dem stillen) und das dann abends, wenn ich glaubte, er hat wirklich Hunger, das mit dem BES zuzufüttern. War so mit der Hebamme abgesprochen. Pumpen tagsüber ist kaum machbar, er schläft oft nach dem stillen im Tragetuch oder manchmal lege ich mich mit hin, weil die Nächte sehr anstrengend sind. Ab und zu pumpe ich nachts, aber auch eher selten, weil ich nachher kaum mehr schlafen kann und der schlaf für mich auch wichtig ist.
Auch vor dem Zufüttern hatte er immer ausreichend Ausscheidungen, also mind. 3 mal Stuhlgang pro Tag, viele Male pipi, er spuckt auch öfter, Gewichtszunahme war immer gut (Hebi hat kontrolliert, also z.B. in einer Woche über 200g und danach in 12 Tagen 300g Zunahme) und trotzdem gab bzw. gibt es Phasen im Verlauf des Tages, besonders abends, wo er einfach Hunger hat und er an der Brust extrem unzufrieden ist, auch wirklich schreit und ich auch der Meinung bin, da kommt nix mehr.
Vor ein paar Tagen habe ich dann das erste Mal Zusatznahrung (pre) gekauft, weil er meiner Meinung nach Hunger hatte und ich keine Muttermilch mehr. Nach dem Zufüttern mit dem BES ist er übrigens ganz zufrieden und wirkt wirklich satt, den eindruck hatte ich vorher oft nicht.
Im Moment füttere ich pro Tag ca. 1-2 Mal mit dem BES zu, meist zwischen 40-60ml pro Mahlzeit- wenn ich da habe Muttermilch, sonst halt die Pre.
Ansonsten trinke ich pro Tag mind. ½ Liter Stilltee, nehme Boxhornkleekapseln, mache Massage mit Stillöl, beim Stillen Wechselstillen und Brustkompression, hatte auch schon Akupunktur. Meine Hebamme meint, es ist gut so wie es ist, ich solle stolz sein, dass ich so weit gekommen bin und werde kaum drumherum kommen, ab und zu zuzufüttern.
Es gibt keine künstlichen Sauger, nach wie vor trinkt der Kleine ca. 12 Mal in 24 Stunden, auch nachts oft. Er hatte anfangs ganz geringe Neugeborenengelbsucht, es musste aber nix gemacht werden.
Ich habe hier jetzt die Anfrage gestartet, weil ich eine 2. Meinung für mich sehr dringend brauche.
Ist es tatsächlich so, von der Form meiner Brust ausgehend, dass mir Drüsengewebe fehlt, kann man das so sagen? Wenn ja, scheint das zufüttern mit dem BES wohl wirklich nötig zu sein, oder?
Und kann es sein, dass mein Kind Hunger hat, obwohl alle anderen Komponenten stimmen (Gewichtszunahme und ausscheidungen)?
Sollte ich eine andere Stillberaterin vor Ort kontaktieren, damit sie sich meine Brust ansieht oder das beim Gynäkologen per Ultraschall bestimmen lassen?
Einerseits war ich erleichtert, als ich mir erlaubt habe zuzufüttern, weil ich mir dadurch den Druck genommen habe. Und hoffe, dass er jetzt etwas zufriedener ist.
Andererseits habe ich ziemliche Panik, wenn ich weiter zufüttere, dass ich dann immer weniger Milch produziere. Ich mache das ja jetzt seit ca. 1 woche.
Ich hoffe, ich habe alles wichtige aufgeschrieben, der Kleine wacht gerade wieder auf.
Es ist jetzt viel Text geworden,
ich wäre sehr dankbar über eine Antwort besonders von einer Stillmod.
Ganz lieben Dank schonmal und viele Grüße
Tina
ich habe gesehen, dass es zurzeit eine ähnliche Anfrage hier bereits gibt, habe mich jedoch entschieden, ein eigenes Thema zu eröffnen, weil es mir sehr wichtig ist, dass einer der Profis meine ganz persönliche Situation anschaut und hoffe, das ist ok.
Mein Baby ist jetzt genau 5 Wochen alt, ich habe bereits Zwillinge, wo das stillen schwierig war une habe immer gedacht, die schwierigkeiten kamen daher, dass sie Frühchen waren, früh in der Klinik mit Flasche zugefüttert wurde usw. Bin davon ausgegangen, dass das stillen dieses Mal unproblematisch wäre.
Bereits kurz nach der Geburt sagte mir die Hebamme, die auch Stillberaterin ist, dass ich zu wenig Drüsengewebe habe. Habe eine etwas komische Brustform, die Brustwarze ist sehr weit unten und darunter gibt es kaum Brustgewebe.
Die erste Woche hat es jedoch mit voll-stillen super geklappt, ich habe den Kleinen nach Bedarf angelegt, er war im Durchschnitt alle 1,5-2 Stunden an der Brust, hatte immer genug Ausscheidungen und hatte am 8. Tag bereits sein geburtsgewicht wieder. Wir haben die erste Woche fast komplett im Bett verbracht.
Danach ging es langsam los, dass ich den Eindruck hatte, er ist unzufrieden. Er war im wachen Zustand ausschließlich an meiner Brust- also aufwachen, trinken und zwar so lange, bis er wieder eingeschlafen ist. Zwischendurch viel nuckeln, wobei ich mir nie sicher war, ob er das tat, weil nix mehr kam oder weil er einfach den Bedarf nach nuckeln hatte.
Nach ca. 4 Wochen war mir klar, dass er abends (in seinen schreiphasen, die er fast jeden Abend hat) einfach Hunger hat und bei mir nix mehr kam. Er wurde an der Brust ganz wütend und verzweifelt und wenn ich versuchte, etwas auzustreichen/auszudrücken, kam einfach nix. Ich hab dann angefangen, morgens ein wenig zu pumpen (es kamen ca. 10-20 ml nach dem stillen) und das dann abends, wenn ich glaubte, er hat wirklich Hunger, das mit dem BES zuzufüttern. War so mit der Hebamme abgesprochen. Pumpen tagsüber ist kaum machbar, er schläft oft nach dem stillen im Tragetuch oder manchmal lege ich mich mit hin, weil die Nächte sehr anstrengend sind. Ab und zu pumpe ich nachts, aber auch eher selten, weil ich nachher kaum mehr schlafen kann und der schlaf für mich auch wichtig ist.
Auch vor dem Zufüttern hatte er immer ausreichend Ausscheidungen, also mind. 3 mal Stuhlgang pro Tag, viele Male pipi, er spuckt auch öfter, Gewichtszunahme war immer gut (Hebi hat kontrolliert, also z.B. in einer Woche über 200g und danach in 12 Tagen 300g Zunahme) und trotzdem gab bzw. gibt es Phasen im Verlauf des Tages, besonders abends, wo er einfach Hunger hat und er an der Brust extrem unzufrieden ist, auch wirklich schreit und ich auch der Meinung bin, da kommt nix mehr.
Vor ein paar Tagen habe ich dann das erste Mal Zusatznahrung (pre) gekauft, weil er meiner Meinung nach Hunger hatte und ich keine Muttermilch mehr. Nach dem Zufüttern mit dem BES ist er übrigens ganz zufrieden und wirkt wirklich satt, den eindruck hatte ich vorher oft nicht.
Im Moment füttere ich pro Tag ca. 1-2 Mal mit dem BES zu, meist zwischen 40-60ml pro Mahlzeit- wenn ich da habe Muttermilch, sonst halt die Pre.
Ansonsten trinke ich pro Tag mind. ½ Liter Stilltee, nehme Boxhornkleekapseln, mache Massage mit Stillöl, beim Stillen Wechselstillen und Brustkompression, hatte auch schon Akupunktur. Meine Hebamme meint, es ist gut so wie es ist, ich solle stolz sein, dass ich so weit gekommen bin und werde kaum drumherum kommen, ab und zu zuzufüttern.
Es gibt keine künstlichen Sauger, nach wie vor trinkt der Kleine ca. 12 Mal in 24 Stunden, auch nachts oft. Er hatte anfangs ganz geringe Neugeborenengelbsucht, es musste aber nix gemacht werden.
Ich habe hier jetzt die Anfrage gestartet, weil ich eine 2. Meinung für mich sehr dringend brauche.
Ist es tatsächlich so, von der Form meiner Brust ausgehend, dass mir Drüsengewebe fehlt, kann man das so sagen? Wenn ja, scheint das zufüttern mit dem BES wohl wirklich nötig zu sein, oder?
Und kann es sein, dass mein Kind Hunger hat, obwohl alle anderen Komponenten stimmen (Gewichtszunahme und ausscheidungen)?
Sollte ich eine andere Stillberaterin vor Ort kontaktieren, damit sie sich meine Brust ansieht oder das beim Gynäkologen per Ultraschall bestimmen lassen?
Einerseits war ich erleichtert, als ich mir erlaubt habe zuzufüttern, weil ich mir dadurch den Druck genommen habe. Und hoffe, dass er jetzt etwas zufriedener ist.
Andererseits habe ich ziemliche Panik, wenn ich weiter zufüttere, dass ich dann immer weniger Milch produziere. Ich mache das ja jetzt seit ca. 1 woche.
Ich hoffe, ich habe alles wichtige aufgeschrieben, der Kleine wacht gerade wieder auf.
Es ist jetzt viel Text geworden,
ich wäre sehr dankbar über eine Antwort besonders von einer Stillmod.
Ganz lieben Dank schonmal und viele Grüße
Tina