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Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:03
von Lelatin
Hallo liebe (Still-) Mamis,
ich habe vor 6 Wochen meine Tochter bekommen. Wie erhofft problemlos im Geburtshaus
Ich stille unsere Raupe in 1-2 Stunden-Abständen, was von unserer KÄ etwas kritisch gesehen wird, da sie u.a der Meinung ist, die Bauchspeicheldrüse würde damit zu sehr beansprucht werden und allgemein wäre das für sie enormer Stress solche Mengen zu verdauen. Bei euch zu lesen bestärkte mich in meinem Willen sie weiterhin nach Bedarf zu stillen, nachdem wir (leider) 5 Tage versucht haben Abstände einzuhalten. Ein riesiges Dankeschön schonmal dafür!

Madame hat aber nicht nur kurze Schlafphasen, sondern auch oftmals das Bedürfnis auf mir oder meinem Arm zu schlafen (sonst ist der Schlaf direkt wieder vorbei oder merklich kürzer) und wird in den Schlaf gestillt. Zusammengefasst habe ich 1-2 mal täglich (wenn sie wieder schimpft ohne dass ich herausfinden kann warum-mal gar nicht) Zeit mich frei im Raum zu bewegen, Toilettengang oder Essen. Schlaftechnisch bin ich ein Wrack
Ich liebe es ja den ganzen Tag mit ihr zu verbringen, sie zu trösten, stillen, ihr zuzuhören etc aber einige Dinge müssen sein und manchmal müssen wir auch pünktlich raus. Außerdem versuche ich verzweifelt zuzunehmen.. Entschuldigt, wenn ich mich etwas "ausheule" und etwas weit aushole.. im Grunde genommen bin ich unendlich dankbar und froh, stillen und meine Zeit mit ihr verbringen zu können. Am liebsten würde ich meine Körperfunktionen ausstellen

) Zur Zeit geht es auch noch mit dem Dauerkuscheln, da mein Freund noch nicht wieder arbeiten geht.
Wie sieht es aber aus wenn er aus dem Haus ist? Wann soll ich es hinkriegen zumindest zu kochen, essen? Wie schaffen es die alleinerziehenden mit so einem "bedürftigen" Mäusschen? Ich komme mir etwas unfähig vor. .
Im Tuch ist sie schnell unzufrieden und fängt an sich durchzustrecken und zu schreien.. Warum, weiß ich nicht
Meine Frage ist jedoch nun: Wie bekommt ihr das hin? Was sind eure Methoden ausreichend zu essen wenn ihr den ganzen Tag ans Bett, an die Couch "gefesselt" seid?
Ich freue mich auf Antworten
Lelatin mit Himmelsblume 05/14
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:17
von Sabinsche
Liebe Lelatin, Glückwunsch zu Deinem Baby.
Dauerkuscheln ist super. Genieße es! Ich hab es im Nachhinein doch zu wenig gemacht, auch wenn ich auch ganze Tage mit meiner Maus im Bett verbracht habe.
Nutze die Zeit solange Dein Freund daheim ist zum Entspannen und Essen - lass dir von ihm was kochen oder holen

und nimmt er eure Kleine nicht mal?, dass du ne Runde schlafen kannst?
Dass man mit einem kleinen Baby zu nichts kommt ist ganz normal. Das wird besser wenn deine kleine größer wird und solange lasse einfach alles was nicht wichtig ist (alles ausser schlafen, essen und Baby) liegen..
Essen ist echt ein Problem. Ich habe mir abends häufig was von meinem Mann auf dem Heimweg mitbringen lassen oder er hat was gekocht. Manchmal soviel, dass es auch am nächsten Tag noch reichte. Ansonsten hab ich mich viel von Jogurt und Schokomüsli

ernährt. Was auch nicht schlecht ist sind diese Tiefkühlpfannen die es von verschiedenen Herstellern gibt. Einfach in die Pfanne kippen. Die größte Herausforderung ist, die nicht anbrennen zu lassen weil das Baby gerade schreit - gut und meistens isst man sie dann doch kalt... weil das Baby Bedarf angemeldet hat.
Ich will Dir nur sagen: Das ist alles ganz normal, das hat jede Mutter erlebt. Genieße die Zeit mit Deinem kleinen Baby. Guck es an. Bewunder es

schlaf wenn sie schläft.
Die kleine wird so schnell größer und ich finde so ab 3-4 Monaten dann auch "einfacher". Du lernst dein Baby besser kennen. Weißt schneller was es möchte und sie können sich dann auch schon kurze Zeit mit nem Gegenstand beschäftigen.
Alles Gute!
vom Handy
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:30
von Nschotschi
Liebe Lelatin,
auch von mir herzlichen Glückwunsch zu deiner kleinen Maus.
Auch ich musste mir vorher oft anhören, dass man in der ersten Zeit zu NIX kommt, also koch vor, frier ein, mach alles so weit fertig. Aber ich konnte es mir nicht wirklich vorstellen. Und dann kam es natürlich genau so! Der Bub stillte immer so eine Stunde, dann noch wickeln, dann hatte ich ca 1 Std Zeit, in der nicht gestillt wurde. Wenn wir dann nur mal kurz um den Block gehen wollten, durfte aber auch nix dazwischen kommen

Und dann diese Heißhungerattacken! Wenn ich frühstücken wollte und mein Mann nur kurz auf Toilette wollte, ich konnte so lange nicht warten!
Also auch von mir der Tipp: lass dich bekochen, wenn Besuch kommen will, sollen sie was zu essen mitbringen, hab immer Müsli da (hab mich auch viel von Schokomüsli ernährt), unterwegs möglichst Müsliriegel oder ähnliches. Lass deinen Mann abends viel kochen.
Genießt eure Zeit, alles gute euch!
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:34
von mamoto
Herzlichen Glückwunsch erstmal zum baby! Mir ging's beide male ähnlich, ich hab die kleinen dann ins Tragetuch gesteckt um was zu essen zu machen, aufs Klo zu gehen oder überhaupt mal vor die Tür zu kommen. Vor allem beim 2. Kind war das Tragetuch Gold wert. Hast du ein Tuch/eine babytrage? Ich denke das könnte auch dir die Zeit zwischen dem Stillen ( bzw habe ich auch tragend gestillt;-)) erleichtern. Und ansonsten: schlaf, wenn dein Baby schläft! Und wenn's eine eigentlich ungewöhnliche Uhrzeit ist, egal, Hauptsache du bekommst schlaf! Alles Gute!
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:38
von mamoto
Ach je, siehste, beim ins bett bringen von Kindern nicht richtig gelesen, du hast ja schon ein Tuch.... Hattest du mal eine trageberatung? Mehrere bindeweisen getestet? Zu verschiedenen Zeiten? Viele Kinder quängeln erst mal wenn sie eingebunden werden. Leicht rumschaukeln und summen zb kann helfen, vor allem aber selber nicht nervös machen lassen. Und wenn's immer mit durchstrecken endet vielleicht mal wg ostheopathie überlegen.
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 22:41
von Neuhier
Ich finde gerade das ist der Zauber des Anfangs. Und das hilft, dass Mutter sich nicht zu viel zumutet. Diese Zeit vergeht so schnell! Richte dir ein stillplätzchen mit Wasser, Nüssen, evtl. Schoki ein. Mach dir stillkugeln nach Geschmack, reduzier die Termine auf ein Minimum und genieß es.
Mein Mann hat das Stillzimmer immer als "Raum in dem die Zeit verfließt" bezeichnet. War auch so.
Jetzt ein Jahr später bin ich froh wenn mein Kind mal zehn Sekunden zum kuscheln still hält. Ansonsten "keine zeit, Mama lass mich los, ich muss spielen!".
Ich hab ihn definitiv nicht genug gekuschelt so lang er sich nicht wehren konnte. Beim nächsten Kind mach ich das anders!
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 23:13
von josie81
Mein Freund ist schon nach zwei Wochen wieder arbeiten gegangen, und ich war allein mit Baby. Hat mir zuerst auch Angst gemacht, lief aber dann wirklich gut. Ich hatte mindestens einmal pro Woche meine Mutter hier die die Kleine dann mit Freude bekuschelt haz während ich aufgeräumt habe oder rasch einkaufen war. Das hätte sie zwar auch für mich gemacht, aber mir tat es selber ganz gut mal raus zukommen. Gekocht hat meistens mein Freund, oder wir haben was bestellt. Jetzt ist meine Maus fast ein halbes Jahr alt und ich merke dass diese Anfangszeit doch sooo schnell vergangen ist!
Klingt abgedroschen, aber genieß die Zeit und lass dir wo es geht helfen. Einhändig essen mit Kind auf dem Arm ist übrigens auch etwas das man irgendwann gut kann
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Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 23:34
von tania
fertigtortellini, tiefkuehlpommes, bananen und bis das kind mit krabbeln anfing hab ich nicht mehr geputzt
ehrlich: du kommst zu nichts? du ernaehrst ein kind, du troestest es, hilfst beim einschlafen, beruhigst, waescht, kleidest an und aus, spielst, legst die grundsteine fuer sprache, sozialverhalten, vertrauen und liebesfaehigkeit.
was moechtest du denn noch machen?
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 23:44
von Tigerchen
Geht das wirklich jedem so?
Ich hab das Gefühl, jeder, den ich kenne, kriegt es hin, nur ich nicht.
Tut gut, euch zu Lesen!
Re: Man kommt zu nichts :(
Verfasst: 23.06.2014, 23:47
von Kattirina
Genau so ist es: nichts anderes! Kommt mir alles sehr bekannt vor. Aber die einzige Lösung scheint wirklich: Runterkommen. Aufs Wesentliche besinnen. Das ist neben Deinem Kind eigentlich nur Schlafen, Essen und aufs Klo und idealerweise auch mal Duschen

. Was ja schon schwierig genug ist.
Sich einfach von der Idee verabschieden, dass man noch Fotos rumschicken, aufräumen oder jemanden anrufen wollte. Wenn es sich mal ergibt und Dir guttut, wunderbar, aber jeder Gedanke in Richtung "ich müsste eigentlich" ist nur unnötiger Stress.
In manchen Kulturen stehen junge Mütter die ersten 40 Tage nach der Geburt unter Quarantäne

. Sie dürfen nichts arbeiten (Essen wird gebracht) und kriegen keinen Besuch außer natürlich vom Papa und evtl. der Oma. Kling für mich wunderbar...