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Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 20:29
von Mogliki
Krümeline schläft im Familienbett. Das Beistellbett war bisher phasenweise Platz für die erste Schlafphase (damit Mama noch in Ruhe im Bett lesen kann), Rausfallschutz und größerer Nachttisch - alles mal. Wirklich die ganze Nacht hat sie darin nie geschlafen, denn erst ließ sie sich gar nicht ablegen, dann durften wir sie zwar früher ins Bett liegen, aber sobald ich auch dort war, bestand sie auf Körperkontakt. Einen größeren Schlafsack haben wir daher irgendwann auch nichtmehr gekauft, denn warum auch - Kind liegt ja unter meiner Bettdecke. Und wenn sie für die erste Schlafphase im Beistellbett lag, lag sie unter - richtig, meiner Decke. Solange ich entweder nicht im Bett bin oder lesend daneben liege, ziehe ich ihr ja nicht die Decke weg.

Nun war ich die letzten Tage ziemlich krank und habe etwas forciert, die Kleine auch nach dem stillen in das Beistellbett zurückzulegen. Ich habe sowieso schlecht geschlafen und mit Kind kombiniert ergab das in der ersten Nacht eine fast nicht vorhandene Gesamtschlafdauer für mich. Außerdem hatte ich Fieber, gleichzeitig war mir kalt. Was das warme Kind zwar willkommen machte, aber zusammen mit der außerdem nötigen Wärmflasche und Zusatzdecken hatte ich dann auch Angst vor Überhitzung.
Lange Rede, kurzer Sinn: die Kleine wurde ins Beistellbett ausquartiert, zugedeckt mit einer mehrfach gefalteten Wolldecke (so im Bettzeug, dass sich die Decke nicht auffalten konnte). Nach dem stillen habe ich sie jeweils zurückgelegt. Hat für die erste Nachthälfte teilweise geklappt, dann nicht mehr - Kind kann ja inzwischen krabbeln und schrie entweder oder robbte sich gleich an Mama ran. Gestern nacht ist mir dann aufgegangen, dass das vielleicht auch daran liegt, dass ihr kühl war. :oops: Der Nacken fühlte sich nicht kalt an, aber doch kühler als in Wohlfühltemperatur.

So. Was machen?
Schlafsack (abgesehen davon, dass wir ihn erst kaufen müssten) geht nicht, denn spätestens zum stillen ist sie doch wieder unter meiner Decke und überhitzt dann. Wenn ich nicht gerade krank bin, schlafe ich beim stillen ja oft auch einfach wieder ein. Aus dem gleichen Grund fällt auch wärmere Schlafkleidung fürs Kind flach.
Die Wolldeckenlösung scheint nicht so tauglich zu sein - entweder sie ist zu dünn oder so oft gefaltet, dass sie zu klein (und auch zu dick/störrisch und damit unbequem) ist.
Wir haben hier noch zwei andere Decken - eine fürs Kinderbett und eine, die eigentlich zum Stubenwagen gehört. Beide finde ich jetzt auch nicht so dick, aber zusammen mit einer darübergelegten Wolldecke entspräche es etwa meiner Decke (da sind es genaugenommen zwei extra Wolldecken). Bloß: Mir ist eh schon unwohl, meinem Siebenmonatskrümel eine eigene Decke zu geben (obwohl sie das Deckenrunterschieben gut raus hat und auch ruhig schläft). Gleich zwei oder gar drei Decken? Macht mir noch mehr Angst... Aber ab wann fängt man denn normalerweise mit einer "echten" Bettdecke an (also bei nicht-familiengebetteten Kindern)?

An sich würde ich gerne probieren, ob Krümeline mehr im eigenen (Beistell-)Bett schlafen mag. Ich war noch nie so die Kuschelschläferin, auch mit meinem Mann nicht, und gemeinsame Kuschel( :mrgreen: )aktivitäten werden durch anklebendes Kind auch etwas eingeschränkt. Wenn sie dann später nach dem stillen irgendwann nicht mehr zurück mag (oder ich einfach einschlafe) ist das ja ok, aber ich würde diese erste Nachthälfte gerne versuchen, über mehr als die erste Schlafphase hinauszukommen im Beistellbett.

Habt ihr irgendwelchen Input dazu? :)

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 20:48
von Sakura
Nach meiner Erfahrung strampeln Kinder, vor allem Babys, die vorbildlich auf dem Rücken schlafen, Decken eher weg. Ich habe nie gesehen, dass sich meine Kinder die Decke über den Kopf ziehen. @ Wolldecke: ich selbst habe mehrfach probiert, eine Wolldecke in einen normalen Bettbezug zu stecken. Da funktioniert die Wärme der Wolle nicht mehr. Ich glaube, Wolle braucht direkten Kontakt, um zu wärmen. Wenn, dann würde ich eine normale Kinderdecke nehmen.

@ Körpertemperatur: meine Babys tragen im ersten Lebensjahr nachts grundsätzlich ein Häubchen, eine dünne Mütze, was auch immer. Ich habe aber auch typische Glatzenbabys, mit dünnem Babyhaar Richtung 1. Geburtstag. Der Kopf von Babys ist riesengroß, darüber geht viel Wärme verloren. Weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber bei uns ist es im Schlafzimmer kalt, Fenster ist offen. Das Babyphone zeigt aktuell 16 Grad an, bei dieser Temperatur würde ich auch nicht ohne Mütze mit Baby rausgehen. Am Körper wunderbar wärmend und dabei temperierend sind Wollbodys. Aktuell gibt es bei dm Wolle-Seide (oder nur Wolle?) Unterwäsche in lang, also LA Shirt und lange Unterhose, das kann man wunderbar auch als Schlafanzug nutzen. Im Winter schlafen meine Babys mit Strumpfhose, damit auch die Füße warm sind, jetzt gegen Sommer mit Schlafanzug ohne Fuß, aber wenn ich das Gefühl hätte, es wäre nicht warm genug, würde sie sofort wieder Strumpfhose tragen.

Kind 1.0 hat ab Geburt unter meiner Decke geschlafen und sich oft freigestrampelt, sie hatte daher bis zu ihrem zweiten Geburtstag Strumpfhose im Bett an (Strumpfhosen, di wir nur fürs Bett genutzt haben, aus reiner Schurwolle von Hess Natur, gibt es bei dm auch in preiswerter). Obenrum im Winter Wollhemdchen, LA-Shirt und bei großer Kälte noch einen Wollpullover drüber. So lag sie meist unter meiner Decke, aber auch oft aufgedeckt. Mir ist nie aufgefallen, dass sie sich zu warm oder zu kalt angefühlt hätte.

Kind 2.0 schläft aktuell in einem preiswerten, dünnen Schlafsack. Der ist nicht warm genug, um sie komplett warm zu halten, dient eher dazu, dass sie sich nicht aufdecken kann. Sie trägt Wollbody, dünnen Baumwollschlafanzug, den dünnen Frottee-Schlafsack, und wir decken noch eine dünne Fleece-Decke drüber, die wir weglassen, wenn es mal wärmer ist. Und immer noch nachts mit dünner Mütze.

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 21:09
von Astria
Mein Baby schläft im Schlafsack neben mir. Auch wenn ich stille. Ich liege unter meiner Decke, ziehe die aber nicht ganz hoch, sondern mich einfach wärmer an.
Würde mein Kind soviel tragen wie Sakuras Kind 2.0 würde sie vor Schwitzen nicht schlafen.

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 21:40
von Sakura
Nochmal zur Konkretisierung: Kind 2.0 hat einen EXTREM dünnen Schlafsack an, ungefütterter Frottee . UND bei uns im Schlafzimmer ist es richtig kalt, das Fenster ist immer offen. Kind hat noch nie geschwitzt, im Gegenteil dürfte sie nicht weniger tragen.

Kind 1.0 war immer sehr warm angezogen, aber bei uns ist es KALT, und sie hat sich oft aufgedeckt.

Re: AW: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 21:57
von Pasva
Unsere Motte hat ihre Decke mit ca. 6 Monaten bekommen. Sie war vorher im Krankenhaus und hat dort mit Decke geschlafen. Das gefiel ihr dann gleich besser als der Schlafsack. Das gab nie Probleme. Sie hat sich höchstens mal freigestrampelt, sie sich aber nie über den Kopf gezogen. Oft habe ich sie nachts automatisch wieder zugedeckt und wenn sie sich an mich rangerobbt hat, habe ich sie unter meine Decke genommen. Momentan besteht sie allerdings wieder auf ihren Schlafsack. Bei ihr wechselt das alle paar Wochen.

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 14.05.2014, 22:00
von Hyndla
der winzige herr m. schläft unter meiner decke und trägt nur einen la-woll-body. er ist aber auch eher ein schwitzer.
ich würde dem baby, wenn es denn ein stück weiter weg schlafen sollte, eine kinderdecke kaufen, wo es dann die erste schlafphase verbringt. wärmt sicher mehr und ist leichter als eine gefaltete wolldecke.

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 15.05.2014, 04:57
von Sakura
Dritter Versuch. Was ich EIGENTLICH sagen will: wenn du das Gefühl hast, deinem Kind wäre kalt im Bett, würde ich auf dieses Gefühl hören und das Kind irgendwie wärmen. Entweder mehr Kleidung oder wärmere Kleidung oder wärmer zudecken.


Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...

Re: AW: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 15.05.2014, 06:09
von Nelia
Mogliki hat geschrieben:Aber ab wann fängt man denn normalerweise mit einer "echten" Bettdecke an (also bei nicht-familiengebetteten Kindern)?
Meine Große schlief fast 2,5 Jahre im Schlafsack in ihrem Bett neben meinem Bett, weil sie sich sonst aufgedeckt hätte, es ihr zu kalt geworden wäre und sie wieder aufgewacht wäre. Außerdem gehörte das Schlafsackanziehen zum Abendritual.

Die Kleine schläft am Kopfende oben im Schlafsack, nach dem Stillen rutschte ich nach unten unter meine Decke, habe immer Angst, dass ich sie sonst zudecke...

Ist jetzt keine wirkliche Hilfe,oder?

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 15.05.2014, 09:03
von Atsitsa
Herr Baby trägt einen Body, einen Strampler aus Wolle-Seide-Gemisch und ein Jäckchen. Dann den Schlafsack mit Baumwollplüsch. Beim nächtlichen Stillen liege ich zugedeckt auf der Seite und er vor mir.
Er hat nämlich großen Spaß daran, sich alles ins/übers Gesicht zu ziehen. Da hab ich mich schon ein paar Mal erschrocken.

Re: Die Sache mit der Decke...

Verfasst: 15.05.2014, 20:21
von Yashira
Krümel trägt nen langen iobio Schlafanzug und liegt mit bei mir unter der Decke. Wir haben eine Riesendecke - 200x220. Da verrutscht nix. Wenn er wach ist strampelt er die gerne mal weg - aber nicht nachts. Die liegt - und liegt - und rutscht nicht weg. Auch egal was ich mache.

@ sakura
Wo kaufst du die betthäubchen?
Ich habe aktuell das Fenster wieder zu (-.-")


Unterwegs mit einem Apfelgerät