Geht es wirklich ohne Schnuller?
Verfasst: 01.04.2014, 12:14
Hallo Zusammen,
gestern war ich wieder bei der Rückbildung und da sind auch einige Mädels, die ich später in der Woche in der Krabbelgruppe wieder treffe. Mein Töchterchen ist jetzt gut 4,5 Monate alt und zeigt sich zunehmend temperamentvoll und anhänglich; sie möchte nicht länger als vielleicht 10 Minuten allein da liegen sondern will dann auf den Arm. Ich für meinen Teil habe kein Problem damit, wenn man von dieser diffusen Angst, dass man seinem Kind etwas "falsches" angewöhnt oder es "verwöhnt", mal absieht.
Aber die anderen Muttis fühlen sich regelmäßig zu keinen Kommentaren oder unaufgeforderten Ratschlägen hingerissen. Gestern erneut, wirklich STÄNDIG wird mir vorgeschlagen, es doch nochmal mit einem Schnuller zu versuchen. Meine Tochter hatte zu Beginn mal einen, aber den habe ich dann wegen der Saugverwirrung abgeschafft, als sie gut 6 Wochen alt war. Und nun sind alle der Meinung, dass meine Tochter NUR DESHALB so unentspannt ist. Selbst meine Schwester, die mir sehr nah steht und deren Meinung ich sehr schätze, meinte gestern, dass meine Tochter schon ein kleiner Extremfall wäre, bei dem erstaunlich oft "alles falsch" ist.
Ich hab aber seit der Saugverwirrung ein echtes Sympathieproblem mit Schnullern. Kurzum, ich WILL NICHT, dass sie einen bekommt. Er hat mir einiges an Ärger beschehrt und wenn ich ihn jetzt einführe, dann ziehe ich mir bewusst den nächsten Ärger auf den Hof (abgewöhnen, Kieferfehlstellung). Das meine ich aber wirklich bezogen auf meine ganz individuelle Situation und nicht als Kritik gegenüber Schnuller-Nutzern - wer ihn problemlos einführen konnte und von mehr Ruhe profitiert, den kann ich mehr als gut verstehen. Aber bei mir hat er eben Ärger gebracht.
Nur mit diesen ständigen Kommentaren fange ich an zu überlegen, ob ich dem Kind irgendwas vorenthalte. Grundsätzlich ist den Kindern der Saugreflex auch zur Beruhigung ja angeboren und C. beruhigt sich immer an der Brust. Aber wenn es eben nach ihr ginge, wäre sie sowohl in der Krabbelgruppe, als auch bei der Rübi regelmäßig an der Brust. Genau genommen IST sie dort regelmäßig an der Brust, aber die Kommentare dazu machen mich mürbe.
Der Grund, warum ich deshalb eigens ein Thema aufmache ist, ob es wirklich Kinder gibt, die definitiv ohne Schnuller nicht klar kommen. Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Aber was, wenn man den Kindern manchmal etwas zumutet (indem man sie nicht sofort zur Beruhigung anlegt und ihnen keinen Schnuller gibt), was sie einfach von der Biologie her noch gar nicht können? In allen Ratgebern zum Thema "schlafen" steht zum Beispiel, dass man sein Kind immer WACH ins Bett legen soll. Aber kann so ein kleines Baby denn überhaupt ALLEIN und ohne beruhigendes Saugen einschlafen?
Ach Mensch... Ich mach mir Gedanken ob ich entweder zu weich zu meiner Tochter bin oder ihr eben den erlösenden Schnuller vorenthalte. Ich gebe ihr den kleinen Finger und hab sie dann auf dem Arm, da ist immer Ruhe, aber dann kann sie logischerweise nicht die Bauchlage üben oder Spielzeug festhalten und und und. Scheinbar geht es nicht ganz ohne Schreien-lassen? Ist das wirklich die Erkenntnis? Alle anderen Kinder in der Krabbelgruppe sind viel entspannter. Auch etwas älter, so ab 6 Monaten aufwärts, aber vermutlich waren die im Alter meiner Tochter bereits genau so entspannt. Ach ich weiß nicht. Habt Ihr Tipps und Erfahrungsberichte für mich?
lg
Animay
gestern war ich wieder bei der Rückbildung und da sind auch einige Mädels, die ich später in der Woche in der Krabbelgruppe wieder treffe. Mein Töchterchen ist jetzt gut 4,5 Monate alt und zeigt sich zunehmend temperamentvoll und anhänglich; sie möchte nicht länger als vielleicht 10 Minuten allein da liegen sondern will dann auf den Arm. Ich für meinen Teil habe kein Problem damit, wenn man von dieser diffusen Angst, dass man seinem Kind etwas "falsches" angewöhnt oder es "verwöhnt", mal absieht.
Aber die anderen Muttis fühlen sich regelmäßig zu keinen Kommentaren oder unaufgeforderten Ratschlägen hingerissen. Gestern erneut, wirklich STÄNDIG wird mir vorgeschlagen, es doch nochmal mit einem Schnuller zu versuchen. Meine Tochter hatte zu Beginn mal einen, aber den habe ich dann wegen der Saugverwirrung abgeschafft, als sie gut 6 Wochen alt war. Und nun sind alle der Meinung, dass meine Tochter NUR DESHALB so unentspannt ist. Selbst meine Schwester, die mir sehr nah steht und deren Meinung ich sehr schätze, meinte gestern, dass meine Tochter schon ein kleiner Extremfall wäre, bei dem erstaunlich oft "alles falsch" ist.
Ich hab aber seit der Saugverwirrung ein echtes Sympathieproblem mit Schnullern. Kurzum, ich WILL NICHT, dass sie einen bekommt. Er hat mir einiges an Ärger beschehrt und wenn ich ihn jetzt einführe, dann ziehe ich mir bewusst den nächsten Ärger auf den Hof (abgewöhnen, Kieferfehlstellung). Das meine ich aber wirklich bezogen auf meine ganz individuelle Situation und nicht als Kritik gegenüber Schnuller-Nutzern - wer ihn problemlos einführen konnte und von mehr Ruhe profitiert, den kann ich mehr als gut verstehen. Aber bei mir hat er eben Ärger gebracht.
Nur mit diesen ständigen Kommentaren fange ich an zu überlegen, ob ich dem Kind irgendwas vorenthalte. Grundsätzlich ist den Kindern der Saugreflex auch zur Beruhigung ja angeboren und C. beruhigt sich immer an der Brust. Aber wenn es eben nach ihr ginge, wäre sie sowohl in der Krabbelgruppe, als auch bei der Rübi regelmäßig an der Brust. Genau genommen IST sie dort regelmäßig an der Brust, aber die Kommentare dazu machen mich mürbe.
Der Grund, warum ich deshalb eigens ein Thema aufmache ist, ob es wirklich Kinder gibt, die definitiv ohne Schnuller nicht klar kommen. Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Aber was, wenn man den Kindern manchmal etwas zumutet (indem man sie nicht sofort zur Beruhigung anlegt und ihnen keinen Schnuller gibt), was sie einfach von der Biologie her noch gar nicht können? In allen Ratgebern zum Thema "schlafen" steht zum Beispiel, dass man sein Kind immer WACH ins Bett legen soll. Aber kann so ein kleines Baby denn überhaupt ALLEIN und ohne beruhigendes Saugen einschlafen?
Ach Mensch... Ich mach mir Gedanken ob ich entweder zu weich zu meiner Tochter bin oder ihr eben den erlösenden Schnuller vorenthalte. Ich gebe ihr den kleinen Finger und hab sie dann auf dem Arm, da ist immer Ruhe, aber dann kann sie logischerweise nicht die Bauchlage üben oder Spielzeug festhalten und und und. Scheinbar geht es nicht ganz ohne Schreien-lassen? Ist das wirklich die Erkenntnis? Alle anderen Kinder in der Krabbelgruppe sind viel entspannter. Auch etwas älter, so ab 6 Monaten aufwärts, aber vermutlich waren die im Alter meiner Tochter bereits genau so entspannt. Ach ich weiß nicht. Habt Ihr Tipps und Erfahrungsberichte für mich?
lg
Animay