Meine Kleine ist unglücklich im Tuch
Verfasst: 25.02.2014, 01:16
Hallo zusammen,
nachdem ich in den letzten Wochen viel hier im Forum gelesen habe und wider Erwarten angetan von der Stimmung dieses virtuellen Ortes bin, schreibe ich nun meinen ersten Beitrag. Leider bin ich traurig und genervt von meiner eigenen kleinen Trage-Geschichte. Es scheint, als wolle meine Tochter nicht im Tuch getragen werden. Die Kleine ist 12 Wochen alt und mag sehr gern an mir sein, sprich mgl. wenig rumliegen sondern geschaukelt und bewegt werden, am besten von Mama.
Recht bald nach Geburt haben wir mit einem geerbten elastischen Moby Wrap getragen. Schon damals hat sie geweint bis sie im Tuch einschlief, wobei das gerade unsere Strategie war, denn sie hat anfangs viel geweint und schwer in den Schlaf gefunden - da hat das Tuch geholfen. Nach einer Weile habe ich gemerkt, dass das elastische Tuch sie nicht (mehr) ordentlich stützt und habe mir eine Trageberatung geholt. Seitdem haben wir einen DD Moritz, mit dem ich Känguru und Rucksack übe. Jedoch wird mit der fortschreitenden Ausdrucksfähigkeit meiner Kleinen und dem verminderten Einfach-so-Weinen-Müssen eben immer deutlicher, dass sie nicht gern im Tuch ist.
Was der Trageberaterin auffiel und sie verdutzte, war, das meine Kleine nicht anhockt. Sie verrenkt sich, streckt eine Seite, guckt konsequent nach links. Sie drückt sich immer wieder durch, tritt sich und stößt sich mit den Händen von mir ab. Beim Einbinden schreit sie und zappelt (womit ich gut leben könnte). Richtig gut angehockt kriege ich sie also nicht, weil sie sich wehrt. An guten Tagen toleriert sie zwar eingebunden zu sein, jedoch glücklich ist sie nie. Sie schläft irgendwann ein, aber bis dahin ist sie traurig oder "bockig". Und ich habe das Gefühl, dass sie sich nicht eingewöhnt, sondern eher dass sie immer unglücklicher wird.
Laut Osteopath ist rein physisch alles in Ordnung. Laut Trageberaterin gibt es kein Kind, dass nicht im Tuch getragen werden will, und jedes Baby sollte sich beim richtigen Reiz automatisch in die ASH zusammenziehen. Warum macht mein Mädchen das dann nicht? Und warum ist sie ein nettes und umgängliches Wesen bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie einbinde? Und gleichzeitig lese ich überall, dass Tragen die beste Art der Fortbewegung ist, die man seinem Kind bieten kann, weil es von Natur aus Tragling ist. Ich habe momentan eher das Gefühl, das Tragen höchstens eine Kompromiss ist, damit ich auch mal ein bis zwei Hände frei habe, mit nichten aber zum Guten meiner Tochter.
Nach diesem Roman habe ich folgende Fragen:
Erwarte ich zu viel vom Tragen und sollte ich mein Kind mit Langatmigkeit dazu bringen, den Widerstand aufzugeben?
Geht bzw. ging es anderen ähnlich und wenn ja, wie erklärt ihr euch den Widerspruch zum angeblich angeborenen Getragen-werden-Wollen?
Und letztlich: Hat jemand eine Idee, warum es meiner Tochter keinen Spaß machen könnte?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten und hoffe, dass sie mir meinen derzeitigen Frust mindern können.
nachdem ich in den letzten Wochen viel hier im Forum gelesen habe und wider Erwarten angetan von der Stimmung dieses virtuellen Ortes bin, schreibe ich nun meinen ersten Beitrag. Leider bin ich traurig und genervt von meiner eigenen kleinen Trage-Geschichte. Es scheint, als wolle meine Tochter nicht im Tuch getragen werden. Die Kleine ist 12 Wochen alt und mag sehr gern an mir sein, sprich mgl. wenig rumliegen sondern geschaukelt und bewegt werden, am besten von Mama.
Recht bald nach Geburt haben wir mit einem geerbten elastischen Moby Wrap getragen. Schon damals hat sie geweint bis sie im Tuch einschlief, wobei das gerade unsere Strategie war, denn sie hat anfangs viel geweint und schwer in den Schlaf gefunden - da hat das Tuch geholfen. Nach einer Weile habe ich gemerkt, dass das elastische Tuch sie nicht (mehr) ordentlich stützt und habe mir eine Trageberatung geholt. Seitdem haben wir einen DD Moritz, mit dem ich Känguru und Rucksack übe. Jedoch wird mit der fortschreitenden Ausdrucksfähigkeit meiner Kleinen und dem verminderten Einfach-so-Weinen-Müssen eben immer deutlicher, dass sie nicht gern im Tuch ist.
Was der Trageberaterin auffiel und sie verdutzte, war, das meine Kleine nicht anhockt. Sie verrenkt sich, streckt eine Seite, guckt konsequent nach links. Sie drückt sich immer wieder durch, tritt sich und stößt sich mit den Händen von mir ab. Beim Einbinden schreit sie und zappelt (womit ich gut leben könnte). Richtig gut angehockt kriege ich sie also nicht, weil sie sich wehrt. An guten Tagen toleriert sie zwar eingebunden zu sein, jedoch glücklich ist sie nie. Sie schläft irgendwann ein, aber bis dahin ist sie traurig oder "bockig". Und ich habe das Gefühl, dass sie sich nicht eingewöhnt, sondern eher dass sie immer unglücklicher wird.
Laut Osteopath ist rein physisch alles in Ordnung. Laut Trageberaterin gibt es kein Kind, dass nicht im Tuch getragen werden will, und jedes Baby sollte sich beim richtigen Reiz automatisch in die ASH zusammenziehen. Warum macht mein Mädchen das dann nicht? Und warum ist sie ein nettes und umgängliches Wesen bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie einbinde? Und gleichzeitig lese ich überall, dass Tragen die beste Art der Fortbewegung ist, die man seinem Kind bieten kann, weil es von Natur aus Tragling ist. Ich habe momentan eher das Gefühl, das Tragen höchstens eine Kompromiss ist, damit ich auch mal ein bis zwei Hände frei habe, mit nichten aber zum Guten meiner Tochter.
Nach diesem Roman habe ich folgende Fragen:
Erwarte ich zu viel vom Tragen und sollte ich mein Kind mit Langatmigkeit dazu bringen, den Widerstand aufzugeben?
Geht bzw. ging es anderen ähnlich und wenn ja, wie erklärt ihr euch den Widerspruch zum angeblich angeborenen Getragen-werden-Wollen?
Und letztlich: Hat jemand eine Idee, warum es meiner Tochter keinen Spaß machen könnte?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten und hoffe, dass sie mir meinen derzeitigen Frust mindern können.