Windeleinlagen für AI3 nähen
Verfasst: 18.01.2014, 19:24
Hallo zusammen,
nachdem ich hier seit der Geburt meines Sohnes (jetzt 2 Jahre) hier im Forum zu allen möglichen Themen mitgelesen habe und allein dadurch viele wertvolle Tips erhalten habe, möchte ich jetzt erstmals selbst einen Thread eröffnen. Daher erstmal vielen Dank, dass es so ein Forum gibt. Nicht nur bei diversen Problemchen, habe ich hier stets tolle Informationen gefunden, sondern auch zu lesen, dass man mit manchen Dingen nicht alleine ist, hat oft sehr geholfen.
Durch einen Zufall kam ich zur Stoffwindel...ich wusste zwar immer, dass es sowas gibt, aber wie bei vielem hat sich das Thema garnicht aufgedrängt und wenn man im Umfeld niemanden hat schon gleich garnicht. Nähen tue ich schon seit der Kindheit, seit der Sohnemann auf der Welt ist wieder verstärkt. So kam es, dass ich bei einer Stoffbestellung bei Myllymuksut PUL-Reste für Stilleinlagen mitbestellt habe. War ja umsonst und weitere Kinder sind ja in Planung...dann war eins der Stücke ziemlich groß-viel zu schade um kleine Kreise draus zuzuschneiden, denkt die sparsame Schwäbin. Ich wusste zwar wohl, dass man aus dem Stoff auch Wetbags für Schwimmsachen o.ä. nähen kann, aber der Stoff war rosa-nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe. Also gegoogelt, was man daraus noch so machen kann und so bin ich auf selbstgenähte Stoffwindel gestoßen. nach weiteren Internetausflügen (ja ich kann mich an Themen festbeißen...) hab ich AI3-Systeme entdeckt und finde diese Idee, wer auch immer sie als erstes hatte, genial. Zudem merkte ich an den Forumsbeiträgen, dass ich für Stoffwindel geradezu das "Idealkind" habe, weil ich einen absoluten Wenigpisler habe. Wenn Oma und Opa gan vergessen, dass das Kind ja noch Windeln trägt und kein Stinker zu riechen ist, hält die WWW auch den ganzen Tag...
Also ran an die Nähmaschiene-alles was die Stoffberge verkleinert ist sowieso gut. Die zweite Windelhose "alla gdiaper/WindelManufaktur" aus 2 Lagen Jersey hat auch gut gepasst-das Wasserdichte Innenteil (aus PUL) war gleich auf Anhieb gut-für ein zweites wäre eh kein Stoff dagewesen.
Jetzt experimentiere ich mit Einlagen, die der Haushalt so hergibt. Da ich im OP arbeite, hatte ich schon als "Spucktücher" OP-Bauchtücher verwendet. Keine Angst-nicht die bei der OP gebrauchten, nur die, die zuviel aufgemacht wurden oder bei denen beim öffnen die Sterilität verloren ging, weil beim Öfnnen jemand mit der Hand drankam. Für die, die sowas noch nicht gesehen haben: Sieht aus wie Mullwindel nur mehrlagig. Meine sind 6-lagig und so ca 30x40cm. Und praktischerweise grün, gibt´s aber auch in weiß und allen möglichen Maßen. Vielleicht wäre das ja auch für den ein oder anderen ne kostengünstige Alternative für alle möglichen Windelzwecke. Kann man sicher auch in der Apotheke ordern-weiß aber nicht, was das kostet. Dann hatte ich noch so babymullwaschlappen ca. 20x20. Vieviel Lagen-keine Ahnung. Und ganz normale Waschlappen, also zwei Lagen Frotte, eher die billige, nicht allzudicke Variante.
Die bisherigen Experimente: Zunächst tagsüber für ca 3h mit 1 OP Bauchtuch gedrittelt (Mitte 3 Lagen, außen nur 2 Lagen) und 1 Babymullwaschlappen 2x gefaltet in die Jungspiselzone. Nachdem das problemlos gehalten hat, hab ich mich gleich todesmutig an die Nacht gewagt. Da gab´s gleich mal nen Unfall. Weil ich die Snaps an der Außenhose zu eng waren (hab zunächst nur einen reingemacht) (erstes Modell) ist eine Seite nachts aufgegangen...allerdings war es dafür, dass die Windel offen war garnicht sooo schrecklich. Noch nichtmal dfer Schlafsack war nass. Da die Hose wie gesagt nicht so gut passte und mein Kleiner auch die Snaps garnicht mochte (ich hab ihm mal aus Vesrsehen beim Bodyzumachen die Haut eingeklemmt, fand er es garnicht lustig, dass ich an seinem Bauch rumfummel und da Knopfe klicken). Also nächses Modell mit Klett und vorne etwas schmaler-passte super! Die nächsten 3-4Stunden Kurzzeitversuche diese Woche machte ich mit einem gedrittelten OP-Tuch und nie war irgendwas nass. Und der nächsten 2 Nachtanläufe mit 2 Waschlappen und einem OP-Tuch waren erfolgreich. Sprich-ich bin begeistert davon.
Mein Mann nach dem er es mitbekommen hat ("Was ist denn das?" zum Jerseyhöschen) war eher weniger begeistert. Er findet es unnötig, weil Kind ja vielleicht eh nicht mehr ewig Windel braucht (Pipi geht auch gelegentlich schonmal auf´s Klo, wenn man beim Wickeln fragt ob er will), wir wirklich ultrawenig WIndel pro Tag brauchenund er findet ich könnte meine Zeit, auch speziell meine Zeit an der Nähmaschine sinnvoller Nutzen. Er meinte dann wenn er sie in die FInger bekommt, denkt er eh, das wäre ne WWW und dann ist sie weg;-) *er macht gern mal nen Spaß...* aber bevor ich ihm wieder damit komme muss es bei mir Optimal funktionieren. Zweiter Kandidat mit Mißtrauen-mein Sohn. Er will immer unbedingt ne WWW haben. Soweit er das kommunizieren kann. OK-die erste Begegnung ist wegen den Snaps misslungen. Hab die Kletthose jetzt mal lockerer gemacht, aber Einschneiden/Abdrücke gab´s jetzt nicht und der Jersey ist eigentlich auch ganz weich. Mal sehen. Zu den WWWs bzw. zu den Tieren drauf (die Eigenmarke vom b**yliebe) hat er schon immer ne Innige Beziehung. Die musste er schon immer vorher anschauen und seit er spricht beschreiben, was da alles drauf ist. Kennt ihr sowas bei der Umstellung auf Stoffwindel bei Älteren Kindern?
So dann zum eigentlichen Thema, den Einlagen. Da wir bislang feuchtigkeitstechnisch so gut zurechtkommen, stellt sich mit die Frage, ob wir noch was anderes brauchen (außer mehr davon). Alte Handtücher hab ich noch genug und auch ganz tolle dicke Kuschelige. Waren als Wärmedecken im OP im Einsatz und wurden von blauer OP-Kleidung verfärbt und wurden deshalb verschenkt. Ich wusste, dass ich die mal brauchen kann...
Dann habe ich noch von Bambus, Hanf, Mikrofaser...gelesen, aber bevor meine Stoffsucht greift, die Frage: Brauche ich das überhaupt? Wickelt von Euch anderen jemand auch nur mit Baumwollutensilien als Saugmaterial? Mit Wundsein o.ä. gab´s bei den bisherigen Experimenten keine Probleme, aber wir haben jetzt auch noch nie mehrere Tage am Stück mit Stoff gewickelt. Aber mit auch mit WWW hatten wir nie Probleme.
Weil man ja nie weiß, ob´s noch weitere Kinder gibt, möchte ich jetzt auch nicht unendlich Geld ausgeben, weil wir´s dann ja beim jetztigen Kind nicht mehr ewig brauchen. Allerdings werd ich sicher eh meinem Experimentierzwang unterliegen...Und außer dem PUL könnte ich endlich mal schön meine Reste verwerten.
Also aus was habt ihr bislang Einlagen genäht? Hat jemand Erfahrung mit "dryliner" gemacht? Wundseinprobleme haben wir bislang ja nicht, aber geht da vielleicht der Stuhl gut weg?
Bisher habe ich keinWindelfliess benutzt, hatten allerdings auch nie fiessen Stuhlgang, also nie megaviel. Aber einmal war´s schon ein bisschen in den Mull reingedrückt-das hab ich dann gleich rausgewaschen, dass es ja nicht zu richene anfängt, um das Projekt nicht im Kim zu ersticken. Die anderen Male ist´s fast spurlos in´s Klo gefallen. Aber im Hinblick es meinem Mann näher zu bringen, wäre es sicher von Vorteil mit Vliess oder ner Oberfläche, wo es weniger hängen bleibt. Mit Frottee stell ich mir das noch extremer vor mit dem Hängebleiben. Sorry, wenn ich so detailiert werden...aber wie sind Eure Erfahrungen damit?
Bei denen, die bis hierher zum Lesen gekommen sind, bedanke ich mich schonmal herzlich dafür-ich kann mich einfach nicht kurzfassen...und über Antworten freue ich mich natürlich riiiiiesig.
Viele liebe Grüße NIN
nachdem ich hier seit der Geburt meines Sohnes (jetzt 2 Jahre) hier im Forum zu allen möglichen Themen mitgelesen habe und allein dadurch viele wertvolle Tips erhalten habe, möchte ich jetzt erstmals selbst einen Thread eröffnen. Daher erstmal vielen Dank, dass es so ein Forum gibt. Nicht nur bei diversen Problemchen, habe ich hier stets tolle Informationen gefunden, sondern auch zu lesen, dass man mit manchen Dingen nicht alleine ist, hat oft sehr geholfen.
Durch einen Zufall kam ich zur Stoffwindel...ich wusste zwar immer, dass es sowas gibt, aber wie bei vielem hat sich das Thema garnicht aufgedrängt und wenn man im Umfeld niemanden hat schon gleich garnicht. Nähen tue ich schon seit der Kindheit, seit der Sohnemann auf der Welt ist wieder verstärkt. So kam es, dass ich bei einer Stoffbestellung bei Myllymuksut PUL-Reste für Stilleinlagen mitbestellt habe. War ja umsonst und weitere Kinder sind ja in Planung...dann war eins der Stücke ziemlich groß-viel zu schade um kleine Kreise draus zuzuschneiden, denkt die sparsame Schwäbin. Ich wusste zwar wohl, dass man aus dem Stoff auch Wetbags für Schwimmsachen o.ä. nähen kann, aber der Stoff war rosa-nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe. Also gegoogelt, was man daraus noch so machen kann und so bin ich auf selbstgenähte Stoffwindel gestoßen. nach weiteren Internetausflügen (ja ich kann mich an Themen festbeißen...) hab ich AI3-Systeme entdeckt und finde diese Idee, wer auch immer sie als erstes hatte, genial. Zudem merkte ich an den Forumsbeiträgen, dass ich für Stoffwindel geradezu das "Idealkind" habe, weil ich einen absoluten Wenigpisler habe. Wenn Oma und Opa gan vergessen, dass das Kind ja noch Windeln trägt und kein Stinker zu riechen ist, hält die WWW auch den ganzen Tag...
Also ran an die Nähmaschiene-alles was die Stoffberge verkleinert ist sowieso gut. Die zweite Windelhose "alla gdiaper/WindelManufaktur" aus 2 Lagen Jersey hat auch gut gepasst-das Wasserdichte Innenteil (aus PUL) war gleich auf Anhieb gut-für ein zweites wäre eh kein Stoff dagewesen.
Jetzt experimentiere ich mit Einlagen, die der Haushalt so hergibt. Da ich im OP arbeite, hatte ich schon als "Spucktücher" OP-Bauchtücher verwendet. Keine Angst-nicht die bei der OP gebrauchten, nur die, die zuviel aufgemacht wurden oder bei denen beim öffnen die Sterilität verloren ging, weil beim Öfnnen jemand mit der Hand drankam. Für die, die sowas noch nicht gesehen haben: Sieht aus wie Mullwindel nur mehrlagig. Meine sind 6-lagig und so ca 30x40cm. Und praktischerweise grün, gibt´s aber auch in weiß und allen möglichen Maßen. Vielleicht wäre das ja auch für den ein oder anderen ne kostengünstige Alternative für alle möglichen Windelzwecke. Kann man sicher auch in der Apotheke ordern-weiß aber nicht, was das kostet. Dann hatte ich noch so babymullwaschlappen ca. 20x20. Vieviel Lagen-keine Ahnung. Und ganz normale Waschlappen, also zwei Lagen Frotte, eher die billige, nicht allzudicke Variante.
Die bisherigen Experimente: Zunächst tagsüber für ca 3h mit 1 OP Bauchtuch gedrittelt (Mitte 3 Lagen, außen nur 2 Lagen) und 1 Babymullwaschlappen 2x gefaltet in die Jungspiselzone. Nachdem das problemlos gehalten hat, hab ich mich gleich todesmutig an die Nacht gewagt. Da gab´s gleich mal nen Unfall. Weil ich die Snaps an der Außenhose zu eng waren (hab zunächst nur einen reingemacht) (erstes Modell) ist eine Seite nachts aufgegangen...allerdings war es dafür, dass die Windel offen war garnicht sooo schrecklich. Noch nichtmal dfer Schlafsack war nass. Da die Hose wie gesagt nicht so gut passte und mein Kleiner auch die Snaps garnicht mochte (ich hab ihm mal aus Vesrsehen beim Bodyzumachen die Haut eingeklemmt, fand er es garnicht lustig, dass ich an seinem Bauch rumfummel und da Knopfe klicken). Also nächses Modell mit Klett und vorne etwas schmaler-passte super! Die nächsten 3-4Stunden Kurzzeitversuche diese Woche machte ich mit einem gedrittelten OP-Tuch und nie war irgendwas nass. Und der nächsten 2 Nachtanläufe mit 2 Waschlappen und einem OP-Tuch waren erfolgreich. Sprich-ich bin begeistert davon.
Mein Mann nach dem er es mitbekommen hat ("Was ist denn das?" zum Jerseyhöschen) war eher weniger begeistert. Er findet es unnötig, weil Kind ja vielleicht eh nicht mehr ewig Windel braucht (Pipi geht auch gelegentlich schonmal auf´s Klo, wenn man beim Wickeln fragt ob er will), wir wirklich ultrawenig WIndel pro Tag brauchenund er findet ich könnte meine Zeit, auch speziell meine Zeit an der Nähmaschine sinnvoller Nutzen. Er meinte dann wenn er sie in die FInger bekommt, denkt er eh, das wäre ne WWW und dann ist sie weg;-) *er macht gern mal nen Spaß...* aber bevor ich ihm wieder damit komme muss es bei mir Optimal funktionieren. Zweiter Kandidat mit Mißtrauen-mein Sohn. Er will immer unbedingt ne WWW haben. Soweit er das kommunizieren kann. OK-die erste Begegnung ist wegen den Snaps misslungen. Hab die Kletthose jetzt mal lockerer gemacht, aber Einschneiden/Abdrücke gab´s jetzt nicht und der Jersey ist eigentlich auch ganz weich. Mal sehen. Zu den WWWs bzw. zu den Tieren drauf (die Eigenmarke vom b**yliebe) hat er schon immer ne Innige Beziehung. Die musste er schon immer vorher anschauen und seit er spricht beschreiben, was da alles drauf ist. Kennt ihr sowas bei der Umstellung auf Stoffwindel bei Älteren Kindern?
So dann zum eigentlichen Thema, den Einlagen. Da wir bislang feuchtigkeitstechnisch so gut zurechtkommen, stellt sich mit die Frage, ob wir noch was anderes brauchen (außer mehr davon). Alte Handtücher hab ich noch genug und auch ganz tolle dicke Kuschelige. Waren als Wärmedecken im OP im Einsatz und wurden von blauer OP-Kleidung verfärbt und wurden deshalb verschenkt. Ich wusste, dass ich die mal brauchen kann...
Dann habe ich noch von Bambus, Hanf, Mikrofaser...gelesen, aber bevor meine Stoffsucht greift, die Frage: Brauche ich das überhaupt? Wickelt von Euch anderen jemand auch nur mit Baumwollutensilien als Saugmaterial? Mit Wundsein o.ä. gab´s bei den bisherigen Experimenten keine Probleme, aber wir haben jetzt auch noch nie mehrere Tage am Stück mit Stoff gewickelt. Aber mit auch mit WWW hatten wir nie Probleme.
Weil man ja nie weiß, ob´s noch weitere Kinder gibt, möchte ich jetzt auch nicht unendlich Geld ausgeben, weil wir´s dann ja beim jetztigen Kind nicht mehr ewig brauchen. Allerdings werd ich sicher eh meinem Experimentierzwang unterliegen...Und außer dem PUL könnte ich endlich mal schön meine Reste verwerten.
Also aus was habt ihr bislang Einlagen genäht? Hat jemand Erfahrung mit "dryliner" gemacht? Wundseinprobleme haben wir bislang ja nicht, aber geht da vielleicht der Stuhl gut weg?
Bisher habe ich keinWindelfliess benutzt, hatten allerdings auch nie fiessen Stuhlgang, also nie megaviel. Aber einmal war´s schon ein bisschen in den Mull reingedrückt-das hab ich dann gleich rausgewaschen, dass es ja nicht zu richene anfängt, um das Projekt nicht im Kim zu ersticken. Die anderen Male ist´s fast spurlos in´s Klo gefallen. Aber im Hinblick es meinem Mann näher zu bringen, wäre es sicher von Vorteil mit Vliess oder ner Oberfläche, wo es weniger hängen bleibt. Mit Frottee stell ich mir das noch extremer vor mit dem Hängebleiben. Sorry, wenn ich so detailiert werden...aber wie sind Eure Erfahrungen damit?
Bei denen, die bis hierher zum Lesen gekommen sind, bedanke ich mich schonmal herzlich dafür-ich kann mich einfach nicht kurzfassen...und über Antworten freue ich mich natürlich riiiiiesig.
Viele liebe Grüße NIN