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schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 16:33
von anni1110
ich tippe grad einhändig mit links - entschuldigt manche fehler.
falls das thema hier falsch ist, bitte verschieben. :oops:

ich liege seite heute mit unserem baby im kh. verdacht auf magen-darm. kh deswegen, weil er einen hydrocephalus hat und erbrechen ja hierbei auch was anderes bedeuten kann. frühchen 29.ssw - zur info.

da eh blut abgenommen werden sollte, habe ICH um die bestimmung des eisenwertes gebeten. dieser wurde seit der entlassung nie wieder kontrolliert. eisentropfen habe ich in absprache mit hebamme und heilpraktikerin seit august nicht mehr gegeben. hp meinte, ich kann welches nehmen und baby ist mit versorgt. (er hatte schlimme bauchschmerzen von den tropfen)

grottenschlechter wert kam nun heute raus. und ich fühle mich nun ganz schlecht. die oberärztin hat mir gleich nen vortrag gehalten, wie wichtig beikost und saft für ihn sind und ich solle doch bitte ziemlich bald anfangen. eisentropfen will sie ihm grad nicht geben, da er ja spuckt (1x in den letzten 5 stunden).

was mache ich denn nun? mein baby ist korrigiert 5,5monate alt und sowas von null beikostreif. kann weder den kopf halten, geschweige denn sitzen. der erste versuch ihm einfach mal was zugeben, endete mit erbrechen, weil er es scheinbar so eklig fand.

und nun? ich mache mir echt vorwürfe.
wie kann es nun weitergehen?

er wird vollgestillt.
ich danke euch und merke beim schreiben, dass es wohl in kranksein oder so besser aufgehoben ist das thema. :oops: vielleicht mag es wer verschieben

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 17:10
von lunchen78
Die Profis melden sich sicher noch zu Wort.

Aus eigner Erfahrung weiß ich: Bei wirklichem Eisenmangel hilft "ein bißchen Fleisch" essen nicht, da braucht es schon Eisen in Form von Tropfen, Tabletten etc. (eine meiner Eisentabletten enthält so viel, wie 3,3kg Putenfleisch) Ich denke nicht, dass das bei Säuglingen so grundlegend anders ist, als bei Erwachsenen. Vermutlich werdet ihr da nicht um Tropfen drumherum kommen, aber vielleicht gibt es da noch besser verträgliche Alternativen, oder er verträgt es auch einfach mit reiferem Darm besser.
anni1110 hat geschrieben:hp meinte, ich kann welches nehmen und baby ist mit versorgt.
Leider hilft das nicht wirklich weiter. Solange du nicht selbst einen gravierenden Eisenmangel hast, kannst du die Eisenmenge in der Milch nicht mit Eiseneinnahme beeinflussen. (stand irgendwo in der Linkliste Stillwissen)
anni1110 hat geschrieben:und nun? ich mache mir echt vorwürfe.
brauchst du nicht! Du hast um Bestimmung des Eisenwertes gebeten und damit anscheinend den richtign "Riecher" gehabt. Jetzt muss man dem eben nur gegensteuern

Gute Besserung!

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 17:18
von Xenia
Ein kurzer Einwurf (obwohl ich ja eigentlich nur lese hier): die ganz normalen Ferrosanol-Eisentropfen werden gut verdaulich, wenn man sie deutlich niedriger dosiert. Statt irgendwelche eisenhaltige Lebensmittel ins Kind zu Zwingen, würde ich eher nochmal einen Versuch mit 1-3 mal täglich einem einzelnen Tropfen Ferrosanol probieren.

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 17:40
von Rebella
Du brauchst dir überhaupt keine Vorwürfe zu machen, schließlich hast du alles richtig gemacht und es wäre Aufgabe des KH gewesen, eine Überprüfung der Werte im ersten Lebensjahr nahezulegen.
Mein Sohn war zwar nur ein 34/0 Frühchen, es hat aber auch ca. ein halbes Jahr gedauert, bis die Werte ok waren. Am Anfang hat er alle 2 Tage Spritzen bekommen, deiner wohl auch, oder? Ich denke mir, wenns ganz schlimm ist, dann wäre das vielleicht wieder eine Option. Ja, Eisentropfen machen Bauchweh, bei uns ist es aber schon 6 Jahre her, vielleicht gibts schon was Besseres. Zum Zufüttern kannst ihn sowieso nicht zwingen, aus deinem Post liest man eh raus, dass dir das nicht behagt. Dann ist es auch nicht ok, denn du als Mutter weißt am Besten was gut für dein Kind ist. Alles Gute wünsche ich euch!

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 18:10
von jusl
Ich kann mich komplett anschließen:
da eh blut abgenommen werden sollte, habe ICH um die bestimmung des eisenwertes gebeten. dieser wurde seit der entlassung nie wieder kontrolliert.
Gut, dass Du darauf gedrängt hast! (Und ärgerlich, dass es niemand anderes tat....)
eisentropfen habe ich in absprache mit hebamme und heilpraktikerin seit august nicht mehr gegeben.
Bitte Dir keine Vorwürfe machen! Mehr als Fachleute fragen kann man nicht tun.
(Wobei ich persönlich sagen muss, - sorry - dass Hebamme und Heilpraktikerinnen nicht meine ersten Ansprechpartner wären, wenn es um die speziellen Supplementierungsbedürfnisse eines frühen Frühchens geht. Sondern für mich wäre das ganz klar ein Neonatologe oder der behandelnde Kinderarzt, einfach weil das Thema ja doch eine ziemliche medizinische(!) Relevanz hat.)
hp meinte, ich kann welches nehmen und baby ist mit versorgt
Das ist nicht zutreffend. Der Eisengehalt der Muttermilch kann über müttlerliche Eiseneinnahme NICHT über den Normalwert hinaus gesteigert werden.
er hatte schlimme bauchschmerzen von den tropfen
Dann sollte nach anderen Darreichungsformen, anderen Dosierungen und anderen Einnahmeintervallen als dies bisher der Fall war, geschaut werden. Da lässt sich ganz bestimmt eine für Dein Baby verträgliche Variante finden.
was mache ich denn nun? mein baby ist korrigiert 5,5monate alt und sowas von null beikostreif. kann weder den kopf halten, geschweige denn sitzen.
Du, selbst wenn Dein Baby das beikostreifste Kind der Welt wäre ;-) - Beikost allein reicht nicht aus, um "grottenschlechte Eisenwerte" in absehbarer Zeit aus dem Keller zu holen. Das Eisen ist ja nicht deshalb im Keller, weil mit der Ernährung Deines Babys irgendetwas nicht stimmen würde, sondern das hat ja MEDIZINISCHE Gründe, die v.a. mit der Frühgeburt zusammenhängen. Entsprechend braucht es dafür "Medikamente", nicht "Essen".
und nun? ich mache mir echt vorwürfe.
wie kann es nun weitergehen?
Wie gesagt: Keine Vorwürfe! Sondern super, dass Du Dich selbst drum kümmerst. Die nächsten sinnvollen Schritte sind: ab zum behandelnden KiA und ein geeignetes Supplementierungsschema besprechen und ausprobieren.
Berichte doch mal bei Gelegenheit, wofür Ihr Euch entschieden habt.

LG
Julia

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 19:10
von anni1110
ich danke euch sehr.
und beim nächsten kind bin ich dann wieder schlauer. :lol:

dann werde ich das mal mit unserer kinderärztin besprechen. ich hoffe, sie kann uns da weiterhelfen.

was ich mich nur grad frage, wenn der wert sooo schlecht ist (klang wirklich dramatisch wie die ärztin das schilderte), gibt man dann keine infusion? einfach um den wert erstmal wieder aus dem keller zu holen?
ich habe wirklich keine ahnung, daher meine frage.

und kann ich mich, zusätzlich zu den eisenpräparaten, die er nehmen wird, ernährungstechnisch bei mir was machen?

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 19:15
von anni1110
jusl hat geschrieben:Du, selbst wenn Dein Baby das beikostreifste Kind der Welt wäre ;-) - Beikost allein reicht nicht aus, um "grottenschlechte Eisenwerte" in absehbarer Zeit aus dem Keller zu holen. Das Eisen ist ja nicht deshalb im Keller, weil mit der Ernährung Deines Babys irgendetwas nicht stimmen würde, sondern das hat ja MEDIZINISCHE Gründe, die v.a. mit der Frühgeburt zusammenhängen. Entsprechend braucht es dafür "Medikamente", nicht "Essen".
So hat mir das hier die oberärztin erklärt. von medikamenten sprach sie überhaupt nicht, nur von saft (welcher denn bitte?) und karottenbrei. schließlich sei das baby schon 8 monate alt und da könne ich nicht zurückrechnen.

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 10.01.2014, 19:17
von hora
Gehört hier nur am Rande her, aber ich selbst hatte als junge Frau so schlechte Eisenwerte, daß mich die Ärzte im Blutspendedienst der MHH für eine Veganerin gehalten haben - und ich esse viel und gern Fleisch und trinke viel Milch (Rohmilch, also noch alles drin)! :lol:
Essen allein hilft also nicht wirklich. Zudem ist das Eisen der Muttermilch nach meiner Information wesentlich leichter verdaulich für so einen Zwerg als alles andere Eisen sonst. Insofern sollte der Eisenmangel organische Ursachen haben, nicht eine Mangelerscheinung aufgrund falscher Ernährung sein. Daher wirst Du wohl doch ein Eisenpräparat geben müssen. Und da würde ich mich auf keinen Fall mit einem "Mit den Nebenwirkungen müssen Sie leben" abspeisen lassen, sondern den Ärzten so lange auf die Nerven fallen, bis Ihr eine für Euer Kind verträgliche (Dosierungs-)Lösung gefunden habt. :!:

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 13.01.2014, 17:58
von anni1110
jusl hat geschrieben:Die nächsten sinnvollen Schritte sind: ab zum behandelnden KiA und ein geeignetes Supplementierungsschema besprechen und ausprobieren.
Berichte doch mal bei Gelegenheit, wofür Ihr Euch entschieden habt.

LG
Julia
so, die behandelnde kinderärztin, übrigens die vierte in vier tagen :roll: , hat uns heute entlassen.
2x2 tropfen.
problem nur: die werden in hohem bogen wieder ausgespuckt. :? :oops:
ich muss morgen dann nochmal zum kinderarzt, brauche eh ne überweisung.

Re: schwerer eisenmangel - zufüttern?

Verfasst: 13.01.2014, 18:12
von Mijoco
anni1110 hat geschrieben:was ich mich nur grad frage, wenn der wert sooo schlecht ist (klang wirklich dramatisch wie die ärztin das schilderte), gibt man dann keine infusion? einfach um den wert erstmal wieder aus dem keller zu holen?
ich habe wirklich keine ahnung, daher meine frage.
Vielleicht weil Eisen-Infusionen auch nicht ohne sind. Die können heftige Nebenwirkungen haben. Sie sind wohl im Moment, nicht zuletzte weil die Pharmaindustrie damit gut Geld verdient, sehr in Mode. Es gibt aber durchaus Ärzte die dem sehr kritisch gegenüber stehen.