Pro ferbern, wieso bloß? - wohl eher ein SLP
Verfasst: 19.12.2013, 15:08
Hallo ihr Lieben,
ich muss mir gerade mal Luft machen. Hab letzte Woche bei uns in der Krippe was erlebt, ich muss sagen ich bin immer noch ganz baff.
Vorab dazu, ich bin mit unserer Krippe zufrieden, hätte meine kleine aber dort nicht vor einem Jahr hingegeben (sie ist mit 15 Monaten hingekommen), da mir der Personalschlüssel dafür zu schwach ist (2 Erzieherinnen plus 1 Praktikantin für 12 Kinder). Das nur im Voraus als Info.
Seit September hatten wir in der Krippe nun einen neuen deutschen Erzieher (extra so ausdrücklich, da wir eine zweisprachige Krippe mit frz und dt. Personal haben) der nun gekündigt hat, da er mit dem schreien lassen der Kinder nicht einverstanden war. So, dieser Erzieher hat nun ein Baby im Alter von 9 Monaten ins Bett bringen sollen. Er macht das Kind also fertig und bringt es ins Schlafzimmer in sein Bett. Bleibt dann beim ihm, der Kleine beruhigt sich aber überhaupt nicht, so dass er ihn wieder mit raus bringt und ihn bei sich auf dem Arm behält und ihn so lange wiegt bis er einschläft. Erstmal hat er dafür a) einen Anranzer von der Leiterin bekommen, denn er hätte dem Kleinen ja gar nicht die Chance gegeben sich alleine zu beruhigen (wobei wir hier von einem 9 Monate alten Baby sprechen) und b) hat mir hinterher eine andere Mutter erzählt, dass sie sein Verhalten ja total unmöglich fände.
Ich weiß, dass die Babys geferbert werden, habe dazu meine Meinung und diese bereits auch kundgetan (leider verhallt das hier in Frankreich wie das Echo im Wald). Bei den Größeren ist es gott sei dank etwas unkritischer, da eine Erzieherin im Schlafzimmer bleibt und die anderen Kinder auch anwesend sind. Ich hatte ja auch meine Befürchtungen da wir zu Hause immer einschlafbegleiten, aber sie schläft alleine ein, was mich echt überrascht hat. Ich verstehe aber nicht wieso ein Erzieher, dafür getadelt wird wenn er nicht schreien lassen will. Das ist echt zu hoch für mich.
Was mich noch mehr geschockt hat, war dann aber eine andere Mutter. Sie meinte nur zu mir: "Hast du gehört wie XY die Kinder dazu bringt einzuschlafen?" Darauf ich: "Ja klar, das arme kleine Baby hat so geweint heute, dass er es wieder aus dem Bett genommen und in seinen Armen gewiegt hat. Ich finde, dass echt gut, wie er das macht. Mir würde, dass Herz auch bluten, wenn ich so ein kleines Mäuschen schreien höre." Sie hat mir dann ganz empört geantwortet, wie er denn bitte auf die Idee käme die Kinder rumzutragen, ob sie denn jetzt bald jeden Abend ihren Sohn zu Hause deshalb in den Schlaf tragen müsste. Er sollte die Kinder doch einfach ein bißchen schreien lassen. Nicht viel, so ne Viertelstunde vielleicht, aber so geht das doch bitteschön nicht.
Ich wusste erst gar nicht was ich darauf erwidern sollte, habe dann aber nur gemeint, dass die Kinder sehr wohl zwischen Krippe und zu Hause trennen können. Habe dann als Beispiel meine Kleine angeführt, die zu Hause immer einschlafbegleitet wird (und bei uns im angeschraubten Gitterbett nebendran schläft) und in der Krippe in ihrem Bett ohne Unterstützung einschläft; wisst ihr was ich da als Antwort bekommen habe: "Siehste, dann solltest du sie zu Hause vielleicht auch einfach mal in ihr eigenes Zimmer verfrachten und sie mal weinen lassen, dann hast du das Problem nicht, jeden Abend bei ihr zu sein bis sie schläft." Hab dann bloß geantwortet, dass ich kein Problem habe und das Gespräch beendet.
Ui, ich muss sagen ich war danach ganz schön durch den Wind. Obwohl sie ihr Kind ferbert, maße ich mir nicht an ihren Erziehungsstil zu kritisieren, aber mir ein Problem zu unterstellen nur weil ich ihre Meinung nicht geteilt habe, fand ich sehr heftig.
So musste das einfach mal loswerden.
ich muss mir gerade mal Luft machen. Hab letzte Woche bei uns in der Krippe was erlebt, ich muss sagen ich bin immer noch ganz baff.
Vorab dazu, ich bin mit unserer Krippe zufrieden, hätte meine kleine aber dort nicht vor einem Jahr hingegeben (sie ist mit 15 Monaten hingekommen), da mir der Personalschlüssel dafür zu schwach ist (2 Erzieherinnen plus 1 Praktikantin für 12 Kinder). Das nur im Voraus als Info.
Seit September hatten wir in der Krippe nun einen neuen deutschen Erzieher (extra so ausdrücklich, da wir eine zweisprachige Krippe mit frz und dt. Personal haben) der nun gekündigt hat, da er mit dem schreien lassen der Kinder nicht einverstanden war. So, dieser Erzieher hat nun ein Baby im Alter von 9 Monaten ins Bett bringen sollen. Er macht das Kind also fertig und bringt es ins Schlafzimmer in sein Bett. Bleibt dann beim ihm, der Kleine beruhigt sich aber überhaupt nicht, so dass er ihn wieder mit raus bringt und ihn bei sich auf dem Arm behält und ihn so lange wiegt bis er einschläft. Erstmal hat er dafür a) einen Anranzer von der Leiterin bekommen, denn er hätte dem Kleinen ja gar nicht die Chance gegeben sich alleine zu beruhigen (wobei wir hier von einem 9 Monate alten Baby sprechen) und b) hat mir hinterher eine andere Mutter erzählt, dass sie sein Verhalten ja total unmöglich fände.
Ich weiß, dass die Babys geferbert werden, habe dazu meine Meinung und diese bereits auch kundgetan (leider verhallt das hier in Frankreich wie das Echo im Wald). Bei den Größeren ist es gott sei dank etwas unkritischer, da eine Erzieherin im Schlafzimmer bleibt und die anderen Kinder auch anwesend sind. Ich hatte ja auch meine Befürchtungen da wir zu Hause immer einschlafbegleiten, aber sie schläft alleine ein, was mich echt überrascht hat. Ich verstehe aber nicht wieso ein Erzieher, dafür getadelt wird wenn er nicht schreien lassen will. Das ist echt zu hoch für mich.
Was mich noch mehr geschockt hat, war dann aber eine andere Mutter. Sie meinte nur zu mir: "Hast du gehört wie XY die Kinder dazu bringt einzuschlafen?" Darauf ich: "Ja klar, das arme kleine Baby hat so geweint heute, dass er es wieder aus dem Bett genommen und in seinen Armen gewiegt hat. Ich finde, dass echt gut, wie er das macht. Mir würde, dass Herz auch bluten, wenn ich so ein kleines Mäuschen schreien höre." Sie hat mir dann ganz empört geantwortet, wie er denn bitte auf die Idee käme die Kinder rumzutragen, ob sie denn jetzt bald jeden Abend ihren Sohn zu Hause deshalb in den Schlaf tragen müsste. Er sollte die Kinder doch einfach ein bißchen schreien lassen. Nicht viel, so ne Viertelstunde vielleicht, aber so geht das doch bitteschön nicht.
Ich wusste erst gar nicht was ich darauf erwidern sollte, habe dann aber nur gemeint, dass die Kinder sehr wohl zwischen Krippe und zu Hause trennen können. Habe dann als Beispiel meine Kleine angeführt, die zu Hause immer einschlafbegleitet wird (und bei uns im angeschraubten Gitterbett nebendran schläft) und in der Krippe in ihrem Bett ohne Unterstützung einschläft; wisst ihr was ich da als Antwort bekommen habe: "Siehste, dann solltest du sie zu Hause vielleicht auch einfach mal in ihr eigenes Zimmer verfrachten und sie mal weinen lassen, dann hast du das Problem nicht, jeden Abend bei ihr zu sein bis sie schläft." Hab dann bloß geantwortet, dass ich kein Problem habe und das Gespräch beendet.
Ui, ich muss sagen ich war danach ganz schön durch den Wind. Obwohl sie ihr Kind ferbert, maße ich mir nicht an ihren Erziehungsstil zu kritisieren, aber mir ein Problem zu unterstellen nur weil ich ihre Meinung nicht geteilt habe, fand ich sehr heftig.
So musste das einfach mal loswerden.