Frage zum Stillen und Schlafen
Verfasst: 02.11.2013, 09:13
Hallo zusammen,
ich möchte mich heute auch einmal an Euch wenden, weil ich nicht so richtig weiter weiß. Vorab: Ich habe nicht direkt ein Stillproblem, eher ein Schlafproblem, aber vielleicht hängt das auch irgendwie zusammen. Ich versuche mal, alle relevanten Infos zusammenzutragen.
Leo ist inzwischen 7 Monate alt und wurde die ersten 5 Monate vollgestillt. Danach haben wir mit mittags Gemüsebrei angeboten, inzwischen manchmal auch mit Fleisch. Seit einem Monat gibt es abends Obst-Getreide-Brei, allerdings ohne Milch, weil er bei den ersten Versuchen immer so leuchtend rote Wangen bekommen hat. Nachmittags bekommt er hin und wieder Avocado oder Obstmus. Anfangs wurde er zusätzlich zum Brei gestillt, aber inzwischen vertilgt er recht ordentliche Portionen (ca. 150 g) und mag dann nicht mehr.
Gestillt wird allerdings vorm Schlafengehen, nachts und morgens bzw. am frühen Vormittag. Das Problem ist nun folgendes: Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten nachts sind sehr kurz. Wir bringen ihn gegen 20 Uhr ins Bett, meistens schläft er dann beim Stillen ein. Das erste Mal wird er gegen 22:30 Uhr wach und dann etwa im Zwei-Stunden-Rhythmus. Die längste Schlafphase, die wir schaffen, sind drei Stunden, aber das passiert nur alle paar Tage mal.
Diese häufigen Nachtunterbrechungen haben wir bereits seit fünf Monaten. Damals bekam Leo seinen ersten Schnupfen, konnte nicht gut atmen und wachte ständig auf. Das war anstrengend, aber irgendwie logisch. Nachdem der Schnupfen nach drei Wochen endlich überstanden war, kam der erste Zahn. Der war eine Woche mit Schmerzen verbunden. Ständiges Gejammer trotz Beißringen, Osanit, Dentinox. Danach kam der zweite Zahn, das hat wieder eine Woche gedauert. Dann war es heiß in der Wohnung, selbst nachts fast 30 Grad. Da hat er einfach Durst gehabt, also hab ich ihn auch nachts mehrfach gestillt. Nach der Hitzewelle kamen die oberen Zähne. Danach hat sich Leo bei meinem Mann angesteckt und einen Infekt mit Schnupfen und starkem Husten bekommen. Also konnte er wieder nicht schlafen. Dann ging das Zahnen weiter.
Bisher war also immer was, das die häufigen Nachtunterbrechungen erklärt hat. Nun ist er aber gerade gesund, zahnt scheinbar nicht und schläft trotzdem nicht gut. Ich selbst habe seit fast einem halben Jahr nur noch ein oder zwei Stunden am Stück schlafen können. Ich krieche echt auf dem Zahnfleisch. Tagsüber hinlegen klappt leider auch nicht, Leo schläft maximal ein halbes Stündchen. Da bin ich dann gerade eingeschlafen.
Nun grübel ich natürlich, woran es liegen könnte und habe mehrere Theorien, aber eigentlich keine Ahnung und schon gar keinen Lösungsansatz.
1. Leo hat gar nicht gelernt, nachts länger zu schlafen und es dauert nun einfach, ehe sich das einpegelt. Bislang ist aber keine Besserung in Sicht. Und ich weiß nicht, wie ich das Ausdehnen der Schlafphasen unterstützen könnte.
2. Das Einschlafen beim Stillen ist vielleicht praktisch, aber ungünstig, weil Leo einfach nicht anders einschlafen kann. Auch tagsüber kann man ihn nicht hinlegen, sondern er schläft nur beim Tragen oder nach dem Stillen ein. Hat er vielleicht gelernt, dass man nur an der Brust einschlafen kann? Wenn er müde wird und wir nicht gerade unterwegs sind, quengelt und schreit er solange, bis ich ihn anlege. Er trinkt dann nur ganz kurz und schläft schnell ein. Ist es ein Fehler, ihn beim Stillen einschlafen zu lassen?
3. Die Verteilung der Beikostmahlzeiten ist suboptimal: Ich stille abends ab 20 Uhr alle zwei bis drei Stunden bis ca. 5 Uhr früh, dann gegen 8:30 Uhr und nur noch einmal am Nachmittag zwischen 14 und 15 Uhr. Da ich meist nur eine Brust gebe, hat die andere fast 12 Stunden Pause. Vielleicht reicht dann die Milch einfach nicht? Oder sie sättigt nicht und Leo wacht vor Hunger auf? Er trinkt nachts zu seinen drei oder vier Stillmahlzeiten, er nuckelt nicht nur. Ich habe schon versucht, ihn nachts an beiden Seiten anzulegen und gehofft, er hält dann länger durch, aber an der zweiten Seite trinkt er nicht mehr, er ist dann schon im Tiefschlaf.
Habt ihr irgendwelche Ideen, was ich tun könnte? Geht einer meiner Gedankengänge vielleicht in die richtige Richtung. Könnte es noch ganz andere Ursachen haben? Müsste ich nachts Fläschchen geben, weil das besser sättigt? Ich möchte doch aber so gern weiterstillen! Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr mir helfen könntet! Ich muss nächstes Jahr wieder arbeiten gehen, zwar nur halbtags, aber wie soll das gehen, wenn ich nicht schlafen kann? Ich verzweifel langsam...
Müde Grüße
Lily
P.S. Schnuller zum Beruhigen nimmt Leo nicht, die hat er von Anfang an ausgespuckt. Er hat für mein Empfinden aber ein relativ starkes Saugbedürfnis. Vielleicht will er unter anderem auch deswegen so gern an die Brust nachts? Manchmal bringe ich ihn mit meinem kleinen Finger wieder zum Einschlafen, wenn er wach wird, aber oft will er den nicht und beißt dann wütend hinein.
ich möchte mich heute auch einmal an Euch wenden, weil ich nicht so richtig weiter weiß. Vorab: Ich habe nicht direkt ein Stillproblem, eher ein Schlafproblem, aber vielleicht hängt das auch irgendwie zusammen. Ich versuche mal, alle relevanten Infos zusammenzutragen.
Leo ist inzwischen 7 Monate alt und wurde die ersten 5 Monate vollgestillt. Danach haben wir mit mittags Gemüsebrei angeboten, inzwischen manchmal auch mit Fleisch. Seit einem Monat gibt es abends Obst-Getreide-Brei, allerdings ohne Milch, weil er bei den ersten Versuchen immer so leuchtend rote Wangen bekommen hat. Nachmittags bekommt er hin und wieder Avocado oder Obstmus. Anfangs wurde er zusätzlich zum Brei gestillt, aber inzwischen vertilgt er recht ordentliche Portionen (ca. 150 g) und mag dann nicht mehr.
Gestillt wird allerdings vorm Schlafengehen, nachts und morgens bzw. am frühen Vormittag. Das Problem ist nun folgendes: Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten nachts sind sehr kurz. Wir bringen ihn gegen 20 Uhr ins Bett, meistens schläft er dann beim Stillen ein. Das erste Mal wird er gegen 22:30 Uhr wach und dann etwa im Zwei-Stunden-Rhythmus. Die längste Schlafphase, die wir schaffen, sind drei Stunden, aber das passiert nur alle paar Tage mal.
Diese häufigen Nachtunterbrechungen haben wir bereits seit fünf Monaten. Damals bekam Leo seinen ersten Schnupfen, konnte nicht gut atmen und wachte ständig auf. Das war anstrengend, aber irgendwie logisch. Nachdem der Schnupfen nach drei Wochen endlich überstanden war, kam der erste Zahn. Der war eine Woche mit Schmerzen verbunden. Ständiges Gejammer trotz Beißringen, Osanit, Dentinox. Danach kam der zweite Zahn, das hat wieder eine Woche gedauert. Dann war es heiß in der Wohnung, selbst nachts fast 30 Grad. Da hat er einfach Durst gehabt, also hab ich ihn auch nachts mehrfach gestillt. Nach der Hitzewelle kamen die oberen Zähne. Danach hat sich Leo bei meinem Mann angesteckt und einen Infekt mit Schnupfen und starkem Husten bekommen. Also konnte er wieder nicht schlafen. Dann ging das Zahnen weiter.
Bisher war also immer was, das die häufigen Nachtunterbrechungen erklärt hat. Nun ist er aber gerade gesund, zahnt scheinbar nicht und schläft trotzdem nicht gut. Ich selbst habe seit fast einem halben Jahr nur noch ein oder zwei Stunden am Stück schlafen können. Ich krieche echt auf dem Zahnfleisch. Tagsüber hinlegen klappt leider auch nicht, Leo schläft maximal ein halbes Stündchen. Da bin ich dann gerade eingeschlafen.
Nun grübel ich natürlich, woran es liegen könnte und habe mehrere Theorien, aber eigentlich keine Ahnung und schon gar keinen Lösungsansatz.
1. Leo hat gar nicht gelernt, nachts länger zu schlafen und es dauert nun einfach, ehe sich das einpegelt. Bislang ist aber keine Besserung in Sicht. Und ich weiß nicht, wie ich das Ausdehnen der Schlafphasen unterstützen könnte.
2. Das Einschlafen beim Stillen ist vielleicht praktisch, aber ungünstig, weil Leo einfach nicht anders einschlafen kann. Auch tagsüber kann man ihn nicht hinlegen, sondern er schläft nur beim Tragen oder nach dem Stillen ein. Hat er vielleicht gelernt, dass man nur an der Brust einschlafen kann? Wenn er müde wird und wir nicht gerade unterwegs sind, quengelt und schreit er solange, bis ich ihn anlege. Er trinkt dann nur ganz kurz und schläft schnell ein. Ist es ein Fehler, ihn beim Stillen einschlafen zu lassen?
3. Die Verteilung der Beikostmahlzeiten ist suboptimal: Ich stille abends ab 20 Uhr alle zwei bis drei Stunden bis ca. 5 Uhr früh, dann gegen 8:30 Uhr und nur noch einmal am Nachmittag zwischen 14 und 15 Uhr. Da ich meist nur eine Brust gebe, hat die andere fast 12 Stunden Pause. Vielleicht reicht dann die Milch einfach nicht? Oder sie sättigt nicht und Leo wacht vor Hunger auf? Er trinkt nachts zu seinen drei oder vier Stillmahlzeiten, er nuckelt nicht nur. Ich habe schon versucht, ihn nachts an beiden Seiten anzulegen und gehofft, er hält dann länger durch, aber an der zweiten Seite trinkt er nicht mehr, er ist dann schon im Tiefschlaf.
Habt ihr irgendwelche Ideen, was ich tun könnte? Geht einer meiner Gedankengänge vielleicht in die richtige Richtung. Könnte es noch ganz andere Ursachen haben? Müsste ich nachts Fläschchen geben, weil das besser sättigt? Ich möchte doch aber so gern weiterstillen! Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr mir helfen könntet! Ich muss nächstes Jahr wieder arbeiten gehen, zwar nur halbtags, aber wie soll das gehen, wenn ich nicht schlafen kann? Ich verzweifel langsam...
Müde Grüße
Lily
P.S. Schnuller zum Beruhigen nimmt Leo nicht, die hat er von Anfang an ausgespuckt. Er hat für mein Empfinden aber ein relativ starkes Saugbedürfnis. Vielleicht will er unter anderem auch deswegen so gern an die Brust nachts? Manchmal bringe ich ihn mit meinem kleinen Finger wieder zum Einschlafen, wenn er wach wird, aber oft will er den nicht und beißt dann wütend hinein.