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Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 24.10.2013, 22:48
von Orchidee99
Hallo,

durch den Tipp einer lieben eröffne ich mal diesen Thread und hoffe auf eure Hilfe.

Bei mir ist das Problem folgendes:
Ab dem 1. Tag hatte ich Stillprobleme von wunden BW bis hin zum Milchstau. Mein Sohn wollte permanent an die Brust und durch die Schmerzen habe ich einen Schnuller besorgt damit er nicht weint wenn ich ihn nicht an die Brust zum Nuckeln lasse. Seit der 2. Lebenswoche also hat er einen Schnuller. In der 2. Woche riss auch die rechte BW also musste ich da erstmal abpumpen und konnte ihn nicht ranlassen und gab ihm die abgepumpte Milch mit dem Fläschchen (calma sauger). Dann riss die linke BW ebenfalls und ich habe wirklich alles versucht. Von Heilwolle, alle Salben bis hin zu allen Kühlpads und Weißkohl. Nichts aber rein nichts hat geholfen und ich war schon am Überlegen abzustillen weil es so geschmerzt hat also habe ich mit Stillhütchen begonnen und 1,5 Wochen durch mit SH gestillt. Jetzt stille ich seit fast 2 Wochen wieder komplett ohne. Der 1. Tag war schwer er nahm meine Brust gar nicht aber ich habe ihn ausgetrixt und immer das Hütchen weggezogen, seit dem hat es eigl sehr gut geklappt. Bis vor 3 Tagen. Ich gebe ihm meine Brust er nimmt sie kurz in Mund saugt nicht und weint wie am Spieß und lehnt die Brust ab. Nun durch einen Thread indem ich gelesen habe, befürchte ich dass er eine Saugverwirrung hat? Er hat aber 2 Wochen sehr gut getrunken ohne Probleme, kann die Saugverwirrung plötzlich auftreten? Oder vllt wegen des Schnullers?

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Die Antwort steht ja schon oben, also er bekommt seit 2 Wochen nichts anderes außer meine Brust. (Ab der Geburt hatte ich es auch so gemacht, also erst mit den Stillproblemen habe ich zu anderen Sachen wie Schnuller gegriffen)

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Einen richtigen Ablauf gibt es noch nicht. Er möchte alle 1,5 Stunden trinken. Schlafen tut er sehr wenig, eben zb. hatte er sogar ganze 5 Stunden eine Wachphase und schläft jetzt. Das längste was er normalerweise schläft sind 3 Stunden und das einmal in der Nacht.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Ziemlich oft, Stuhlgang macht er seit 3-4 Tagen nach jeder 2. Stillmahlzeit.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das Andocken ist unser größtes Problem, seine Unterlippe ist immer nach Innen das ist leider so bei ihm. Erst wenn er nur noch nuckelt und kurz vorm Einschlafen ist kann ich seine Unterlippe so weit rausziehen wie es sich eigl. gehört. Er öffnet den Mund sehr weit aber seine Unterlippe ist halt immer falsch, ich ziehe sie immer wieder am Kinn während des Stillens. Er ist auch unruhig, hat von Anfang an Blähungen und Bauchschmerzen war auch schon beim Osteopathen.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
S.O.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Stillberatung übers Telefon (hat nichts gebracht, konnte mir nur sagen was ich auch schon wusste). Kinderärztin hatte Abstrich gemacht, definitiv kein Soor. Beim Ostepathen waren wir erst neulich, da war auch alles gut er hat nur ne leichte Verspannung im Rücken oberhalb aber der Ostepath konnte auch nichts sagen außer Babymassage und Beine anwinkeln was ich eh schon immer getan habe.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Nichts von dem genannten

- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:

Genau Daten kann ich nicht geben aber meine Hebamme hatte ihn jede Woche gewogen. 4-5 Woche hatte er ganze 220g zugenommen, aber 5-6 Woche nur 90g.
Wie viel er nun jetzt wiegt weiß ich nicht. Wo er nur 90 g zugenommen hat, das war die Woche wo ich durchgehend mit SH gestillt habe.

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 25.10.2013, 09:53
von jusl
Hallo,

Dein Baby ist noch keine 2 Monate alt und kennt bereits Hütchen, Flaschensauger, Schnuller und Brust pur. Du hattest wunde Brustwarzen und Schmerzen beim Stillen; Dein Baby zeigt Schwierigkeiten beim Andocken.
Bei dieser Kombi ist ein Problem aus der Saugverwirrungsecke im Vergleich zu anderen Erklärungsansätzen mit Abstand am naheliegendsten.
Im Grunde ist ja auch egal, "wie man's nennt" - wesentlich ist, dass in solchen Fällen die klassischen Ansätze zur Behandlung von Saugverwirrung in aller Regel deutliche Verbesserungen bringen.

Kennst Du schon unserere Linksammlung Stillwissen? Dort findest Du weitere Info zu Saugverwirrung und Behandlungsmöglichkeiten.

LG
Julia

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 26.10.2013, 20:16
von Lotusblume2012
Bei uns hat in dieser Phase die Brustschimpfphase begonnen.
Ich glaube nicht so sehr an das Konzept der Saugverwirrung, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Was sagt dein Gefühl?

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 26.10.2013, 20:20
von EhULao
...und ich glaube nicht an das Konzept der Brustschimpfphase ;-) Glauben ist halt so ne Sache...

("Schimpfphase" hatten wir jedenfalls nie hier, aber Saugverwirrung - in Anfängen- ganz sicher...nur dass Keks jetzt als Präferenz-gsd- die Brust hat und ALLE künstlichen Sauger verweigert....hätt ja auch anders kommen können!).

LG Lee

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 00:02
von Orchidee99
Hm mein Gefühl sagt mir eigl. nicht viel es könnte beides sein.
Ja das hört sich fies an wenn man so berechnet was er alles schon im Mund hatte, aber die Flasche hatte er insgesamt nur 2x bekommen, das Hütchen habe ich nur in ganz schlimmen Tagen getragen auch insgesamt vllt 2 Wochen (was im Vergleich zu den anderen Sachen viel ist). Und ja mit dem Schnuller sind wir seit 2 Tagen nun komplett weg,manchmal anstrengend wo ich ihn gerne wieder nehmen würde aber das ist mir dann doch zu doof dass ich mir jedesmal die Schuld gebe wenn er mal die Brust verweigert. Ich möchte alles umgehen weil Schuldgefühle sehr unschön sind.

Wenn ich ihm jetzt weiterhin keinen Schnuller, Sauger und Hütchen gebe, kann es in Zukunft trotzdem noch zu Verwirrungen kommen? Also habe ich in diesem 6 Wochen schon viel "kaputt" gemacht ? Ich hoffe er gewöhnt sich so sehr an die Brust allein,dass er den rest einfach vergisst ob sowas geht?

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 00:36
von jusl
Also die Saugtechnik kann sich erfahrungsgemäß durchaus "von selbst" verbessern, sobald man konsequent die künstlichen Sauger wieder weglässt. Gutes Saugen hat viel mit Routine und Gewöhnung und Übung zu tun. Manchmal hilft es, wenn man eine Weile noch mal ganz gründlich bewusst auf eine saubere Anlegetechnik achtet, so ähnlich wie kurz nach der Geburt: Ordentlich hinsetzen, heißt v.a. BEQUEM hinsetzen, Beine abstützen, Baby so lagern, dass es richtig bequem ist usw. - die Chancen stehen gut, dass das schon ganz deutliche Verbesserung bringt.

LG
Julia

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 11:57
von Orchidee99
Was ich noch fragen wollte, hier wurde des Öfteren gesagt dass ich doch meinen Finger geben kann wenn er viel nuckeln will, aber ist der Finger nicht wieder das selbe wie andere Sauger?
Und noch eine andere Frage: Ich habe oft gelesen, dass wenn man das Kind richtig anlegt und auf alles achtet, das Kind rein theoretisch stunden trinken könnte und man nicht wund wird. Mein Baby wie gesagt ist ein dauernuckler, und seit 3 Tagen gibts kein Schnuller und da möchte er halt öfter an der Brust nuckeln ich lasse ihn immer wenn ich kann, nun brennen die BW schon so, also sie sind sehr überreizt so dass es bei jedem Anlegen unangenehm wird also es zieht ein wenig, so macht das Stillen nicht mehr so viel spaß wie vorher. Woran kann es liegen?

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 12:26
von Lotusblume2012
Hi

Ich Schätze dass sich deine BW jetzt wieder gewöhnen müssen an das Mehrstillen, war bei uns auch immer wieder, bei jedem Schub, wo mehr gestillt wurde.
Mir haben die MAM Pads und beinwellsalbe geholfen. Und öfters mal die Stillpositonen wechseln (Sitzen, Liegen, Football..)

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 12:44
von Orchidee99
Ok also ist es normal, dass die BW jetzt erstmal schmerzen ja? Das habe ich eigl immer wenn ich zwischen den normalen Mahlzeiten anlege. Normalerweise trinkt er alle 90 Minuten, aber wenn er wach bleibt zwischendurch will er auch mal nach 40 min. nochmal dann brennt es halt, wund oder so ist aber nichts. Position wechsel ich auch immer eigl.

Re: Hat mein Sohn (6 Wochen) eine Saugverwirrung?

Verfasst: 27.10.2013, 12:54
von jusl
Was ich noch fragen wollte, hier wurde des Öfteren gesagt dass ich doch meinen Finger geben kann wenn er viel nuckeln will, aber ist der Finger nicht wieder das selbe wie andere Sauger?
Erfahrungsgemäß: klares Nein. Das Nuckeln an Mamas kleinem Finger, nicht assoziiert mit Füttern, macht nur sehr sehr selten Probleme. Das "Nutzungsverhalten" ist auch für gewöhlich deutlich verschieden zur Schnullernutzung.
Und noch eine andere Frage: Ich habe oft gelesen, dass wenn man das Kind richtig anlegt und auf alles achtet, das Kind rein theoretisch stunden trinken könnte und man nicht wund wird.
Das stimmt. Ich würde es vielleicht anders ausdrücken als "Stunden trinken" :wink: (z.B. auch deshalb, weil Kinder, die "Stunden trinken" zu einem hohen Prozentsatz DESHALB stundenlang trinken, weil sie eine ungünstige Saugtechnik haben - DIESE wiederum kann in der Tat Wundwerden der BW begünstigen!..), aber grundsätzlich gilt: Von Stillen nach Bedarf mit guter Saugtechnik werden die BW NICHT wund, dementsprechend braucht dabei auch die Zeit überhaupt nicht beschränkt zu werden.
Mein Baby wie gesagt ist ein dauernuckler, und seit 3 Tagen gibts kein Schnuller und da möchte er halt öfter an der Brust nuckeln ich lasse ihn immer wenn ich kann, nun brennen die BW schon so, also sie sind sehr überreizt so dass es bei jedem Anlegen unangenehm wird also es zieht ein wenig, so macht das Stillen nicht mehr so viel spaß wie vorher. Woran kann es liegen?
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Sinnvoll ist sicherlich, wenn es um BERUHIGUNG geht, auch ANDERE Beruhigungsmetoden zu versuchen. Wenn Dein Baby beim Dauerstillen ruhig wird, und ebenso, wenn Du mit ihm im Tragetuch 3 mal um den Block läufst, würde ich zu letzterem raten.
Ok also ist es normal, dass die BW jetzt erstmal schmerzen ja?
Nein, das kann man so defitiniv NICHT sagen. Schmerzen beim Stillen sind IMMER ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Es muss nicht direkt was "Schlimmes" sein, und oft sind auch durch relativ kleine Änderungen schon deutliche Verbesserungen zu erreichen, aber grundsätzlich: Genaueres Hinsehen lohnt auf jeden Fall. Schmerz ist nicht "normal".
Das habe ich eigl immer wenn ich zwischen den normalen Mahlzeiten anlege. Normalerweise trinkt er alle 90 Minuten, aber wenn er wach bleibt zwischendurch will er auch mal nach 40 min. nochmal dann brennt es halt, wund oder so ist aber nichts.
Kannst Du das noch mal genauer erklären? Wodurch unterscheidest Du "normale Mahlzeiten" und "zwischendurch"?

LG
Julia