Stechen in der Brust / Druckschmerz trotz weicher Brust
Verfasst: 29.09.2013, 22:27
Hallo,
ich bin neu in diesem tollen Forum und hoffe, dass mir vielleicht jemand helfen kann oder mir einen Tipp geben kann, wohin ich mich am besten wenden kann.
Ich habe vor 7 Wochen meinen 2. Sohn entbunden. Meinen ersten Sohn habe ich problemlos ein Jahr lang gestillt. Es gab nie irgendwelche Probleme mit der Brust und ich dachte, dass es diesmal wieder so wird.
Die ersten Tage war alles super, der Milcheinschuss verlief relativ problemlos und bis auf "Milchüberschuss" und ein paar harte Knubbel in der Brust hatte ich keinerlei Probleme. Ich habe mich total gefreut, wie easy alles läuft und wie wunderschön innig sich das Stillen anfühlt.
Aber dann fing es irgendwie an, in der Brust zu stechen. Das Anlegen wurde sehr schmerzhaft. Die ganze Brust tat weh, wie ein "Sonnenbrand unter der Haut". Ich mochte meinen Sohn gar nicht hochheben und an mich drücken, weil mein Dekollete so schmerzte. Ich habe gegoogelt und bin darauf gestoßen, dass es ein Soor sein könnte. Dazu passte, dass ich an einem Tag einmal Milch abgepumpt hatte. Die Milchpumpe hatte 4 Jahre im Schrank gestanden und müffelte irgendwie komisch, obwohl ich sie heiß ausgekocht hatte. Auf jeden Fall erinnere ich mich daran, dass sich nach dieser Aktion mit der Milchpumpe rote Pickelchen (entzündete Montgomery-Drüsen?) am äußeren Warzenhofrand bildeten und das Stechen anfing. Das war vor ungefähr 4 Wochen.
Ich kontaktierte meine Nachsorge-Hebamme, die meinte, dass es sich für sie auch nach Soor anhört, aber dass sie damit in ihrem Berufsleben bis jetzt keine persönlichen Erfahrungen gemacht hat. Sie riet mir, Infectosoor zu besorgen und es auf die Brustwarze zu schmieren. Das machte ich ungefähr 5 Tage lang, in denen es mir mal besser und mal schlechter ging.
Da meine Hebamme nicht mehr weiter wusste, gab sie mir den Rat, mich an meine Frauenärztin zu wenden. Also suchte ich diese vor ca. 14 Tagen auf. Ich schilderte ihr das Problem und den Verdacht, dass es Soor sein könnte. Sie hatte leider auch keine Idee, war aber angesichts des durchdringenden Schmerzes in der Brust einverstanden, mir Fluconazol (Pilzmittel) zu verschreiben, das von innen wirkt. Vorsichtshalber sollte ich den Mund meines Sohnes mitbehandeln, obwohl dieser keinerlei Anzeichen von Soor, weder im Mund noch am Po, zeigt. (Wir hatten dann auch U3 und da hat der Kinderarzt auch nochmal geschaut und gesagt, dass er keinerlei Soor sieht.)
Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich nehme jetzt seit 14 Tagen Fluconazol. Das Stechen ist fast verschwunden, aber es tritt weiterhin immer mal wieder auf und geht dann von der Brustwarze ganz tief rein. Meine Brust ist total druckempfindlich (ich kann es zum Beispiel überhaupt nicht ab, wenn mir mein Baby mit seinen kleinen Händchen an die Brust schlägt). Wenn ich meine Brust anfasse, dann habe ich das Gefühl, als wäre das ganze Drüsengewebe wund. Die Brust selber ist ganz weich, ich habe keinerlei Verhärtungen. Die Brustwarzen sind total wund (tiefpink) und schmerzen beim Anlegen. Ich kann überhaupt keine Klamotten auf der Brust ertragen und sitze, soweit es geht, "oben ohne" zuhause auf dem Sofa. (Zum Glück hat mein Mann noch Elternzeit.) Ach ja: Mein Baby macht beim Trinken neuerdings ein ganz komisches Geräusch, so eine Art "Plopp" bei jedem 3. Zug.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was ich machen soll. Meine Nachsorge-Hebamme hat mir schon gesagt, dass sie nicht weiter weiß und ich mich an eine Stillberaterin wenden soll. Zu meiner Frauenärztin mag ich auch nicht unbedingt nochmal gehen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie überhaupt keine Ahnung hat.
Jetzt meine Fragen:
- Was könnte das wohl sein? Ich stille jetzt schon seit 4 von 7 Wochen mit Schmerzen und bin langsam am Ende meiner Kräfte angekommen. Ich empfinde meine Brust als "Fremdkörper" und das Stillen als notwendiges Übel, aber auf gar keinen Fall als innig oder irgendwie schön.
- An wen könnte ich mich wenden? Ich bin auch bereit, für eine Beratung Geld auszugeben. Ich wohne in Hamburg. Ich habe schon gegoogelt, aber angesichts des großen Angebots in der Stadt habe ich keine Ahnung, an wen ich mich am besten wende. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?
Vielen Dank schonmal!
Viele Grüße aus Hamburg
flinkeflasche
ich bin neu in diesem tollen Forum und hoffe, dass mir vielleicht jemand helfen kann oder mir einen Tipp geben kann, wohin ich mich am besten wenden kann.
Ich habe vor 7 Wochen meinen 2. Sohn entbunden. Meinen ersten Sohn habe ich problemlos ein Jahr lang gestillt. Es gab nie irgendwelche Probleme mit der Brust und ich dachte, dass es diesmal wieder so wird.
Die ersten Tage war alles super, der Milcheinschuss verlief relativ problemlos und bis auf "Milchüberschuss" und ein paar harte Knubbel in der Brust hatte ich keinerlei Probleme. Ich habe mich total gefreut, wie easy alles läuft und wie wunderschön innig sich das Stillen anfühlt.
Aber dann fing es irgendwie an, in der Brust zu stechen. Das Anlegen wurde sehr schmerzhaft. Die ganze Brust tat weh, wie ein "Sonnenbrand unter der Haut". Ich mochte meinen Sohn gar nicht hochheben und an mich drücken, weil mein Dekollete so schmerzte. Ich habe gegoogelt und bin darauf gestoßen, dass es ein Soor sein könnte. Dazu passte, dass ich an einem Tag einmal Milch abgepumpt hatte. Die Milchpumpe hatte 4 Jahre im Schrank gestanden und müffelte irgendwie komisch, obwohl ich sie heiß ausgekocht hatte. Auf jeden Fall erinnere ich mich daran, dass sich nach dieser Aktion mit der Milchpumpe rote Pickelchen (entzündete Montgomery-Drüsen?) am äußeren Warzenhofrand bildeten und das Stechen anfing. Das war vor ungefähr 4 Wochen.
Ich kontaktierte meine Nachsorge-Hebamme, die meinte, dass es sich für sie auch nach Soor anhört, aber dass sie damit in ihrem Berufsleben bis jetzt keine persönlichen Erfahrungen gemacht hat. Sie riet mir, Infectosoor zu besorgen und es auf die Brustwarze zu schmieren. Das machte ich ungefähr 5 Tage lang, in denen es mir mal besser und mal schlechter ging.
Da meine Hebamme nicht mehr weiter wusste, gab sie mir den Rat, mich an meine Frauenärztin zu wenden. Also suchte ich diese vor ca. 14 Tagen auf. Ich schilderte ihr das Problem und den Verdacht, dass es Soor sein könnte. Sie hatte leider auch keine Idee, war aber angesichts des durchdringenden Schmerzes in der Brust einverstanden, mir Fluconazol (Pilzmittel) zu verschreiben, das von innen wirkt. Vorsichtshalber sollte ich den Mund meines Sohnes mitbehandeln, obwohl dieser keinerlei Anzeichen von Soor, weder im Mund noch am Po, zeigt. (Wir hatten dann auch U3 und da hat der Kinderarzt auch nochmal geschaut und gesagt, dass er keinerlei Soor sieht.)
Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich nehme jetzt seit 14 Tagen Fluconazol. Das Stechen ist fast verschwunden, aber es tritt weiterhin immer mal wieder auf und geht dann von der Brustwarze ganz tief rein. Meine Brust ist total druckempfindlich (ich kann es zum Beispiel überhaupt nicht ab, wenn mir mein Baby mit seinen kleinen Händchen an die Brust schlägt). Wenn ich meine Brust anfasse, dann habe ich das Gefühl, als wäre das ganze Drüsengewebe wund. Die Brust selber ist ganz weich, ich habe keinerlei Verhärtungen. Die Brustwarzen sind total wund (tiefpink) und schmerzen beim Anlegen. Ich kann überhaupt keine Klamotten auf der Brust ertragen und sitze, soweit es geht, "oben ohne" zuhause auf dem Sofa. (Zum Glück hat mein Mann noch Elternzeit.) Ach ja: Mein Baby macht beim Trinken neuerdings ein ganz komisches Geräusch, so eine Art "Plopp" bei jedem 3. Zug.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was ich machen soll. Meine Nachsorge-Hebamme hat mir schon gesagt, dass sie nicht weiter weiß und ich mich an eine Stillberaterin wenden soll. Zu meiner Frauenärztin mag ich auch nicht unbedingt nochmal gehen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie überhaupt keine Ahnung hat.
Jetzt meine Fragen:
- Was könnte das wohl sein? Ich stille jetzt schon seit 4 von 7 Wochen mit Schmerzen und bin langsam am Ende meiner Kräfte angekommen. Ich empfinde meine Brust als "Fremdkörper" und das Stillen als notwendiges Übel, aber auf gar keinen Fall als innig oder irgendwie schön.
- An wen könnte ich mich wenden? Ich bin auch bereit, für eine Beratung Geld auszugeben. Ich wohne in Hamburg. Ich habe schon gegoogelt, aber angesichts des großen Angebots in der Stadt habe ich keine Ahnung, an wen ich mich am besten wende. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?
Vielen Dank schonmal!
Viele Grüße aus Hamburg
flinkeflasche