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Stillanfänger ist ratlos

Verfasst: 17.09.2013, 17:26
von nadjak87
Hallo,
hier habe ich schon einige tolle Tipps gefunden aber leider wird es bei mir einfach nicht besser.
Am Freitag kommt eine Trage und Stillberaterin aber ich wollte mich gern auch mal hier schlau machen.

Meine Tochter wurde am 5.9 geboren. Sie trank im Krankenhaus gleich von der linken Brust ohne Probleme.
Unser KH ist dafür bekannt, dass man aufs Stillen Wert legt aber leider hatte man bei uns wohl nicht viel Zeit.
Keiner hat sich die Technik angeschaut, erst als in der dritten Nacht die Kleine sehr unruhig war und ich Sie einfach rechts nicht anlegen konnte kam eine
Krankenschwester und hat es anderthalb Stunden mit mir versucht, Ihr immer wieder die Brustwarze so weit als möglich reingeschoben. Es kam mir vor, als lasse meine Kleine rechts immer
wieder ein Stück raus weil Sie zu viel im Mund hat. Die Warze ist rechts auch viel flacher und steht nicht weit raus egal was man versucht. Meine Brust war danach natürlich total gereizt, ab da wurde es von Tag zu Tag schlimmer.
Links trinkt Sie ohne Schmerzen und rechts wurde die Warze immer empfindlicher.
Nach 1 Woche Zuhause war die Warze an der rechten Seite eingerissen, ich hatte natürlich schon Salbe und Co. besorgt half aber nichts.
Muttermilch machte ich von Anfang an dran und lies es antrocknen.
Meine Hebamme empfahl mir nachdem ich in Tränen ausbrach nur jedes Zweite mal rechts zu stillen und die Brust auszustreichen da ich auch sehr viel Milch habe.
Es läuft regelrecht aus, Nachts muss ich mich umziehen (meine Kleine hat Nächte da kommt Sie alle 2 Stunden da ist es kein Problem aber bei 4 Stunden dann schon)
Der Warzenhof ist OK es handelt sich nur um die Warze, meine Anlegetechnik ist lt. Hebamme OK (ich hatte auch schon zig verschiedene Positionen versucht) daraufhin hat Sie mir für rechts
Stillhütchen dagelassen, ich habe es versucht und die Kleine trinkt erst kurz links damit Sie nicht so gierig ist und dann lege ich Sie rechts mit Hütchen an, es ist nicht schlimmer geworden aber macht
trotzdem mit Hütchen weh :( Da es den Nippel immer einzieht und er wird so genau an der Kante gescheuert die eh offen ist egal welche Stillposition. Natürlich wird rechts nun mehr beansprucht und es zwickt schonmal wenn ich Sie dort öfter anlege ich habe Angst, dass es da auch bald einreisst.
Ich bin echt verzweifelt, es heilt nicht und mit jedem Anlegen könnte ich heulen und fühle mich schlecht weil ich das Stillen mit meiner Tochter so wichtig finde und es geniessen möchte.

Re: Stillanfänger ist ratlos

Verfasst: 17.09.2013, 17:48
von Lollipop
Hallo,
herzlichen Glückwunsch zum Baby.
Mir haben die Multi mum kompressen und der Balsam sehr geholfen. Außerdem fand ich schwarzteebeutel toll.

Wünsch dir gute Besserung

Lg

Re: Stillanfänger ist ratlos

Verfasst: 17.09.2013, 18:20
von Suleikha
Nur ganz kurz: Hütchen helfen nicht gegen wunde Brustwarzen, können aber andere Stillprobleme verursachen! Wenn dein Baby sich auch ohne Hütchen stillen lässt, lass die Dinger weg, bevor es sich daran gewöhnt hat!
Ich hatte auch ganz schlimme BW am Anfang, mit hat Lanolin und Lust geholfen (also nicht dick in BH und Stilleinlagen einpacken, sondern nur dünne Kleidung wenn möglich, auch mal kurz oben ohne herumlaufen, wenn's geht). Ausgelaufen bin ich auch ohne Ende (passiert mir heute noch)... Ich hab das, was beim Stillen aus der zweiten Brust mitläuft, immer aufgefangen (einfach ne Tasse drunterhalten) und dann zum Popo saubermachen benutzt :D
LG, Suleikha

Re: Stillanfänger ist ratlos

Verfasst: 17.09.2013, 18:21
von Suleikha
Natürlich Luft, nicht Lust... Blöde Autokorrektur :roll:

Re: Stillanfänger ist ratlos

Verfasst: 17.09.2013, 19:34
von Donnerkind
Ein bisschen erinnert mich das an die ersten Wochen mit meinem Sohn: Anlegetechnik war super, Kind nahm prima zu - nur meine BW waren wund. Neben MulitMam-Kompressen hat schließlich die Zeit für mich gespielt. Nach ca. zwei Wochen fing es langsam an besser zu werden und nach weiteren vier war das Stillen nur noch herrlich. In meinem Fall mussten sich die BW tatsächlich erstmal eine ganze Weile an diese Beanspruchung gewöhnen.
Was mir damals von der AFS empfohlen wurde, war die asymmetrische Anlegetechnik. Ganz perfekt hab ich sie zwar nie beherrscht, aber ein bisschen hat sie schon zur Besserung beigetragen, glaube ich.
Das Stillhütchen würde ich auch lieber sein lassen. Die Dinger können wohl in ganz speziellen Fällen helfen, aber ansonsten mehr Unheil anrichten.
Aber wenn am Freitag eh eine Stillberaterin zu Dir kommt, siehst Du ja schon Licht am Horizont. Das wird schon!

Ach, und wegen der auslaufenden Milch nachts: Ich schlafe mit Stilltop und klemme mir links (nur da laufe ich aus) eine kleine Mullwindel hinter. Die saugt einiges auf.