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Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 07.09.2013, 23:16
von Mesa
Hallo,
ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen.
Meine Tochter ist fast 9 Wochen alt und wir müssen zufüttern. Wir hatten einen schwierigen Start (zufüttern bereits am 2 Tag wegen "Durstfieber", wunde Brustwarzen und Stillhütchen, zuwenig Gewichtszunahme, bei Reduktion der Zufütterungsmenge Gewichtsabnahme und jetzt mit ca. 500 ml Zufüttern nur geringe Zunahme). Bei der Stillberatung wurde mir zu reinem BES und regelmäßigem Abpumpen geraten. Dies hab ich zwei Wochen durchgezogen und teilweise alle 2 h abgepumt. Da ich die Milchmenge aber kaum steigern konnte, war jetzt die Empfehlung nur noch jede zweite Mahlzeit zu stillen und sonst mit Flasche (Calma-Sauger) und möglichst von Papa oder Oma geben zu lassen. Dies versuche ich, jedoch muss ich selbst nach einer Stillpause von 6 h noch nachfüttern (60-120ml)

Die geringen Milchmengen lassen sich bei mir auf medizinische Ursachen zurückführen. Ich wurde vor 12 Jahren wegen einer Asymmetrie der Brust (Amazonen-Syndrom) und tubulärer Brustform operiert. Da das Amazonensyndrom wohl mit einem Mangel an Brustdrüsen einhergeht, bin ich wohl wirklich nicht in der Lage ausreichend Milch zu bilden - v.a. da ich auch nur einseitig stillen kann (in der operierten Brust sind nur wenige Tropfen Milch). Meine Frage ist nun, ob es möglich wäre mit Domperidon die Menge zu steigern oder ob das bei organischen Ursachen nicht hilft? Ich habe den Eindruck, dass die Milch immer weniger wird, allerdings kann ich den ganzen Aufwand den ich die 2 Wochen durchgeführt habe nicht endlos weiterführen (ich hab noch eine große Tochter und v.a. das Gefühl, dass ich vor lauter Milchfördern keine Zeit mehr für meine Kinder habe - und das ist es mir dann echt nicht wert)

Danke!

Re: Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 08.09.2013, 08:14
von Mondenkind
Hallo und herzlich willkommen im Forum, Mesa.

Da Du ja eine gewisse Menge an Brustdrüsengeweben zu haben scheinst, könnte Dir Domperidon in der Tat helfen, hier eine gewisse Steigerung zu erreichen. Wie viel, das kann natürlich niemand voraussagen, aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Domperidon keine Wirkung zeigen sollte. Das Ansprechen auf Domperidon ist unterschiedlich, bei manchen Frauen hilft auch Metoclopramid gut. Einen Versuch ist es wert.

Re: Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 08.09.2013, 12:08
von Mesa
Danke für die schnelle Antwort! Dann werde ich das versuchen und hoffen, dass ich gut darauf anspreche.
Ein tolles Forum ist das hier!

Re: Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 08.09.2013, 15:46
von Mondenkind
Viel Erfolg, falls Du Fragen hast, Du weißt ja, wo Du sie stellen kannst :wink:

Re: Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 08.09.2013, 16:26
von BEcKa
Meine Erfahrung dazu ist: Es hilft, aber es vollbringt keine Wunder.

Mit dem Medikament konnte ich bei unserer Tochter auf 50% der benötigten Milchmege kommen und bei unserem Sohn auf 75%. Beide Male mit 6 mal pumpen + BES-Stillen. Ein Riesenaufwand. Ich glaube nicht, dass ich es bei einem weiteren Nachwuchs nochmal so machen würde. Ich würde wohl nur noch BES-stillen mit Pre-Milch. Die Pumperei ist sehr anspruchsvoll.

Eine gesunde Mutter ist in der Lage Zwilling zu ernähren....d.h. eine funktionierende Brust sollte einen Einling ernähren können....also einen Versuch wäre es vielleicht wert.

Re: Domperidon bei medizinisch begründeten Milchmangel?

Verfasst: 08.09.2013, 16:55
von Mesa
Danke Becka, das ist ein toller Satz... allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich zumindest eine "funktionierende" Brust habe.
Vom Vollstillen träum ich ja gar nicht mehr, ich fände es einfach schön 2-3 Mahlzeiten stillen zu können ohne hinterher zuzufüttern. Hab mir jetzt Domperidon bestellt und versuch es einfach, ansonsten wird sie halt ein Flaschenkind, das hin und wieder an der Brust trinkt :) Und wenn es mir zu blöd wird, hör ich auf, das hab ich von Anfang gesagt - aber ich will noch nicht aufgeben und denk mir halt, wenn ich jetzt noch ein wenig durchhalte, schaffen wir es vielleicht mit Beikost, dass meine Milch reicht.

Liebe Grüße!