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Oxytocin und Bindung
Verfasst: 03.09.2013, 21:52
von spacerabbit
War hier, glaube ich, schon häufiger Thema, aber da wir das Thema am Wochenende auf einer Fortbildung hatten, wollte ich es hier einfach noch mal ansprechen: Bei der Fortbildung ging es unter anderem um Bindungsforschung, und eine wichtige Rolle für das kindliche Nähebedürfnis und die Entwicklung einer gesunden Bindung spielt Oxytocin. Dieses Hormon wird beim Stillen bei der Mutter freigesetzt, durch die Muttermilch aber auch auf den Säugling übertragen. Oxytocin spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Bindung, körperlicher Nähe und gesunden Ichstrukturen. Fand ich sehr spannend und interessant.
Re: Oxytocin und Bindung
Verfasst: 04.09.2013, 13:34
von Jamelek
Ich hatte aufgrund eines Lochialstaus 3 Wochen nach der Entbindung mehrere Oxytocintröpfe und später hab ich das Zeug per Spritze bekommen, weil das Blut nur durch den Tropf immer noch nicht richtig fließen wollte.
Eine Wirkung habe ich aber bereits nach dem ersten Tropf bemerkt. Obwohl mein Mann und ich uns zuvor gezankt hatten, drückte ich ihn ständig an mich und mir kamen die Tränen vor Dankbarkeit, dass ich diesen Mann habe.
Dachte wirklich, ich stehe unter Drogen. Vielleicht sollte Oxytocin mal in der Eheberatung angewand werden.
Re: Oxytocin und Bindung
Verfasst: 04.09.2013, 13:45
von Lunali
Ich hab auch Oxytocin als Infusion/Spritze und später als Nasenspray bekommen, auch wg. eines Lochialstaus. Da hab ich allerdings außer Schwindel nichts bemerkt. Beim Stillen krieg ich allerdings bis heute noch so richtige Liebesanfälle

Re: Oxytocin und Bindung
Verfasst: 04.09.2013, 13:56
von agnesss
Jahaa, Oxytocin ist was tolles
Ich habe während meiner Doktorarbeit damit zu tun gehabt. Auch im Kontext der Bindungsforschung und psychischer Erkrankungen.
Und ja, die Wirkung beim Stillen möchte ich nicht missen. Egal was vorher war, ich bin nach dem Stillen entspannt und liiiiebe meine Familie

Re: Oxytocin und Bindung
Verfasst: 04.09.2013, 14:15
von Summer
Oh ja, ich muss manchmal richtig grinsen wenn die Milch während des stillens einschießt. Ich hab aber dabei auch oft so ein kurzes Übelkeitsgefühl - kennt das wer? Ansonsten kann ich das alles nur bestätigen. Erst recht weil ich beide Seiten kenne. Mein großes Kind bekam Flasche, das kleine Kind wird immer noch voll gestillt. Und ich bereue sehr (aus vielen Gründen) das ich damals nicht gestillt habe. Bindung, Hormone, einfach alles ist so viel intensiver, natürlicher, schöner beim Stillen.