Stillbaby unzufrieden - hat es vielleicht Hunger?
Verfasst: 24.08.2013, 18:11
Hallo,
mein Spätzchen ist 15 Wochen alt und seit etwa 3 Monaten wird das Stillen für uns beide immer schwieriger - und wir beide immer unzufriedener
Ich mache mir mittlerweile wirklich Sorgen, ob ich sie überhaupt satt und zufrieden bekomme...
Nach dem Stillen zufrieden einschlafen kommt nur selten vor (allerdings schläft sie sonst tagsüber auch schlecht bis gar nicht ein...), manchmal habe ich eher das Gefühl ich "zwinge" sie zum Stillen. Sie dockt ständig ab, stemmt sich weg, dreht den Kopf weg, weint oder schreit teilweise auch. Ich habe erst meinen starken Milchspendereflex im Verdacht gehabt (Milch spritzt und ich habe Schmerzen dabei), allerdings macht sie das auch oft noch vor Einsetzen des Reflexes oder eine ganze Weile danach. Oft trinkt sie nur 1-2 Minuten ausgiebig, dann eben das beschriebene Verhalten. Sind wir unterwegs und stillen nicht zuhause kommt noch ein sehr deutliches Interesse an der Umgebung dazu, dh. anstatt zu trinken wird in alle Richtungen geschaut, gerne auch mit Brustwarze noch im Mund.
Da sie so wenig dann trinkt hat sie teilweise schon nach 1 oder 2 Stunden wieder Hunger bzw. ist unzufrieden bis hin zum Weinen und Schreien. Biete ich ihr die Brust dann an, dann trinkt sie meist eben wieder 1-2 Minuten (wenn überhaupt) und dann geht das ganze von vorne los.
Abends hat sie nahezu täglich Clusterphasen. Seit der letzten Impfung clustert sie auch nachmittags und nachts. Wenn sie nicht clustert - siehe oben...
Sie kam 3 Wochen zu früh, wurde aber als völlig gesund befunden. Von der 50er Perzentille bei der Länge ist sie abgerutscht und ist jetzt zwischen knapp unter der 15er (aktuelle WHO-Perzentillen für Stillkinder), beim Gewicht ist sie von der 50er runter auf knapp unter der 25er.
Hier noch ein paar Basisinfos
Zugefüttert habe ich bisher nicht. Wir haben es einmal mit einem Fläschen Muttermilch und einmal mit Muttermilch löffelweise probiert. Das Fläschen (Avent) wurde nicht akzeptiert, die mühevoll gelöffelte Milch wurde komplett wieder erbrochen.
Stuhlgang oft 1-2 Tage gar nicht, dann aber an einem Tag bis zu 3x. Nasse Windeln ungefähr 4-5, wobei die bis auf morgens oder wenn ich mal weniger wickel, nie richtig schwer sind. Wir hatten aber auch schon nach 4 Stunden nicht-wickeln eine 200g schwere nasse Windel (war Anfang dieser Woche)
Stillstart ging ganz gut, ich hatte am Anfang aber wunde Brustwarzen und öfter Verhärtungen in der Brust. Irgendwann zum Wochenbettende hin habe ich angefangen nur noch eine Brustseite pro Mahlzeit anzubieten, um die Verhärtungen durch zuviel Milch in den Griff zu kriegen. Das Spätzchen hat sowieso meistens die 2. Seite nicht haben wollen. Mittlerweile biete ich aufgrund einer Stillberatung wieder beide Seiten an.
Künstliche Sauger gibts keine: Hütchen gab es nie, Flasche wie gesagt 1x und Schnuller hat sie mit 5 Wochen mal für knappe 10 Tage akzeptiert (und hat ihr geholfen ihre starken Blähungen los zu werden, hat damit gepupst wie ein Weltmeister) Da dann die Stillprobleme begannen haben wir den Schuller weggelassen, da ich den Verdacht hatte, dass dieser der Grund wäre. Seitdem nimmt sie ihn nicht mehr, spuckt ihn wieder aus. (Sie hat ja auch meine Brust an der sie ständig hängt...)
Wir waren mit 3 und 5 Wochen bei einer Kinderosteopathin wegen der Blähungsprobleme, die meinte ich soll an der Verbindung zwischen Unterkiefer und Oberkiefer leicht schieben beim Stillen, da das Spätzchen zuviel Luft schlucken würde. Habe ich dann eine Zeitlang gemacht, die Blähungen hörten auf. Aber ob das der Grund war...
Zur Stillberatung war ich auch. Die meinte auch, das Spätzchen hätte eine etwas geringe Gewichtszunahme. Ich solle wieder beide Seiten anbieten und sie hat gemeint, die Brustwarze würde nicht richtig in den Mund genommen werden. Daher riet sie mir zum asymetrischen Anlegen. Das krieg ich aber nicht so richtig hin, stille also wieder in der Wiegehaltung oder im Liegen.
Medizinische Besonderheiten: Baby kam 3 Wochen zu früh, und ich plage mich neben den Stillproblemem mit einer Wochenbettdepression, wegen der ich in Behandlung bin, aber ohne Medikamente o.ä.
Unsere Kinderärztin ist wegen der Gewichtszunahme nicht besorgt, wäre in Ordnung. Ich glaube sogar, dass das Spätzchen gerade eben genug Milch trinkt - nur trinkt sie die eben in 14 oder mehr Mahlzeiten. Aber gerade eben genug Milch ist ja nun nicht wirklich eine befriedigende Situation, so dass ich dem Spätzchen recht gebe, dass sie die ganze Zeit unzufrieden ist.
Eigentlich wollte ich 6 Monate vollstillen und dann babygerecht irgendwann mit der Beikost anfangen und bis zum ersten Geburtstag weiterstillen (vorallem abends, denn ohne Einschlafstillen schläft das Spätzchen nicht...) Aber es ist so ein Kampf! Ich überlege wirklich, jetzt noch mit Fläschen anzufangen. Dabei wollte ich das nie, weil ich es weder als gesund noch als praktisch befinde. Nachts aufstehen müssen zum füttern, unterwegs immer den halben Hausstand mitnehmen müssen usw.
Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar hilfreiche Tipps geben.
Viele Grüße
kristallblau
mein Spätzchen ist 15 Wochen alt und seit etwa 3 Monaten wird das Stillen für uns beide immer schwieriger - und wir beide immer unzufriedener
Nach dem Stillen zufrieden einschlafen kommt nur selten vor (allerdings schläft sie sonst tagsüber auch schlecht bis gar nicht ein...), manchmal habe ich eher das Gefühl ich "zwinge" sie zum Stillen. Sie dockt ständig ab, stemmt sich weg, dreht den Kopf weg, weint oder schreit teilweise auch. Ich habe erst meinen starken Milchspendereflex im Verdacht gehabt (Milch spritzt und ich habe Schmerzen dabei), allerdings macht sie das auch oft noch vor Einsetzen des Reflexes oder eine ganze Weile danach. Oft trinkt sie nur 1-2 Minuten ausgiebig, dann eben das beschriebene Verhalten. Sind wir unterwegs und stillen nicht zuhause kommt noch ein sehr deutliches Interesse an der Umgebung dazu, dh. anstatt zu trinken wird in alle Richtungen geschaut, gerne auch mit Brustwarze noch im Mund.
Da sie so wenig dann trinkt hat sie teilweise schon nach 1 oder 2 Stunden wieder Hunger bzw. ist unzufrieden bis hin zum Weinen und Schreien. Biete ich ihr die Brust dann an, dann trinkt sie meist eben wieder 1-2 Minuten (wenn überhaupt) und dann geht das ganze von vorne los.
Abends hat sie nahezu täglich Clusterphasen. Seit der letzten Impfung clustert sie auch nachmittags und nachts. Wenn sie nicht clustert - siehe oben...
Sie kam 3 Wochen zu früh, wurde aber als völlig gesund befunden. Von der 50er Perzentille bei der Länge ist sie abgerutscht und ist jetzt zwischen knapp unter der 15er (aktuelle WHO-Perzentillen für Stillkinder), beim Gewicht ist sie von der 50er runter auf knapp unter der 25er.
Hier noch ein paar Basisinfos
Zugefüttert habe ich bisher nicht. Wir haben es einmal mit einem Fläschen Muttermilch und einmal mit Muttermilch löffelweise probiert. Das Fläschen (Avent) wurde nicht akzeptiert, die mühevoll gelöffelte Milch wurde komplett wieder erbrochen.
Stuhlgang oft 1-2 Tage gar nicht, dann aber an einem Tag bis zu 3x. Nasse Windeln ungefähr 4-5, wobei die bis auf morgens oder wenn ich mal weniger wickel, nie richtig schwer sind. Wir hatten aber auch schon nach 4 Stunden nicht-wickeln eine 200g schwere nasse Windel (war Anfang dieser Woche)
Stillstart ging ganz gut, ich hatte am Anfang aber wunde Brustwarzen und öfter Verhärtungen in der Brust. Irgendwann zum Wochenbettende hin habe ich angefangen nur noch eine Brustseite pro Mahlzeit anzubieten, um die Verhärtungen durch zuviel Milch in den Griff zu kriegen. Das Spätzchen hat sowieso meistens die 2. Seite nicht haben wollen. Mittlerweile biete ich aufgrund einer Stillberatung wieder beide Seiten an.
Künstliche Sauger gibts keine: Hütchen gab es nie, Flasche wie gesagt 1x und Schnuller hat sie mit 5 Wochen mal für knappe 10 Tage akzeptiert (und hat ihr geholfen ihre starken Blähungen los zu werden, hat damit gepupst wie ein Weltmeister) Da dann die Stillprobleme begannen haben wir den Schuller weggelassen, da ich den Verdacht hatte, dass dieser der Grund wäre. Seitdem nimmt sie ihn nicht mehr, spuckt ihn wieder aus. (Sie hat ja auch meine Brust an der sie ständig hängt...)
Wir waren mit 3 und 5 Wochen bei einer Kinderosteopathin wegen der Blähungsprobleme, die meinte ich soll an der Verbindung zwischen Unterkiefer und Oberkiefer leicht schieben beim Stillen, da das Spätzchen zuviel Luft schlucken würde. Habe ich dann eine Zeitlang gemacht, die Blähungen hörten auf. Aber ob das der Grund war...
Zur Stillberatung war ich auch. Die meinte auch, das Spätzchen hätte eine etwas geringe Gewichtszunahme. Ich solle wieder beide Seiten anbieten und sie hat gemeint, die Brustwarze würde nicht richtig in den Mund genommen werden. Daher riet sie mir zum asymetrischen Anlegen. Das krieg ich aber nicht so richtig hin, stille also wieder in der Wiegehaltung oder im Liegen.
Medizinische Besonderheiten: Baby kam 3 Wochen zu früh, und ich plage mich neben den Stillproblemem mit einer Wochenbettdepression, wegen der ich in Behandlung bin, aber ohne Medikamente o.ä.
Unsere Kinderärztin ist wegen der Gewichtszunahme nicht besorgt, wäre in Ordnung. Ich glaube sogar, dass das Spätzchen gerade eben genug Milch trinkt - nur trinkt sie die eben in 14 oder mehr Mahlzeiten. Aber gerade eben genug Milch ist ja nun nicht wirklich eine befriedigende Situation, so dass ich dem Spätzchen recht gebe, dass sie die ganze Zeit unzufrieden ist.
Eigentlich wollte ich 6 Monate vollstillen und dann babygerecht irgendwann mit der Beikost anfangen und bis zum ersten Geburtstag weiterstillen (vorallem abends, denn ohne Einschlafstillen schläft das Spätzchen nicht...) Aber es ist so ein Kampf! Ich überlege wirklich, jetzt noch mit Fläschen anzufangen. Dabei wollte ich das nie, weil ich es weder als gesund noch als praktisch befinde. Nachts aufstehen müssen zum füttern, unterwegs immer den halben Hausstand mitnehmen müssen usw.
Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar hilfreiche Tipps geben.
Viele Grüße
kristallblau