Schlechte Gewichtszunahme / Steigerung der Milchmenge
Verfasst: 27.07.2013, 14:47
Hallo allerseits
Ich bin ganz frisch hier in diesem Forum und hoffe auf ein paar gute Tipps und Antworten. Ich hoffe, ich kann mich kurz und klar ausdrücken und mein Problem schildern.
Meine kleine Maus kam anfangs April auf die Welt. Sie wurde war aufgrund einer BEL ein geplanter KS - allerdings bekam ich 3 Wochen vor ET Wehen und verlor den Schleimpfropf, worauf sie dann gleich geholt wurde. Startgewicht war sehr gut bei 3'270g, Grösse 50cm. Sie hatte zu Beginn eine leichte Gelbsucht und in den ersten Tagen 10% ihres Geburtsgewichts verloren. Kaum waren wir aber zu Hause, hat das Stillen recht schnell recht gut geklappt. Die ersten 2 Monate hat sie auch immer durchschnittlich 170 g zugenommen. Bei der 2-Monatskontrolle war alles gut. Dann aber sind mehrere Sachen gleichzeitig "passiert".
Maus schlief nachts durch, trank also nur noch 6 Mahlzeiten tagsüber.
Maus wurde krank (hohes Fieber und Erbrechen), worauf wir 2 Nächte zur Überwachung im KH verbringen mussten. Sie hat aber gut auf die Medis (Dafalgan) reagiert und sich schnell erholt. Getrunken hat sie eigentlich gut, während der Zeit im KH haben wir auch Stillproben gemacht, da hat sie ca. 100ml pro Mahlzeit getrunken.
Dann bekam ich meine Mens.
Dann nahm sie 3 Wochen lang nur ca. 75g zu.
Letzte Woche gar nur noch 35g.
Hier die vollständigen Gewichtsangaben:
06.04.13 Geburtsgewicht: 3'270g
12.04.13 Entlassungsgewicht: 2'980g
13.04.13: 3'010g (Hebamme)
15.04.13: 3'080g (Hebamme)
18.04.13: 3'130g (Hebamme)
22.04.13: 3'310g (Hebamme)
30.04.13: 3'490g (Hebamme)
06.05.13: 3'650g (Mütterberatung)
13.05.13: 3'900g (Mütterberatung)
03.06.13: 4'260g (Mütterberatung)
17.06.13: 4'540g (Mütterberatung)
24.06.13: 4'610g (Mütterberatung)
15.07.13: 4'835g (Mütterberatung)
22.07.13: 4'870g (Mütterberatung)
Da begann ich mir natürlich Sorgen zu machen. Ich suchte mir eine Stillberaterin, die mich etwas beruhigen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass meine Milch zurückging, weil sie oft ganz stark gesogen hatte, ohne dass etwas zu kommen schien. Ihre Lippen blieben trocken, sie wurde unruhig und zappelig und die Brustwarzen begann zu schmerzen. Also ging es darum, erstmal die Milchmenge zu steigern. Der Tipp der Stillberaterin: abpumpen und der Maus die abgepumpte Milch geben. Neben den 6 Stillmahlzeiten pumpe ich nun seit 3 Nächten abends und in der Nacht alle 3 Stunden zusätzlich ab. Zu Beginn schaffte ich bloss 40-50 ml. Mittlerweile kommt doch schon ca. 80 ml raus.
Gleichzeitig war ich noch bei der KiÄ. Diese konnte nichts Beunruhigendes oder Auffälliges finden. Maus scheint fit und zufrieden zu sein.
Nun meine Fragen:
- Wenn ich öfters pumpe, steigert sich dann die Milchmenge allgemein oder nur zu den zusätzlichen Zeiten? Wirkt sich pumpen auf die Gesamtmilchmenge aus oder nur auf einzelne Stillmahlzeiten? Habe ich jetzt nur nachts mehr Milch oder auch tagsüber?
- Was passiert, wenn ich aufhöre, nachts zu pumpen. Sollte die Milchmenge trotzdem dieselbe bleiben? Oder geht sie dann wieder zurück? Muss ich jetzt für die restliche Stillzeit nachts pumpen?
- Ich habe bisher versucht, Maus die abgepumpte Milch mit dem Medela Calma Aufsatz zu schöppeln. Sie hat zwar den Dreh raus, trinkt aber nicht sonderlich viel von der abgepumpten Milch (ca. 10-30ml). Wie kriege ich sie dazu, dass sie mehr trinkt? Ich kann sie ja nicht zwingen. Und wenn ihr die Milch wieder rausläuft, heisst das doch auch, dass sie satt ist?
- Kann es sein, dass meine Milch kalorienarm ist und sie deshalb nicht zunimmt?
- Würde Pulvermilch etwas daran ändern?
Montag werde ich sie wieder wiegen können und einen ersten Anhaltspunkt erhalten, ob meine Methoden bisher was bringen. Ich habe Angst davor, dass sich der ganze Aufwand nicht gelohnt hat und ich abstillen muss.
Grundsätzlich scheint alles gut zu sein. Nur halt ihr Gewicht macht mir Sorgen. Würde ich sie nicht wägen, wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass sie zu wenig kriegt, da sie eigentlich meistens sehr gut drauf ist.
Kann mir jemand helfen, mich beruhigen, mir (noch mehr) Tipps geben?
Ach so, wichtig ist vielleicht auch noch zu wissen, dass der Verlauf bei meiner ersten Tochter sehr ähnlich war. Diese habe ich 4 Monate vollgestillt, mit ähnlichem Kampf, zu wenig Milch. Habe mir damals einen riesen Stress gemacht und dann entnervt aufgegeben und den Schoppen gegeben. Von da ging es mir dem Gewicht aufwärts. Dieses Mal möchte ich halt so lange wie möglich stillen, vor allem auch, weil der Beginn so gut und relaxt abgelaufen ist.
War das jetzt klar oder doch eher recht chaotisch? Keine Ahnung, ob ich meine Sorgen rüberbringen konnte. Und sorry, es ist etwas lang geworden.
Danke fürs Zulesen,
Maira
Ich bin ganz frisch hier in diesem Forum und hoffe auf ein paar gute Tipps und Antworten. Ich hoffe, ich kann mich kurz und klar ausdrücken und mein Problem schildern.
Meine kleine Maus kam anfangs April auf die Welt. Sie wurde war aufgrund einer BEL ein geplanter KS - allerdings bekam ich 3 Wochen vor ET Wehen und verlor den Schleimpfropf, worauf sie dann gleich geholt wurde. Startgewicht war sehr gut bei 3'270g, Grösse 50cm. Sie hatte zu Beginn eine leichte Gelbsucht und in den ersten Tagen 10% ihres Geburtsgewichts verloren. Kaum waren wir aber zu Hause, hat das Stillen recht schnell recht gut geklappt. Die ersten 2 Monate hat sie auch immer durchschnittlich 170 g zugenommen. Bei der 2-Monatskontrolle war alles gut. Dann aber sind mehrere Sachen gleichzeitig "passiert".
Maus schlief nachts durch, trank also nur noch 6 Mahlzeiten tagsüber.
Maus wurde krank (hohes Fieber und Erbrechen), worauf wir 2 Nächte zur Überwachung im KH verbringen mussten. Sie hat aber gut auf die Medis (Dafalgan) reagiert und sich schnell erholt. Getrunken hat sie eigentlich gut, während der Zeit im KH haben wir auch Stillproben gemacht, da hat sie ca. 100ml pro Mahlzeit getrunken.
Dann bekam ich meine Mens.
Dann nahm sie 3 Wochen lang nur ca. 75g zu.
Letzte Woche gar nur noch 35g.
Hier die vollständigen Gewichtsangaben:
06.04.13 Geburtsgewicht: 3'270g
12.04.13 Entlassungsgewicht: 2'980g
13.04.13: 3'010g (Hebamme)
15.04.13: 3'080g (Hebamme)
18.04.13: 3'130g (Hebamme)
22.04.13: 3'310g (Hebamme)
30.04.13: 3'490g (Hebamme)
06.05.13: 3'650g (Mütterberatung)
13.05.13: 3'900g (Mütterberatung)
03.06.13: 4'260g (Mütterberatung)
17.06.13: 4'540g (Mütterberatung)
24.06.13: 4'610g (Mütterberatung)
15.07.13: 4'835g (Mütterberatung)
22.07.13: 4'870g (Mütterberatung)
Da begann ich mir natürlich Sorgen zu machen. Ich suchte mir eine Stillberaterin, die mich etwas beruhigen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass meine Milch zurückging, weil sie oft ganz stark gesogen hatte, ohne dass etwas zu kommen schien. Ihre Lippen blieben trocken, sie wurde unruhig und zappelig und die Brustwarzen begann zu schmerzen. Also ging es darum, erstmal die Milchmenge zu steigern. Der Tipp der Stillberaterin: abpumpen und der Maus die abgepumpte Milch geben. Neben den 6 Stillmahlzeiten pumpe ich nun seit 3 Nächten abends und in der Nacht alle 3 Stunden zusätzlich ab. Zu Beginn schaffte ich bloss 40-50 ml. Mittlerweile kommt doch schon ca. 80 ml raus.
Gleichzeitig war ich noch bei der KiÄ. Diese konnte nichts Beunruhigendes oder Auffälliges finden. Maus scheint fit und zufrieden zu sein.
Nun meine Fragen:
- Wenn ich öfters pumpe, steigert sich dann die Milchmenge allgemein oder nur zu den zusätzlichen Zeiten? Wirkt sich pumpen auf die Gesamtmilchmenge aus oder nur auf einzelne Stillmahlzeiten? Habe ich jetzt nur nachts mehr Milch oder auch tagsüber?
- Was passiert, wenn ich aufhöre, nachts zu pumpen. Sollte die Milchmenge trotzdem dieselbe bleiben? Oder geht sie dann wieder zurück? Muss ich jetzt für die restliche Stillzeit nachts pumpen?
- Ich habe bisher versucht, Maus die abgepumpte Milch mit dem Medela Calma Aufsatz zu schöppeln. Sie hat zwar den Dreh raus, trinkt aber nicht sonderlich viel von der abgepumpten Milch (ca. 10-30ml). Wie kriege ich sie dazu, dass sie mehr trinkt? Ich kann sie ja nicht zwingen. Und wenn ihr die Milch wieder rausläuft, heisst das doch auch, dass sie satt ist?
- Kann es sein, dass meine Milch kalorienarm ist und sie deshalb nicht zunimmt?
- Würde Pulvermilch etwas daran ändern?
Montag werde ich sie wieder wiegen können und einen ersten Anhaltspunkt erhalten, ob meine Methoden bisher was bringen. Ich habe Angst davor, dass sich der ganze Aufwand nicht gelohnt hat und ich abstillen muss.
Grundsätzlich scheint alles gut zu sein. Nur halt ihr Gewicht macht mir Sorgen. Würde ich sie nicht wägen, wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass sie zu wenig kriegt, da sie eigentlich meistens sehr gut drauf ist.
Kann mir jemand helfen, mich beruhigen, mir (noch mehr) Tipps geben?
Ach so, wichtig ist vielleicht auch noch zu wissen, dass der Verlauf bei meiner ersten Tochter sehr ähnlich war. Diese habe ich 4 Monate vollgestillt, mit ähnlichem Kampf, zu wenig Milch. Habe mir damals einen riesen Stress gemacht und dann entnervt aufgegeben und den Schoppen gegeben. Von da ging es mir dem Gewicht aufwärts. Dieses Mal möchte ich halt so lange wie möglich stillen, vor allem auch, weil der Beginn so gut und relaxt abgelaufen ist.
War das jetzt klar oder doch eher recht chaotisch? Keine Ahnung, ob ich meine Sorgen rüberbringen konnte. Und sorry, es ist etwas lang geworden.
Danke fürs Zulesen,
Maira