Tragefrust
Verfasst: 22.07.2013, 15:20
Hallo,
wie die Überschrift schon zeigt, muss ich mir mal ein bisschen Frust von der Seele schreiben.
Meine Tochter (13 Monate) habe ich immer mal wieder im Tuch getragen, in den letzten Monaten hauptsächlich auf dem Rücken (Rucksack). Ich muss aber dazu sagen, dass sie kein „Tragling par excellence“ ist, d.h. ich habe sie nicht jeden Tag getragen, sondern durchschnittlich vielleicht jeden zweiten bis dritten Tag.
Der Grund für das nur „gelegentliche“ Tragen ist auch der erste Grund für meinen Frust: Ich habe immer das Gefühl, das Tuch muss perfekt gebunden sein, sonst trage ich sie besser gar nicht. Nun klappt es aber nun mal nicht jedes Mal gleich gut, und ein zweiter Versuch ist meist noch schwieriger, weil die Kleine dann erst recht hibbelig wird. Also verzichte ich dann manchmal aufs Tragen und lege sie dann doch in den Kinderwagen.
Der zweite Grund: Ich hätte gerne eine Alternative zum Tuch, da ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn ich sie unterwegs mal rausnehme (Bsp. Kaffeetrinken: ich kann mich nicht mit ihr im Tuch hinsetzen, sie wacht dann sofort auf und wird unruhig, möchte, dass ich mich bewege). Wie soll ich sie dann wieder rein kriegen? Muss ich das Tuch im Café auf dem Boden ausbreiten, sie da drauf legen und vor aller Augen einbeuteln?
Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Tragehilfe, habe aber bisher wohl noch nicht das Richtige gefunden. Habe es zuletzt mit Emei und Mysol probiert. Der Mysol gefällt mir selbst eigentlich sehr gut, ich habe auch das Gefühl, dass sie ganz gut darin sitzt, aber aus irgendeinem Grund scheint sie ihn nicht zu mögen. Besonders lange hält sie es nämlich nicht darin aus, dann fängt sie an zu jammern. Außerdem finde ich das auf den Rücken setzen damit schwierig (Trage hinten runterhängen lassen und Kind unter dem Arm durchschieben ist mir viel zu unsicher, ich habe nicht das Gefühl, dass ich sie dabei sicher unter Kontrolle habe).
Die Emei ist mir etwas zu groß, wenn ich sie auf den Rücken setze, ich kann die Träger kaum fest genug ziehen.
So, und nun der letzte Grund für meinen Frust: Als ich meine Tochter vor ein paar Tagen ins Tuch binden wollte, habe ich es nicht geschafft, sie einzubeuteln, sie ist immer wieder abgehauen, hat sich auf den Bauch gedreht etc. Heißt das, dass sie nicht mehr getragen werden will? Oder mag sie im Moment einfach nicht still liegen (beim Wickeln haben wir nämlich das gleiche Problem…)? Eigentlich saß sie sonst immer ganz gerne im Tuch…
Eigentlich hatte ich vorgehabt, eine richtige Tragemama zu werden. Und ich trage ja auch, aber leider nicht so oft, wie ich möchte. Und genießen kann ich es manchmal auch nicht, weil ich mir ständig Gedanken mache, ob das Tuch straff genug gebunden ist, ob die Tragehilfe auch wirklich geeignet ist etc.
Gibt es da noch einen Weg raus? Vielleicht stehe ich mir selbst am meisten im Weg? Ich würde sie wirklich gerne noch eine Weile und auch öfter tragen, aber im Moment ist alles irgendwie nur noch kompliziert…
(Achso, eine Trageberatung habe ich zweimal gemacht, war danach auch immer sehr zufrieden, insbesondere nachdem ich den Rucksack gelernt hatte. Aber irgendwie ist trotzdem der oben beschriebene Frust entstanden...)
Vielen Dank fürs Lesen, das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es ja jemanden, der mich versteht oder, noch besser, sogar einen Tipp für mich hat.
Liebe Grüße
ulmue
wie die Überschrift schon zeigt, muss ich mir mal ein bisschen Frust von der Seele schreiben.
Meine Tochter (13 Monate) habe ich immer mal wieder im Tuch getragen, in den letzten Monaten hauptsächlich auf dem Rücken (Rucksack). Ich muss aber dazu sagen, dass sie kein „Tragling par excellence“ ist, d.h. ich habe sie nicht jeden Tag getragen, sondern durchschnittlich vielleicht jeden zweiten bis dritten Tag.
Der Grund für das nur „gelegentliche“ Tragen ist auch der erste Grund für meinen Frust: Ich habe immer das Gefühl, das Tuch muss perfekt gebunden sein, sonst trage ich sie besser gar nicht. Nun klappt es aber nun mal nicht jedes Mal gleich gut, und ein zweiter Versuch ist meist noch schwieriger, weil die Kleine dann erst recht hibbelig wird. Also verzichte ich dann manchmal aufs Tragen und lege sie dann doch in den Kinderwagen.
Der zweite Grund: Ich hätte gerne eine Alternative zum Tuch, da ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn ich sie unterwegs mal rausnehme (Bsp. Kaffeetrinken: ich kann mich nicht mit ihr im Tuch hinsetzen, sie wacht dann sofort auf und wird unruhig, möchte, dass ich mich bewege). Wie soll ich sie dann wieder rein kriegen? Muss ich das Tuch im Café auf dem Boden ausbreiten, sie da drauf legen und vor aller Augen einbeuteln?
Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Tragehilfe, habe aber bisher wohl noch nicht das Richtige gefunden. Habe es zuletzt mit Emei und Mysol probiert. Der Mysol gefällt mir selbst eigentlich sehr gut, ich habe auch das Gefühl, dass sie ganz gut darin sitzt, aber aus irgendeinem Grund scheint sie ihn nicht zu mögen. Besonders lange hält sie es nämlich nicht darin aus, dann fängt sie an zu jammern. Außerdem finde ich das auf den Rücken setzen damit schwierig (Trage hinten runterhängen lassen und Kind unter dem Arm durchschieben ist mir viel zu unsicher, ich habe nicht das Gefühl, dass ich sie dabei sicher unter Kontrolle habe).
Die Emei ist mir etwas zu groß, wenn ich sie auf den Rücken setze, ich kann die Träger kaum fest genug ziehen.
So, und nun der letzte Grund für meinen Frust: Als ich meine Tochter vor ein paar Tagen ins Tuch binden wollte, habe ich es nicht geschafft, sie einzubeuteln, sie ist immer wieder abgehauen, hat sich auf den Bauch gedreht etc. Heißt das, dass sie nicht mehr getragen werden will? Oder mag sie im Moment einfach nicht still liegen (beim Wickeln haben wir nämlich das gleiche Problem…)? Eigentlich saß sie sonst immer ganz gerne im Tuch…
Eigentlich hatte ich vorgehabt, eine richtige Tragemama zu werden. Und ich trage ja auch, aber leider nicht so oft, wie ich möchte. Und genießen kann ich es manchmal auch nicht, weil ich mir ständig Gedanken mache, ob das Tuch straff genug gebunden ist, ob die Tragehilfe auch wirklich geeignet ist etc.
Gibt es da noch einen Weg raus? Vielleicht stehe ich mir selbst am meisten im Weg? Ich würde sie wirklich gerne noch eine Weile und auch öfter tragen, aber im Moment ist alles irgendwie nur noch kompliziert…
(Achso, eine Trageberatung habe ich zweimal gemacht, war danach auch immer sehr zufrieden, insbesondere nachdem ich den Rucksack gelernt hatte. Aber irgendwie ist trotzdem der oben beschriebene Frust entstanden...)
Vielen Dank fürs Lesen, das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es ja jemanden, der mich versteht oder, noch besser, sogar einen Tipp für mich hat.
Liebe Grüße
ulmue