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Lieber schlecht als gar nicht tragen?
Verfasst: 11.07.2013, 13:25
von Donnerkind
Hallo,
auf o.g. Aussage treffe ich hier immer wieder. Wie ist das denn im Detail gemeint? Ist es z.B. wirklich besser ein Kind ohne ASH zu tragen, als es im Kinderwagen friedlich schlummernd durch die Gegend zu fahren? Oder Blick nach vorne - auch besser als Nichttragen? Wo wird denn da die Grenze gezogen?
Re: Lieber schlecht als gar nicht tragen?
Verfasst: 11.07.2013, 14:02
von Morgaine47
Ich sage immer für die Psyche (oder Seele) des Kindes ist es egal wie getragen wird, solange mit dem Gesicht zum Körper getragen wird. Im Wald mit wenigen Menschen udn wenig Reizen gilt das je nach Kind sicher auch ncoh fürs in Fahrtrichtung tragen. In Menschenmengen bin ich jedoch der Meinung, dass der positive Effekt des Tragens durch den negativen Aspekt der Überreizung beim Infahrtrichtung tragen wieder aufgehoben wird.
Re: Lieber schlecht als gar nicht tragen?
Verfasst: 11.07.2013, 14:16
von Christiane
Eine Pauschalaussage kann man in diesem Fall mE gar nicht treffen.
Tragen hat sehr viele positive Effekte, für Eltern und Kind, aber es ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, eine Bindung aufzubauen und einen bindungsorientierten Umgang zu pflegen.
Getragen zu werden ist nicht per se der Schlüssel zum Glücklichsein und im Kinderwagen geschoben zu werden ist keine Mißhandlung.
Es kommt aus meiner Sicht auf die Gesamtumstände an.
Besteht insgesamt ein distanziertes Verhältnis zum Kind, finde ich "tragen, egal wie" durchaus gut, weil es damit das Bedürfnis des Kindes nach körperlicher Interaktion (zumindest teilweise) deckt.
Ein Kind, das auch sonst im Alltag viel Nähe und Interaktion erfährt, ist nicht so sehr darauf angewiesen. Hier würde ich abwägen, was das situationsbezogene Optimum ist.
Re: Lieber schlecht als gar nicht tragen?
Verfasst: 11.07.2013, 23:17
von Dee
Christiane hat geschrieben:Eine Pauschalaussage kann man in diesem Fall mE gar nicht treffen.
Tragen hat sehr viele positive Effekte, für Eltern und Kind, aber es ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, eine Bindung aufzubauen und einen bindungsorientierten Umgang zu pflegen.
Getragen zu werden ist nicht per se der Schlüssel zum Glücklichsein und im Kinderwagen geschoben zu werden ist keine Mißhandlung.
Es kommt aus meiner Sicht auf die Gesamtumstände an.
Besteht insgesamt ein distanziertes Verhältnis zum Kind, finde ich "tragen, egal wie" durchaus gut, weil es damit das Bedürfnis des Kindes nach körperlicher Interaktion (zumindest teilweise) deckt.
Ein Kind, das auch sonst im Alltag viel Nähe und Interaktion erfährt, ist nicht so sehr darauf angewiesen. Hier würde ich abwägen, was das situationsbezogene Optimum ist.
Hallo Christiane,
das ist eine tolle und treffende Erklärung. Das muss ich mir merken. Danke
