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Tragen mit Bandscheibenvorfall und Rückenleiden

Verfasst: 17.06.2013, 22:58
von Mopplethewhale
Hallo, ich hoffe mir kann hier jemand helfen. Meine freundin hatte einen Bandscheiben vorfall. Ihr sohn ist erst 4 wochen alt ubd wird gerne getragen. Nun hat sie massive rückenschmerzen mit verdacht auf einen weiteren vorfall. Der arzt sagte sie dürfe gar nicht tragen weder auf dem arm noch in irgendeiner tragehilfe. Welche trageweise wäre denn ausser tragetuch am besten in so einem fall ? Welche bindeweise beim tuch ?

Danke.

Re: AW: Tragen mit Bandscheibenvorfall und Rückenleiden

Verfasst: 17.06.2013, 23:27
von EhMiwm
Hallo.
Das ist ein sehr schwieriges Thema.
Ich kenne einige Mütter, die mit Bandscheibenvorfall bequem tragen können.
Aber da ist wirklich eine situationsbedingte Entscheidung wichtig.
Wichtig ist auf jeden Fall eine sehr gute Gewichtsverteilung und dass die körperliche Aufrichtung unterstützt wird. Da kämen der Rucksack oder auch das Känguru in Betracht.
Ich würde erstmal schauen, ob sie vielleicht eine Trageberatung in Anspruch nehmen möchte, WENN sie denn körperlich wirklich in der Lage ist.
Viele Ärzte und Therapeuten wissen leider sehr wenig oder so gut wie nichts (richtiges) über das Tragen. Das kann schwierig sein. Ja....


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Re: Tragen mit Bandscheibenvorfall und Rückenleiden

Verfasst: 18.06.2013, 10:32
von Christiane
Hallo Mopple,

lieb, dass Du Deine Freundin unterstützen möchtest. :D

Leider lässt sich bei einem Bandscheibenvorfall keine pauschale Aussage darüber treffen, ob und wie getragen werden kann.

Das hängt von der Schwere des Vorfalls und der Position ab und - ganz wichtig - ist nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten zu empfehlen.

Für eine individuelle Lösung würde ich auch eine Beratung bei einer erfahrenen Beraterin in Anspruch nehmen, bei gleichzeitiger Absprache mit dem Arzt.
Denn, mal ehrlich, wie versorgt man einen 4 Wochen alten Säugling, ohne ihn zu heben?

Re: AW: Tragen mit Bandscheibenvorfall und Rückenleiden

Verfasst: 18.06.2013, 21:17
von MaareMum
An ihrer Stelle würde ich erstmal auf eine vernünftige Diagnostik bestehen (heisst MRT), um zu gucken, ob es wirklich ein Vorfall ist oder nur "einfache Rückenschmerzen". Denn bei einem echten Vorfall, der frisch aufgetreten ist, muss man sich durchaus erstmal schonender bewegen als bei einfachen schmerzhaften Verspannungen.
Falls es ein Vorfall ist: für 6-8 Wochen würde ich da zumindest auf das Tragen weitgehend verzichten, soweit das natürlich bei so einem kleinen Kind geht. Für das Tragen ist aber sicherlich ein Tuch die deutlich rückenfreundlichere Variante als das Kind einfach nur auf dem Arm zu halten.
Den Hüftsitz würde ich in so einem Fall völlig vermeiden, da er oft zu einer seitlichen Ausgleichshaltung führt, die sehr (vor allem auf die Lenden-) Wirbelsäule geht.
Und wichtig sind vor allem die Bewegungen, die man beim Aufnehmen und Ablegen des Kindes macht. Vorbeugen und das Kind in einen Wagen oder ein Bett legen sind Gift für den Rücken. Solche Bewegungen müssen unbedingt rücken-freundlich ausgeführt werden. In die Knie gehen, Bauch anspannen. Das ist viel wichtiger als ein einfaches Trage-Verbot, was bei einer frischen Mutter kaum geht.
Statt in ein Bett könnte man das Kind in ein Nestchen auf dem Boden legen, dann muss man sich nicht vorbeugen.

Einfache Regel: was weh tut sollte vermieden werden. Wenn das Tragen (mit Tuch) anfängt weh zu tun, war es erstmal genug.

Ach ja, Krankengymnastik sollte sie sich natürlich verschreiben lassen. Und Schmerzmittel sind durchaus auch nicht das Schlechteste, weil sie auch einen positiven Effekt auf das geschädigte Gewebe haben.


***kurz und knapp vom Handy***