Kind hat Lust aufs Essen, wird aber schnell frustriert
Verfasst: 12.06.2013, 21:57
Hallo Ihr Lieben, nachdem ich schon eine Weile still im Beikost Forum mitlese und mir einige Anregungen geholt habe, wollte ich mal um Rat fragen:
Meine Tochter (fast sieben Monate alt), ist seit ein paar Wochen ab und zu bei mir mit. Ich hatte zwar auch zwei, drei Breiversuche begonnen, habe aber eindeutig das Gefühl, dass sie mehr zu Fingerfood tendiert.
Beikostreif scheint sie mir deutlich zu sein, sie grabscht schon seit geraumer Zeit eifrig nach allem Essbaren und schiebt es sich schleunigst in den Mund, empört sich, wenn man ohne sie isst und kriegt auch das Kauen/Lutschen und Schlucken ganz gut hin. Sitzen kann sie noch nicht ganz frei aber bald (sie setzt sich von selber halb aufrecht hin und stützt sich mit einem Arm ab.)
Da ich sie erst in einen Hochstuhl setzen will, wenn sie ganz frei sitzen kann, isst sie zur Zeit auf meinem Schoß.
Nun zum Problem: wenn ich ihr etwas in die Hand gebe, lutscht und kaut sie ein paar Minuten begeistert darauf herum, sobald es ihr aber aus der Hand rutscht, da zu glitschig etc. bricht sie in ein Wutgeheul erster Klasse aus und lässt sich kaum beruhigen.
Ich bin deshalb dazu übergegangen, ihr kleine Stücke von Obst oder Gemüse abzubrechen und sie mit den Fingern zu füttern, sie packt dann meine Finger und schiebt sich das Essen in den Mund. Das geht eine Weile gut und wird mit glücklichem Brabbeln kommentiert, aber auch hier wird sie oft frustriert, es geht vielleicht nicht schnell genug, ich unterbreche, um etwas aufzuheben...
Was im Moment noch gar nicht möglich scheint, ist der Familientisch. Dass ich gleichzeitig esse, ist praktisch unmöglich, sie lässt dann sofort das fallen, was sie in der Hand hat und will mein Essen (egal ob es sich um dasselbe handelt oder nicht).
Kennt jemand diese Problematik und kann sagen, ob sich das irgendwann wie von selbst erledigt?
Habt ihr irgendwelche Tips?
Ich stelle mir vor, dass es einfacher wird, wenn sie selbst sitzen kann und ich sie nicht mehr halten muss.
Sie tut mir manchmal leid, weil sie so ein riesiges Interesse am Essen zeigt und dann so schnell unzufrieden mit dem Ergebnis ist. Und ich tue mir auch manchmal leid, weil ich kaum mehr zum Essen komme, haha.
Ich möchte trotzdem nicht aufgeben und einfach wieder nur stillen, weil's einfacher wäre. Das hiesse auch, dass ich hinter ihrem Rücken essen müsste, was ja schlichtweg bescheuert ist.
Bin dankbar für Ratschläge und Erfahrungen!
Neraida
Meine Tochter (fast sieben Monate alt), ist seit ein paar Wochen ab und zu bei mir mit. Ich hatte zwar auch zwei, drei Breiversuche begonnen, habe aber eindeutig das Gefühl, dass sie mehr zu Fingerfood tendiert.
Beikostreif scheint sie mir deutlich zu sein, sie grabscht schon seit geraumer Zeit eifrig nach allem Essbaren und schiebt es sich schleunigst in den Mund, empört sich, wenn man ohne sie isst und kriegt auch das Kauen/Lutschen und Schlucken ganz gut hin. Sitzen kann sie noch nicht ganz frei aber bald (sie setzt sich von selber halb aufrecht hin und stützt sich mit einem Arm ab.)
Da ich sie erst in einen Hochstuhl setzen will, wenn sie ganz frei sitzen kann, isst sie zur Zeit auf meinem Schoß.
Nun zum Problem: wenn ich ihr etwas in die Hand gebe, lutscht und kaut sie ein paar Minuten begeistert darauf herum, sobald es ihr aber aus der Hand rutscht, da zu glitschig etc. bricht sie in ein Wutgeheul erster Klasse aus und lässt sich kaum beruhigen.
Ich bin deshalb dazu übergegangen, ihr kleine Stücke von Obst oder Gemüse abzubrechen und sie mit den Fingern zu füttern, sie packt dann meine Finger und schiebt sich das Essen in den Mund. Das geht eine Weile gut und wird mit glücklichem Brabbeln kommentiert, aber auch hier wird sie oft frustriert, es geht vielleicht nicht schnell genug, ich unterbreche, um etwas aufzuheben...
Was im Moment noch gar nicht möglich scheint, ist der Familientisch. Dass ich gleichzeitig esse, ist praktisch unmöglich, sie lässt dann sofort das fallen, was sie in der Hand hat und will mein Essen (egal ob es sich um dasselbe handelt oder nicht).
Kennt jemand diese Problematik und kann sagen, ob sich das irgendwann wie von selbst erledigt?
Habt ihr irgendwelche Tips?
Ich stelle mir vor, dass es einfacher wird, wenn sie selbst sitzen kann und ich sie nicht mehr halten muss.
Sie tut mir manchmal leid, weil sie so ein riesiges Interesse am Essen zeigt und dann so schnell unzufrieden mit dem Ergebnis ist. Und ich tue mir auch manchmal leid, weil ich kaum mehr zum Essen komme, haha.
Ich möchte trotzdem nicht aufgeben und einfach wieder nur stillen, weil's einfacher wäre. Das hiesse auch, dass ich hinter ihrem Rücken essen müsste, was ja schlichtweg bescheuert ist.
Bin dankbar für Ratschläge und Erfahrungen!
Neraida