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Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 28.05.2013, 12:51
von Frannel
Hallo,
Ich brauche mal Euren Rat, bitte!
Meine beiden Frühchen sind jetzt gerade 10 Wochen alt und ich wollte gerne bis mind. 8 Monate stillen.
Jetzt wird aber meine Milch immer weniger. Die beiden sind schon seit ein paar Tagen dauerhungrig, wollen ständig an die Brust (was sie auch dürfen), trinken bzw. nuckeln zum Teil über eine Stunde, aber die Milchproduktion wird einfach nicht mehr.
Was mich nicht so verwundert, denn eine Stillprobe ergab jetzt, dass meine Maus 10-30 ml trinkt, dann hört sie auf, will aber, wenn ich sie weglege, sofort wieder ran. Klar sie hat Hunger.
Zum Abpumpen komme ich dadurch kaum, weil beide einfach auch sehr quengelig sind, und wenn ich es mal schaffe, sind max. 30 ml nach dem Stillen und max. 100 ml bei einer dreistündigen Pause in beiden Brüsten zusammen drin.
Zur Vorgeschichte: Ich habe gleich im Krankenhaus abgepumpt, weil die zwei auf der Intensivstation lagen und am Anfang nicht genug Kraft hatten, an der Brust zu trinken. Ich habe da angelegt und dann abgepumpte Milch über Fingerfeeden nachgefüttert bzw. auch über die Magensonde, wenn sie partout nicht trinken wollten.
Als wir entlassen wurden, musste ich zunächst noch weiter nach dem Stillen feedern, weil sie von alleine nicht genug getrunken haben. Irgendwann kam der Punkt, dass meine Hände das Zufüttern per Spritze in den Mund nicht mehr mitgemacht haben. Ich hab schlimmes Karpaltunnelsyndrom auf beiden Seiten bekommen. Und weil die zuzufütternde Milchmenge mehr wurde, bin ich auf Flasche umgestiegen.
Das heißt: richtig voll gestillt habe ich nie, sondern angepumpte Milch zugefüttert. Irgendwann hat die aber nicht mehr gereicht und dann kam das erste Mal Pre-Nahrung dazu und ich habe aufgehört, täglich mehrmals abzupumpen. Und seither habe ich das Gefühl, wir stecken in einem Teufelskreis...
Jetzt pumpe ich wieder, um die Milchmenge zu steigern, aber es kommt ja nicht viel raus. Und weil ich lieber abgepumpte Milch zufüttern würde als PRE-Nahrung...
Die Flasche bekommen beide so 1-2 Mal am Tag nachdem sie schon an der Brust waren, einfach, um sie mal satt zu bekommen. Da gehen dann locker 100 ml in jedes Kind rein, wobei ein Teil davon Muttermilch ist und ein Teil PRE. Aber ich füttere nicht jedes Mal nach!
Eine Saugverwirrung haben sie meiner Meinung nach nicht.Mein Sohn saugt recht gut und konstant und ich höre ihn anfangs auch deutlich nach jedem Saugen schlucken. Meine Maus nuckelt und beißt öfter Mal nur auf der Brustwarze rum. Und nach einer Weile an der Brust nuckeln eigentlich beide eher ineffektiv rum. Meist lass ich sie aber dran, weil sonst geweint wird und sie wieder an die Brust wollen. Irgendwann schlafen sie an der Brust ein, aber wenn ich sie dann weglegen will, wird auch geweint, bis sie wieder an der Brust sind. So langsam werden meine Warzen dadurch natürlich empfindlich... Und ich komme zu nichts anderem mehr als Stillen bzw. mit Kindern an der Brust rumsitzen.
Stress habe ich sonst eigentlich nicht, die Omas schmeißen für mich den Haushalt, und wir kuscheln auch viel mit den Babys. Es ist für mich aber so, dass ich manchmal einfach nicht mehr länger stillen und kuscheln kann.
Nur als Beispiel: gestern lagen sie von 11 bis 17 Uhr permanent an der Brust, Kuschelpausen inbegriffen. Dann hatte ich einfach mal das Bedürfnis, kein quengeliges Baby an der Brust zu haben. Weil die beiden aber so furchtbar geweint und gesucht haben, haben mein Mann und ich Fläschchen gegeben. Dann war mal drei Stunden Ruhe...
So eine Phase hatten wir schon mal und ich hatte gehofft, dass sich danach alles einspielt, aber vom PRE zufüttern bin ich trotzdem nicht weggekommen. Es wurde nur weniger. Ja, und jetzt haben wir wieder so eine Phase. Es könnte sein, dass das ein Schub ist, aber ich möchte doch auch mal vom zufüttern wegkommen...
Bockshornkleekapseln haben nichts gebracht, Akkupunktur ist auch nicht so richtig erfolgreich und Galega officinalis D 4 hab ich schon dreimal genommen. Danach wird es dann zwar kurzzeitig besser, aber eben nicht dauerhaft.
Habt Ihr noch eine Idee, was ich tun kann bzw. wie ich vom täglichen Zufüttern mit PRE wegkommen kann?
Bin echt verzweifelt, weil ich so gerne stillen möchte!
LG
Frannel
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 28.05.2013, 13:43
von Katha
Willkommen hier im Forum.
Bin keine Stillberaterin, aber die Expertinnen benötigen vermutlich f. ihre Beratung ALLE Gewichtsdaten, die Du hast.
Guck mal hier
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=125451
Warum hast Du die Stillprobe gemacht? Eine einzelne ist NIE aussagekräftig

Und wie früh kamen Deine Frühchen?
Und kannst Du das Datum sagen, an dem Du das erste Mal Pre gegeben hast? Und wie viel davon bekommt jeweils ein Kind?
Die Expertinnen melden sich sicherlich bald - sie sind klasse und äußerst kompetent.
Liebe Grüße
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 28.05.2013, 19:17
von Frannel
Hallo Katha,
Vielen Dank für Deinen Hinweis und den Link. Die Seite hatte ich gar nicht gesehen.
Hier folgen jetzt mal alle Antworten und Daten, die ich habe.
Geboren wurden meine Zwillinge am 15.3. bei 32+3 (Sohn 2085 g, Tochter 1830g). Wir waren danach noch drei Wochen auf der Neonatologie. Ich konnte sie ab dem ersten Tag anlegen, aber die beiden waren zu schwach, um an der Brust zu trinken. Ich habe zusätzlich abgepumpt und über Fingerfeedern ernährt. Außerdem lagen sie am Glukosetropf. Weil sie trotzdem zuviel abgenommen haben, bekamen sie nach einer Woche eine Magensode. Zusätzlich zum Anlegen und Feedern sollte ich dann bei jeder Mahlzeit 2,5 ml Muttermilch mit 1 Löffel FM 85 von Nestlé zufüttern. Nachts wurde eine Stillrunde durch Fingerfeedern von den Schwestern ersetzt, damit ich schlafen konnte, denn schon am Anfang ging es mit der Milchbildung bei mir zäh voran. Zwischendrin hatte meine Milch mal nicht ausgereicht, da wurde dann für einige Nächte PRE gegeben (je Kind 40 ml). Ansonsten habe ich nach Bedarf zwischen 0 und 30 ml je Mahlzeit mit Fingerfeedern zugefüttert.
Bei Entlassung am 4.4. hatten sie beide ihr Geburtsgewicht erreicht.
Mein Sohn 2090 g, meine Tochter 1865 g
Wir haben Zuhause weiter zu jeder Mahlzeit FM 85 in Muttermilch dazugefüttert bis 2,5 kg erreicht waren.
Die Gewichtsentwicklung war zunächst unstet, so dass ich weiter Muttermilch abgepumpt und zugefüttert habe, so viel sie wollten.
Die Gewichtsentwicklung und Zufüttermengen (alle Teilmengen des Tages zusammen addiert) im Einzelnen:
15.3. Geburt Sohn 2085 g, Tochter 1830 g
4.4. KH Entlassung Sohn 2090 g, Tochter 1865 g
5.4. Hebamme Sohn 2140g, Tochter 1920g
6.4. Hebamme Sohn 2180g, Tochter 1950g
7.4. Hebamme Sohn 2160g, Tochter 2000g
8.4. Hebamme Sohn 2200g, Tochter 1970g + 15 ml MuMi
9.4. Hebamme Sohn 2140g + 5 ml MuMi, Tochter 1960g + 41 ml MuMi
10.4. Hebamme Sohn 2200g + 12 ml, Tochter 2040g + 76 ml
11.4. Hebamme Sohn 2280g, Tochter 2000g + 54 ml
12.4. Hebamme Sohn 2280g, Tochter 2100g + 67 ml
13.4. Hebamme Sohn 2340g + 10 ml, Tochter 2140g + 55 ml
14.4. Hebamme Sohn 2360g, Tochter 2160g + 51 ml
15.4. Sohn + 5 ml, Tochter + 60 ml
16.4. Hebamme Sohn 2340g + 25 ml, Tochter 2200g + 105 ml
17.4. Sohn + 30 ml, Tochter + 110 ml
18.4. Hebamme Sohn 2400g, Tochter 2180 g + 102 ml
19.4. Sohn + 20 ml, Tochter + 40 ml
Ab hier habe ich das Stilltagebuch nur noch unregelmäßig geführt. Zum Einen, weil mein Karpaltunnelsyndrom so schlimm wurde, dass ich die beiden oft nicht mal hochheben oder wickeln konnte ohne vor Schmerzen aufzuschreien. Zum Anderen ging da das Dauerstillen los, d.h. Entweder sie lagen z.T. 2-3 Stunden an der Brust und haben nur kurze Schlummerpausen von 10-15 Minuten gemacht oder sie haben, sobald ich sie weglegen wollte, geschrien und wollten sofort zurück an die Brust. Für mich war da nicht mehr erkennbar, wann eine Stillzeit angefangen oder aufgehört hat.
U3 am 26.4. beim Arzt, Gewicht:
Sohn 2600g, Tochter 2420 g
Abschlussuntersuchung bei der Hebamme am 10.5., Gewicht
Sohn 3100 g, Tochter 2900 g
Irgendwann zwischen der U3 und der letzten Hebammen-Untersuchung habe ich mit Hipp Bio PRE begonnen. Nicht täglich und auch nicht immer die gleiche Menge. Zwischen 60 und 200 ml je Kind und Tag, an den Tagen, an denen ich PRE gegeben habe.
Am 8.5. hatte mein Mann einen Fahrrad-Unfall und kam ins Krankenhaus. Weil ich erstmal zu ihm wollte, waren die Babys die halbe Nacht lang alleine bei Freunden, die aus der Nacht-Apotheke Aptamil Hypoallergene PRE geholt haben.
Seither haben wir die beiden Packungen verbraucht plus eine weitere Hipp fast verbraucht. Wie gesagt, ich füttere nicht immer die gleiche Menge zu. Meist so zw. 70 und 120 ml je Kind und Tag, an Ausnahmetagen auch mal mehr. Es gibt aber auch seltene Tage, da kommen wir ganz ohne aus... Und natürlich füttere ich auch abgepumpte Milch zu, allerdings nicht mehr täglich, weil ich nicht mehr regelmäßig zum Abpumpen gekommen bin. Das sind dann etwa 60 ml pro Kind, die ich statt PRE gebe.
Einen gewöhnlichen Still-Alltsg haben wir seit meinem Karpaltunnelsyndrom nicht mehr. Oft liegen sie stundenlang an der Brust und weinen, sobald ich soe weglegen will, dann gibt es wieder Tage, da schlafen sie mal 2-4 Stunden am Stück. Grundsätzlich sind sie vormittags und abends besonders anhänglich, wobei mir von Anfang an aufgefallen ist, dass meine Milchmenge am Abend deutlich abnimmt und dann frühmorgens wieder höher ist.
Wir wickeln mit Stoffwindeln, die sind alle drei bis vier Stunden gut nass. Stuhlgang war anfangs täglich, dann kam er alle 2-3 Tage und war etwas fester, jetzt wird alle 1-2 Tage gekackert. Die Änderungen fielen aber nicht mit dem Start oder Wechsel der PRE-Nahrung zusammen!
Im Krankenhaus habe ich zur Steigerung der Milchmenge Galega bekommen. Meine Hebamme hatte mir auch 3x Akkupunkturnadeln gesetzt, aber ich habe das Gefühl, das hilft alles nur kurzzeitig. Sonst bin ich aber nicht weiter in Behandlung, die Kinder auch nicht.
Ich hoffe, ich abe die wichtigsten Infos geschrieben. Aktuelles Gewicht habe ich nur angezogen: Sohn 4000g, Tochter 3700g
Viele Grüße
Frannel
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 28.05.2013, 21:01
von jusl
Hallo und herzlich willkommen hier,
und vielen Dank für Deine Daten. Ich melde mich morgen ausführlich.
Könntest Du noch eine typische Stillmahlzeit mit Deinen beiden Babys beschreiben? Also was wann passiert (Andocken, Stillposition, Dranbleiben, Trinkverhalten usw.), insb. auch im Zusammenspiel mit dem Zufüttern? Das wär super.
LG und bis morgen
Julia
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 28.05.2013, 23:21
von caridade
Also ich hab auch Zwillis. Einer wird brust- der andere pumpgestillt. Zwischendurch hatte ich auch weniger Milch. Mir hat dann geholfen:
Pulsatilla D6, 4 Globuli 3x tägl., Bierhefetabletten 3x tägl. Und möglichst cool bleiben, auch wenns schwerfällt. Inzwischen hab ich so viel Milch, dass ich tägl. noch 200-500ml einfriere.
Vielleicht hilft dir davon auch was.
LG caridade
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 29.05.2013, 13:24
von Frannel
Hallo Julia,
Ich hoffe, ich kann das Stillverhalten jetzt richtig beschreiben.
Tagsüber Stille ich meist Tandem mit dem Zwillingsstillkissen von My Brest Friend in Rückenhaltung oder manchmal, wenn sie einzeln hungrig sind in Wiegehaltung. Zum Andocken nehme ich die Brust mit C-Griff in die Hand und halte mit der anderen Hand den Kopf, so dass sie in Ruhe "zupacken" können. Sowohl im Krankenhaus als auch meine Hebamme haben gesagt, das sieht gut aus. Am Anang der Stillzeit sehe und höre ich deutlich das Saugen und Schlucken und spüre Zug auf der Brust. So nach 10-15 Minuten wird das Saugen schwächer, sie machen Pausen, die Ohren wackeln zwar noch beim Saugen, aber ich höre kein Schlucken mehr und es fühlt sich auch mehr wie "mümmeln" an... Das geht dann gerne 1-2 Std. so. Wenn ich sie vorher wegnehme, wird geschrien und wieder nach der Brust verlangt. Wenn sie an der Brust einschlafen, kann ich sie manchmal weglegen, oft wachen sie aber auf und dann wird auch geschrien und nach der Brust verlangt.
Nachts stille ich im Liegen, da fällt ihnen das Andocken etwas schwerer, aber nach ein paar Versuchen klappt es doch. Der Anfang ist dann ähnlich wie tagsüber, nur dass sie dann schneller von alleine abdocken und an meiner Seite einschlafen.
Zugefüttert wird immer erst nach der Brust, wenn sie nach dem dritten oder vierten Abdocken immer noch weinen oder so wie gestern an der Brust saugen und dann anfangen zu weinen. Da war die Brust aber auch leer, glaube ich. Jedenfalls kam nichts mehr raus beim Ausstreichen mit der Hand. Sie waren aber auch schon mal nach der Flasche weinerlich und sind danach noch mal problemlos an die Brust gegangen.
Heute füh hab ich mal nackt gewogen:
Sohn 3790g, Tochter 3420g
@ caridade: danke für den Tipp. Werde ich gerne ausprobieren!
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 29.05.2013, 16:57
von jusl
Danke, ja, Deine Beschreibung war sehr hilfreich. Liest sich sehr gut übrigens.

Also möglicherweise hast Du gar keine Milchmengenproblem, ich erkläre es mal genauer:
Wie gesagt, ich füttere nicht immer die gleiche Menge zu. Meist so zw. 70 und 120 ml je Kind und Tag, an Ausnahmetagen auch mal mehr. Es gibt aber auch seltene Tage, da kommen wir ganz ohne aus...
70-120 ml Milch insb. in 24 Stunden sind recht wenig - vermutlich entspricht das bei Euch in etwa 15-20 % des Gesamttagesbedarf. Das bedeutet, momentan liegt Deine Laktation ganz grob im Bereich 150 bis 170 % im Sinne von: 100 % braucht ein Baby, 200 % brauchen zwei Babys.
Die Gewichtsentwicklung lag bei den Kindern in den letzten Wochen im Bereich 200-300 g pro Woche - das ist sehr viel und damit ein sicherer Hinweis, dass die beiden mit der derzeitigen Zufüttermenge reichlich versorgt sind.
Entsprechend sehe ich gute Chancen, dass Ihr vom Zufüttern auch wieder wegkommt.
Am Anang der Stillzeit sehe und höre ich deutlich das Saugen und Schlucken und spüre Zug auf der Brust. So nach 10-15 Minuten wird das Saugen schwächer, sie machen Pausen, die Ohren wackeln zwar noch beim Saugen, aber ich höre kein Schlucken mehr und es fühlt sich auch mehr wie "mümmeln" an..
Hast Du mal versucht, an genau dieser Stelle anstatt der Brust z.B. Deinen Finger zum Saugen anzubieten? (kleiner Finger, Fingerkuppe nach oben, kurzer Nagel) Das mögen viele Babys sehr sehr gerne.
Hormonell/psychisch könnte das nämlich günstiger sein: Ein definiertes Mahlzeitenende, die Babys nuckeln an Deinen kleinen Fingern und schlummern/dösen zufrieden vor sich hin, und Du hast da einfach gerade etwas PAUSE.
Und noch etwas: Hast Du schon mal versucht, Deine Babys zu pucken? Also fest in eine dünne Decke einzuwickeln? Pucken kann das "Weglegen" erheblich erleichtern, denn beim Weglegen schrecken junge Babys sehr oft auf (rudern ruckartig mit dem Armen, erschrecken über die neue (kalte!) Unterlage, spüren plötzich keine Begrenzung mehr usw., all dies wird durch Pucken verhindert). Konkret: Vor dem Stillen pucken, dann stillen, und wenn sie eingeschlafen sind, vorsichtig seitlich vom Stillkissen "runterrutschen lassen", also neben Dich legen.
LG
Julia
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 30.05.2013, 21:15
von Frannel
Hallo Julia,
Vielen Dank für deine Antwort. Jetzt bin ich ein bisschen beruhigter!

Allerdings war heute mal wieder ein Tag, an dem ich mehr zugefüttert habe, 200 ml je Kind insgesamt, davon 60 ml PRE, der Rest war aufgetaute Muttermilch. Einmal konnte ich aber auch 120 ml abpumpen. Sollte ich zur Milchmengensteigerung (um auf die 200% zu kommen) jetzt einfach öfter abpumpen oder lieber darauf vertrauen, dass öfter anlegen reicht?
Pucken findet meine Tochter super. Das klappt also gut. Sohnemann findet es eher zum "Freistrampeln"
Heute war er aber auch von sich aus ruhiger...
Liebe Grüße
Frannel
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 30.05.2013, 21:55
von jusl
Also, wenn Deine Babys GUT saugen,
d.h. kräftig und effektiv und mit guter Technik, dann ist es DEFINITIV BESSER, auf zusätzliches Pumpen zu verzichten und das Ganze lieber über ein gutes Stillmanagement zu regeln.
Ich hab selbst jahrelang Zwillinge gestillt, zwar ohne Probleme und ohne Zufüttern usw., aber ich weiß bestens, dass man mit zwei Mäusen alle Hände voll zu tun hat. Also ich hätt jetzt nicht gewusst, wann ich da noch hätte abpumpen sollen... und Spaß soll der Alltag ja schließlich auch noch machen.

Von daher: wenn's geht, dann lieber ohne pumpen.
Wie lief es denn mit der Dauer der Stillmahlzeiten? Hattest Du Gelegenheit z.B. das mit dem kleinen Finger auszuprobieren? Damit das "Dauerstillen" tendenziell eher von "richtigen Mahlzeiten" abgelöst wird?
LG
Julia
Re: Hilfe, Milch wird immer weniger
Verfasst: 01.06.2013, 18:10
von Frannel
Hallo Julia,
der kleine Finger funktioniert leider nicht so gut. Irgendwie werden sie durch den Wechsel von Brust auf Finger wieder wacher und wollen dann erst Recht ran und außerdem saugen sie am Finger doch recht stark, definitiv mehr als "mümmeln"!
Ich hab sie jetzt ein paar Mal einfach abgedockt und auf dem Stillkissen an der Brust liegen lassen, da sind sie dann auch eingeschlafen. Nur ich war dadurch dann auch blockiert...
Aber ich konnte sie dann zweimal auch noch nachträglich pucken und sie haben weiter geschlafen.
Dann bin ich mit ihnen raus spazieren, um mal eine Zwangspause einzulegen bzw. Wenn ich im liegen auf der Couch stille, schlafen sie auch ein. Da ich dann aber nacheinander stille, kommt nicht wirklich eine lange Pause zustande...
Gestern und Vorgestern haben sie morgens, nachdem ich sie drei Stunden lang im Wechsel gestillt und mit ihnen gekuschelt habe, an der Brust Alarm gemacht, da habe ich dann wieder zugefüttert, einmal 120 ml und einmal 150 ml. Danach wurde dann selig geschlafen für ca. 3 Std. Vorhin hat das leider nicht geklappt.
Wir kommen jetzt so auf 30-40 Min. Pause zw. den einzelnen Stillzeiten, aber ich müsste ja auch eigentlich mal Eisen geben, weiß nur nicht, wann!