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Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 21.05.2013, 22:46
von Melly482
Huhu
Zum besseren Verständnis kurz unsere Vorgeschichte: Meine Kleine ist schon meine zweite Tochter, bei der das Vollstillen nichts geworden ist. Bei der Großen hab damals lange und recht viel versucht, aber es gab so viele Nebenschauplätze, die ich jetzt nicht näher umreiße, dass es am Schluss nur um die fünf Monate waren, vier davon mit BES, aus dem sie ausschließlich wie aus einem Strohhalm an der Brust trank, danach sind wir dann auf die Flasche umgestiegen.
Bei der Kleinen haben wir für einen optimalen Stillstart gesorgt, hatten eine stressfreie Hausgeburt und einen optimalen Start, trotzdem, mit allen gängigen Mitteln, mit der besten Beratung, es hat einfach nicht gereicht. Wir haben also zugefüttert, mindestens die Hälfte ihrer Nahrung, wahrscheinlich eher mehr, war Pre in der ausschließlich-Milch-Zeit. Mit dem Fläschchen, sie nahm Brust und Flasche problemlos und WOLLTE einfach stillen, hat uns die Zwiemilchernährung also wirklich sehr leicht gemacht. Ich bin jetzt so auch nicht unzufrieden mit unserer Stillbeziehung, ich denke, meine Süße und ich haben die Vollstillbeziehung gut simuliert

Sie hat bis auf eine handvoll Ausnahmen jede Flasche von mir an meiner nackten Brust bekommen und immer erst, nachdem sie an der Brust getrunken hatte, soviel ging.
Jetzt ist sie 22 Monate alt und wir stillen noch

Ich bin stolz auf uns beide, dass wir es bis hier geschafft haben! Anfangs hab ich mir gesagt, die 6 Monate knacken, das wär´s!!! Alles weitere war Kür für mich. Ein LAUFENDES Kind stillen, das war utopisch für mich, und jetzt, jetzt stille ich sogar ein SPRECHENDES Kind.
Ein sprechendes Kind, das sagt: "Mama, bitte nochmal Mils trinken!" und mich dabei mit großen traurigen Augen anschaut. Na toll. Die gängigen Mittelchen ziehen bei mir nicht, mit Bockshornklee und Karamalz rette ich mich jeden Monat über meine Periode, weil da die Milch nur noch tröpfchenweise läuft. Was kann ich noch tun? Ich weiß, irgendwie ist es ganz schön spät, JETZT nochmal irgendwas anzufangen, aber naja... wer weiß, vielleicht fällt hier noch jemandem was ein. Ich hab z.B. in letzter Zeit mal gelesen, das Domperidon die Milchbildung steigern kann? Hat da jemand Erfahrung damit, würde das für uns noch was bringen möglicherweise?
Danke für eure Ideen, bin offen für alles!
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 14:00
von jusl
Hallo Melly482,
schön, dass Du trotz der schwierigen Umstände eine erfüllte, lange Stillzeit gestalten konntest.
Domperidon könnte helfen (hattest Du damals in den jeweils ersten Lebensmonaten Deiner Kinder die Einnahme erwogen? Oder kanntest Du das da noch nicht?).
Wie oft stillt Dein Kind denn noch für gewöhnlich?
Die gängigen Mittelchen ziehen bei mir nicht,
Welche gängigen Mittelchen hast Du denn probiert?
LG
Julia
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 17:47
von Melly482
Hallo Julia!
Bei der Großen hatte ich von Domperidon noch nix gehört, das hab ich erst vor ein paar Tagen des erste mal gehört, bzw bin beim googeln drauf gestoßen. Letzte Woche war ich bei einer ibclc-Beraterin, die hat es auch nicht erwähnt.
Bei der Großen habe ich probiert:
Wechselstillen
Stilltee
Malzbier
Versch. Globuli
Entspannungsübungen/autogenes Training
Pumpe (die Symphonie)
BES
Ganz viel nacktes Bonding
Ostheopatin (Kind hatte schwer KISS, war BEL)
Tragetuch
Und sowieso oft oft oft angelegt- bzw im Grunde hab ich fast den ganzen Tag gestillt, immer abwechselnd 10 min hier, 10min dort.
Ich hatte auch so gut wie keine Beratung damals und hab mich mit meinem Schreikind auch kaum aus dem Haus getraut. Naja, sie hat halt anfangs den Mund gar nicht richtig aufmachen können, weil die Schieflage so massiv war. Ich hab halt die ganze Zeit gedacht, die geringe Milchbildung liegt daran, dass sie nicht richtig angefordert hat und so der Laden gar nicht erst richtig aufgemacht hat. Der Milcheinschuss war auch schon sehr verhalten im Gegensatz zu dem, was ich überall gehört und gelesen hatte... dadurch war ich auch schon ziemlich verunsichert.
Naja, bei der Kleinen hab ich dann wie gesagt vorgesorgt, wir hatten den perfekten Start und super Beratung, was das Anlegen und Stillmanagement angeht. Ansonsten hab ich das meiste genauso gemacht, ich habe allerdings nicht gepumpt, dazu kam noch Bockshornklee. Was anderes haben weder die Hebamme noch die Stillberaterin (LLL) empfohlen.
Als Emma nach 14 Tagen noch nicht ihr Geburtsgewicht drauf hatte (geboren mit 4200g, nach 14 Tagen hatte sie um die 4000g), riet die Hebamme zum Zufüttern. Nach langem Hin und Her hab ich dann beschlossen, dass sie halt eine Flasche nach dem Stillen bekommt, weil die Nummer mit dem BES mir ehrlich gesagt zu aufwendig war, meine Große sollte mich ja auch irgendwann noch zu Gesicht kriegen. Wir haben dann Fläschchen mit Calmasauger besorgt und damit zugefüttert und sind dann auf normale Avent-Flaschen umgestiegen nach ein paar Wochen, weil sie mit dem Calma nicht so richtig klarkam. Sie hatte damals schon einen sehr heftigen Zug drauf, ich glaube, beim Calmasauger kam ihr dann zuviel auf einmal, jedenfalls hat sie sich damit verschluckt. Von Saugverwirrung wie gesagt zum Glück keine Spur.
Sie trank auch nach wie vor gerne und lange an der Brust, ich hab auch immer dafür gesorgt, dass sie noch weitersaugt, wenn nichts mehr kam, aber es wurde nicht mehr. Mehr als 20 Schlucke auf einmal hat sie an einer Brust selten getrunken, und dann auch meistens immer dreimal melken, dann schluck, nicht schluck-schluck-schluck.
Sie fing so mit 6 Monaten an zu essen, dann haben wir nach und nach die Flaschen weggelassen, aber gestillt hab ich einfach weiterhin. Manchmal, aber selten, springt die Kiste richtig an, dann ist auch mal melk-schluck-melk-schluck (sorry, wenn das jetzt irgendwie verworren klingt, die Anfangszeit ist ja nun schon wieder eine ganze Weile her, genaue Gewichtsdaten hab ich leider auch nicht mehr...)
Was ich noch dazu sagen sollte, ich wurde noch nie auf eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto getestet und habe ein paar Symptome, die darauf hinweisen könnten (habe aber nächste Woche einen Termin zum Blutabnehmen, und genau das abklären zu lassen, da wusste ich nämlich auch nicht, dass das eine Rolle spielen könnte). Allerdings bin ich beide Male problemlos (ein Schuss, ein Treffer) schwanger geworden...
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 17:51
von Melly482
Sorry wegen des Romans... besser zuviel als zu wenig Info
Was ich natürlich vergessen hab: Emma stillt nachts noch (weiß nicht genau wie oft, das ist unterschiedlich, zwischen ein und drei Mal schätze ich (Familienbett...)) und zum Einschlafen tagsüber und abends, dazwischen wenn es sich ergibt. Manchmal sehr viel, wenn sie zahnt oder krank ist, manchmal sind es nur noch drei Mal am Tag, aber im Schnitt insgesamt 5-6 Mal, davon ca. 3-4 Mal ergibig.
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 18:01
von jusl
Schade dass Du nicht so gut beraten wurdest damals. Im Nachhinein kann man's natürlich nie genau sagen, aber Dein Bericht klingt so, als wären damals mit vernünftiger Beratung, med. Diagnostik und ggf Domperidon oder MCP oder so ganz erhebliche Verbesserungen möglich gewesen. Naja, nun egal.
Eh man medikamentös eingreift, ist SOWIESO immer erstmal ein ärztliche Untersuchung Pflicht - Schilddrüse z.B., besser spät als nie.
Ansonsten: Lass Dir Domperidon verschreiben und probiere es aus.
LG
Julia
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 19:14
von Melly482
jusl hat geschrieben:Schade dass Du nicht so gut beraten wurdest damals. Im Nachhinein kann man's natürlich nie genau sagen, aber Dein Bericht klingt so, als wären damals mit vernünftiger Beratung, med. Diagnostik und ggf Domperidon oder MCP oder so ganz erhebliche Verbesserungen möglich gewesen. Naja, nun egal.
Eh man medikamentös eingreift, ist SOWIESO immer erstmal ein ärztliche Untersuchung Pflicht - Schilddrüse z.B., besser spät als nie.
Ansonsten: Lass Dir Domperidon verschreiben und probiere es aus.
LG
Julia
Werd ich probieren, vielen Dank erstmal... mal sehen, was bei dem Bluttest rauskommt, ich finde es halt schade, dass noch kein Arzt oder die Hebi sowas vorgeschlagen hat. Jeder meinte nur, wahrscheinlich zuwenig Drüsengewebe, naja. Wir werden sehen!
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 20:24
von emerelle84
Hallo,
ich weiß nicht ob du das eh schon weißt, aber bei mir hilft Wärme extrem.
Also schön warm baden, duschen, einfach dick anziehen oder heißen Tee trinken.
Meine Hebi hat das damals auch gesagt, mit der Wärme kommt die Milch und mit der Kälte geht sie.
Kann ich total bestätigen =)
Vielleicht hilfts dir =)
liebe Grüße
Jana
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 22.05.2013, 23:54
von Melly482
emerelle84 hat geschrieben:Hallo,
ich weiß nicht ob du das eh schon weißt, aber bei mir hilft Wärme extrem.
Also schön warm baden, duschen, einfach dick anziehen oder heißen Tee trinken.
Meine Hebi hat das damals auch gesagt, mit der Wärme kommt die Milch und mit der Kälte geht sie.
Kann ich total bestätigen =)
Vielleicht hilfts dir =)
liebe Grüße
Jana
Das mach ich eh, weil mich der Vasospasmus sonst nicht in Ruhe lässt

Danke dir!
Re: Milchbildung steigern Kleinkind?
Verfasst: 13.07.2013, 22:38
von Melly482
Um das hier nochmal zu kommentieren... mittlerweile hab ich einen Bluttest hinter mir, hormonell sieht alles normal aus, nur mein Prolaktinspiegel ist ziemlich niedrig. Daraufhin hab ich mir dann Domperidon verschreiben lassen und bin erstmal drei Wochen drumrum geschlichen, weil ich fast Angst hatte, ich kriege, wenn es wirkt, ein schlechtes Gewissen, dass ich es nicht schon wesentlich früher gefunden hab
Ende vom Lied: Das Medikament knallt durch wie verrückt, nach drei Tagen bin ich tatsächlich mal richtig ausgelaufen, als ich auf dem Trampolin auf dem Bauch lag und die Madame um mich rumgehopst ist! Dummerweise kriege ich außerdem unglaublichen Durchfall davon

Ich denke, ich werd es während meiner Periode nehmen, denn dann hab ich fast gar keine Milch mehr, aber ansonsten wird sich die Kleine mit dem vorhandenen begnügen müssen
