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Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 20.05.2013, 18:09
von SimplySina
Hallo ihr Lieben,
meine Tochter ist 8 Wochen alt und vor zwei Wochen wurde in der Schreiambulanz eine frühkindliche Regulationsstörung festgestellt. Bin mit den Nerven völlig am Ende und würde mich über einen Austausch mit Mamis freuen die in der gleichen Situation sind.
Lg Sina&Naomi

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 20.05.2013, 18:53
von Lila
Hallo Sina,

es tut mir leid, dass du / ihr gerade so eine schwere Zeit durch macht.

Magst du erzählen wie du die "Regulationsstörung" deiner Tochter erlebst und wie es dir damit geht?
Welche Verhaltensmuster waren der Grund, dass ihr in eine Schreiambulanz gegangen seit. Das Weinen? Untröstlich?
Zur Frage der "Regulationsstörung" gibt es verschiedene Ansichten. Meinem Kind wurde endlich mit drei Monaten der Stempel "Anpassungsschwierigkeiten" aufgedrückt, ich war erleichtert, denn ich hatte einen Säugling, der sich kaum regulieren könnte, von einer Sekunde zur anderen nicht mehr klar kam und das trotz Familienbett, nur tragen, stillen nach Bedarf und mehr ;-)
Dennoch weiß ich aus heutiger Sicht, dass ich mir gewünscht hätte, dass früher jemand unsere Situation ernst genommen hätte und uns und auch mich unterstützt hätte. Das war damals leider noch nicht die Regel. Heute ist manchmal die Tendenz das Verhalten des Säuglings eher zu pathologisieren, als einen ganzheitlichen Blick darauf zu werfen.

Liebe Grüße
Nicole

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 20.05.2013, 21:22
von SimplySina
Hey Nicole,
das Schlimme ist ja das Hilfe kaum möglich ist. Naomi macht einfach jegliche Hilfe total undenkbar. Sie kommt absolut nicht mit fremden klar und vorallem nicht hier Zuhause. Damit fallen Babysitter oder Haushaltshilfe schonmal flach. Meine Hebamme hat uns in die Schreiambulanz überwiesen weil sie täglich geschrien hat und nur durch herumtragen zu trösten war. Ablegen war undenkbar. Allerdings hat sie erst, genau wie alle anderen, es erst auf die Darmunreife geschoben. Da ich aber alles ausprobiert habe was man bei Darmunreife geben kann und nix half. Hat also 6 Wochen gedauert bis wir dann endlich den Tip mit der Ambulanz bekamen. Inzwischen hatte sie dann auch ein paar untröstliche Attacken bei denen ich plötzlich selbst Panikattacken bekam. Ich bekam keine Luft mehr und konnte nur noch heulen weil ich solche Angst um mein Kind hatte. Somit war unserer jetzigen Vetreuerin in der Ambulanz bzw Tagesklinik schnell klar was es ist. Jetzt sind wir einmal die Woche da und meine Panikattacken habe ich zwar im Griff und auch Naomi bekomme ich oft wieder runtergefahren bevor sich das Svhreien zuspitzt aber ich geh kaum mit ihr raus und muss sie täglich Stunden herumtragen. Der Manduca ist ihr mitleerweile einfach zu warm geworden. Alles in allem ist es einfach schlimm. Ich hab ständig das Gefühl Schuld daran zu eein dass sie das hat. Ich selber dreh irgendwann noch durch. Ständig kontrolliert und ruhig bleiben zu müssen und bei dem Wetter das Haus nicht verlassen zu können. Habe mich zwar imoment gut im Griff aber einmal die Woche stoße ich an meine Grenze und krieg n Heulkrampf.
Wie alt ist dein Kind jetzt und geht es jetzt besser?
Lg Sina

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 20.05.2013, 22:52
von Lila
Liebe Sina,

d.h. du bist unter der Woche alleine und ohne Partner?

Ich kenne es auch noch, dass ich kaum raus gegangen bin, ich glaube die ersten drei Monate war ich wirklich extrem selten draußen. Es konnte ja jederzeit anfangen. Im Tragetuch im Geschäft und ich bin vor dem Tomatensoßenregal stehen geblieben, um etwas raus zu nehmen, mein Baby fing an zu schreien und es war dann nicht mehr sicher, ob es im Tuch aufhören würde oder ob ich es raus nehmen müsste, "Finger geben" (das war die einzige Methode mit der es ruhig wurde, aber niemals entspannt oder in den Tiefschlaf kam, Dauerstrom, eine Spirale in der wir uns befanden).
Spazieren gehen und ein weinendes Baby und Kommentare von den Passanten à la "das Kind hat Hunger" (ich hatte vor 20 Minuten zu Hause gestillt gehabt), "das Kind bekommt keine Luft", "oh Gott, wie schrecklich, das kann doch nicht gut sein" (das Baby war im Tuch). Also kaufte ich total unsicher doch noch einen Kiwa, ich glaube unser Baby war 4-6 Wochen, um festzustellen, dass das Baby nicht etwa nach dem Kiwa weinte, sondern auch dort weinte, allerdings konnten damit die Leute scheinbar anders umgehen, 3x den Kiwa genutzt, dann wieder aufs Tuch umgestiegen. Natürlich war ich auch bei einem Osteopathen, der meinte ich sollte Abstillen, die Muttermilch würde dem Baby nicht gut tun und es noch mehr stressen und die Verdauung wäre zu angespannt und gab mir ein Buch mit ... von Solter ... war unnötig ;-)

Was ich wichtig finde ist, bevor man einen Status als status quo hinnimmt, die Rahmenbedingungen noch mal zu kontrollieren und sich hierbei gut versorgen zu lassen.
D.h. Osteopath drauf gucken lassen, Stillberaterin das Stillmanagement und die Anlegetechniken (weniger Luft schlucken beim Stillen, weniger Weinen beim Stillen), Trageberaterin für die Tragetechnik (Manduca wäre bei einem so jungen Säugling auf keinen Fall meine erste Wahl, eigentlich gar keine Wahl, noch viel, viel weniger bei einem weinenden Säugling mit Tendenz zum Überstrecken oder Anspannung, die Trage macht noch mehr Druck, ermöglicht keine wirklich entspannte, physiologische Haltung, das Kippen des Beckens, das Rundwerden, weniger Druck etc. ist aber alles notwendig, damit es zu einem Gleichgewicht kommt, Anspannung - Entspannung, Durchstrecken - Runden, etc.).
Dann so Sachen wie "pucken" und z.B. eine Federwiege, Pezziball und Co.

Und dann würde ich gucken, ob es in deiner Region eine gute Beraterin gibt die von Thomas Harms oder Paula Diederichs ausgebildet ist. Ich möchte Beraterinnen von diesen Schulen nicht pauschal empfehlen, wie bei jedem Begleiter gibt es ganz individuelle Nuancen und es muss stimmen ... aber es kann wohl tuend und haltend sein, z.B. auch die Teilnahme an einem Kurs "Bindung durch Berührung", dort bist du auch mit einem "Schreibaby" willkommen.

Am allerwichtigsten ist jedoch, dass DU gut versorgt bist, dass du dich gut aufgehoben fühlst, dass du, wenn du verzweifelt bist IMMER jemanden anrufen kannst und dich bei ihm ausweinen und ausschimpfen kannst, ohne dass nur ein "wird schon alles" kommt, sondern eine echte Anteilnahme. Es ist wichtig, dass du genug zu essen und zu trinken bekommst, dass du dir kleine Oasen nimmst, etc. pp.

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 20.05.2013, 23:18
von Lila
Was glaubst du denn "was sie hat"? Wie hat man dir das erklärt?
Was sind deine Erklärungsansätze, warum sie "das" hat?

Du bist nicht schuld und selbst wenn es die Schuldfrage geben würde, sie macht keinen Sinn, es geht darum jetzt irgendwie gut da durch zu kommen und zwar so, dass ihr beide gut da durch kommt und im Idealfall dennoch Bindungs- und Berührungspunkte erlebt.

Rückblickend war für mich der größte Verlust dieser Zeit, dass ich irgendwann - schon sehr früh - nur noch auf der Flucht vor meinem ruhigen Kind war. Ich war den ganzen Tag so damit beschäftigt mein Baby zu versorgen und auch das Weinen zu verhindern oder es zu begleiten, war den ganzen Tag so präsent für das mich brauchende Baby, dass in den Momenten in denen es friedlich und ruhig war, aufnahmebereit, offen ... ich auf der Flucht war, weg, schnell weg, mir was zu essen machen, Luft holen, alleine sein, mich abwenden können, ich hatte dann keine Lust und Energie mich großartig meinem Kind zuzuwenden, denn ich wendete mich ja schon die ganze Zeit davor ihm zu. Ich weiß, dass das unterm Strich nicht so gravierend und ausschließlich war wie es sich anfühlt, denn ich war für mein Kind da. Vielleicht spiegelt dieses Gefühl und dieses Bild, diese Erinnerung einfach auch nur wider wie erschöpft ich war und was mein innerer Zustand der Leere war.
Ich habe irgendwann dann angefangen aufzuschreiben was ich am Tag geschafft habe, was schön lief, z.B. ich habe geduscht oder ich habe was gekocht, oder wir waren draußen (dann bin ich oft mit dem Auto irgendwo hin gefahren und wir sind dort spazieren gegangen) etc. das alles waren Highlights, denn ich war in der Regel von Mo-Fr mit meinem Baby alleine, manchmal sogar von So-Fr.

Was ich mir also rückblickend mehr gewünscht hätte in dieser Zeit, Raum, um mein Kind und mich, unsere Beziehung und unsere Liebe wirklich zu fühlen und nicht nur irgendwie den Tag zu überleben. Und diese schreckliche Anspannung, diese Habachtstellung. Aber letztendlich ist dies ein Teil meiner Geschichte und gehört zu mir, so wie viele andere Dinge.

Mein Kind ist in der Grundschule. Die "Schwierigkeiten" hinsichtlich der "Regulation" veränderten sich sehr stark, als mein Baby anfing mobil zu werden und dies geschah bereits mit 6 Monaten, zu diesem Zeitpunkt setzte es sich selbstständig aus dem Vierfüßlerstand hin, mit 6,5 Monaten krabbelte es und vieles wurde einfacher. Es gab immer mal wieder schwierige Phasen, in denen ich auch mit alten Belastungsreaktionen auf das Weinen reagierte und nicht gut ressourciert der Situation begegnen konnte ... meine Geschichte.
Mein Kind ist ganz wunderbar, es ist nicht "auffällig", schwierig, impulsiv oder sonst was ... Es ist durchaus anders als andere Kinder, aber was für mich entscheidend ist, es kommt "klar", es hat eine gute Selbst- und Fremdwahrnehmung und wir sind in Verbindung ... es ist alles gut. Diese schwierige Phase endet, die Kinder kommen irgendwann an und auch die Mütter kommen irgendwann an.

Und ja, hier hätte ich mir gewünscht, dass ich mehr Hilfe gefunden hätte. Ich hatte damals Hilfe durch ein ganz wunderbares Forum. Aber vor Ort Hilfe war einfach fremd, jemand der die Situation und die daraus resultierende Belastung ernst nimmt. Die Emotionelle Erste Hilfe oder Rückhalt e.V. von Paula Diederichs können hier Anlaufstellen sein, um die Mechanismen oder Gründe zu verändern oder aber auch einfach nur dich / euch zu stärken.

Bist du bei einer der beiden Anlaufstellen oder bei einer "klassischen" Schreiambulanz, die einer psychologischen Praxis oder einer KJP angeschlossen ist?

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 21.05.2013, 09:00
von jali
Ich kenne dein Kind nicht, aber dein Kind ist noch nichteinmal drei Monate alt und diese Zeit ist bei einigen Babys einfach sehr anstrengend.
Bei meiner Tochter war in dieser Zeit an ablegen auch nicht zu denken. Man konnte sie mit Müh und Not durch auf dem Arm tragen und bespaßen ca. 20 min vom Schreien abhalten, fing sie dann an zu schreien war nichts mehr zu machen, ausser stillen - das wirkte immer. Im Internet las ich dann Ratschläge wie: Das Kind nicht immer hoch nehmen, wenn es schreit sondern einfach auch mal beruhigende Schhh-Laute machen o.Ä.. Wenn ich sowas gemacht habe lief mein Kind blau an, weil sie so doll schrie. Kinderwagen klappte nicht. Schlafen konnte sie nur DRAUSSEN im Tragetuch und eingeschlafen ist sie dort auch nur unter Protest. Sobald sie aufwachte wollte sie aus dem Tuch raus.
Letztlich habe ich sie alle 20 min ca. eine Stunde gestillt, bin zu den Schlafenszeiten mit Tragetuch rausgegangen und bin wieder nach Hause gegangen, wenn sie aufgewacht ist. Ich hatte denke ich den Vorteil, dass Stillen wirklich immer funktionierte und ich so einen Trumpf in der Tasche hatte. Aber ich kam mir auch komisch vor über Wochen hinweg nichts anderes als Stillen zu tun.

Wenn ich andere Babys gesehen habe, die friedlich auf dem Boden oder im Stubenwagen lagen hätte ich anfangen können zu heulen (habe ich auch manchmal). Ich habe mir große Sorgen gemacht, ein schwieriges Kind zu haben, dass immer ein schwieriges Kind bleiben wird. Aber: Mit ca. 12 Wochen wurde das wirklich schlagartig besser. Da fing sie an sich zu drehen, unter dem Spieltrapez zu liegen, sich selbst zu beschäftigen ect. Schlafen war weiterhin ein Problem und in den Kinderwagen konnte ich sie auch erst legen bzw. setzen als sie mit 7 Monaten zu sitzen anfing, aber man begann zu sehen, dass meine Tochter ein sehr sehr fröhliches Naturell hat. Mittlerweile ist sie 22 Monate, der Nachtschlaf könnte wirklich besser sein, aber ansonsten kann sie sich im Verhältnis zu gleichaltrigen sogar sehr gut regulieren, ist fast immer gut gelaunt und es macht wirklich Spaß mit ihr.

Ich will dir nur Mut machen: Das ein Kind sich mit 8 Wochen nur schlecht regulieren kann, heisst nicht zwangsläufig, dass es das nicht mit 10, 12 oder 14 Wochen viel besser kann. Zum Osteopathen würde ich trotzdem gehen, um auszuschliessen das sie Schmerzen hat. Wir waren auch dort, bei uns war aber alles in Ordnung.

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 21.05.2013, 10:14
von bayleaf
Möchte mich Jali anschließen.
Mein Großer hatte auch Anpassungsschwierigkeiten. Er war ein bißchen früh, ein bißchen leicht und war einfach noch nicht angekommen.
Tragen hat geholfen, Stillen, Fön an, am Finger lutschen, pucken manchmal.
Hier in England werden frühkindliche Regulationsstörungen übrigens überhaupt nicht pathologisiert. Es gibt den Begriff Schreibaby nicht in der englischen Sprache, es gibt keine Schreiambulanzen und sobald der Hausarzt oder Osteopath körperliche Gründe ausgeschlossen hat, gibt es nur noch praktische Hinweise wie man dem Baby und den Eltern das Zusammenleben erleichtert. So verschieden können die Auffassungen sein!
Du machst das alles schon sehr vorbildlich und Dein Kleines ist echt noch Mini Pitzi Winzig.
Es wird besser, bis dahin:
Keep on keeping on :D

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 21.05.2013, 12:31
von nido56
Hallo!
Die anderen haben ja schon viele schlaue Dinge gesagt. Mein Kleiner war zwar kein Schreibaby aber ablegen konnte man ihn auch in den ersten Wochen fast ueberhaupt nicht, und seine Schlafphasen waren tagsueber auch ziemlich kurz. Ich moechte Dich auf jeden Fall ermutigen, trotzdem mit ihm raus zu gehen. Ich wuerde auf jeden Fall nochmal andere Trageweisen ausprobieren. Mein Kleiner hat sich im Tuch immer gut tragen lassen. Manduca oder aehnliches mag er erst seit er ca. 1 Jahr alt ist. Er hat beim Einbinden oft noch ein bisschen gezetert, aber wenn ich dann sofort losgelaufen bin, hat er sich immer ganz schnell beruhigt und ist eingeschlafen. Wenn er dann irgendwann aufgewacht ist und anfing zu schreien, dann habe ich ihn ausgepackt und gestillt, egal wo. Nach dem Stillen liess er sich dann normalerweise wieder gut ins Tuch nehmen und war zufrieden. Und das wichtigste, ICH war zufrieden! Den ganzen Tag nur zuhause sitzen, wuerde mich wahnsinnig machen.

Vielleicht haette man unserem kleinen Piraten auch eine Regulationsstoerung diagnostizieren koennen, keine Ahnung. Zum Glueck hat er die ersten Monate nachts gut geschlafen, so dass ich ziemlich ausgeruht war und keinen Leidensdruck hatte. Ausserdem habe ich mich schnell von einer Freundin mit einem gleichaltrigen Baby ueberzeugen lassen, zu einer Gruppe fuer Yoga mit Babys zu gehen. Das war genial! Viele nette Muetter, die es ganz normal fanden, wenn ein Baby mal schrie, und der Kleine hat dort - Oh Wunder - auch mal friedlich 30 min auf der Matte gelegen und rumgeschaut.

Nachmittags war die Babylaune bei uns meistens nicht so prickelnd, also habe ich alles Wichtige vormittags erledigt und dann Dauerstillzeit auf dem Sofa eingeplant. Beim ersten Quengeln Essen, Trinken und Laptop vorbereitet, dann Baby an die Brust und kuscheln und Serien im Internet schauen. Das fand ich sogar ziemlich erholsam.

Also, mein Fazit, wenn es irgendwie geht, Baby ins Tragetuch und raus mit Euch, moeglichst auch unter Leute.

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 21.05.2013, 12:38
von nido56
Ach, noch etwas. Ich habe von Anfang an auf meine morgentliche Dusche bestanden. Und ich war anfangs auch sehr viel allein mit ihm, konnte also nicht darauf warten, dass der Papa ihn mir solange abnahm. Die 10 min brauche ich aber einfach, um den Tag gut zu beginnen. Natuerlich habe ich versucht, einen Moment abzupassen, wenn der Kleine schlief, aber wenn nicht, dann habe ich ihn mit ins Bad genommen und er musste auf mich warten. Das war wirklich die einzige Zeit, wo ich ihn auch mal ein paar Minuten schreien gelassen habe. Meistens ging es aber erstaunlicher Weise ohne Schreien, vielleicht fand er das Geraeusch des laufenden Wassers gut. Keine Ahnung.

Diese paar Minuten waren fuer ihn, glaube ich, kein Drama, aber fuer mich haben sie einen rieeeesigen Unterschied gemacht. Also, mein zweites Fazit: Freiraeume schaffen, auch wenn sie noch so winzig sind.

Alles Gute, es wird wirklich einfacher!

Re: Frühkindliche Regulationsstörung

Verfasst: 21.05.2013, 12:49
von Elli567
Meine Große war genauso. Leider waren wir erst nach 7Monaten in der Schreiambulanz.
Ich bin trotzdem rausgegangen, habs zuhause nicht ausgehalten, bin stundenlang über die Felder gewandert (da hat wenigsten niemand dumme Sprüche gemacht...) oder sie stundenlang (bewegunglos - sonst gings sofort wieder los) an meiner Brust nuckeln lassen, nur damit Ruhe war.
Geholfen hat bei uns letzendlich ein strikter Tagensablauf, nach 2h Wachsein MUSSTE sie schlafen (einfach so, wie andere Kinder ist sie nie eingeschlafen), ab da wurde es schlagartig besser.
Mit 8Monaten war der Spuk vorbei, anstrengend war/ist sie immer noch, sie braucht ein ganz anderes Programm als andere Kinder.
Ein was positives hatte das ganze, die Mittlere kam mir als Baby so einfach vor ;-) (obwohl mein Umfeld was anderes über sie sagte)