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Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 08:20
von spacerabbit
Im Ärzteblatt stand dieser interessante Artikel über Stillen und ökonomische Zusammenhänge mit dem Gesundheitssystem:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/136489 ... ?s=stillen

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 10:01
von Suleikha
Interessanter Artikel. Ist doch immer gut, wenn es wieder neue, "harte" Daten zu den Vorteilen des Stillens gibt! :D

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 11:29
von jusl
Vielen Dank für den Link.
Die Autorin des Artikels wies mich dankenswerterweise vor 5 Minuten darauf hin, dass für alle Interessierten auf ihrer Hompage auch eine Zusammenfassung auf Deutsch der im Artikel zitierten Studie zu finden ist:
Krankheiten vermeiden und Ressourcen sparen: Der mögliche Beitrag durch Erhöhung der Stillraten in Großbritannien.

LG
Julia

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 12:29
von bayleaf
Dank dieser Studie war das (Nicht)stillen in Großbritannien mal wieder in allen Medien vertreten.
Ich bin eine sehr frisch gebackene Stillberaterin des BfN (Breastfeeding Network) und zumindest in unserer Londoner Kommune werden die städtischen Gelder vermehrt in die Förderung des Stillens investiert um die NHS zu entlasten.
Die Studie weist spezifisch darauf hin, daß das Stillen als vorbeugende Maßnahme gegen akute und chronische Krankheiten dem Gesundheitssystem und ergo dem Staat ökonomische und soziale Vorteile erbringt.
Stillen ist eben doch politisch :mrgreen:

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 14:20
von arwen
Ich finde es irgendwie faszinierend, dass die Briten immer alles unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten. Die Birthplace Studie hatte ja auch die ökonomische Komponente. Leider wird die in D sehr selektiv zitiert, um die negativen Aspekte von außerklinischen Geburten hervorzuheben.

Aber gut isses schon, dass es solche umfassenden Studien gibt.

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 17:18
von bayleaf
arwen hat geschrieben:Ich finde es irgendwie faszinierend, dass die Briten immer alles unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten. Die Birthplace Studie hatte ja auch die ökonomische Komponente. Leider wird die in D sehr selektiv zitiert, um die negativen Aspekte von außerklinischen Geburten hervorzuheben.

Aber gut isses schon, dass es solche umfassenden Studien gibt.
Stimmt. Das Gesundheitssystem ist anders. Es gibt keine Krankenkassen (außer private) sondern ärztliche Behandlung ist grundsätzlich kostenlos.
Der Staat finanziert die NHS (National Health Service) komplett, daher sind solche Studien wichtig um die Kosten zu anysieren.

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 17:19
von bayleaf
Sollte natürlich analysieren heißen :)

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 19:34
von arwen
Ich kenne den NHS aus persönlicher Erfahrung (wir haben fast 4 Jahre in GB gelebt), und jedem, der sich über die deutschen Krankenkassen beschwert, würde ich empfehlen, mal eine Zeitlang in GB zu leben. Danach weiß man das deutsche System doch mehr zu schätzen.

Re: Artikel über Stillen und Gesundheitsökonomie

Verfasst: 13.04.2013, 19:46
von bayleaf
arwen hat geschrieben:Ich kenne den NHS aus persönlicher Erfahrung (wir haben fast 4 Jahre in GB gelebt), und jedem, der sich über die deutschen Krankenkassen beschwert, würde ich empfehlen, mal eine Zeitlang in GB zu leben. Danach weiß man das deutsche System doch mehr zu schätzen.
In der Tat ist das leider oft so. Wir haben großes Glück, daß wir in London leben. Mein Großer hatte schon sehr viele Operationen und war/ist immer im Great Ormond Street Hospital, eines der besten Kinderkrankenhäuser der Welt. Ich bin immer nur froh und dankbar, daß es so ein tolles KKH ganz in unserer Nähe gibt.