Brauche Hilfe - Neugeborenes
Verfasst: 01.04.2013, 20:48
Hallo, guten Abend!
Ich bin ja noch ziemlich neu hier und wurde am Dienstag Abend nach einem ziemlich traumatischen Geburtserlebnis mit einem wundervoll ausgeglichenen Sohn belohnt. (Und nun folgt ein halber Roman, wie nach nochmaligem Lesen bemerkt hab... sorry).
Ich habe so verschiedene Probleme beim Stillen. Im KH war leider wenig kompetentes Personal, so dass ich alle Entscheidungen letztlich allein treffen musste. Es war so, dass er in den ersten 24 h eigentlich nur schlafen wollte. Unmittelbar nach der Geburt habe ich ihn sofort angelegt, da lief reichlich Kolostrum, was er aber eher aufgeleckt hat wie ein Kätzchen, angedockt hat er nicht. Sein Saugbedürfnis war in den ersten zwei Tagen sehr gering. Ich habe dann eine Hebamme auf der Station aufgetrieben, die mir die manuelle Muttermilchgewinnung gezeigt hat und Kolostrum hatte ich ein Glück reichlich. Und so habe ich dann ein paar Mal ca. 5ml mit einer Spritze gefüttert.
Schon mit 48h hatte der Kleine dann eine ordentliche Gelbsucht entwickelt. Er war dabei aber wirklich wach und fit und das Anlegen hatte auch gerade besser geklappt (wenn auch nie problemlos, aber er war ja auch erst zwei Tage alt). Nun war es so, dass ich ab da total unter Druck stand, weil Carlos so viel wie möglich unter der Blaulichtlampe sein sollte, also wollten die Schwestern, dass ich abpumpe. Das habe ich abgelehnt. Durch mein häufiges Anlegen kam dann auch schon sehr heftig der Milcheinschuss und dadurch wurden meine Brüste so stramm, dass Carlos meine Brustwarze einfach nicht mehr zu fassen bekam und so habe ich mich dann zu einem Versuch mit Stillhütchen überreden lassen. Und da hat er dann angedockt, wie ein Weltmeister. Er hat dann am dritten Tag gleich an Gewicht zugenommen. Das war natürlich erfreulich. Aber seitdem klappt das Andocken über die Hütchen nicht mehr. Er kriegt die Brustwarze immer nur für ein bis fünf Mal Saugen zu fassen und dann rutscht sie ihm aus dem Mund. (Meine Brust ist recht groß und er auch relativ zart).
Seit Samstag sind wir zu Hause und meine Hebamme hat sehr ausdauernd mit mir versucht, ihn ohne das Hütchen anzulegen, aber es klappt einfach nicht. Und nun haben die Hormone bei mir heute voll zugeschlagen und ich bin nur noch am Weinen. Genau das wollte ich doch von Anfang an vermeiden und nun habe ich ihn an die blöden Plastikdinger gewöhnt und habe Angst, dass ich ihn nicht mehr los bekomme davon etv.. Aber im KH hatte ich einfach das Gefühl, dass es wichtiger sei, dass er trinkt wegen der Gelbsucht, sonst hätte ich bestimmt zufüttern müssen.
Ich habe es heute so oft ohne Hütchen probiert, dass der kleine Kerl völlig frustriert und erschöpft ist und dann im Anschluss auch mit Hütchen nur immer ungefähr 10 min pro Mahlzeit getrunken hat. Meine Hebamme machte jetzt den Vorschlag, noch etwas zu warten, bis meine Brüste etwas weniger prall sind (also die erste Phase des Milcheinschusses vorbei ist) und es dann noch einmal ohne Hütchen zu probieren. Findet ihr das eine gute Idee? Ich habe Angst, dass ich ihn mit jeder Mahlzeit mehr an das Plastik gewöhne und mache mir Vorwürfe, dass ich die Dinger überhaupt benutzt habe. Habt ihr noch Tips zum Abgewöhnen dieser Stillhütchen?
Meine zweite Frage: Carlos meldet sich höchstens sechs Mal in 24h zum Trinken von allein. Die Dauer ist dann auch sehr unterschiedlich, von 30 min bis manchmal auch nur 15 min. Meine Hebamme sagte, er brauche nur 6 Mahlzeiten pro Tag (?), er habe ja genügend nasse Windeln und habe nicht mehr abgenommen und ich solle ihn tagsüber nicht zum Trinken wecken, sonder ihn stillen, wenn er sich meldet. Und dann solle ich nachts schauen, dass ich auf insgesamt eben 6 Mahlzeiten pro 24 h komme und mir, falls nötig eben dann einen Wecker stellen. Ich dachte, Neugeborene müssten öfter trinken? Und auch länger?
Seine Gewichtsdaten:
Geburt 3345g
1. Tag morgens, nackt 3170g
2. Tag morgens, nackt 3250g
3. Tag morgens, nackt 3270g.
Gestern 6x gestillt und 6x Pipi und mind. 4x Mumilchstuhl.
Über Hilfe wäre ich total dankbar, ich glaub, die Heultage haben mich fest im Griff.
Julia
Ich bin ja noch ziemlich neu hier und wurde am Dienstag Abend nach einem ziemlich traumatischen Geburtserlebnis mit einem wundervoll ausgeglichenen Sohn belohnt. (Und nun folgt ein halber Roman, wie nach nochmaligem Lesen bemerkt hab... sorry).
Ich habe so verschiedene Probleme beim Stillen. Im KH war leider wenig kompetentes Personal, so dass ich alle Entscheidungen letztlich allein treffen musste. Es war so, dass er in den ersten 24 h eigentlich nur schlafen wollte. Unmittelbar nach der Geburt habe ich ihn sofort angelegt, da lief reichlich Kolostrum, was er aber eher aufgeleckt hat wie ein Kätzchen, angedockt hat er nicht. Sein Saugbedürfnis war in den ersten zwei Tagen sehr gering. Ich habe dann eine Hebamme auf der Station aufgetrieben, die mir die manuelle Muttermilchgewinnung gezeigt hat und Kolostrum hatte ich ein Glück reichlich. Und so habe ich dann ein paar Mal ca. 5ml mit einer Spritze gefüttert.
Schon mit 48h hatte der Kleine dann eine ordentliche Gelbsucht entwickelt. Er war dabei aber wirklich wach und fit und das Anlegen hatte auch gerade besser geklappt (wenn auch nie problemlos, aber er war ja auch erst zwei Tage alt). Nun war es so, dass ich ab da total unter Druck stand, weil Carlos so viel wie möglich unter der Blaulichtlampe sein sollte, also wollten die Schwestern, dass ich abpumpe. Das habe ich abgelehnt. Durch mein häufiges Anlegen kam dann auch schon sehr heftig der Milcheinschuss und dadurch wurden meine Brüste so stramm, dass Carlos meine Brustwarze einfach nicht mehr zu fassen bekam und so habe ich mich dann zu einem Versuch mit Stillhütchen überreden lassen. Und da hat er dann angedockt, wie ein Weltmeister. Er hat dann am dritten Tag gleich an Gewicht zugenommen. Das war natürlich erfreulich. Aber seitdem klappt das Andocken über die Hütchen nicht mehr. Er kriegt die Brustwarze immer nur für ein bis fünf Mal Saugen zu fassen und dann rutscht sie ihm aus dem Mund. (Meine Brust ist recht groß und er auch relativ zart).
Seit Samstag sind wir zu Hause und meine Hebamme hat sehr ausdauernd mit mir versucht, ihn ohne das Hütchen anzulegen, aber es klappt einfach nicht. Und nun haben die Hormone bei mir heute voll zugeschlagen und ich bin nur noch am Weinen. Genau das wollte ich doch von Anfang an vermeiden und nun habe ich ihn an die blöden Plastikdinger gewöhnt und habe Angst, dass ich ihn nicht mehr los bekomme davon etv.. Aber im KH hatte ich einfach das Gefühl, dass es wichtiger sei, dass er trinkt wegen der Gelbsucht, sonst hätte ich bestimmt zufüttern müssen.
Ich habe es heute so oft ohne Hütchen probiert, dass der kleine Kerl völlig frustriert und erschöpft ist und dann im Anschluss auch mit Hütchen nur immer ungefähr 10 min pro Mahlzeit getrunken hat. Meine Hebamme machte jetzt den Vorschlag, noch etwas zu warten, bis meine Brüste etwas weniger prall sind (also die erste Phase des Milcheinschusses vorbei ist) und es dann noch einmal ohne Hütchen zu probieren. Findet ihr das eine gute Idee? Ich habe Angst, dass ich ihn mit jeder Mahlzeit mehr an das Plastik gewöhne und mache mir Vorwürfe, dass ich die Dinger überhaupt benutzt habe. Habt ihr noch Tips zum Abgewöhnen dieser Stillhütchen?
Meine zweite Frage: Carlos meldet sich höchstens sechs Mal in 24h zum Trinken von allein. Die Dauer ist dann auch sehr unterschiedlich, von 30 min bis manchmal auch nur 15 min. Meine Hebamme sagte, er brauche nur 6 Mahlzeiten pro Tag (?), er habe ja genügend nasse Windeln und habe nicht mehr abgenommen und ich solle ihn tagsüber nicht zum Trinken wecken, sonder ihn stillen, wenn er sich meldet. Und dann solle ich nachts schauen, dass ich auf insgesamt eben 6 Mahlzeiten pro 24 h komme und mir, falls nötig eben dann einen Wecker stellen. Ich dachte, Neugeborene müssten öfter trinken? Und auch länger?
Seine Gewichtsdaten:
Geburt 3345g
1. Tag morgens, nackt 3170g
2. Tag morgens, nackt 3250g
3. Tag morgens, nackt 3270g.
Gestern 6x gestillt und 6x Pipi und mind. 4x Mumilchstuhl.
Über Hilfe wäre ich total dankbar, ich glaub, die Heultage haben mich fest im Griff.
Julia