Langzeitstillen - Wie gehts der Mutter
Verfasst: 25.03.2013, 14:20
Hallo ihr Lieben,
ich möchte euch kurz meine Frage schildern. Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, bitte verzeiht, wenn ich ein Thema anschneide, dass ihr schon diskutiert habt, dann könnt ihr mich gerne auf bestehende Threads verweisen.
Alles in allem bin ich damit die ganze Zeit zufrieden gewesen und finde das soweit auch alles normal und natürlich
Nun komme ich an einen Punkt, an dem ich merke, dass die Erschöpfung mir zu viel wird.
Ich weiß, dass immer wieder geschrieben wird, Stillen verursache keine Mängel etc, ich möchte auch diese Diskussion nicht grundsätzlich von Neuem anstoßen. Ich denke, alles was das Kind nimmt, muss die Mutter ja produzieren sprich sich selbst zur Verfügung stellen (das nur vorweg).
Ich möchte euch gerne schildern wie es mir geht und mich würde interessieren, ob es eine Mutter gibt, der es ebenso geht.
Wenn ihr Mütter seid, denen es mit Langzeitstillen super geht, dann freue ich mich darüber, aber als Beitrag würde mir das nicht so viel information geben, von daher bitte ich nur um Feedbacks, wenn es jemandem ähnlich ging, wie er damit umging. Ich hoffe damit trete ich niemanden auf den Schlips
So, nun endlich zu mir
Ich stille meine Tochter seit 24 Monaten aus Überzeugung nach Bedarf. Am Tag zwischen 3 bis 5 mal (zum hinlegen, wenn ich da bin auch beim aufstehen). nachts trinkt sie zwischen 3 und 5 mal, vermehrt in den Morgenstunden. Sie isst normal, trinkt viel bei mir, bei Krankheiten hilft uns das sehr viel (kürzlich Magen-Darm und Grippe, Kind quasi wieder vollgestillt, nach einem Tag war das Fieber runter etc).
Sie schläft auch ohne mich ein (mittags wie Nachts) nur wenn sie nachts wach wird und ich bin nicht da, gibt's Ärger
Sie ist ein sehr vehementes Persönchen, das einfordert, was es will und sie liebt das Stillen.
Ich merke nun (arbeite wieder) dass ich einen Punkt komme, wo die Kombi aus Schlafmangel, ständig unterbrochenem Schlaf und ja, auch Stillen, mir (so glaube ich) die Kräfte raubt.
Wenn ich selbst krank bin und das Kind auch (weil wir uns natürlich aneinander anstecken) hab ich nicht die Möglichkeit, mich rauszuziehen.
Sprich: Kind Magen-Darm, trinkt ständig, ich auch Magen-Darm, ständig am stillen und trinken, konnte nichts essen, dazu Flüssigkeitsmangel soweit dass sogar menstruation zwischendrin versiegte.
Oder: Kind Grippe, trinkt viel (hab gelesen dass das Vitamin C aus der Muttermilch weit besser resorbierbar ist als z.B. aus Orangen), Kind wird gesund, ich hab keine (Kraft?Vitamin?)Reserven mehr für meine Genesung.
Ich denke auch, dass ein größeres Kind, auch wenn es natürlich nicht mehr vollstillt, natürlich einiges an Kalorien verschlingt.
Ich würde gerne schrittweise abstillen, bin aber etwas verzweifelt wie ich das bewerkstelligen soll, da ich es ja sinnvoll finde sehe, dass es ihr gut damit geht, ich voll dahinter stehe (und natürlich ist auch Wehmut dabei: Werde ich nochmal ein Kind stillen?).
Ich fühle mich aber am Ende meiner Kräfte, grade in diesem endlosen Winter mit stillen, krank sein, schlafen, mangelndem Schlaf.
Ich weiß, dass viele Frauen lange Jahr stillen ohne Mängel zu haben, glaube aber einfach auch dass es Ausnahmen gibt. Zudem höre ich immer wieder (auch wenn ich weiß dass häufiges Aufwachen in diesem Alter ganz normal ist) dass Kinder nach dem Abstillen doch mal länger am Stück schlafen und die Mamas nach dem Abstillen durch die Hormonumstellung wieder energetischer werden.
Danke allen, die soweit meinen Roman mitgelesen haben!
Denn nun kommen meine Fragen (mir ist klar, dass niemand medizinische Tipps abgeben kann, ich werde auch noch für ein Blutbild zu meinem Arzt gehen, mich interessiert eher, wie es bei euch war/ihr damit umgegangen seid):
- Habt ihr durch das Stillen einen Mangel/Mehrverbraucch festgestellt bei: Eisen, Magnesium, Vitamin B? Ich bin sher blass, müde (klar auch durch den Schlafmangel), nervös, leicht gereizt, Hände schlafen ein (nachts durch seitliches Stillen) etc.
. Wie habt ihr eure langzeit-gestillten, schon etwas "vernunftbegabteren"
Kinder abgestillt? ich erkläre meiner Tochter vieles (Brust braucht eine Pause, Mama muss was essen/trinken, erst wieder wenn wir ins Bett gehen etc), aber sie bekommt richtige Wutanfälle wenn ich e sihr verweigere. Manchmal lässt sie sich ablenken.
- habt ihr einen Unterschied beim Schlaf festgestellt? Auch wenn das Abstillen kein Durchschlafen bringt, kann dann ja zumindest mal der Papa einspringen (wäre bei uns möglich).
- Habt ihr nach dem langen nächtlichen Stillen eine "Schlafstörung" zurückbehalten (nicht durchschlafen können, nervös aufwachen, nach dem Kind sehen wollen, Ammenschlaf). Wir schlafen im Familienbett.
- Wie kamt ihr emotional mit dem Abstillen zurecht? Obwohl ich das nie gedacht hätte, bemerke ich ein schlechtes Gewissen bei mir beim gedanken ans Abstillen, und das nach 24 Monaten
Ich bin kein fanatischer Stillverfechter, jeder soll es so machen, wie er es gut findet. ich sehe nur einfach, wie gut es ihr tut.
- Muss man bei einem langzeitgestillten Kind nach dem Abstillen irgendwas ersetzen? Natürlich brauchts keine Folgemilch oder so nen Quatsch, aber ich denke einfach, dass das Stillen ihr schon gesundheitlich noch mehr gibt als nur Mamas Nähe: Sie ist eine ganz zarte quirlige Person voller Energie, die aber nicht grade große Mengen isst.... habt ihr dann mehr Milchprodukte (Joghurt etc) gegeben?
- Hattet ihr Angst, in Bezug auf die Nähe etwas zwischen euch und eurem Kind aufzugeben durch das Abstillen?
Ich denke, der Zeitpunkt ist bei mir gekommen, aber ich fühle mich einfach sehr hilflos, wie ich es bewerkstelligen soll, da ich in einem großen Zwiespalt zwischen Fürsorge (es tut ihr gut, es hilft ihr wenn sie krank ist) und meiner eigenen Erschöpfung bin... Und das WIE ist ein großes Fragezeichen für mich, obwohl ich natürlich alle gängigen Hiflsmittel kenne (rauszögern, die am wenigsten benötogte Mahlzeit auslassen, andere Rituale). unser Kind nimmt auch weder Scnuller noch nächtliche Flasche. Nur bei 40 Fieber verlangte sie nachts mehrfach nach Tee
Vielen Dank für eure Geduld!!! Ich freue mich sehr über Rückmeldungen, da ich doch in meinem Freundeskreis die einzige bin, die "so lang" stillt (ich finde es gar nicht lang, sondrn normal) und ich hier nur so Tipps bekomme wie "abstillen um endlich mal wieder in die Disco gehen zu können" was sich glaub ich für jede lange stillende Mutter einfach nur absurd anhört
Vielen lieben Dank euch,
Anna
ich möchte euch kurz meine Frage schildern. Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, bitte verzeiht, wenn ich ein Thema anschneide, dass ihr schon diskutiert habt, dann könnt ihr mich gerne auf bestehende Threads verweisen.
Alles in allem bin ich damit die ganze Zeit zufrieden gewesen und finde das soweit auch alles normal und natürlich
Nun komme ich an einen Punkt, an dem ich merke, dass die Erschöpfung mir zu viel wird.
Ich weiß, dass immer wieder geschrieben wird, Stillen verursache keine Mängel etc, ich möchte auch diese Diskussion nicht grundsätzlich von Neuem anstoßen. Ich denke, alles was das Kind nimmt, muss die Mutter ja produzieren sprich sich selbst zur Verfügung stellen (das nur vorweg).
Ich möchte euch gerne schildern wie es mir geht und mich würde interessieren, ob es eine Mutter gibt, der es ebenso geht.
Wenn ihr Mütter seid, denen es mit Langzeitstillen super geht, dann freue ich mich darüber, aber als Beitrag würde mir das nicht so viel information geben, von daher bitte ich nur um Feedbacks, wenn es jemandem ähnlich ging, wie er damit umging. Ich hoffe damit trete ich niemanden auf den Schlips
So, nun endlich zu mir
Ich stille meine Tochter seit 24 Monaten aus Überzeugung nach Bedarf. Am Tag zwischen 3 bis 5 mal (zum hinlegen, wenn ich da bin auch beim aufstehen). nachts trinkt sie zwischen 3 und 5 mal, vermehrt in den Morgenstunden. Sie isst normal, trinkt viel bei mir, bei Krankheiten hilft uns das sehr viel (kürzlich Magen-Darm und Grippe, Kind quasi wieder vollgestillt, nach einem Tag war das Fieber runter etc).
Sie schläft auch ohne mich ein (mittags wie Nachts) nur wenn sie nachts wach wird und ich bin nicht da, gibt's Ärger
Sie ist ein sehr vehementes Persönchen, das einfordert, was es will und sie liebt das Stillen.
Ich merke nun (arbeite wieder) dass ich einen Punkt komme, wo die Kombi aus Schlafmangel, ständig unterbrochenem Schlaf und ja, auch Stillen, mir (so glaube ich) die Kräfte raubt.
Wenn ich selbst krank bin und das Kind auch (weil wir uns natürlich aneinander anstecken) hab ich nicht die Möglichkeit, mich rauszuziehen.
Sprich: Kind Magen-Darm, trinkt ständig, ich auch Magen-Darm, ständig am stillen und trinken, konnte nichts essen, dazu Flüssigkeitsmangel soweit dass sogar menstruation zwischendrin versiegte.
Oder: Kind Grippe, trinkt viel (hab gelesen dass das Vitamin C aus der Muttermilch weit besser resorbierbar ist als z.B. aus Orangen), Kind wird gesund, ich hab keine (Kraft?Vitamin?)Reserven mehr für meine Genesung.
Ich denke auch, dass ein größeres Kind, auch wenn es natürlich nicht mehr vollstillt, natürlich einiges an Kalorien verschlingt.
Ich würde gerne schrittweise abstillen, bin aber etwas verzweifelt wie ich das bewerkstelligen soll, da ich es ja sinnvoll finde sehe, dass es ihr gut damit geht, ich voll dahinter stehe (und natürlich ist auch Wehmut dabei: Werde ich nochmal ein Kind stillen?).
Ich fühle mich aber am Ende meiner Kräfte, grade in diesem endlosen Winter mit stillen, krank sein, schlafen, mangelndem Schlaf.
Ich weiß, dass viele Frauen lange Jahr stillen ohne Mängel zu haben, glaube aber einfach auch dass es Ausnahmen gibt. Zudem höre ich immer wieder (auch wenn ich weiß dass häufiges Aufwachen in diesem Alter ganz normal ist) dass Kinder nach dem Abstillen doch mal länger am Stück schlafen und die Mamas nach dem Abstillen durch die Hormonumstellung wieder energetischer werden.
Danke allen, die soweit meinen Roman mitgelesen haben!
- Habt ihr durch das Stillen einen Mangel/Mehrverbraucch festgestellt bei: Eisen, Magnesium, Vitamin B? Ich bin sher blass, müde (klar auch durch den Schlafmangel), nervös, leicht gereizt, Hände schlafen ein (nachts durch seitliches Stillen) etc.
. Wie habt ihr eure langzeit-gestillten, schon etwas "vernunftbegabteren"
- habt ihr einen Unterschied beim Schlaf festgestellt? Auch wenn das Abstillen kein Durchschlafen bringt, kann dann ja zumindest mal der Papa einspringen (wäre bei uns möglich).
- Habt ihr nach dem langen nächtlichen Stillen eine "Schlafstörung" zurückbehalten (nicht durchschlafen können, nervös aufwachen, nach dem Kind sehen wollen, Ammenschlaf). Wir schlafen im Familienbett.
- Wie kamt ihr emotional mit dem Abstillen zurecht? Obwohl ich das nie gedacht hätte, bemerke ich ein schlechtes Gewissen bei mir beim gedanken ans Abstillen, und das nach 24 Monaten
- Muss man bei einem langzeitgestillten Kind nach dem Abstillen irgendwas ersetzen? Natürlich brauchts keine Folgemilch oder so nen Quatsch, aber ich denke einfach, dass das Stillen ihr schon gesundheitlich noch mehr gibt als nur Mamas Nähe: Sie ist eine ganz zarte quirlige Person voller Energie, die aber nicht grade große Mengen isst.... habt ihr dann mehr Milchprodukte (Joghurt etc) gegeben?
- Hattet ihr Angst, in Bezug auf die Nähe etwas zwischen euch und eurem Kind aufzugeben durch das Abstillen?
Ich denke, der Zeitpunkt ist bei mir gekommen, aber ich fühle mich einfach sehr hilflos, wie ich es bewerkstelligen soll, da ich in einem großen Zwiespalt zwischen Fürsorge (es tut ihr gut, es hilft ihr wenn sie krank ist) und meiner eigenen Erschöpfung bin... Und das WIE ist ein großes Fragezeichen für mich, obwohl ich natürlich alle gängigen Hiflsmittel kenne (rauszögern, die am wenigsten benötogte Mahlzeit auslassen, andere Rituale). unser Kind nimmt auch weder Scnuller noch nächtliche Flasche. Nur bei 40 Fieber verlangte sie nachts mehrfach nach Tee
Vielen Dank für eure Geduld!!! Ich freue mich sehr über Rückmeldungen, da ich doch in meinem Freundeskreis die einzige bin, die "so lang" stillt (ich finde es gar nicht lang, sondrn normal) und ich hier nur so Tipps bekomme wie "abstillen um endlich mal wieder in die Disco gehen zu können" was sich glaub ich für jede lange stillende Mutter einfach nur absurd anhört
Vielen lieben Dank euch,
Anna