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Probleme mit der Still-Verdauung

Verfasst: 19.03.2013, 22:22
von Anika82
Hallo,

und schon wieder eine Frage von mir:
Mein Zwerg ist nun 11 Wochen alt. Bis er 6 Wochen alt war hatte er in 7 von 8 Windeln täglich Stuhlgang. Als er dann ca. 6 Wochen alt war stellte sich seine Verdauung um und hatte das erste Mal in seinem jungen Leben erstmal nach 4 Tagen Stuhlgang. Hab meine Hebamme gefragt und sie sagte mir, dass alles im grünen Bereich liegt; bis 10 Tage ohne wäre bei vollgestillten Kindern normal.

Am 4. oder 5. Tag kam dann die angesammelte Ladung raus. Curryfarbener, flüssiger Stillstuhl und das in ner unglaublichen Menge. Seitdem liegen die Abstände zwischen den großen Geschäften zwischen 3 und 7 Tagen. Soweit so gut. Ab dem 3. Tag allerdings hat mein Zwerg vermehrt mit Blähungen zu kämpfen, die wir mit Massage und und anderen Übungen eignetlich ganz gut im Griff haben. Von Tag zu Tag stinken die Pupse immer mehr bis dann irgendwann alles rauskommt. Allerdings hat er mit der zunehmender Anzahl der Tage vermehrt schmerzhafte Blähungen die wir irgendwann nicht mehr so wirklich im Griff haben und er sich richtig zusammenzieht.

Habe meine Hebamme dann nochmal gefragt und sie sagte, dass wir alles soweit richtig machen. Das einzige was ich noch testen kann um ihm das Geschäft zu erleichtern ist Milchzucker zu trinken der dann mit der Muttermilch an ihn weitergegeben wird. Kann man sonst wirklich nix machen? Er quält sich wirklich ziemlich und schreit bei den Krämpfen. Ist sein Geschäft dann raus (und es kommt wirklich in rauen Mengen rausgeschossen und quillt überall raus (ich hoffe jedes Mal, dass es mir niht außerhalb passier) wo ich mich frage wo so ein kleiner Kerl soviel Kack versteckt haben kann) ist er wie ausgewechselt und wieder total tiefenentspannt.

Gibt es noch irgendwas wie ich ihm sein Geschäft erleichtern kann? Er tut mir immer so leid und ich komm mir so hilflos vor.

lG
Anika

Re: Probleme mit der Still-Verdauung

Verfasst: 19.03.2013, 23:58
von blueberry
Liebe Annika82,

es tut mir leid, dass Dein Baby sich augenscheinlich so mit der Verdauung quält :( . Ich vermute ähnlich wie Deine Hebamme, dass man da nicht viel wird machen können außer vermehrte Darmreife abzuwarten - Dein Baby ist ja noch sehr jung. Was vielen Kindern in solchen Phasen hilft, ist (neben den Dingen, die Du schon machst) viel Tragen im gut gebundenen Tragetuch. Manchen Kindern hilft auch ein warmes Kirschkernsäckchen auf dem Bauch...

Weshalb ich Dir aber vor allem schreibe:
Anika82 hat geschrieben:Das einzige was ich noch testen kann um ihm das Geschäft zu erleichtern ist Milchzucker zu trinken der dann mit der Muttermilch an ihn weitergegeben wird.
Dieser Idee Deiner Hebamme stehe ich sehr skeptisch gegenüber: Sicherlich werden bestimmte Stoffe (manche Aromen, auch manche Fremdeiweiße etc.) aus der Nahrung der Mutter durch die Milch ans Kind weitergegeben. Ob oder wieviel Milchzucker Du zu Dir nimmst, ist für den Milchzuckergehalt Deiner Milch aber wirklich völlig und sämtlich unerheblich! Dieser wird nämlich einzig und allein durch Deine menschlichen Gene bestimmt: Milchzucker ist DAS Kohlenhydrat in der Muttermilch schlechthin und selbst wenn Du Dich komplett milchzuckerfrei ernähren würdest, würde sich am Milchzuckergehalt Deiner Milch nichts auch nur einen Deut ändern, da Dein Körper (wie der jedes Säugetiers, von Seehunden einmal abgesehen) nunmal selbst Laktose produziert :wink:

Wenn Du also nicht gerade selbst Milchzucker zur Regulation DEINER Verdauung brauchst, würde ich von vermehrtem Milchzuckerkonsum deutlich abraten - es sei denn, Du möchtest Dir Durchfall und Blähungen einhandeln.

Ich wünsche Dir und Deinem Baby alles Gute und dass es bald besser mit seiner Verdauung zurecht kommen möge.
LG, blueberry