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Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 13.03.2013, 07:53
von Sabbermäuschen
Ich mache mir wiedermal Gedanken um meinen kleinen Mann.
Selbst nach dem schlafen ist er total fahrig, reibt sich die augen, ist total zappelig und hat immer noch gerötete augen, tlw mit augenringen und hat STIMMUNGSSCHWANKUNGEN.
Aber direkt weiterschlafen kann er nicht. Mittlerweile schläft er nur noch an der Brust ein und wenn er kein Hunger hat und nicht schlafen will/kann, funktioniert das nicht. Pucken hilft etwas ihn zu beruhigen aber mehr auch nicht. Also muss ich ihn kurz beschäftigen, damit er danach wieder an der Brust einschläft.
Er kann unglaublich schlecht abschalten. Er nimmt jeden noch so kleinen Reiz wahr obwohl ich mich mit ihm schon ins schlafzimmer zurückziehe.
Egal ob es Kinder sind, die auf der Straße an unserem Haus vorbeilaufen, ob es die Katze ist, die im Flur mauzt oder der Papa in der Küche rumhantiert oder das Kissen ist, das im halbdunkeln noch zu erahnen ist, ALLES lenkt vom schlafen ab oder reisst ihn ausm schlaf raus.
Seit zwei Wochen achte ich sehr stark darauf, ihn nicht zu vielen Reizen auszusetzen und versuche, ihm soviel Schlaf zu gönnen, wie es geht. Hab aber das Gefühl, dass der Schlaf nicht reicht oder nicht erholsam genug ist. Getragen wird er natürlich auch und der Tagesablauf ist größtenteils gleich.
Jetzt hab ich immer noch die Worte des Arztes im Ohr, der meinte, dass wenn er jetzt nicht lernt Reize auszublenden,Bzw, wenn wir ihm zu vielen Reizen aussetzen, es sein kann, dass er später Hyperaktive wird.
Wie kann ich meinen kleinen Jungen unterstützen? und wie kann ich ihm nochmehr ruhe gönnen ohne ihn zu unterfordern?
Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 13.03.2013, 08:35
von manie
meine maus kommt mit dem föhn immer sehr gut zur ruhe. Sie liebt es, wenn man ihr mit der warmen luft übers gesicht bläst. Aber auch das geräusch alleine bringt schon was. Man kann das geräusch auch unter " weißes rauschen" bei youtube finden.
Vielleicht hilft das ja bei euch auch. Viel erfolg!
Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 13.03.2013, 08:36
von bienenmeister
Hallo Sabbermäuschen
(((((( ))))))
Ich denke hier können viele berichten, was bei ihnen geholfen hat oder auch nicht. Das heißt nicht, dass es bei euch hilft, oder dass ihr etwas falsch macht, wenn es nicht "funktioniert". Ich hatte schon immer ein sehr unruhiges Kind und habe mich oft richtig wuschig machen lassen. Bin zum Osteopathen gegangen, habe herumexperimentiert mit Schlafsituationen usw. Sicherlich ist es immer richtig zu gucken, ob physisch alles ok ist (Kiss auszuschließlich zum Beispiel).
Letzendlich hat bei uns nur "Annehmen" Linderung geschafft, das Kind zu sehen als das was es ist: Mein allergrößter Schatz, auch und gerade an den ganz schrecklichen Tagen

Um den halben Geburtstag rum ging es uns gar nicht gut, die Schubstimmung war entestzlich, er konnte kaum abschalten und ich habe mir ernsthafte Sorgen gemacht. Letzendlich haben sich da ja auch seine gesamten Schlafgewohnheiten verändert. In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres schlafen sie halt auch nicht mehr so lang und so viel wie ein kleines neues Baby. Diese Umstellung braucht auch Zeit.
Was zeitweilig funktioniert hat war stundenlanges Tragen an der frischen Luft (wir haben da mit Rückentragen angefangen). Selbst ruhig bleiben und bewusst runterzufahren, wenn das Kind völlig überdreht ist.
Ich weiß nicht, ob was an der Aussage deines KiÄ dran ist

Mein Mann ist hyperaktiv und selbst wenn unser Sohn es auch sein sollte, ich werde damit zurechtkommen, ganz sicher! Was aber immer richtig und förderlich ist, emotional nah dran zu sein am Kind. Wenn du wütend wirst oder verzweifelt, reflektieren, einen vertrauenswürdigen Gesprächspartner ins Boot holen (SuT zum Beispiel

), die negativen Emotionen kanalisieren und "abfließen" lassen.
Was mich amüsiert hat, war die Erkenntnis irgendeiner Forschungsgruppe das glückliche Kinder weniger schlafen als undglückliche

Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 15.03.2013, 09:53
von Sabbermäuschen
Oh Mann, Duracellhase trifft es wirklich *gähn*
Danke für eure Antworten, manie und bienenmeister. Ja ich glaub schon, dass das mit einem Schub zusammenhängt. Zähnchen kamen auch gerade erst raus, also ziemlich viel für so einen kleinen Knirps. Gesundheitlich ist alles abgecheckt und in Ordnung. Der Arzt meinte nur eben auch, dass er ALLES wahrnimmt, also nix ausblenden kann und deshalb schnell überreizt. Er wacht auch beim kleinsten Geräusch ausm Schlaf auf und kann nicht mehr einschlafen

. Und irgendwie verschieben sich die Schlafzeiten auch.
Was mir aber große sorgen macht, ist eben die Art und weiße, wie abends drauf ist. Totales fuchteln mit den Händen, das gestrampelt mit den Beinen hört nicht auf, selbst gepuckt bewegt er sich wie ne Raupe

. Dann lachen das ohne Übergang zum heulen wird....
Ich hoffe, dass es nur Bewegungsdrang ist und dass er bald krabbeln kann (üben tut er ja schon fleißig).
Aber falls jemand noch einen Tipp oder tröstende Worte hat, als her damit, kann ich immer gebrauchen!!!
Lg Andrea
Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 15.03.2013, 21:16
von Camille1984
Ich hab nur tröstende Worte für dich. Ich hab auch so ein Kind wie du.
In seinen Wachphasen ist er immer aktiv und fast immer in Bewegung. Aber man höre und staune, es gibt Momente in denen er plötzlich völlig konzentriert und ruhig etwas beobachtet. Das klappt nur meistens nur auf meinem Schoß und nicht alleine auf dem Boden. Mein Bärchen würde auch nie nie niemals freiwillig beim Spielen einschlafen. Schlafen funktioniert bei uns generell nur gepuckt. Eine Nacht in "Freiheit" vor kurzem haben wir hinter uns und es war eine Katastrophe... Wenn er gar nicht mehr runterkommt, muss ich ihn sogar manchmal tagsüber wach pucken. Oder wenn wir längere Strecken fahren auch im Autositz, weil er sonst nicht mehr freiwillig einschläft. Auch im Kinderwagen heute in der Stadt konnte er nicht schlafen, obwohl er todmüde war...
Wir werden also noch laaaange pucken. Ich hoffe einfach, dass es sich irgendwann von selbst bessert.
Ich habe gelernt, meinen Sohn einfach so anzunehmen wie er ist. Und es ist für mich manchmal schon schwierig, weil sein gleich alter Cousin das genaue Gegenteil von ihm ist und zumindest eine Hälfte der Verwandtschaft so ein ruhiges Kind viel toller findet

. Er ist eben ein aufgewecktes fröhliches Kind.
Ich setze ihn zum Teil auch weiterhin vielen Reizen aus, in der Hoffnung, dass er es langsam lernt, abzuschalten. Wenn nichts mehr geht, geht er schlafen. Und das tut er noch verdammt viel für sein Alter. Zwei bis drei Mal 1,5 Stunden am Tag und 12 Stunden in der Nacht sind bei uns derzeit keine Seltenheit.
Fühl dich einfach mal gedrückt und verstanden.
Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 16.03.2013, 09:19
von bienenmeister
Hey ihr beiden, ich finde nicht dass das so unnormal klingt. Die verunsichernden Worte deines Kinderarztes Sabbermäuschens, sind offenbar wenig hilfreich gewesen. Die Unruhe kann alles und nichts bedeuten, dein Arzt ist nicht den ganzen Tag mit eurem Kind zusammen und er kann gar nicht beurteilen, ob dein Sohn runterkommt oder nicht.
Meine Erfahrung damit ist, dass es wirklich von ganz alleine kommt, wenn es an der Zeit ist. Bei euren Kindern kommt das noch, davon bin ich überzeugt. Nichts deutet darauf hin, dass eure Kinder DESWEGEN ein Problem haben. Im Gegenteil, ich lese hier von zwei Müttern, die ihr Bestes geben ihre Kinder liebevoll zu begleiten.
Es fehlt diesen Kindern an NICHTS!

Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 25.03.2013, 21:08
von Katzensanne
Hallo Sabbermäuschen,
ich kann dir absolut nachfühlen, ich habe auch so ein zappeliges Kerlchen zu hause und habe mich auch schon öfter gefragt, ob das normal ist. Meiner ist jetzt 4 Monate alt und ist total aufgedreht. Meine Kinderärztin fand das auch etwas komisch, aber alles in allem ist er ein schöner Bengel, so ihre Worte. Er braucht auch absolute Reizabschirmung, viel Körperkontakt und einen sehr gleichbleibenden Tagesablauf. Ich versuche auch, ihn so zu nehmen, wie er ist und die doch sehr schwierige und anstrengende Situation hinzunehmen. Seitdem geht es mir besser
Ich bin auch oft hilflos und überfordert, die Nächte sind schlimm, die Tage gehen, die Abende waren immer sehr stressig bis ich die Abende total rituell und reizarm für ihn strukturiert habe, sprich vor dem Schlafengehen bin ich mind. eine Stunde mit ihm in seinem Zimmer bei "Muschibubulicht u.-musik" und mache quasi jeden Abend das Gleich in gleicher Reihenfolge, dann geht`s ins Schlafzimmer und dann dauert es auch nochmal `ne halbe Stunde bis er schläft. Und dann sind da noch meine Große und die Große von meinem Freund, die auch noch gerne was von mir hätten

und halb zehn wird mein kleiner Zappelfranz das erste Mal wach. Puhhhh...
Das Schlimmste ist für mich, wenn er dann so richtig aufgedreht ist und deswegen nicht trinken kann, dann zaüüelt das ganze Kind, der MSR setzt nicht so schnell ein, wie er das gerne hätte und es schaukelt sich hoch, das macht mich dann immer total irre, dann habe ich das Gefühl ein wildes Tier zu stillen, so ist es nachts auch oft, da weiß ich dann auch nicht so recht, was ich mit ihm machen soll.
Einen wirklichen Rat kann ich dir auch nicht geben, aber es ist doch schon schön, zu wissen, dass man nicht alleine ist

von Zappelkäfermama an Duracellhasenmama sozusagen

Re: Mein kleiner Duracellhase
Verfasst: 27.03.2013, 09:31
von Sabbermäuschen
Danke bienenmeister und Katzensanne. Eure Worte haben mich echt aufgemuntert.
Das Gefühl ein Wildes Tier zu stillen kenn ich (zudem hat er jetzt auch noch 2 zähnchen und zwickt gerne mal

)
Die letzten Nächte hat das abendritual Wunder geholfen. Erst gibt es Abendbrei, dann werden die Zähne geputzt, dann das ganze Kind

, die abendbeleuchtung (das vitrinenlicht und Flammentodes Kerzen) im sclafzimmer ist an, dann wird im sitzen einschlafgestillt während ich ihm was vorlese. Und das ist auch der schönste Moment des Tages, wenn er grad am einduseln ist, schon die Augen verdreht und dann mitbekommt, dass ich ihm vorlese. Dann lächelt er nämlich das schönste lächeln der Welt, dockt ab,grinst noch breiter und schaut mich glückselig an und nuckelt sich dann in den Schlaf.
Ab und an gibt es aber immer noch die Phasen, in denen er noch zu aufgekratzt ist und es sehr schwer ist ihn zu beruhigen. Meistens lasse ich ihn dann ausstrampeln, dass kann schon mal über ne Std dauern oder er wird eben gepuckt.
Und es beruhigt, zu wissen, dass es auch zappelkäfermamas gibt
Danke und LG