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Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Monaten.
Verfasst: 11.03.2013, 11:30
von Tvistjarna
Guten Morgen,
ich komme gerade geschockt von der U4!
Meine Maus soll jetzt Beikost bekommen, weil sie so zart ist und Beikost ja mehr Kalorien hat....

(ja, genau, eerzähl das deiner Großmutter)
ich denk natürlich nicht dran, aber will mich mal ein bisschen rückversichern:
geboren am 8.12.12 mit 2890g.(kein plan wiviel sie abgenommen hat aber:
U2 am 20.12. 3000g
U3 am 10.1 3680g
heute U4 mit 4870g(irgendwie trau ich der Wage nicht, ich hol mir heut noch eine aus der Apo)
Ist das noch in Ordnung oder wirklich zuwenig?
Natürlich war sie ausgekackert und gepullert und hatte noch nicht ihr Morgenmahl zu sich genommen
Ich poste nachher mal die Apowaagedaten und würd mich bis dahin über Zuspruch freuen....
Verwirrte Grüße
Tvis
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:22
von Minja
Ich kann die Aussage deines Kinderarztes nicht nachvollziehen...
Ein Beikostreifes Kind erkennt man an bestimmten Dingen, aber nicht am Gewicht!!!
Frag ihn doch mal nach Erfahrungswerten- wieviele Kinder haben mit drei Monaten bei zusätzlicher Beikost mehr an Gewicht zugelegt? Und wieviel mehr kalorien hat denn 100g Brei.
Gut das du offensichtlich Bescheid weist und dich nicht beeinflussen lässt.
LG Minja
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:33
von Leyket
Nunja, es gibt ja schon auch Gewichtsentwicklungen, die eine hochkalorische Beikostfütterung sinnvoll erscheinen lassen. Hab das hier auch schon einige Male verfolgt. Von daher würde ich erstmal warten, bevor ich da über den Arzt herziehe
Und doch, ja ich glaube auch, dass 3 Monate noch deutlich zu früh dafür ist. Und wenn tatsächlich eingegriffen werden muss, dann werden die Stillberaterinnen hier bestimmt erstmal einen anderen Weg empfehlen und nicht direkt über die Beikost, schätze ich
Vielleicht kannst du ja noch einiges ergänzen zusammen mit den Gewichtsdaten von der Apothekenwaage, wie oft und wie effektiv stillt ihr, wie viele Pipiwindeln habt ihr ect.
Falls die Beraterinnen die Gewichtsentwicklung auch kritisch sehen, dann haben sie da direkt Anhaltspunkte, ob es etwas zu verbessern gibt.
Ich find es richtig, dass du hier nochmal nachfragst und dich nicht direkt ohne weitere Informationen auf so ein Experiment mit Beikost einlässt

Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:36
von jusl
Hallo Tvistjarna,
zunächst zur Gewichtszunahme:
Zwischen U2 und U3 lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme deutlich über 200 g - ein 100% sicherer Beleg dafür, dass mit dem Stillen und der Milchbildung/Kaloriengehalt usw. grundsätzlich alles in Ordnung ist.
Seit der U3 lag - Korrektheit der Daten vorausgesetzt (was keineswegs sicher ist) - die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 140 g. Dies ist ein normaler Wert für Babys für Babys in dem Alter (
Quelle) und damit kein Grund für irgendwelche Maßnahmen.
Selbst FALLS Dein Baby auffallend wenig zugenommen hätte (was es nicht hat), dann wäre Beikostfüttern keine empfehlenswerte Maßnahme. Klug ausgewählte, hochkalorische Beikost hat zwar in der Tat mehr Kalorien als Muttermilch und ist für ältere, untergewichtige Babys sehr sinnvoll, aber so junge Babys wie Deines können feste Nahrung noch nicht gut verwerten (d.h. die Kalorien landen in der Windel, nicht im Kind), und die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen ist höher als bei beikostreifen Babys. Wären also Maßnahmen notwendig gewesen (was hier nicht der Fall ist), dann wären dies ANDERE gewesen als vorzeitig Beikost zu füttern: Nämlich Verbesserung des Stillmanagements (häufiger und länger stillen, Erhöhung des Fettgehalts der Milch durch z.B. Wechselstillen) und evtl. Zufüttern von künstlicher Milch.
Wenn Du Dich mit der Waage sicherer fühlst, dann kannst Du einige Wochen lang wiegen. Achte dabei aber unbedingt auf eine gute Methodik, sonst schadet das Wiegen mehr als es nützt: Maximal 1-2 mal pro Woche wiegen (nicht häufiger!!), möglichst unter gleichen Bedingungen. Ausführliche Info dazu findest Du in unserer
Grundinfo Gewichtsentwicklung und Wiegen.
Ich hoffe diese Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:52
von Tvistjarna
Hochkalorische Beikostfütterung in allen Ehren, aber meine Mumi ist gehaltvoller als ein bißchen Brei ^^^Er meinte halt Kartoffel Karottenbrei zugeben.
Unser Stillverhalten ist prima, sie ist sauzufrieden und stillt alle halbe bis 4 Stunden, also komplett nach Bedarf und bis sie selber loslässt.
Pipi macht sie genug, habs genau im Blick und der Stuhlgang deutet auch auf eine ausreichende Versorgung hin(Hüttenkäse )
Mit der Apowaage kam sie eben nach dem Schlaf und nicht dazugestillt auf 4980! und nach der 5 min Mahlzeit hatte sie 5120.....
Die Apowaage ist übrigens frisch geeicht....
Ich sag mal kurz sorry fürs Pferdescheumachen, aber ich war eben echt durch den Wind.
LG
Tvis
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:53
von Tvistjarna
jusl hat geschrieben:Hallo Tvistjarna,
zunächst zur Gewichtszunahme:
Zwischen U2 und U3 lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme deutlich über 200 g - ein 100% sicherer Beleg dafür, dass mit dem Stillen und der Milchbildung/Kaloriengehalt usw. grundsätzlich alles in Ordnung ist.
Seit der U3 lag - Korrektheit der Daten vorausgesetzt (was keineswegs sicher ist) - die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 140 g. Dies ist ein normaler Wert für Babys für Babys in dem Alter (
Quelle) und damit kein Grund für irgendwelche Maßnahmen.
Selbst FALLS Dein Baby auffallend wenig zugenommen hätte (was es nicht hat), dann wäre Beikostfüttern keine empfehlenswerte Maßnahme. Klug ausgewählte, hochkalorische Beikost hat zwar in der Tat mehr Kalorien als Muttermilch und ist für ältere, untergewichtige Babys sehr sinnvoll, aber so junge Babys wie Deines können feste Nahrung noch nicht gut verwerten (d.h. die Kalorien landen in der Windel, nicht im Kind), und die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen ist höher als bei beikostreifen Babys. Wären also Maßnahmen notwendig gewesen (was hier nicht der Fall ist), dann wären dies ANDERE gewesen als vorzeitig Beikost zu füttern: Nämlich Verbesserung des Stillmanagements (häufiger und länger stillen, Erhöhung des Fettgehalts der Milch durch z.B. Wechselstillen) und evtl. Zufüttern von künstlicher Milch.
Wenn Du Dich mit der Waage sicherer fühlst, dann kannst Du einige Wochen lang wiegen. Achte dabei aber unbedingt auf eine gute Methodik, sonst schadet das Wiegen mehr als es nützt: Maximal 1-2 mal pro Woche wiegen (nicht häufiger!!), möglichst unter gleichen Bedingungen. Ausführliche Info dazu findest Du in unserer
Grundinfo Gewichtsentwicklung und Wiegen.
Ich hoffe diese Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
Liebe Jusl,
ich hab die Waage jetzt erstmal geholt und wieg sie dann nach Empfehlung. Ich denke aber , ich muß mir keine Sorgen machen.
LG
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 12:56
von jusl
Naja, also nach Deiner einen Wiege-Aktion kannst Du die Waage dann wohl getrost auch wieder zurückbringen...
Stillen klappt super, Ausscheidungen normal, Gewichtsentwicklung normal, Kind gesund. Da gibt es einfach keinen Anlass für häufigere Messungen.
LG
Julia
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 13:30
von Tvistjarna
Danke Dir, ich bin jetzt beruhigt.
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 13:38
von Himbeere78
Ich hatte und hab ja immer noch so einen leichten Floh Zuhause. Mein KA meinte aber immer, ob ein Kind genug bekommt, erkennt man nicht unbedingt am Gewicht sondern an der Lebhaftigekeit/ Bewegungndes Kindes. Ein Kind, dass tatsächlich zu wenig Nahrung bekommt, fährt seine Aktivitäten auf ein Minumum runter, um Energie zu sparen.
Re: Kinderarut rät zum Zufüttern? Undzwar Beikost mit 3 Mona
Verfasst: 11.03.2013, 13:59
von jusl
Also das Argument würde ich nur mit großer Vorsicht genießen... Um erkennen zu können, ob ein Kind seine Aktivitäten "runterfährt", setzt ja schonmal voraus, dass man das Normallevel der Aktivitäten des Kindes kennt!.. (Sprich: auf junge Babys ist dieses Kriterium per se NICHT anwendbar).
Außerdem weist der Bewegungsdrang ein ausgesprochen breites, natürliches Spektrum auf. Unterernähte Babys können sich also immernoch deutlich mehr bewegen als kerngesunde, wohlgenährte Babys, die einfach von Geburt an einen eher geringen Bewegungsdrang haben.
Dementsprechend gehört "Bewegung" auch NICHT zu den klassischen Kriterien, die sicher(!) anzeigen, ob eine Baby genug Milch bekommt oder nicht. (Die klassischen Kriterien sind in der Grundinfo Gewichtsentwicklung zu finden.)
LG
Julia