Seite 1 von 1

Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 06.03.2013, 16:42
von beany1
Hallo zusammen

ich habe folgendes Problem: eine starke Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündung. Homöopathie hat diesesmal leider nicht mehr gewirkt. Nun hoffe ich bis zu Freitag halbwegs fit zu sein da ich einen Rückbildungskurs besuche.

Hier nun meine Fragen:
Kann ich trotz Einnahme von Antibiotika abpumpen?
Wäre es auch möglich meiner Kleinen nur immer an diesem Abend eine Flasche pre zu geben ( es wären noch insgesamt Abende und mir schmerzen die Brustwarzen sehr seit ich begonnen habe abzupumpen?

Bitte nicht falsch verstehen, ich stille sehr gerne und habe auch meine grosse Tochter 13 Monate gestillt war dort aber nie ernsthaft krank.

Danke schonmal und liebe Grüsse
beany1

Re: Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 06.03.2013, 16:49
von daisy
Beany oh je, NHE das ist fies, kenne ich selbst nur allzu gut. Es gibt genügend stillversträgliche Antibiotika. Welches hast du denn bekommen? Warum willst du abpumpen?

Re: Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 06.03.2013, 18:01
von blueberry
Hallo Beany1,

zunächst mal: Gute Besserung!
Mir ist nicht ganz klar, ob Du schon ein Antibiotikum nimmst oder es erst erwägst: Viele gängige Antibiotika sind stillverträglich. Du kannst den Wirkstoff auf http://www.embryotox.de nachschauen oder Dein Arzt hat vielleicht die aktuelle Ausgabe des Schäfer/Spielmann da - oder kann sich direkt unter den auf der Website angegebenen Kontaktdaten bei embryotox erkundigen, welches Antibiotikum für Dich in Frage kommt.

Wenn Du ein stillfreundliches Antibiotikum einnimmst und während der Einnahme weiterstillst, wüsste ich nicht, was gegen das Abpumpen einer Portion zeitnah verfütterter Milch spricht. Dass Du nun in dieser Zeit keinen Vorrat für die Tiefkühltruhe anlegst, ist ja klar :wink:

Zur einen Flasche Pre pro Woche:

1. Dein Baby ist noch recht jung (das genaue Alter weiß ich zwar nicht, schlussfolgere das aber aus der Tatsache, dass Du zum Rückbildungskurs gehst). Da man nicht vorhersagen kann, wie Dein Kind auf den Einsatz von Flaschensaugern reagieren wird, möchte ich Dir das stillfreundliche Füttern der Milch ans Herz legen. Das heißt, dass Dein Kind die Milch NICHT per Saugerflasche bekommt, sondern z.B. aus einem kleinen Becher. Die Möglichkeiten kannst Du hier nachlesen: "Stillfreundliches Zufüttern"
Die Gründe hier: "Saugverwirrung"

2. Es gibt durchaus negative Auswirkungen einer einzigen Flasche Pre. Die gesunde Darmflora des Vollstillkindes verändert sich schlagartig und es dauert Wochen, bis sie wieder der eines Vollstillkindes entspricht. Gerade bei jungen Babys, die noch weit weg von Beikostreife sind und sonst nichts anderes als Muttermilch bekommen (und bei denen keine Zufütterindikation besteht), sollte man die Gabe von Formula-Nahrung sorgfältig gegen den Nutzen abwägen.

Wenn das Pumpen Dir schwerfällt, kannst Du in unserer Linksammlung Stillwissen Tipps zum erfolgreichen Abpumpen finden. Wenn Deine Brustwarzen nach dem Pumpen schmerzen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Dir der Aufsatztrichter der Pumpe nicht gut passt (bei guten Pumpen gibt es z.B. verschiedene Größen). Eigentlich sollte Pumpen keine Schmerzen an den Brustwarzen verursachen.

Wenn Pumpen generell nichts für Dich ist, könntest Du bei so gelegentlichem Bedarf an gewonnener Milch diese auch mit der Hand ausstreichen. Manchen Müttern liegt das deutlich mehr als Pumpen.

3. gäbe es vielleicht die Möglichkeit, Dein Baby mit dem Papa/einer Begleitperson mit zur Rückbildung zu nehmen? Es bewährt sich oft ganz gut, den "Babysitter" mit Baby im Tragetuch/KiWa z.B. um den Block zu schicken oder in einem Nebenraum/Ecke des Kursraumes mit dem Baby warten zu lassen, es kurz zu stillen, wenn es Hunger bekommt, und dann entspannt weiterzuturnen.

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder fit bist!

LG, blueberry

Re: Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 06.03.2013, 20:17
von beany1
Hallo Ihr

danke für die Antworten.
Meine kleine wird morgen 16 Wochen. Ich stille sehr gerne und finde das Abpumpen der Milch nicht wirklich positiv. Ich werde mich sobald ich wieder gesund bin um einen anderen Aufsatz bemühen
Das sich die Darmflora meiner Kleinen verändert möchte ich eigentlich nicht deshalb werde ich keine Pre-Flasche geben.
Da der Kurs leider genau in die Schlafenszeit beider Mäuse fällt kann mein Mann nicht mitkommen. Leider ist dies der einzige Kurs in unserer Nähe, dafür macht die Kursleiterin den Kurs wirklich interessant.

Schöne Grüsse und danke nochmals
beany1

Re: AW: Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 06.03.2013, 22:07
von honigtopf2010
Hallo, ich wünsche dir auch gute Besserung! Und mit einem Antibiotika gehörst du nicht zum Sport sondern geschont, also kannst du dir den Stress schon mal sparen und fängst einfach nächste Woche an. Bis dahin hast du Zeit zum Pumpen und könntest für den Papa vielleicht einen stillfreundlichen flaschenähnlichen Softcup von M*edela kaufen?

Re: Antibiotika und Abpumpen?

Verfasst: 07.03.2013, 21:37
von blueberry
Hallo beany1,

es freut mich, wenn die Antworten Dir weiterhelfen.
beany1 hat geschrieben:Das sich die Darmflora meiner Kleinen verändert möchte ich eigentlich nicht deshalb werde ich keine Pre-Flasche geben.
Ich denke, das wäre in Eurer Situation tatsächlich sinnvoll. Falls Du weitere Informationen zu diesem Thema möchtest, ist dieser Beitrag sehr interessant: Zufütterung bei einem gestillten Baby "Ein einziges Fläschchen schadet doch nichts" - oder etwa doch?

Falls Dir das Pumpen dauerhaft unangenehm sein sollte, lohnt sich wie gesagt, es mal mit Ausstreichen zu versuchen. Muttermilch mit der Hand zu gewinnen geht bei vielen Frauen mit etwas Übung genauso effektiv wie mit einer Handpumpe.
Hier findest Du Hinweise sowohl zum Pumpen als auch eine kurze Anleitung zum Gewinnen der Milch mit Hand (zweite Seite des Faltblattes): AFS-Faltblatt: Muttermilch gewinnen

Weiterhin gute Besserung!
LG, blueberry