Abstillen, aber wie?
Verfasst: 23.02.2013, 20:24
Hallo zusammen.
Meine Frage steht ja schon im Thema.
Um sie zu verstehen, erstmal ein paar Infos, zum "Abstillen, warum".
Meine Tochter ist jetzt 17 Monate alt und ich bin stolz darauf, sie trotz einiger Schwierigkeiten von familiärem Gegenwind bis Stillstreik durchgehend nach Bedarf gestillt zu haben. Ich habe es einfach genossen. Bis vor einigen Wochen. Da hat sich das Stillen verändert. Meine Tochter trinkt kaum noch, nuckelt viel, dabei teilweise "aggressiv". Sie hat mich einige Male gebissen, gerade nachts stundenlang genuckelt und ich wurde je nach Tagesform immer mal wieder innerlich aggressiv. Ob meine Aggression Auslöser oder Folge ihres "aggressiven" Nuckelns war/ ist, kann ich nicht sagen.
Ich habe eine Stillberaterin vor Ort um Hilfe gebeten, die nur meinte, ich solle von jetzt auf gleich nicht mehr stillen und das Weinen ertragen.
Das war vor ca. 8 Wochen und ich habe den Rat ignoriert und auf anderen Wegen nach Lösungen gesucht. Das "sanfte Abstillen", das Elisabeth Pantley propagiert las sich toll, kriegen wir aber nicht hin. Meine Tochter akzeptiert das Lösen der Brustwarze nicht, schnappt wie eine "Kneifzange" nach der Brust, wenn ich sie ihr wieder gebe. Das war auch nicht unser Weg.
Seit Mitte Januar haben wir in Anlehnung an Jay Gordons Vorschlag eine stillfreie Zeit von etwa 6 Stunden nachts durchgekämpft. Meine Tochter geht mit Stillen gegen 19 Uhr in ihr eigenes Bett. Gegen 22/ 22.30 Uhr wird sie wach, ich gehe ins Bett, nehme sie mit und wir Stillen nochmal. Dann wird bis 4 Uhr morgens nicht gestillt. Sie hat "nur" in der ersten Nacht 10 Minuten geweint, sich sonst immer schneller auch ohne Brust trösten lasseen, aber erst jetzt, 6 Wochen später verringert sich langsam die Anzahl der Wachphasen oder besser der Versuche, an die Brust zu kommen. Das sie mit dem Abstillen nicht automatisch durchschläft, ist mir klar.
Tagsüber haben wir schon seit ca. 8 Monaten nur noch Mittags einmal gestillt, wenn sie aus der Krippe kommt und auch diese Mahlzeit kann sie bei verschiedenen Anlässen ohne Kummer auslassen - also bspw. wenn der Papa mal mittags da ist oder einmal in der Woche die Patin, weil ich einen ganzen Tag arbeite.
Seit der nächtlichen Stillpause möchte sie nachmittags gern nochmal an die Brust. Eigentlich kein Problem, wenn sie wirklich stillen würde. Sie spielt aber eher, dockt an, dockt ab, will die Brust wechseln, fummelt mit den Fingern an der jeweils anderen, kneift mich etc. pp.
Das ständige Brust-wechseln-wollen tritt inzwischen auch bei den verbleibenden Stillmahlzeiten (19 Uhr =vor dem Einschlafen, ca. 22 Uhr, 4 Uhr morgens, 6.30 Uhr morgens, also direkt vor dem Aufstehen) auf. Das bringt mich zu der Frage, ob ich vielleicht nicht mehr genug Milch habe. Ich dachte eigentlich - erst recht nach so einer lange, recht reibungslosen Stillphase - ich könnte stillen, bis sie keine Milch mehr braucht, aber vielleicht führt ja mein zunehmender Frust in den Stillsituationen zum Abnehmen der Milch??
Soviel also zur Vorgeschichte der Entscheidung, jetzt abszustillen. "Jetzt" heißt dabei nicht "morgen ist Schluss, sondern innerhalb der nächsten vier Wochen will ich damit durch sein. Nächste Woche fahren wir für ein paar Tage zu den Großeltern. Bis dahin soll es bleiben, wie es ist, denn ich möchte mich nicht mit deren Kommentaren auseinander setzen müssen, wenn meine Tochter wegen des Abstillens weint. Meine Familie und Schwiegerfamilie ist sowieso kein Fan vom langen Stillen. Meine Schwiegermutter hat gar nicht gestillt, weil man ihr sagte nach einem Kaiserschnitt gehe das nicht. Meine Mutter hat jeweils ca. 3 Monate gestillt und war dann auch ganz zufrieden, dass es vorbei war.
Jedenfalls, Anfang März soll es losgehen mit dem vollständigen Abstillen. Aber wie? Tatsächlich von einem auf den anderen Tag nicht mehr stillen und das Weinen aushalten? Peu à Peu eine Mahlzeit weglassen? In welcher Reihenfolge und in welchem Abstand?
Kann man "HIlfsmittel" einsetzen, wie z.B. so eine Creme, die man Kindern gegen das Daumenlutschen auf die Finger schmiert?
Auch beim nächtlichen Stillen hab ich ihr schon "Bescheid gesagt". Also tagsüber immer mal wieder gesagt, "heute nacht üben wir das Einschlafen ohne Mamas Busen" und nachts sowas wie. "ich hab dich lieb, du schaffst es, ganz ohne Mamas Busen einzuschlafen, ich bin bei dir und halte dich fest (dabei habe ich sie mit dem Rücke zu mir gedreht und sozusagen in Löffelchenstellung gekuschelt).
Ob ihr das geholfen hat, weiß ich nicht recht zu sagen.
So, bevor der Text noch unübersichtlicher und länger wird, halte ich mal die Finger still, bedake mich fürs Lesen und Bitte um eure Antworten, Erfahrungen, Tipps...
Meine Frage steht ja schon im Thema.
Um sie zu verstehen, erstmal ein paar Infos, zum "Abstillen, warum".
Meine Tochter ist jetzt 17 Monate alt und ich bin stolz darauf, sie trotz einiger Schwierigkeiten von familiärem Gegenwind bis Stillstreik durchgehend nach Bedarf gestillt zu haben. Ich habe es einfach genossen. Bis vor einigen Wochen. Da hat sich das Stillen verändert. Meine Tochter trinkt kaum noch, nuckelt viel, dabei teilweise "aggressiv". Sie hat mich einige Male gebissen, gerade nachts stundenlang genuckelt und ich wurde je nach Tagesform immer mal wieder innerlich aggressiv. Ob meine Aggression Auslöser oder Folge ihres "aggressiven" Nuckelns war/ ist, kann ich nicht sagen.
Ich habe eine Stillberaterin vor Ort um Hilfe gebeten, die nur meinte, ich solle von jetzt auf gleich nicht mehr stillen und das Weinen ertragen.
Das war vor ca. 8 Wochen und ich habe den Rat ignoriert und auf anderen Wegen nach Lösungen gesucht. Das "sanfte Abstillen", das Elisabeth Pantley propagiert las sich toll, kriegen wir aber nicht hin. Meine Tochter akzeptiert das Lösen der Brustwarze nicht, schnappt wie eine "Kneifzange" nach der Brust, wenn ich sie ihr wieder gebe. Das war auch nicht unser Weg.
Seit Mitte Januar haben wir in Anlehnung an Jay Gordons Vorschlag eine stillfreie Zeit von etwa 6 Stunden nachts durchgekämpft. Meine Tochter geht mit Stillen gegen 19 Uhr in ihr eigenes Bett. Gegen 22/ 22.30 Uhr wird sie wach, ich gehe ins Bett, nehme sie mit und wir Stillen nochmal. Dann wird bis 4 Uhr morgens nicht gestillt. Sie hat "nur" in der ersten Nacht 10 Minuten geweint, sich sonst immer schneller auch ohne Brust trösten lasseen, aber erst jetzt, 6 Wochen später verringert sich langsam die Anzahl der Wachphasen oder besser der Versuche, an die Brust zu kommen. Das sie mit dem Abstillen nicht automatisch durchschläft, ist mir klar.
Tagsüber haben wir schon seit ca. 8 Monaten nur noch Mittags einmal gestillt, wenn sie aus der Krippe kommt und auch diese Mahlzeit kann sie bei verschiedenen Anlässen ohne Kummer auslassen - also bspw. wenn der Papa mal mittags da ist oder einmal in der Woche die Patin, weil ich einen ganzen Tag arbeite.
Seit der nächtlichen Stillpause möchte sie nachmittags gern nochmal an die Brust. Eigentlich kein Problem, wenn sie wirklich stillen würde. Sie spielt aber eher, dockt an, dockt ab, will die Brust wechseln, fummelt mit den Fingern an der jeweils anderen, kneift mich etc. pp.
Das ständige Brust-wechseln-wollen tritt inzwischen auch bei den verbleibenden Stillmahlzeiten (19 Uhr =vor dem Einschlafen, ca. 22 Uhr, 4 Uhr morgens, 6.30 Uhr morgens, also direkt vor dem Aufstehen) auf. Das bringt mich zu der Frage, ob ich vielleicht nicht mehr genug Milch habe. Ich dachte eigentlich - erst recht nach so einer lange, recht reibungslosen Stillphase - ich könnte stillen, bis sie keine Milch mehr braucht, aber vielleicht führt ja mein zunehmender Frust in den Stillsituationen zum Abnehmen der Milch??
Soviel also zur Vorgeschichte der Entscheidung, jetzt abszustillen. "Jetzt" heißt dabei nicht "morgen ist Schluss, sondern innerhalb der nächsten vier Wochen will ich damit durch sein. Nächste Woche fahren wir für ein paar Tage zu den Großeltern. Bis dahin soll es bleiben, wie es ist, denn ich möchte mich nicht mit deren Kommentaren auseinander setzen müssen, wenn meine Tochter wegen des Abstillens weint. Meine Familie und Schwiegerfamilie ist sowieso kein Fan vom langen Stillen. Meine Schwiegermutter hat gar nicht gestillt, weil man ihr sagte nach einem Kaiserschnitt gehe das nicht. Meine Mutter hat jeweils ca. 3 Monate gestillt und war dann auch ganz zufrieden, dass es vorbei war.
Jedenfalls, Anfang März soll es losgehen mit dem vollständigen Abstillen. Aber wie? Tatsächlich von einem auf den anderen Tag nicht mehr stillen und das Weinen aushalten? Peu à Peu eine Mahlzeit weglassen? In welcher Reihenfolge und in welchem Abstand?
Kann man "HIlfsmittel" einsetzen, wie z.B. so eine Creme, die man Kindern gegen das Daumenlutschen auf die Finger schmiert?
Auch beim nächtlichen Stillen hab ich ihr schon "Bescheid gesagt". Also tagsüber immer mal wieder gesagt, "heute nacht üben wir das Einschlafen ohne Mamas Busen" und nachts sowas wie. "ich hab dich lieb, du schaffst es, ganz ohne Mamas Busen einzuschlafen, ich bin bei dir und halte dich fest (dabei habe ich sie mit dem Rücke zu mir gedreht und sozusagen in Löffelchenstellung gekuschelt).
Ob ihr das geholfen hat, weiß ich nicht recht zu sagen.
So, bevor der Text noch unübersichtlicher und länger wird, halte ich mal die Finger still, bedake mich fürs Lesen und Bitte um eure Antworten, Erfahrungen, Tipps...