Ich bin aber keine Stillberaterin- ich hoffe es ist ok, wenn ich nochmal sage, dass ich nur von meinen bisherigen Erfahrungen und Stillgruppenbesuchen erzählen kann.
Novalia hat geschrieben:
wenn die Milch doch beim stillen gebildet wird, wie kann es dann sein dass ich (zB. bei einem Wachstumsschub) "zu wenig" Milch habe, und Leo dann öfter stillen möchte? Klar, er kurbelt die Produktion an. Aber will er öfter stillen, weil er mehr trinken würde, aber es kommt nichts mehr? Oder hat er den Bauch dann voll, aber nach einer Stunde schon wieder Hunger? Und wenn die Produktion steigt, bekommt er dann bei einer Stillmahlzeit mehr Milliliter?
Es klappt zwar seit fast acht Monaten super, aber interessant find ich es auch zu wissen, was da so genau passiert
Also ich denke, dass es eine Mischung daraus ist, denn auch bei Flaschenkindern gibt es Schübe und dann trinken die Kinder manchmal vorrübergehend mehr.
Die Milchmenge steigt ja nicht nur an, sondern nach dem 3.-4. Monat bleibt der Bedarf ja größtenteils gleich bis zum 6. Monat und bis dann durch Beikost gedeckter Bedarf die Milchmenge wieder abnimmt.
Ich konnte bei uns während der Schübe keinen Hunger ausmachen, denn Milch wasr immer genug da, weil ja aber Stillen eben nicht nur Nahrung bedeutet, wollen Kinder trotzdem öfter die neuen Gefühle, Fähigkeiten und Eindrücke an der Brust verarbeiten.
Auch dann ist es vielleicht schwer für die Kinder ihre Empfindungen einzuordnen und mit steigendem Alter sind viele tagsüber öfter abgelenkt. Bei körperlichem Wachstum wird sicher auch die Nahrung schneller verstoffwechselt.
püppilotta hat geschrieben:Greenie bird, kann der MSR beliebig oft aus gelöst werden? Ich merke den nicht so richtig, nur ganz am Anfang als Ziehen in beiden Seiten.
Und wieso spannt die Brust, wenn das Baby länger nicht trinkt, wenn die Milch erst durch Saugen -> MSR gebildet wird?
Das ist bestimmt von Frau zu Frau und Kind zu Kind unterschiedlich, wie oft und wie stark der Reflex ausgelöst wird. Je nach dem, ob das Kind stark clustert oder vermehrt nachts trinkt, desto sicherer die Milchbildung. Werden längere Stillpausen gemacht, dann wirkt sich das auf den Oxytocin und Prolaktinspiegel aus.
In der ersten Stillzeit dauert es auch etwas länger bis sich die Brust angepasst hat. Es wird immer auch ein kleiner Teil der Milch gebildet werden, die Brüste spannen aber z.B. beim Einschuss, nicht weil sie schon prall vor Milch sind, sondern es handelt sich da um verschiedene Flüssigkeiten, das Drüsengewebe schwillt auch an.
Nach längerer Stillzeit, wird es kaum noch zu prallen Brüsten kommen. Das sagte ich auch mal einer Freundin, ist ja nicht immer ein angenehmes Gefühl und die wenigsten Frauen würden wahrscheinlich länger stillen, wenn sie immer heiße, pralle Brüste hätten.
Ich weiß auch nur, dass das Oxytocin u.A. für die Entleerung der Milchbläschen sorgt- also das Auslösen des MSR.
Ich bleibe weiterhin auf ausführliche Erklärungen des Teams gespannt.