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Gewichtszunahme und Gelbsucht

Verfasst: 20.02.2013, 14:36
von rosenmädchen
Hallo,

mein zweiter Sohn ist am 4.2. geboren worden und hat auch gestern (15.Tag) sein Geburtsgewicht noch nicht wieder gehabt.
Er nimmt aber langsam zu. Tagsüber stillen wir alle drei Stunden, nachts sind es manchmal 6 Stunden Pause.
Er hat erhöhte Gelbsuchtwerte gehabt, aber nicht so hoch, dass er in die Kinderklinik muss. Er sieht aber immer noch ziemlich gelb aus.
Die Hebamme meint, das ist aber ok und das geht bald weg.
Allerdings soll ich zufüttern bzw. Milch abpumpen und geben, weil er wegen seinem kurzen Lippenbändchen nicht richtig trinkt. Also sagt sie...
Sie kommt aber nur 2mal die Woche...So schlimm kann es also doch nicht sein, oder?

Hier die Gewichtsdaten die ich habe:

Geburtsgewicht: 4020g KH
2.Tag: 3730g KH
5.Tag 3820g KIA
8.Tag 3900 Hebamme
15.Tag 3950 Hebamme

Soll ich Muttermilch abpumpen und geben und wenn ja wie viel?

Vielen Dank für die Antwort.

Re: Gewichtszunahme und Gelbsucht

Verfasst: 20.02.2013, 17:15
von KateKate
Wie wäre es denn z. B. wenn du nachts häufiger stillst? In den ersten Wochen habe ich mir nachts ca. alle drei Stunden einen Wecker gestellt, weil meine Tochter sich nie alleine gemeldet hat. So hättest du noch eine Stillmahlzeit mehr. Ich finde das Gewicht aber jetzt auch nicht dramatisch. Zum Lippenbändchen kann ich nichts sagen.

Re: Gewichtszunahme und Gelbsucht

Verfasst: 20.02.2013, 22:58
von honigbienchen
Hallo und erstmal noch Glückwunsch zur Geburt :wink:

Mir scheint als hättet ihr ein aufsummiertes Problem. Durch die erhöhten Gelbsuchtwerte ist dein Kind wahrscheinlich eher ruhig, evtl sogar schläfrig und meldet sich dadurch nicht so häufig. Alle 3 Std. tagsüber und alle 6 Std. nachts, da seid ihr bei etwa 6 mal Stillen in 24 Std. Kommt das in etwa hin?
Das ist schon recht selten, gerade für die Anfangszeit, da wäre so als Richtwert 8-12 mal Stillen in 24 Std.
Wenn zudem noch ein möglicherweise verkürztes Zungenbändchen kommt und dein Kind u.U. nicht so effektiv trinkt bzw. trinken kann, ist dies zusätzlich schwierig.

Von daher ist der Vorschlag deiner Hebamme verständlich.
Mein erster Gedanke wäre, Kind häufiger anlegen, wenn es effektiv trinkt. Das ist ja auch eine Maßnahme mit der du "sofort" anfangen kannst.
Ist es eher trinkschwach oder du merkst, dass es wegen des möglicherweise verkürzten Zungenbändchens eher weniger effektiv trinkt,wäre ein Abpumpen und ein Füttern der abgepumpten Milch schon sinnvoll (dafür gibts dann auch stillfreundliche Zufüttermethoden).
Bekommt dein Kind häufiger Milch wird das Bilirubin zügiger ausgeschieden, dadurch sind die Kinder meist weniger schläfrig und können sich häufiger selbst melden, wenn sie stillen wollen, ermüden beim Stillen nicht mehr so leicht und das Stillmanagement reguliert sich von selbst und meist auch die Gewichtszunahme.
Meldet sich ein Kind nicht so häufig, gerade zu Anfang, muss man bzw. die Mama :wink: dieses Stillmanagement im Auge behalten und ggf. auch mal Anlegen, wenn das Kind sich noch gar nicht meldet.

Hast du denn Beschwerden wie z.B. wunde Brustwarzen, die auf ein verkürztes Zungenbändchen deuten könnten?
Wie ist denn das Trinkverhalten deines Kindes?

Re: Gewichtszunahme und Gelbsucht

Verfasst: 21.02.2013, 16:34
von rosenmädchen
Hallo,

mein Sohn schläft eigentlich nicht so viel, er ist sogar eher ziemlich unruhig. Er schläft manchmal gut und dann muss ich ihn auch zum Trinken wecken, aber tagsüber eher selten.
Er wird auch meistens wach, wenn ich versuche ihn ins Bett zu legen. Und dann lege ich ihn nochmal an. Nachts schläft er besser weil er neben mir liegt.
Die Hebamme meint ich soll ihn nur alle 2,5 Stunden anlegen, und schauen dass er dann an jeder Seite jeweils 10 Minuten trinkt. Das macht er auch weil ich ihn zwischendurch ein bisschen ärger (also wickel).

Wir stillen schon öfter als 6 mal aber eben nicht so effektiv. Wenn er besonders unruhig ist, also morgens wenn wir den Großen zur Tagesmutter bringen und am Nachmittag/Abend lasse ich ihn an die Brust. Aber ich merke dass er da nicht unbedingt richtig trinkt sondern nur nuckelt.

Wunde Brustwarzen o.ä. habe ich keine. Hatte ich am Anfang, also die ersten Tage. Aber mir wurde gezeigt, wie ich ihn Anlege damit er besser trinken kann und seitdem wir so Stillen sind die Brustwarzen auch nicht mehr wund.

Re: Gewichtszunahme und Gelbsucht

Verfasst: 21.02.2013, 23:02
von honigbienchen
Hallo,
rosenmädchen hat geschrieben: Wunde Brustwarzen o.ä. habe ich keine. Hatte ich am Anfang, also die ersten Tage. Aber mir wurde gezeigt, wie ich ihn Anlege damit er besser trinken kann und seitdem wir so Stillen sind die Brustwarzen auch nicht mehr wund.
Das klingt doch schon mal gut. Wie sieht es denn für dich aus, streckt dein Kind die Zunge gut raus? Und wenn es die Zunge rausstreckt, sieht sie herzförmig aus?
Dies wäre auch ein Hinweis auf ein verkürztes Zungenbändchen.
ich soll ihn nur alle 2,5 Stunden anlegen, und schauen dass er dann an jeder Seite jeweils 10 Minuten trinkt.
Meldet er sich denn von selbst eher?
Aus welchem Grund sollst du nur alle 2,5 Std anlegen?
Es heißt "Stillen nach Bedarf", das heißt das Kind darf trinken so oft es will und so viel es will. Mal trinkt es weniger, mal etwas mehr, mal ist es zügig fertig und mal trinkt es langsamer oder mag nuckeln oder clustern...
Nur durch Stillen nach Bedarf kann sich die benötigte Menge auch vernünftig einpendeln, da sind feste Stillabstände eher kontraproduktiv.
Manche Kinder möchten schon nach 30 Minuten wieder stillen oder nach 1h, 1,5h...das ist alles ok. Muttermilch hat nach etwa 30-90 Minuten den Magen verlassen, da kann es schon sein, dass es auch eher wieder stillen mag.
Zusätzlich können feste Stillabstände dazu führen, dass die Kinder in der Summe zu wenig Milch bekommen und Stress können sie auch bedeuten, denn man schaut auf die Uhr.

Ich finde es grade in eurer Situation unabläßlich nach Bedarf zu Stillen, was für euch jetzt bedeuten würde, häufiger zu stillen, ohne feste Stillabstände, wie gesagt auch ruhig schon nach 1-1,5/2 h Nachts maximale Abstände von 4 h. Klar, wenn ein Kind schläft ist man froh dass es schläft, aber bei einem so jungem Kind und grade auch, weil ihr wieder aufs Geburtsgewicht kommen müsst, würde ich raten, längere Abstände unbedingt zu vermeiden.
Insgesamt wie ich oben schon geschrieben habe, wäre es gut, wenn ihr auf mindestens 8-12, besser noch 10-12 Mahlzeiten kommen würdet.
Wenn dein Sohn während des Stillens schläfrig wird und einschläft oder einfach nicht mehr so effektiv trinkt, kannst du die Seite wechseln, das hilft meist, damit das Kind wieder effektiver trinkt.
Wenn er besonders unruhig ist, also morgens wenn wir den Großen zur Tagesmutter bringen und am Nachmittag/Abend lasse ich ihn an die Brust. Aber ich merke dass er da nicht unbedingt richtig trinkt sondern nur nuckelt.
Das ist super, auch das nuckeln ist gut und notwendig.
Auch kannst du in solchen Situationen wechselstillen (wie oben schon erwähnt). Manche Kinder mögen es auch einige Zeit "dösend" an der Brust zu liegen und nur hin und wieder zu trinken, auch das ist ok.

Wie sieht es mit Pipi und Stuhl aus, regelmässig?
Wann habt ihr die nächste U? Ist die nicht jetzt die Tage dran? Oder kommt deine Hebamme die Tage nochmal?