Hoffnung auf Vollstillen aufgeben?
Verfasst: 17.02.2013, 09:41
Hallo,
vielleicht hat ja jemand Zeit und Lust sich mein Anliegen durchzulesen. Ich hoffe, ich kann es einigermaßen strukturiert aufschreiben:
Nach der Geburt meiner Tochter vor 5 Wochen hatte ich zuerst keine Milch; zumindest glaube ich dies.
Im Krankenhaus habe ich immer versucht sie anzulegen, aber sie hat gleich sofort geschrien gehabt und wollte nicht saugen.
Im Krankenhaus bekam ich an Tag 2 oder 3 dann eine Milchpumpe, um eventuell Muttermilch zufüttern zu können.
Nachdem ich 45 Minuten gepumpt hatte, hatte sich kein einziger Tropfen gebildet; auch bei den folgenden Malen Abpumpen nicht. So haben wir uns dann entschlossen Pre zuzufüttern.
Einen "Milcheinschuss" habe ich auch nie gespürt.
Ich habe dann immer weitergepumpt (ca. 6 mal täglich je 30 Min). Am Tag 5 kamen pro Pumpvorgang endlich rund 20ml zusammen.
Die Brust habe ich immer weiter angeboten (wobei "angeboten" falsch ist, freiwillig möchte sie die Brustwarze nie in den Mund nehmen, ich muss sie da schon "rein drücken" und hoffen, dass sie anfängt zu saugen). Aber leider klappt das nicht so.
Meist wird sie puderrot und schreit vor Wut - ist ja klar, beim Fläschen muss sie sich auch nicht so anstrengen.
Mittlerweile pumpe ich weiterhin ca. 6 Mal täglich 30 Minuten (oder 15 min, wenn ich doppelpumpe), wobei nachts schon mal ne Pause von 6-7 Stunden entsteht (ist das schlimm? Ich habe ausgetestet und festgestellt, dass ich nach einer solch langen Pause natürlich beim darauffolgenden Pumpvorgang dann mehr Milch erziele, aber die Tagesmilchmenge bleibt gleich (also verringert sich trotz langer Pause nicht), egal ob es da eine längere Pause gibt oder nicht...)
Pro Tag komme ich jetzt auf etwa 400ml - das find ich nicht grad sehr befriedigend.
Zur Steigerung der Milchmenge probiere ich (frei nach dem Motto "viel hilf viel"
) seit etwa 2 Wochen Folgendes:
- 2 alkoholfreie Weizenbiere am Tag,
- Bierhefetabletten,
- Bockshornkleetabletten,
- Stilltee,
- Milchbildungsöl zum Einreiben und
- Schüsslersalze von der Hebamme.
Allerdings merke ich, seit ich diese Mittelchen austeste, keinen Unterschied zu vorher...
Zusätzlich massiere ich die Brust oder dusche sie warm ab.
Derzeit füttere ich etwa 2/3 Pre und 1/3 abgepumpte Muttermilch.
Gerne würde ich vollstillen, aber auch meine Hebamme meinte, das würde vermutlich nicht klappen. Ich denke auch, dass sie da recht hat.
Ich habe Folgendes schon probiert:
- andere Sauger für die Fläschchen (z. B. Medela calma) - hat nicht geklappt, da sie auch hier vor Wut, weil so wenig kommt, anfängt zu schreien
- ich lege sie mehrmals am Tag an. Manchmal klappt dies "gut" (für meine Verhältnisse) und sie saugt an jeder Brust wenige Minuten (ob sie dabei aber wirklich effektiv trinkt weiß ich nicht. Vor einigen Tagen hat sie unglaubliche 15 Minuten an einer Brust gesaugt und hinterher vor Hunger geschrien und 150ml aus dem Fläschen leergesüppelt).
Das Anlegen klappt nicht immer. Ich habe es vor dem Fläschengeben, mittendrin oder hinterher probiert. Ich habe probiert sie im Halbschlaf anzulegen, weil ich dachte, dann würde sie instinktiver saugen.
- Ich habe mir ein Brusternährungsset bestellt. Das ist noch nicht angekommen. Ich bezweifele aber auch hier den Erfolg, weil sie hier vermutlich ähnlich wie beim Medela calma so wenig rausbekommen wird, dass sie wütend wird und schreit.
Ich weiß auch nicht, ob die Kleine wirklich was rausbekommt, wenn sie an der Brust ist.
Von anderen Frauen lese ich immer wieder, dass die Milch sogar "rausspritzt". Währenddessen es bei mir so ist, dass, selbst wenn ich die Brustwarze zusammendrücke, höchstens ein kleines Tröpfchen austritt.
Habe ich vielleicht doch zu wenig Milch um die Kleine zu stillen?
Was mich an der Situation stört:
1.
Ich würde gerne vollstillen, weil ich es für die Bindung zum Baby zwar nicht als erforderlich ansehe, aber als sehr schön für beide.
2.
Der Gesundheitsaspekt. Das Muttermilch das Gesündeste ist, muss ich hier ja sicher nicht ausführen.
3.
Die Zeit.
Es ist unglaublich stressig, den ganzen Tag Plastikberge auszuwaschen und abzukochen. Nebenbei dann noch abzupumpen und die Kleine dann noch zu füttern.
Außerdem mache ich mir Sorgen um die Hygiene. Bei dem ganzen Plastikkram kann es ja eventuell mal vorkommen, dass etwas doch nicht so steril ist, wie es sein sollte oder das der Behälter zur Aufbewahrung im Kühlschrank nicht 100% verschlossen war, oder was auch immer...
4.
Zufriedenheit
Die Kleine hat oft zu ungenauen Zeiten hunger, also, was ich meine, sie hält sich nicht unbedingt an ein 3-4 Stunden Rhythmus.
Das führt dazu, dass sie oft aufwacht und vor Hunger schreit. Wie SCHÖN wäre es da doch, wenn ich sie einfach anlegen könnte. Stattdessen lasse ich alles stehen und liegen, laufe in die Küche, fülle Milch ins Fläschen, erwärme es, laufe währenddessen vom Baby zur Küche hin und her, um hier die Kleine zu beruhigen und dort die Temperatur der Milch zu kontrollieren. Aargh!
5.
Ich verwerfe auch jeden Tag zwischen 50ml und 150ml Muttermilch, weil sie manchmal mehr und manchmal weniger Hunger hat und ich sie natürlich nicht wieder aufwärmen kann.
Ich weiß auch nicht, was ich nun toll soll. Die Kleine noch öfter versuchen anzulegen? Aber es bringt halt nicht unbedingt was. Meist verweigert sie die Brust komplett oder aber sie trinkt/nuckelt ein paar Minuten und schreit dann vor Wut/Hunger.
Ich könnte mir auch vorstellen, wenn das mit dem Stillen nun nicht klappen sollte *heul*, dann voll "pumpzustillen", also ihr gar keine Pre-Nahrung mehr zu geben. Allerdings habe ich momentan keinen halben Liter am Tag und sie trinkt über 1000ml/Tag. Und ich weiß nicht, wie ich meine Milchmenge noch steigern könnte.
Mit einer Stillberaterin hatte ich schon Kontakt.
So, falls sich jemand durch den doch sehr langen Text kämpfen konnte und ein paar Meinungen/Tipps/Erfahrungen für mich hat, wäre ich darüber sehr dankbar!
Lieben Gruß und einen schönen Sonntag!
Rosenrot
vielleicht hat ja jemand Zeit und Lust sich mein Anliegen durchzulesen. Ich hoffe, ich kann es einigermaßen strukturiert aufschreiben:
Nach der Geburt meiner Tochter vor 5 Wochen hatte ich zuerst keine Milch; zumindest glaube ich dies.
Im Krankenhaus habe ich immer versucht sie anzulegen, aber sie hat gleich sofort geschrien gehabt und wollte nicht saugen.
Im Krankenhaus bekam ich an Tag 2 oder 3 dann eine Milchpumpe, um eventuell Muttermilch zufüttern zu können.
Nachdem ich 45 Minuten gepumpt hatte, hatte sich kein einziger Tropfen gebildet; auch bei den folgenden Malen Abpumpen nicht. So haben wir uns dann entschlossen Pre zuzufüttern.
Einen "Milcheinschuss" habe ich auch nie gespürt.
Ich habe dann immer weitergepumpt (ca. 6 mal täglich je 30 Min). Am Tag 5 kamen pro Pumpvorgang endlich rund 20ml zusammen.
Die Brust habe ich immer weiter angeboten (wobei "angeboten" falsch ist, freiwillig möchte sie die Brustwarze nie in den Mund nehmen, ich muss sie da schon "rein drücken" und hoffen, dass sie anfängt zu saugen). Aber leider klappt das nicht so.
Meist wird sie puderrot und schreit vor Wut - ist ja klar, beim Fläschen muss sie sich auch nicht so anstrengen.
Mittlerweile pumpe ich weiterhin ca. 6 Mal täglich 30 Minuten (oder 15 min, wenn ich doppelpumpe), wobei nachts schon mal ne Pause von 6-7 Stunden entsteht (ist das schlimm? Ich habe ausgetestet und festgestellt, dass ich nach einer solch langen Pause natürlich beim darauffolgenden Pumpvorgang dann mehr Milch erziele, aber die Tagesmilchmenge bleibt gleich (also verringert sich trotz langer Pause nicht), egal ob es da eine längere Pause gibt oder nicht...)
Pro Tag komme ich jetzt auf etwa 400ml - das find ich nicht grad sehr befriedigend.
Zur Steigerung der Milchmenge probiere ich (frei nach dem Motto "viel hilf viel"
- 2 alkoholfreie Weizenbiere am Tag,
- Bierhefetabletten,
- Bockshornkleetabletten,
- Stilltee,
- Milchbildungsöl zum Einreiben und
- Schüsslersalze von der Hebamme.
Allerdings merke ich, seit ich diese Mittelchen austeste, keinen Unterschied zu vorher...
Zusätzlich massiere ich die Brust oder dusche sie warm ab.
Derzeit füttere ich etwa 2/3 Pre und 1/3 abgepumpte Muttermilch.
Gerne würde ich vollstillen, aber auch meine Hebamme meinte, das würde vermutlich nicht klappen. Ich denke auch, dass sie da recht hat.
Ich habe Folgendes schon probiert:
- andere Sauger für die Fläschchen (z. B. Medela calma) - hat nicht geklappt, da sie auch hier vor Wut, weil so wenig kommt, anfängt zu schreien
- ich lege sie mehrmals am Tag an. Manchmal klappt dies "gut" (für meine Verhältnisse) und sie saugt an jeder Brust wenige Minuten (ob sie dabei aber wirklich effektiv trinkt weiß ich nicht. Vor einigen Tagen hat sie unglaubliche 15 Minuten an einer Brust gesaugt und hinterher vor Hunger geschrien und 150ml aus dem Fläschen leergesüppelt).
Das Anlegen klappt nicht immer. Ich habe es vor dem Fläschengeben, mittendrin oder hinterher probiert. Ich habe probiert sie im Halbschlaf anzulegen, weil ich dachte, dann würde sie instinktiver saugen.
- Ich habe mir ein Brusternährungsset bestellt. Das ist noch nicht angekommen. Ich bezweifele aber auch hier den Erfolg, weil sie hier vermutlich ähnlich wie beim Medela calma so wenig rausbekommen wird, dass sie wütend wird und schreit.
Ich weiß auch nicht, ob die Kleine wirklich was rausbekommt, wenn sie an der Brust ist.
Von anderen Frauen lese ich immer wieder, dass die Milch sogar "rausspritzt". Währenddessen es bei mir so ist, dass, selbst wenn ich die Brustwarze zusammendrücke, höchstens ein kleines Tröpfchen austritt.
Habe ich vielleicht doch zu wenig Milch um die Kleine zu stillen?
Was mich an der Situation stört:
1.
Ich würde gerne vollstillen, weil ich es für die Bindung zum Baby zwar nicht als erforderlich ansehe, aber als sehr schön für beide.
2.
Der Gesundheitsaspekt. Das Muttermilch das Gesündeste ist, muss ich hier ja sicher nicht ausführen.
3.
Die Zeit.
Es ist unglaublich stressig, den ganzen Tag Plastikberge auszuwaschen und abzukochen. Nebenbei dann noch abzupumpen und die Kleine dann noch zu füttern.
Außerdem mache ich mir Sorgen um die Hygiene. Bei dem ganzen Plastikkram kann es ja eventuell mal vorkommen, dass etwas doch nicht so steril ist, wie es sein sollte oder das der Behälter zur Aufbewahrung im Kühlschrank nicht 100% verschlossen war, oder was auch immer...
4.
Zufriedenheit
Die Kleine hat oft zu ungenauen Zeiten hunger, also, was ich meine, sie hält sich nicht unbedingt an ein 3-4 Stunden Rhythmus.
Das führt dazu, dass sie oft aufwacht und vor Hunger schreit. Wie SCHÖN wäre es da doch, wenn ich sie einfach anlegen könnte. Stattdessen lasse ich alles stehen und liegen, laufe in die Küche, fülle Milch ins Fläschen, erwärme es, laufe währenddessen vom Baby zur Küche hin und her, um hier die Kleine zu beruhigen und dort die Temperatur der Milch zu kontrollieren. Aargh!
5.
Ich verwerfe auch jeden Tag zwischen 50ml und 150ml Muttermilch, weil sie manchmal mehr und manchmal weniger Hunger hat und ich sie natürlich nicht wieder aufwärmen kann.
Ich weiß auch nicht, was ich nun toll soll. Die Kleine noch öfter versuchen anzulegen? Aber es bringt halt nicht unbedingt was. Meist verweigert sie die Brust komplett oder aber sie trinkt/nuckelt ein paar Minuten und schreit dann vor Wut/Hunger.
Ich könnte mir auch vorstellen, wenn das mit dem Stillen nun nicht klappen sollte *heul*, dann voll "pumpzustillen", also ihr gar keine Pre-Nahrung mehr zu geben. Allerdings habe ich momentan keinen halben Liter am Tag und sie trinkt über 1000ml/Tag. Und ich weiß nicht, wie ich meine Milchmenge noch steigern könnte.
Mit einer Stillberaterin hatte ich schon Kontakt.
So, falls sich jemand durch den doch sehr langen Text kämpfen konnte und ein paar Meinungen/Tipps/Erfahrungen für mich hat, wäre ich darüber sehr dankbar!
Lieben Gruß und einen schönen Sonntag!
Rosenrot