Viele Fragen-Stillberatung
Verfasst: 28.12.2012, 14:51
Hallo,
ich lese schon eine Weile hier im Forum mit und habe schon ganz viele nützliche Infos bekommen. Jetzt habe ich aber doch noch ein paar Fragen die sich so nicht beantworten lassen... Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Zuerst kurz zu uns: Ich bin 31 Jahre alt, Julian ist 4 Wochen alt und mein erstes Kind.
Dann die Vorgeschichte:
Ich habe am 30.11. entbunden und war 3 Tage im Krankenhaus. Ich habe ihn immer schön angelegt und hatte am 2. Tag dann den Milcheinschuss.
Die Stillberatung da war ziemlich daneben im Krhs, jeder hat was anderes gesagt, man wollte mir Stillhütchen andrehen, ich sollte vom ersten Tag an zufüttern usw. Gegen das Zufüttern habe ich mich die ganze Zeit gewehrt bzw habe gemeint wenn zufüttern, dann stillfreundlich, das wurde aber komplett ignoriert.
Am Entlassungstag war er dann 10g unter der 10% Grenze und ich wurde massiv unter Druck gesetzt.
Ich sollte nochmal eine Stillprobe machen. Bei der ersten Stillprobe hat er 10g an jeder Brust getrunken, die Schwester meinte das wäre gut für den ersten Tag nach Milcheinschuss. Jetzt trank er wieder nur 10g an jeder Brust und ich sollte auf jeden Fall den Rest noch abpumpen und zufüttern. Ich musste allerdings noch eine halbe Stunde auf die Zubehörteile warten, in der Zeit hat er noch 2 mal getrunken und natürlich kam dann beim pumpen nix mehr. Dann wurde ich angegangen von wegen stationäre Aufnahme, Infusionstherapie, das Kind hat seine kompletten Reserven verloren...
Wir hatten dann die U2 und die Chefärztin meinte es wäre ein vitales Kind, er darf auf jeden Fall mit nach Hause und wir sollen nur aufpassen das er nicht noch weiter abnimmt und zu schwach zum trinken wird.
Wir sind dann nach Hause und am nächsten Tag kam die Hebamme. Ich hab dann einen Tag weitergestillt, das Gewicht blieb stabil aber er nahm nicht zu. Die Hebamme meinte dann wir sollten doch zufüttern, was wir dann per Fingerfeed gemacht haben. Allerdings nie viel, es waren pro Tag (!) zwischen 25 und 40ml. Wenn er nach dem Stillen noch Hunger hatte, hat er ein bisschen was hinterher bekommen.
Gleichzeitig habe ich versucht meine Milchmenge zu steigern. Stilltee, Malzbier, Wechselstillen, nackt stillen, abpumpen. Als alles nicht half habe ich angefangen Domperidon zu nehmen. Seitdem habe ich deutlich mehr Milch, er trinkt eigentlich gut und aufs zufüttern konnte ich dann schon 3 Tage später wieder verzichten.
Jetzt zu meinem Problem: Er nimmt zwar zu, aber eher unterdurchschnittlich.
Die U3 ist erst nächste Woche, einen Arzt hat er seitdem Krhs nicht mehr gesehen. Meine Hebamme tut sich leider schwer sein Gewicht zu beurteilen, von ihr kam auch der Anstoß mir eine Stillberatung zu suchen. Mal nimmt er 40g zu in 2 Tagen, dann sagt sie es ist zuwenig, 60g in 3 Tagen sind dann wieder okay?!? Sie meint (und das meine ich auch) das er einen gesunden Eindruck macht, er ist viel wach, bewegt sich gut, etc. und deshalb eigentlich kein Grund zur Sorge besteht, sicher ist sie sich allerdings nicht. Er hat genug nasse Windeln.
Ich hätte gerne mal eine weitere Einschätzung, hier sind die Daten:
30.11. Geburt 3680g Krhs
03.12. Entlassung 3300g Krhs
05.12. 3340g Hebamme
06.12.3360g Hebamme
07.12. 3360g Hebamme
08.12.3370g Hebamme
10.12. 3520g Hebamme
12.12. 3570g Hebamme
13.12. 3550g eigene Waage
14.12 3570g eigene Waage
14.12. 3610g Hebamme
17.12. 3650g Hebamme
18.12.3610g eigene Waage
20.12. 3670g eigene Waage
20.12. 3710g Hebamme
21.12. 3680g eigene Waage
23.12. 3730g eigene Waage
27.12. 3780g eigene Waage
Ab dem 11.12. habe ich Domperidon genommen, ab dem 14. aufgehört zuzufüttern. Ab dem 21. habe ich das Domperidon von 4x20mg auf 3x20mg reduziert, könnte dass der Grund sein das er die letzten Tage eher wieder schlechter zugenommen hat? Sollte ich die Dosis wieder erhöhen?
Wie kann ich kontrollieren ob die Milch weniger wird? Er macht nach dem trinken keinen hungrigen Eindruck. Abpumpen funktioniert nicht, weil die Pumpe (Medela mini Electric) keinen MSR bei mir auslöst. Ich habe schon die Tips hier angewendet, aber das hilft nicht. (Brust erwärmen, Visualisieren, Abpumpen während des Stillens).
Wird das immer so bleiben mit den Schwierigkeiten beim Pumpen? Ab April geht das Semester wieder los (ich studiere noch) und er muss 1-2 die Woche zur Tagesmutter. Pre möchte ich ihm nicht mehr geben, für Beikost ist es noch ziemlich früh mit 4 Monaten... Könnte ich mehrmals die Vormlich abpumpen und sammeln um so auf eine Mahlzeit zu kommen?
Ich sag schonmal Danke für Eure Mühe das zu lesen. Ich finde es großartig dass es so viele Menschen gibt die sich die Zeit nehmen einen zu begleiten und die ganzen Infos zur Verfügung stellen. Hätte ich vorher schon nicht so viel gelesen, hätte ich mir im Krhs bestimmt Fläschen andrehen lassen und hätte schon längst abgestillt.
Stillgruppen habe ich hier in Düsseldorf leider keine gefunden, weder bei der LaLecheLiga, noch beim ASF. Falls jemand einen Tip für mich hat, gerne.
Viele Grüße, Violet
ich lese schon eine Weile hier im Forum mit und habe schon ganz viele nützliche Infos bekommen. Jetzt habe ich aber doch noch ein paar Fragen die sich so nicht beantworten lassen... Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Zuerst kurz zu uns: Ich bin 31 Jahre alt, Julian ist 4 Wochen alt und mein erstes Kind.
Dann die Vorgeschichte:
Ich habe am 30.11. entbunden und war 3 Tage im Krankenhaus. Ich habe ihn immer schön angelegt und hatte am 2. Tag dann den Milcheinschuss.
Die Stillberatung da war ziemlich daneben im Krhs, jeder hat was anderes gesagt, man wollte mir Stillhütchen andrehen, ich sollte vom ersten Tag an zufüttern usw. Gegen das Zufüttern habe ich mich die ganze Zeit gewehrt bzw habe gemeint wenn zufüttern, dann stillfreundlich, das wurde aber komplett ignoriert.
Am Entlassungstag war er dann 10g unter der 10% Grenze und ich wurde massiv unter Druck gesetzt.
Ich sollte nochmal eine Stillprobe machen. Bei der ersten Stillprobe hat er 10g an jeder Brust getrunken, die Schwester meinte das wäre gut für den ersten Tag nach Milcheinschuss. Jetzt trank er wieder nur 10g an jeder Brust und ich sollte auf jeden Fall den Rest noch abpumpen und zufüttern. Ich musste allerdings noch eine halbe Stunde auf die Zubehörteile warten, in der Zeit hat er noch 2 mal getrunken und natürlich kam dann beim pumpen nix mehr. Dann wurde ich angegangen von wegen stationäre Aufnahme, Infusionstherapie, das Kind hat seine kompletten Reserven verloren...
Wir hatten dann die U2 und die Chefärztin meinte es wäre ein vitales Kind, er darf auf jeden Fall mit nach Hause und wir sollen nur aufpassen das er nicht noch weiter abnimmt und zu schwach zum trinken wird.
Wir sind dann nach Hause und am nächsten Tag kam die Hebamme. Ich hab dann einen Tag weitergestillt, das Gewicht blieb stabil aber er nahm nicht zu. Die Hebamme meinte dann wir sollten doch zufüttern, was wir dann per Fingerfeed gemacht haben. Allerdings nie viel, es waren pro Tag (!) zwischen 25 und 40ml. Wenn er nach dem Stillen noch Hunger hatte, hat er ein bisschen was hinterher bekommen.
Gleichzeitig habe ich versucht meine Milchmenge zu steigern. Stilltee, Malzbier, Wechselstillen, nackt stillen, abpumpen. Als alles nicht half habe ich angefangen Domperidon zu nehmen. Seitdem habe ich deutlich mehr Milch, er trinkt eigentlich gut und aufs zufüttern konnte ich dann schon 3 Tage später wieder verzichten.
Jetzt zu meinem Problem: Er nimmt zwar zu, aber eher unterdurchschnittlich.
Die U3 ist erst nächste Woche, einen Arzt hat er seitdem Krhs nicht mehr gesehen. Meine Hebamme tut sich leider schwer sein Gewicht zu beurteilen, von ihr kam auch der Anstoß mir eine Stillberatung zu suchen. Mal nimmt er 40g zu in 2 Tagen, dann sagt sie es ist zuwenig, 60g in 3 Tagen sind dann wieder okay?!? Sie meint (und das meine ich auch) das er einen gesunden Eindruck macht, er ist viel wach, bewegt sich gut, etc. und deshalb eigentlich kein Grund zur Sorge besteht, sicher ist sie sich allerdings nicht. Er hat genug nasse Windeln.
Ich hätte gerne mal eine weitere Einschätzung, hier sind die Daten:
30.11. Geburt 3680g Krhs
03.12. Entlassung 3300g Krhs
05.12. 3340g Hebamme
06.12.3360g Hebamme
07.12. 3360g Hebamme
08.12.3370g Hebamme
10.12. 3520g Hebamme
12.12. 3570g Hebamme
13.12. 3550g eigene Waage
14.12 3570g eigene Waage
14.12. 3610g Hebamme
17.12. 3650g Hebamme
18.12.3610g eigene Waage
20.12. 3670g eigene Waage
20.12. 3710g Hebamme
21.12. 3680g eigene Waage
23.12. 3730g eigene Waage
27.12. 3780g eigene Waage
Ab dem 11.12. habe ich Domperidon genommen, ab dem 14. aufgehört zuzufüttern. Ab dem 21. habe ich das Domperidon von 4x20mg auf 3x20mg reduziert, könnte dass der Grund sein das er die letzten Tage eher wieder schlechter zugenommen hat? Sollte ich die Dosis wieder erhöhen?
Wie kann ich kontrollieren ob die Milch weniger wird? Er macht nach dem trinken keinen hungrigen Eindruck. Abpumpen funktioniert nicht, weil die Pumpe (Medela mini Electric) keinen MSR bei mir auslöst. Ich habe schon die Tips hier angewendet, aber das hilft nicht. (Brust erwärmen, Visualisieren, Abpumpen während des Stillens).
Wird das immer so bleiben mit den Schwierigkeiten beim Pumpen? Ab April geht das Semester wieder los (ich studiere noch) und er muss 1-2 die Woche zur Tagesmutter. Pre möchte ich ihm nicht mehr geben, für Beikost ist es noch ziemlich früh mit 4 Monaten... Könnte ich mehrmals die Vormlich abpumpen und sammeln um so auf eine Mahlzeit zu kommen?
Ich sag schonmal Danke für Eure Mühe das zu lesen. Ich finde es großartig dass es so viele Menschen gibt die sich die Zeit nehmen einen zu begleiten und die ganzen Infos zur Verfügung stellen. Hätte ich vorher schon nicht so viel gelesen, hätte ich mir im Krhs bestimmt Fläschen andrehen lassen und hätte schon längst abgestillt.
Stillgruppen habe ich hier in Düsseldorf leider keine gefunden, weder bei der LaLecheLiga, noch beim ASF. Falls jemand einen Tip für mich hat, gerne.
Viele Grüße, Violet