Seite 1 von 2

Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 19:25
von wipfli
Hallo,
ich brauch mal wieder Bestätigung, dass das, was mir da heute erzählt wurde, Quatsch ist. Im Pekipkurs, hat unsere Kursleiterin erzählt, dass es auf Dauer nicht so sinnvoll ist, die Babys an der Brust einschlafen zu lassen. Der Grund ist: Wenn sie anders aufwachen als sie eingeschlafen sind, dann sind sie verunsichert/verwirrt und das könnte dazu führen, dass sie dann nachts ständig gestillt werden wollen, um ihren Einschlafzustand wiederzuerlangen. Ich glaube, so hat sie's gesagt. Ich habe allerdings noch nie bemerkt, dass mein Sohn aufgewacht ist und geschrien hat, weil er sich woanders befunden hat als zur Einschlafzeit. Abends beim Einschlafstillen ist das eh nicht der Fall, da er neben mir einschläft und dort auch wieder aufwacht, bzw. gar nicht richtig aufwacht. Wenn ich ihn tagsüber ablege, weil er eingeschlafen ist, ist er beim Aufwachen auch nicht verwirrt und will sofort wieder an die Brust. Ich find's nicht logisch. Ich bin schließlich auch nicht total verwirrt, wenn ich im Zug in Kassel einschlafe und in Frankfurt wieder aufwache.
Was haltet ihr von dieser Theorie? Die ist doch aus dem bösen Schlafbuch, oder?

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 19:42
von Mohnblume
nur ganz kurz da auf dem Sprung: ja, das ist Quark ;-) wird aber leider oft verbreitet...
schreibt sicher noch jemand was dazu...


--------------------
sent from mobile

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 19:42
von manie
meine maus ist auch nicht verwirrt, wenn sie aufwacht und sie wird auch zum einschlafen gestillt.
Das mit dem verwirrt sein kenn ich aber von mir als kind schon. Wenn ich bei einer freundin übernachtet hab, dann hab ich mich im ersten moment oft nicht ausgekannt wo ich bin. Da war ich aber schon etwas älter.

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 19:45
von manie
im ersten moment nach dem aufwachen meinte ich. Und schlimm fand ich das auch nicht.

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 20:07
von hexedoro
Ich hab das auch öfter gelesen, und argumentiert nicht sogar die Kast-Zahn auch damit? Angeblich brauchen Babys, die abends in den Schlaf begleitet werden, die selbe Begleitung dann auch nachts, um wieder in den Schlaf zu finden. Muss nicht stillen sein, kann auch singen, tragen, wiegen oder sonstwas sein. Deshalb ist es ja laut dieser "Schlafexperten" so wichtig, dass die Kinder "lernen", ganz alleine ohne irgendeine Hilfe einzuschlafen. Ist ja den Eltern nicht zuzumuten, sich auch noch nachts ums Kind kümmern zu müssen :roll: . Die Theorie, dass Kinder nachts die gleiche Einschlafhilfe brauchen wie abends klingt erstmal logisch, aber erstens gibt es viele Beispiele, wo es anders ist, und zweitens sehe ich nicht ein, was daran schlimm sein sollte. Ok, ich hätte wahrscheinlich keine Lust, nachts drei Mal aufzustehen, ins Kinderzimmer zu rennen und das Kind zu beruhigen, aber nachts schnell das Kind andocken lassen und beim Stillen wieder einschlafen ist doch nicht tragisch. Mal ganz abgesehen davon, dass das nächtliche Stillen sogar viele positive Aspekte hat.

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 20.11.2012, 20:45
von Leyket
hexedoro hat geschrieben:Ich hab das auch öfter gelesen, und argumentiert nicht sogar die Kast-Zahn auch damit?
Ja, ich denke. Ich hab das JJKSL nie gelesen, aber ich glaube, es ist eines ihrer Hauptargumente. Irgendwie, man stelle sich vor, man schliefe im schön warmen Bett ein und wache plötzlich auf kalten Fliesen ohne Kissen und Decke auf. Wohlbemerkt, ich glaube, dass sie damit argumentiert.
Sie schlussfolgert also quasi, dass man besser gleich auf kalten Fliesen einschlafen sollte :roll: oder wie?!

Nein, ich denke, das komplette Argument ist quatsch. Natürlich wachen Kinder häufiger nachts auf und suchen Rückversicherung und natürlich wollen sie dann auch gerne gestillt werden. Das ist ihnen vertraut und bietet ihnen Sicherheit.
Wenn ein Kind sich daran gewöhnen kann, dass es ohne Mama einschläft, sollte es doch auch möglich sein, dass sich ein Kind daran gewöhnt allein aufzuwachen und sich zu merken, dass Mama trotzdem kommt/da ist. Und natürlich merken sie das mit der Zeit, dafür müssen sie aber erstmal die Fähigkeit dazu erlangen, zu wissen, dass Objekte auch dann noch existent sind, wenn sie nicht für das Kind sichtbar (riechbar, hörbar, fühlbar) sind.
Vielleicht hilft dir ja dieser Artikel von Renz-Polster. Einfach nur für dich, bloss so um das Argument abzuhaken oder bei weiterer Argumentation, falls im Kurs dieses Thema nochmal zur Sprache kommt:
Dr. med. Herbert Renz-Polster - Schlafprobleme aus Sicht der Evolution

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 21.11.2012, 07:10
von Lulilaj
Hi!

mir wird es auch immer wieder gesagt. aber: wenn sie bei mir am abend einschlaeft, dann was, soll ich sie in etwa wecken, dass sie anders einschlaeft??

gerade die kleinen sind dazu gewoehnt immer wieder wo anders aufzuwachen.
beim spazieren gehen, mal im wald, mal in der stadt, im auto dann im laden etc.
aber in der naehe der bezugsperson.
cih denke, meine kleine braucht die naehe, nicht immer die gleiche schlafbegleitung ganze nacht ueber - manchmal 6 mal ??

ein einsclafritual ist ein anderes thema. es kommt noch :D meine kleine ist erst fast 8 monate alt.

LG

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 21.11.2012, 21:16
von wipfli
Hey,

vielen Dank für eure Antworten. Der Link ist super. Dadurch fühl ich mich auch nochmal bestätigt, dass es gut ist, was ich tue. Zumal es mir ja auch guttut, ich kann beim Einschlafstillen auch super einschlafen :D .

Also dann, Gute Nacht :wink:

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 21.11.2012, 21:34
von Ursi99
Ja, das ist quatsch. In einem netten buch, ich habe vergessen in welchem? Gonzales oder pantley vielleicht?- stand das gegenargument: nach der argumentation müsste ja zb das kind, das von einem fremden in den schlaf begleitet wurde, und nachts aufwacht, zum weiterschlafen wieder nach dem fremden verlangen, da es ja dieselbe person/situation wie beim einschlafen benötigt ;) täte es aber mit sicherheit nicht, sondern braucht die mama oder andere bezugsperson.
Alles klar oder? ;)

Re: Einschlafstillen

Verfasst: 21.11.2012, 23:08
von co+lu
also ganz so quatsch finde ich die erzählung nicht ...

meine tochter ist 22 monate und schläft nur an der brust ein (außer im auto oder buggy) und wenn sie nachts aufwacht, braucht sie auch die brust um weiter zu schlafen. als sie noch kleiner war, ist sie auch öfter nach dem stillen mit nucki eingeschlafen, dann half auch manchmal in der nacht das nucki und händchen halten oder so. aber jetzt geht ohne brust nix mehr. ich komme ganz gut damit klar und hoffe, dass sich das "problem" mit der zeit von selbst erledigt. (okay, manchmal finde ich es auch nervig und anstrengend ... ;-).)