Seite 1 von 3

weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 10:33
von mirahh
Hallo!
Mein Kleiner ist jetzt 10 Monate alt. Er ist gut und gerne und will tagsüber nicht mehr stillen. (Schade eigentlich...) Wenn ich es ihm anbiete,trinkt er nur 2 Schluck und will wieder los. Abends ist Stillen aber wichtig für ihn. Ohne schläft er nicht ein und auch nachts im Familienbett will er oft trinken. Das läuft dann so im Halbschlaf.
Eine Zeit lang konnte ich ihn nachts etwas vertrösten und dadurch das Stillen auf 2 bis 3 Mal reduzieren. Das geht jetzt GAR NICHT mehr. Er zappelt,bis er stillen darf und weint,wenn ich zu lange warte... So kommen wir wieder auf bis zu 6 Mal!
Natürlich ist durch weniger stillen weniger Milch da. Wird er nachts nicht satt? Abends ist er Obst mit Haferflocken bis er satt ist.

Wie war das bei euch? Habt ihr Tipps für mich? Ich bin so müde heute!

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 12:39
von 4tiere
Warum vertröstest du ihn statt zu stillen, wenn das Stillen doch im Halbschlaf geht. ist Vertrösten nicht viel anstrengender? Also ich würde da wesentlich wacher werden.
Und sechs Mal sind recht normal, zumal er tagsüber nicht trinkt. Unsere Tochter ist fast 14 Monate und kommt auch manchmal öfter als sechs Mal. Das hat oft gar nichts mit satt werden zu tun, sondern auch mit wieder einschlafen können, die Zähne drücken so, ich habe schlacht geträumt, sei bei mir usw. ...
Und wie machst du das beim Mittagsschlaf? Wird er da noch gestillt. Denn darüber hat unsere Maus immer einen recht grossen Teil ihrer MuMi-Tagesmenge gedeckt.

(Ach ja und am Kalorienreichsten ist immer noch MuMi.)

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 13:42
von mirahh
Zum Mittagsschlaf stille ich nicht mehr - obwohl ich es immer mal wieder versuche. Aber er will einfach nicht. Egal ob im liegen oder auf dem Schaukelstuhl oder wo auch immer. Ich würde gerne noch öfter stillen.
Mittagsschläft er in der Federwiege. Und meistens schläft er da auch ein, weil er auf dem Arm so zappelt.

Es tut mir aber gut, zu hören, dass deine Kleine auch nachts so oft stillt. Ich habe nur eben das Gefühl dass er nur wenig Milch bekommt.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 14:15
von 4tiere
Du, es macht mir (fast) nichts aus. Ich wollte dir nur damit zeigen, dass es auch bei anderen Kindern der Fall ist. Und dass auch nachts viel gestillt wird, wenn tagsüber genug gegessen wird.

Ich denke wirklich, dass er es einfach braucht und nicht so sehr weil er nicht genug zu essen bekommt.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 14:41
von Sakura
Es gibt Frauen, wo sich lange Stillabstände tatsächlich an der Milchmenge bemerkbar machen. Hast Du mal versucht, ihm das Stillen VOR dem Essen anzubieten? Oder kriegt Dein Kleiner gerade Zähne? Das kann bei vielen Babys einen unruhigen Schlaf verursachen. Was mir noch einfällt: ich kann mir vorstellen, dass er sich die Kalorien der MuMi nachts holt, die er tags zu wenig bekommt. MuMi ist viel kalorienreicher als die meisten Breie. Machst du abends Öl in den Brei? Nur Obst und Haferflocken (ich nehme an, das ist ein selbstgemachter Brei?) haben nicht ausreichend Kalorien für ein Baby unter einem Jahr.

Kannst Du einfach kommentarlos andocken und beim Stillen weiterschlafen, wenn er sich meldet? Das könnte Dir gegen die Erschöpfung helfen.
Voraussetzung dafür wäre, dass Dein Kind in Deiner unmittelbaren Nähe schläft (Beistellbett, Kinderbett direkt am Elternbett).

Persönliche Erfahrung: im Alter Deines Kindes wurde hier nachts auch noch häufig gestillt, aber es war eine deutliche Tendenz Richtung "länger Schlafen, weniger Stillen" erkennbar.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 15:07
von mirahh
Das mit dem Öl ist ein guter Tipp. Das mache ich mittags immer,werde aber heute Öl zum Obst geben.

Der Kleine schläft mit im Familienbett und ganz dicht an mir dran. Ich habe sonst immer im Halbschlaf gestillt aber jetzt - 4 Zähne sind raus,er saugt sehr stark, Milchbläschen und Stau, Vasospasmus... Da werde ich wach,weil es so weh tut.
Mir geht es auch echt nicht so gut heute...

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 15:13
von Sakura
Super :-)

So ein Obst-Getreide-Brei ist halt hauptsächlich Wasser und Ballaststoffe, ich kann mir schon vorstellen, dass er nachts einfach Hunger hat. Dass er sich nicht anders beruhigen lässt, würde für mich auch darauf hindeuten.

Es muss übrigens nicht immer Öl sein. Im Alter Deines Kindes würde ich mal Mandelmus unter den Obstbrei mischen, und schauen, ob ihm das schmeckt. Mandelmus ist gut kalorienhaltig, dabei aber auch lecker, und es enthält sehr viele Mineralstoffe (Calcium, Eisen....), sowie Eiweiß. Besonders in Kombination mit dem Hafer im Brei Deines Kleinen ist dann die Eiweißzusammensetzung im Brei hochwertiger als wenn Du nur Öl dazu gibtst.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 15:17
von mirahh
Mandelmus habe ich noch. Mach ich mal. Hoffentlich geht die Milch nicht noch weiter weg. Ich fand das nachts immer schön - bis jetzt,wo es so weh tut.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 15:34
von Sakura
Gegen weniger Milch gibt es nur ein Mittel, welches dafür aber todsicher wirkt: mehr Stillen.
(Immer vorausgesetzt Frau hat vorher erfolgreich voll gestillt und ist nicht schwanger.)

Macht Dein Kind zum Stillen den Mund ordentlich auf? Dann dürften die Zähne eigentlich kein Problem darstellen. Tun Dir die Zähne Deines Kindes beim Stillen weh? "Starkes Saugen" - könnte da ein Trockennuckeln dahinter stecken, also er saugt und saugt verzweifelt, weil nichts kommt? Auch hier wäre die Lösung, (tagsüber) öfter zu stillen, damit die Milchbildung wieder angeregt wird. Wenn wieder mehr Milch da ist, muss er vielleicht gar nicht so oft bzw. so lange stillen, d.h. Deine Nächte werden weniger unterbrochen und Deine Brustwarzen werden weniger beansprucht.

Auch gegen Milchstau hilft eigentlich Stillen am besten.

Was meinst Du mit Milchbläschen? Kleine weiße Bläschen auf der BW? Das können evtl. Wasserblasen sein, wie man sie vom Wandern an den Füßen kriegt. Die Ursache kann eine falsche Stilltechnik und langes, verzweifeltes Trockensaugen sein. Ich hatte das mehrmals, autsch, das tat wirklich weh. Die Stilltechnik wirst du bei Deinem Kind in dem Alter wahrscheinlich nicht mehr ändern können, aber wenn Deine Milchproduktion hochgefahren wird, dann kann es sein, dass er seltener stillen will, und Deine BW eine Erholungspause kriegen.

Wie gesagt, es gibt Frauen, bei denen bei zu langen Stillabständen die Milchbildung stark zurück geht.
Spricht für dich was dagegen, ihn tagsüber VOR dem Essen kurz zu stillen?

Zu Vasospasmen schreibe ich als Laie mal nichts, nur soviel, dass ich da schon oft gehört habe, dass Magnesium helfen kann.

Re: weniger stillen = weniger Milch = unruhige Nächte?

Verfasst: 19.11.2012, 17:08
von mirahh
Ich versuche, so oft wie möglich zu stillen. Meist will er einfach gar nicht. Oft saugt er, bis Milch kommt hat aber dann kein Interesse mehr.
Soweit ich weiß,m müsste er ja schon mehr trinken, damit wieder mehr Milch produziert wird, oder? DAS ist dann das Problem. Auch direkt vor dem Essen stillt er nicht oder nur sehr kurz, hat dann aber beim Essen viel Hunger.
Ich habe lange damit gerungen, mich nicht zurückgewiesen zu fühlen - komisch, aber wahr. Hatte mich dann mit dem gemütlichen nächtlichen Stillen und Einschlafstillen arrangiert. Aber so ist das irgenwie doof.