Sich entwickelndes Schlafproblem
Verfasst: 21.10.2012, 11:38
Puh, wo fang ich da an...
Wie in der Vorstellung geschrieben, ist Helene ein ehemaliges Frühchen.
Als wir aus dem KH kamen fing unser Alltag an ziemlich entspannt zu werden. Ich hab es geschafft sie ab dem Tag der Entlassung voll zu stillen und wir haben alles sehr ruhig und gelassen angegangen. Ich hab das große Glück, dass mein Mann selbständig ist und von zu Hause arbeitet, so dass wir unseren Alltag gut zusammen organisieren können. Es macht richtig Spaß und ich würde mich selbst nicht als eine gestresste oder ausgelaugte Mama beschreiben.
Helene hat sehr schnell angefangen, gegen den Rat der Ärzte und Schwestern im KH, in unserem Bett mit zu schlafen. Sie hat es regelrecht eingefordert und es erschien uns richtig. Unsere Hebamme ist eine ganz Liebe, die uns darin auch bestätigt hat und immer mit einem Schmunzeln sagt: "Das eine ist die Theorie und das andere die Praxis"
Das hat auch immer gut geklappt. Es hat sich recht schnell entwickelt, dass ich sie einschlafstille. Das hat, bis auf einige Wachstümsschübe auch immer gut funktioniert. Sie hat zwar einen sehr engen Rhythmus, alle 2-3 Stunden. Der nur so um den fünften/sechsten Monat unterbrochen war, da hat sie am Anfang der Nacht sechs Stunden geschafft. Ich geb zu, das war herrlich. Aber auch mit 2-3 Std. komm ich gut klar. Am Tag hat sie vormittags und nachmittag immer ein je ein Schläfchen von 1-2 Std. gehalten und war dann auch immer super gut gelaunt. Seit fast fünf Wochen ist alles anders, sie bekommt Zähne und schlafen wird hier zum Horrorthema
Ich komm damit klar, aber ich habe den Eindruck, dass sie dauerübermüdet ist und einfach nicht zur Ruhe kommt. Tagsüber funktioniert das Einschlafstillen so gut wie gar nicht mehr. Wenn sie endlich in den Schlaf findet, schläft sie max. ne halbe Stunde und ist dann kaum erholter als vorher. Sie reibt sich ständig die Augen und ist den Rest des Tages fast wie hyperaktiv, ständig in Bewegung, am zappeln und Blödsinn machen. Nachts schafft sie Anfangs meistens zwei Stunden, danach geht es eigentlich nur noch in meinem Arm bzw. quer auf mir drauf, stillen und wach werden teilweise im 30 bis 60 Minuten Takt. Das wäre okay für mich, wenn da nicht langsam mein Rücken streiken würde. Im Liegen stillen klappt leider nicht, da wir das Stillhütchen nicht mehr losgeworden sind und sie dann die Brust nicht richtig zu fassen bekommt. Also liegt sie immer quer auf mir und ich lieg so halb aufrecht. Heute Nacht war es wieder ganz schlimm, ich kann sie kaum ablegen, dann erwacht und schreit sie. So bekommt sie natürlich nicht besonders viel Schlaf. Morgens nimmt sie dann meist der Papa mit raus und ich kann wenigstens noch 1 bis 1 1/2 Std. ausgestreckt schlafen. Das wäre ja alles in Ordnung, wenn ich das Gefühl hätte es gehe ihr dabei gut, aber dem ist nicht so. Sie ist dauerübermüdet und entsprechend quengelig. Vor drei Tagen hatten wir seit Ewigkeiten mal wieder ne richtig gute Nacht, drei Std. Rhythmus und Kind hat dazwischen neben mir geschlafen, tief und fest, fast 13 Std. Sie war ein völlig anderes Kind am nächsten Tag, ausgeruht und gut drauf. Wir hatten jede Menge Spaß. Nur leider war es das dann auch schon wieder.
Nu hört man natürlich von allen Seiten, sie muss alleine schlafen lernen blablablub. Ich war schon fast so weit mir dieses ominöse Buch zu besorgen, aber irgendwie sagt mir mein Instinkt, dass das nicht richtig sein kann.
Mein Mann sagt immer mal wieder er glaubt wir machen was falsch, tja aber was? Sie kommt Ende November in die Kita, da beginnt ganz langsam die Eingewöhnung, da will ich ihr das nächtliche Stillen nicht nehmen vorher.
Man muss dazu sagen, dass Helenchen bis auf die Anfangszeit nie ein großes Kuschelkind war (sehr zu meinem Leidwesen
), sie ist immer aktiv und kuschelt sich ganz ganz selten mal an einen. Sie macht eher Quatsch mit einem. Vielleicht braucht sie es dann gerade nachts bei mir so eng zu liegen? Sie entdeckt immer gern ihre Umwelt, zur Zeit entdeckt bzw. übt sie das krabbeln. Das macht sie toll. Hinzu kommt, dass sie im Moment extrem darauf reagiert, wenn ich aus ihrem Blickfeld verschwinde. Also mal schnell den Haushalt machen wird hier zur Geduldsprobe. Mir ist schon klar, dass sie jetzt begreift, hey, die kann auch weg gehen. Aber müsste nicht irgendwann auch der Prozess einsetzen: Aha, die kommt auch immer wieder?
Ich bin im Moment ein wenig ratlos und geb zu, dass ich sie vorhin auch mal kurz hab schreien lassen. Wir waren beide (also mein Mann und ich) erledigt und extrem genervt. Ich hab ihr leise Abba angemacht und bin aus dem Raum gegangen. Sie hat fünf Minuten gemeckert, allerdings war es richtiges Wutblubbern, kein verzweifeltes Weinen. Nach fünf Minuten war sie ruhig und hat jetzt ne halbe Stunde geschlafen. So viel dazu, dass die Kleinen besser und länger schlafen, wenn sie allein einschlafen. Ich geb ja zu und bin auch nicht stolz darauf, dass das keine gute Lösung war. Aber ich wusste mir eben nicht anders zu helfen. Einschlafstillen hat nicht funktioniert und sie war so müde, hat aber einfach nicht in den Schlaf gefunden.
So, nun ist es wahnsinnig lang geworden, ich wusste nicht, was für euch wichtig ist, darum so ausführlich. Danke fürs durchhalten.
Ich würde mich über Anregungen und Hilfestellungen sehr freuen, Kritik wird natürlich auch angenommen
Wie in der Vorstellung geschrieben, ist Helene ein ehemaliges Frühchen.
Als wir aus dem KH kamen fing unser Alltag an ziemlich entspannt zu werden. Ich hab es geschafft sie ab dem Tag der Entlassung voll zu stillen und wir haben alles sehr ruhig und gelassen angegangen. Ich hab das große Glück, dass mein Mann selbständig ist und von zu Hause arbeitet, so dass wir unseren Alltag gut zusammen organisieren können. Es macht richtig Spaß und ich würde mich selbst nicht als eine gestresste oder ausgelaugte Mama beschreiben.
Helene hat sehr schnell angefangen, gegen den Rat der Ärzte und Schwestern im KH, in unserem Bett mit zu schlafen. Sie hat es regelrecht eingefordert und es erschien uns richtig. Unsere Hebamme ist eine ganz Liebe, die uns darin auch bestätigt hat und immer mit einem Schmunzeln sagt: "Das eine ist die Theorie und das andere die Praxis"
Das hat auch immer gut geklappt. Es hat sich recht schnell entwickelt, dass ich sie einschlafstille. Das hat, bis auf einige Wachstümsschübe auch immer gut funktioniert. Sie hat zwar einen sehr engen Rhythmus, alle 2-3 Stunden. Der nur so um den fünften/sechsten Monat unterbrochen war, da hat sie am Anfang der Nacht sechs Stunden geschafft. Ich geb zu, das war herrlich. Aber auch mit 2-3 Std. komm ich gut klar. Am Tag hat sie vormittags und nachmittag immer ein je ein Schläfchen von 1-2 Std. gehalten und war dann auch immer super gut gelaunt. Seit fast fünf Wochen ist alles anders, sie bekommt Zähne und schlafen wird hier zum Horrorthema
Nu hört man natürlich von allen Seiten, sie muss alleine schlafen lernen blablablub. Ich war schon fast so weit mir dieses ominöse Buch zu besorgen, aber irgendwie sagt mir mein Instinkt, dass das nicht richtig sein kann.
Mein Mann sagt immer mal wieder er glaubt wir machen was falsch, tja aber was? Sie kommt Ende November in die Kita, da beginnt ganz langsam die Eingewöhnung, da will ich ihr das nächtliche Stillen nicht nehmen vorher.
Man muss dazu sagen, dass Helenchen bis auf die Anfangszeit nie ein großes Kuschelkind war (sehr zu meinem Leidwesen
Ich bin im Moment ein wenig ratlos und geb zu, dass ich sie vorhin auch mal kurz hab schreien lassen. Wir waren beide (also mein Mann und ich) erledigt und extrem genervt. Ich hab ihr leise Abba angemacht und bin aus dem Raum gegangen. Sie hat fünf Minuten gemeckert, allerdings war es richtiges Wutblubbern, kein verzweifeltes Weinen. Nach fünf Minuten war sie ruhig und hat jetzt ne halbe Stunde geschlafen. So viel dazu, dass die Kleinen besser und länger schlafen, wenn sie allein einschlafen. Ich geb ja zu und bin auch nicht stolz darauf, dass das keine gute Lösung war. Aber ich wusste mir eben nicht anders zu helfen. Einschlafstillen hat nicht funktioniert und sie war so müde, hat aber einfach nicht in den Schlaf gefunden.
So, nun ist es wahnsinnig lang geworden, ich wusste nicht, was für euch wichtig ist, darum so ausführlich. Danke fürs durchhalten.
Ich würde mich über Anregungen und Hilfestellungen sehr freuen, Kritik wird natürlich auch angenommen