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Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 10:21
von catvonpaxton
Hi Mädels,

Bin ganz neu mit dabei und mich beschäftigt grad so einiges:
Ich hab hier so nen Flaschen, schnulli, kiwa und babybettverweigerer und hab mich irgendwie (wer hätte das mal gedacht) unter die Fraktion stillen, tragen, fb gereiht...:) mir ists recht, da ich sowieso alles von 'attachment parenting' halte...
Nu ist bei uns nächsten monat beikoststart und ich hab mir mal so gedanken zu unserer stillbeziehung gemacht und bin nunmal knallhart ehrlich:
ich geniesse das stillen an sich nicht wirklich, aber ich geniesse sehr die bindung die irgendwie 'mit jedem zug' verstärkt wird, geniesse wie sehr sich Casper dabei entspannt etc. Ich hätte nicht gedacht dass es nen unterschied macht, aber als ich die ersten 3 wochen zugefuettert hab war das anders fuer mich. Mehr 'nahrungsaufnahme'.
Nur bin ich natuerlich 'unersätzlich'...wie gesagt wird flasche mit abgepumpter milch seit woche 4 verweigert und auch ueben hat nichts gebracht. Sprich ich war in 5 monaten 45min ohne den zwerg unterwegs und da hat er bei papa durchgeschrien. Klar wird das stillen in den kommenden monaten weniger und die natur hat die mutter-kind einheit so vorgesehen...aber ich frag mich doch wie lange ich stillen möchte. Grundsätzlich schliesse ich nicht aus zu stillen bis sich Casper selbst abstillt (yep mir ist klar wie lange das ist) aber mich wuerde mal von euch interessieren wie oft eure kinder im zweiten lebensjahr stillen.

Und wie geht ihr mit 'freiheiten' um? Sprich könnt ihr mal ins kino und das kind schläft bei oma auch ohne brust ein?
Mir fehlen wirklich zb. Spieleabende mit freunden und 2,3 glässer wein oder gin tonics dazu. Oder wenn ich will auch vier! Es geht nicht so um die anzahl, sondern dass ich 'könnte'. Oder nen spontanen prossecci-abend mit ner Freundin, oder wein vorm kamin mit meinem liebsten. Ja, so nach 1 jahr abstinenz fehlt mir geselliger Alkohol ab und an! Mir ist klar das ein drink ab und an geht, aber das ist nicht das selbe.
Wie geht ihr mit sowas um? Wenn man das kind nur noch zum einschlafen stillt wär das ja kein problem, aber was ist wenn er dann aufwacht und trinken will? Wie macht ihr das?
Und bitte keine moralapostel...90% der frauen stillen völlig grundlos ab, ich wuerd sehr gern weiterstillen so lange wie mein sohn das braucht, aber hätte schon gern ein paar freiheiten wieder. Wie lässt sich sowas vereinbaren???
Ausserdem, wie oft habt ihr zb mit 9 monaten gestillt und wie oft mit 1.5 jahren?

Lg aus schweden,

Hania mit Casper (5 monate)

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 11:07
von Lösche Benutzer 12151
Hallo Hania,
Also meiner ist ja noch nicht sooo groß aber ich kann dir ein bisschen erzählen wie es bei uns so war und ist....
Stillen die ersten 6Monate fand ich nicht so wirklich schön, oft anstrengend/ kräftezehrend. (Ich hab hier übrigens auch so ein Schnuller-Flaschenverweigerer-Kinderwagenhasser-Tragekind das sehr sehr viel Körperkontakt braucht).
Nach 6 Monaten und mit Beikoststart hat sich etwas verändert. Ich kann gar nicht genau sagen was...vielleicht war es dass immer mehr Rückmeldung von ihm kam oder auch die Tatsache, dass ich nicht mehr unersetzlich bin und nun theoretisch auch länger mal weggehen konnte? Keine Ahnung aber von da ab wurde das Stillen immer schöner und immer wenn ich gedacht habe, dass es so schön ist wurde es nochmal schöner ;)
Ab und zu ein Radler oder ein bisschen Wein hab ich mir dann abends schon wieder erlaubt. Und weggehen für 2-3 Stunden ohne Kind ging auch, weil der Papa aufgepasst hat und ihn Super im Tuch oder Stillstuhl zum schlafen bringt. (Ich hätte auch schon länger weg gehen dürfen, konnte aber nicht, weil ich mein Kind vermisst habe!) Im Kino war ich noch nicht und fremdbetreut wurde er auch noch nicht, weil unsere Familien weit weg wohnen.
So mit 9-10Monaten hat er schon richtig gut gegessen (allerdings Fingerfood weil auch Breiverweigerer) und getrunken. Da hab ich "nur" noch zum/während dem Schläfen gestillt und morgens zum aufwachen. Mit 13 Monaten (Lauflernphase) stillt er tagsüber zwischendrin auch mal mehr (aber meist nur kurz wenn er müde ist oder sich weh getan hat oder mal Durst auf Milch hat.
Mittlerweile, sucht er sich die Brust auch aus und er sagt "MiiiiMiii" dazu.
Vor Zwei Wochen, hatte unser Kleiner Brechdurchfall und es ist nichts in ihm geblieben, außer MuMi! (am ersten Tag nicht mal das) er hat nichts gegessen oder getrunken und ich war echt froh, dass wir vollstillen konnten und nicht ins Krankenhaus mussten.

Re: AW: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 11:23
von WiLada
Es liegt nicht am stillen. Mein Sohn ist noch nie bis er fast zwei war beim Papa eingeschlafen außer einmal als ich wirklich weg musste mit acht Monaten.
Meine Tochter (jetzt fast 10 Monate) schläft von Anfang an problemlos bei Papa ein. H
Gestern zb war er mit verwandten im Wohnzimmer während ich draußen holz räumte und da schlief sie einfach so auf seinem arm ein.
Ist sie bei mir dann will sie natürlich.lieber die Brust. Oder sie schläft auf meinem rücken ein. Bei Papa weiß sie ja genau dass es nichts zu holen gibt also schläft sie ohne irgendwas ein...auch aufrecht oder im sitzen. Das ist mir so gzt wie nie passiert.


Sie hätte nie einen schnulli. Mein Sohn schon ab paar Wochen.


So kann es gehen. Ich kann auch einfach weg fahren oder so ist garkein Problem eben weil mein Mann von Anfang an viel mehr mit ihr daheim gemacht hat. Sie liebt ihn auch total. Mein Sohn würde im ersten LJ zu fast 100 Prozent von mir betreut.

Mittlerweile isst sie manchmal auch schon recht gut. Sind wir mitten in der Arbeit dann stilt sie weniger. Aber wenn ich mt den Kindern spiele und kuschel nur zu hause..dann stillt sie mehr. Ganz unterschiedlich. Unterwegs stillt sie auch nicht so oft.

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Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 11:39
von rueckenwind
Hallo
und herzlich willkommen hier!

Meine Tochter hat erst mit ca. 1 Jahr angefangen wirklich was zu essen, so lange habe ich voll gestillt und manchmal hatte ich auch wirklich keine große Lust mehr - die Alternativen (Kind zum Essen zwingen, Fläschchen aufzwingen, Nuckel etc.) kamen aber auch nicht in Frage.
Mittlerweile (sie ist 18 Monate alt) stille ich nur noch mittags und abends zum einschlafen, wird sie nachts mal wach kann sie sich notfalls (ich habe am Abend ein Glas Wein getrunken, oder war tatsächlich mal Cocktails trinken, oder habe auch einfach mal keine Lust und bin zu erschöpft) gut bei ihrem Papa beruhigen - das dauert dann halt manchmal etwas länger. Der Wechsel vom Vollstillen zu unserem momentanen Rhythmus vollzog sich sehr schnell und plötzlich.
Je älter mein Kind wurde desto mehr Möglichkeiten gab es sie zu beruhigen und zu trösten, Stillen war irgendwann auch gar nicht mehr immer ihr liebstes Mittel.
Ich bin sehr zufrieden so, meine Lütte auch und meinetwegen kann es so weiter gehen, auch wenn ich mich sicherlich freuen werde, wenn sie dann irgendwann mal ohne Mutterns Brust einfach so einschläft. Bei anderen übernachten (oder besser einschlafen) ist nach wie vor wohl eher nicht möglich, aber das finde ich persönlich auch nicht so schlimm.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Bedenken nehmen.
Es vergeht noch so viel Zeit, dein Kind wird dich vermutlich so manches Mal überraschen und was du dir jetzt für die Zukunft ausmalst kann meilenweit von dem entfernt sein, was dann tatsächlich eintritt.

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 11:57
von Fabia
Hallo und herzlich willkommen!
Meine Tochter ist jetzt 15 Monate alt und ich habe schon lange das Gefühl, dass ich alle Freiheiten habe (bzw. hätte). Seit sie halbwegs nennenswerte Mengen isst und sie den Papa auch zum Schlafengehen gewöhnt ist, kommt sie gut ohne stillen zurecht, wenn ich nicht zu Hause bin. Außer über Nacht - aber das hat meiner Meinung nach nichts mit dem Stillen zu tun. Und sie ist übrigens auch ein Flaschenverweigerer. Wenn ich da bin, stillt sie durchaus auch mehrmals am Tag, wenn ich nicht da bin, hat sie kein Problem und kommt auch gar nicht auf die Idee dass sie stillen will (weil ja niemand zum Stillen da ist). Häufigkeit des Stillens kann ich überhaupt nicht verallgemeinern - das ist von Tag zu Tag unterschiedlich (von 3mal in 24 Stunden bis 8mal in 24 Stunden ist alles drin). Auch schlafengehen mit dem Papa ohne Stillen oder Flasche ist überhaupt kein Problem (sie isst und trinkt halt vorher noch genug) - wichtig ist nur, dass dein Sohn daran gewöhnt ist, bevor du wirklich einmal abends länger weggehst. Wir haben immer darauf geachtet, dass unsere Tochter nicht das Schlafengehen mit Papa automatisch damit verbindet, dass Mama dann nicht da ist. Sondern Papa bringt sie auch oft ins Bett, obwohl ich auch zu Hause bin (da muss allerdings stillen vorher schon unbedingt sein - ich bin ja schließlich eh da :wink: ) - für sie ist das also ganz normal.
Also meiner Meinung nach schließen sich Stillen und Freiheiten überhaupt nicht aus!

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 12:23
von EUfqtw
14,5 Monate alt und ich stille normalerweise so 2-3x in 24 Stunden. Grundsätzlich zum Einschlafen (weil er da innerhalb von 2 Minuten weg ist ;) ), manchmal auch unterwegs, weil er Hunger hat und wir gerade keine Essensmöglichkeit haben.

Wenn mein Mann ihn ins Bett bringt, klappt das auch. Es dauert zwar eher 5-10 Minuten, aber er kuschelt ihn zuerst ein bisschen auf dem Arm, legt ihn dann mit Schnuller ins Bett und bleibt noch kurz bei ihm.

Wenn er nachts aufwacht und mein Mann ist da, will er nie stillen. Geht bei Papa ja nicht.


Ich könnte daher problemlos abends/nachts weg sein, habe ich aber noch nicht gemacht. Nicht, weil ich finde, ich müsste bei meinem Kind bleiben, sondern weil ich es nicht mag.

Bei meinen Kindern war das Stillen bisher nie ein Grund, keine/zu wenig Freiheiten zu haben. Mein erstes Kind war in dem Alter längst Flaschenkind und da war ich genau so oft oder selten weg wie jetzt.

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 21:38
von aster
mein sohn ist 2,5 , stillt in der regel noch 2-3 mal in 24 h kommt aber auch ohne probleme zwei tage ohne stillen aus wenn er beim papa ist.

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 22:51
von Hixi
Hallo Hania,

mein Kleiner wird demnächst 2. Mit dem Stillen ist es ganz unterschiedlich d.h. an Regentagen wenn man also nicht viel unternehmen kann möchte er durchaus öfters stillen. Ist schönes Wetter und wir sind draussen vergisst er das Stillen schon mal tagsüber komplett. Dann wird er nur zum Einschlafen gestillt und halt wenn er nachts wach wird. Im ersten Jahr war ich auch unabkömmlich. Da war nur Schreien angesagt wenn ich weg war. Seit er etwa 1 1/2 ist hat sich das geändert. Tagsüber geht er auch mal gern mit Oma oder Papa weg. Nachts ist es bis ca. 0.00 Uhr auch kein Problem. Nach dem ersten Aufwachen (meistens eben gegen 0.00 Uhr) will er allerdings Stillen. Aber das ist für mich kein Problem weil ohne Zwergi schlafen kann ich nicht mehr und ganz spät ins Bett gehen finde ich auch nicht mehr so toll. Irgendwie bereu ich das dann am nächsten Tag zu sehr wegen dem fehlenden Schlaf. Tja man wird halt leider auch net jünger :wink:

Grüssle

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 03.10.2012, 23:14
von Stina82
Boah, ich bin echt neidisch wenn ich euch so lese. Hier ist das leider anders, aber deswegen halt ich mich in diesem Thread wohl besser zurück ;)

Re: Langzeitstillen mit Freiheiten?

Verfasst: 04.10.2012, 04:29
von Baobab
Hi
Die Ruebe ist 16 Monate alt, schlaeft nicht mit dem Papa ein, der sie auch nachts nicht beruhigen kann.
Wir stillen noch 8-12x in 24h, sie kann tagsueber aber durchaus auch laengere Zeit (4-5 Std. und ich denke auch laenger, haben wir aber noch nicht ausprobiert) ohne mich (und die Brust) auskommen, was dann aber nachts wieder nachgeholt wird (Stillabstand dann gerne auch bei 1 Stunde).

Hoert sich das bekannt an Stina? Ich bin auf jeden Fall ein kleines bisschen mit dir neidisch...