Bitte um Rat - schlafen ist Terror hier :(
Verfasst: 30.09.2012, 12:17
Hallo,
ich wende mich an euch in der Hoffnung, dass ihr noch einen Rat für mich bzw. für uns habt
Die Maus ist nun knapp über ein Jahr alt. Schlafen war immer schon ein absolutes Horror-Thema für uns, vom ersten Moment in der Klinik an schon.
Sie hatte ganz schlimm mit Magensäure zu tun, musste als Säugling erhöht schlafen, sonst ging überhaupt nichts; im Endeffekt schlief sie meist auf einem von uns drauf. Dennoch hat sie viele viele Stunden täglich geschrien. Sie war schon 11 Monate als als ich endlich einen Orthopäden fand, der feststellte, dass ihr eben doch etwas fehlte und sie deshalb so viel schrie (die Ärzte vorher hatten mich als hysterisch und unfähig abgetan). Lief auf KISS hinaus. Nach einigen Wochen Therapie, Krankengymnastik und so ist sie nun mobiler und hat aufgeholt, was ihr motorisch gefehlt hat. Sie schläft auch etwas mehr als vorher - in den ersten 11 Monaten kamen wir auf durchschnittlich 9 Stunden Schlaf in 24 Stunden. Inzwischen sind es so etwa 11 Stunden in 24 Stunden.
Der Mittagsschlaf ist allerdings der absolute Horror. Sie zeigt auf die Treppe und signalisiert, dass sie hoch will und müde ist; soweit also perfekt. Ich schnappe sie direkt, und zusammen gehen wir ins Schlafzimmer. Legen uns ins FB. Und sie schreit. Ich kuschle sie, sie schreit. Ich lasse sie in Ruhe, sie schreit. Sie geht auf alle viere, grinst mich mit tränenverschmiertem Gesichtchen an, legt sich wieder neben mich - und schreit weiter. "Schhhh" machen bringt sie völlig in Rage. Ein Liedchen summen bringt sie an den Rand der Hysterie. Sie rastet dann völlig aus und ist durch nichts mehr zu beruhigen. Ins Gitterbettchen legen und ein paar Minuten rausgehen nutzt auch nichts - dann ruft sie jämmerlich "Mama". Gehe ich dann wieder hinein, will sie auf den Arm. Nehme ich sie auf den Arm, kuschelt sie für 2,3 Sekunden - um dann weiterzukreischen. Achja, und obgleich sie nach wie vor gestillt wird möchte sie in dem Moment auch keinesfalls stillen, schlägt nach der Brust oder beisst zu (und dreht immer weiter ab dabei, schreitechnisch gesehen).
So dauert es zwischen 1 und 2,5 Stunden jeden Mittag, sie in den Schlaf zu begleiten. Stundenlang draussen rumrennen ist nicht, aus mehreren Gründen; im Kiwa schläft sie aber ohnehin nie länger als eine halbe Stunde, wohingegen im Bett, wenn sie mal eingepennt ist, sie bis zu 3 Stunden (!) schnarcht. Schneller schläft sie, wenn Papa zu Hause ist und wir uns abwechseln können. Tragetuch und Manduca darf ich aus orthopädischer Sicht nicht mehr verwenden, darin geschlafen hat sie aber ohnehin noch nie.
Ich will ja nicht undankbar erscheinen, und ich liebe mein Kind. Aber so geht das seit über einem Jahr, und meine Nerven liegen blank. Ich kann das Geschrei ums Schlafen nicht mehr ertragen. Und wenn sie nach 50 Minuten kuscheln, schreien, winden, entspannen, einnicken plötzlich wieder aufspringt und grinst... und ich weiss "oh Gott, jetzt geht das VON VORNE LOS"... dann sehe ich regelrecht rot. Ich werde so wütend. Sie darf ins FB, ich begleite sie in den Schlaf, ich kümmere mich doch und hab sie lieb, aber sie schreit und will weg, haut nach mir. An manchen Tagen schläft sie dann tagsüber überhaupt nicht - keine 5 Minuten - und ist ab 13 Uhr unausstehlich. Sie schläft auch nicht im Auto oder so.
Tut mir leid, der Text wurde lang. Und ist etwas konfus. In einem anderen Forum wurde ich schlimm mit Steinen beworfen - aber vielleicht habt ihr ja einen Tip für uns? Ansonsten her mit den Steinen. Ich hab selbst ein schlechtes Gewissen wegen meiner Wut im Bauch, aber wie komm ich nur dagegen an? Es ist halt kein temporäres Problem, das war immer schon so.
Traurige Grüße

PS: Nachts ist das schlafen eigentlich kein Thema, abends einschlafen auch nicht - aber abends einschlafen tut sie mit Papa... Also hängts doch an mir?
ich wende mich an euch in der Hoffnung, dass ihr noch einen Rat für mich bzw. für uns habt
Die Maus ist nun knapp über ein Jahr alt. Schlafen war immer schon ein absolutes Horror-Thema für uns, vom ersten Moment in der Klinik an schon.
Sie hatte ganz schlimm mit Magensäure zu tun, musste als Säugling erhöht schlafen, sonst ging überhaupt nichts; im Endeffekt schlief sie meist auf einem von uns drauf. Dennoch hat sie viele viele Stunden täglich geschrien. Sie war schon 11 Monate als als ich endlich einen Orthopäden fand, der feststellte, dass ihr eben doch etwas fehlte und sie deshalb so viel schrie (die Ärzte vorher hatten mich als hysterisch und unfähig abgetan). Lief auf KISS hinaus. Nach einigen Wochen Therapie, Krankengymnastik und so ist sie nun mobiler und hat aufgeholt, was ihr motorisch gefehlt hat. Sie schläft auch etwas mehr als vorher - in den ersten 11 Monaten kamen wir auf durchschnittlich 9 Stunden Schlaf in 24 Stunden. Inzwischen sind es so etwa 11 Stunden in 24 Stunden.
Der Mittagsschlaf ist allerdings der absolute Horror. Sie zeigt auf die Treppe und signalisiert, dass sie hoch will und müde ist; soweit also perfekt. Ich schnappe sie direkt, und zusammen gehen wir ins Schlafzimmer. Legen uns ins FB. Und sie schreit. Ich kuschle sie, sie schreit. Ich lasse sie in Ruhe, sie schreit. Sie geht auf alle viere, grinst mich mit tränenverschmiertem Gesichtchen an, legt sich wieder neben mich - und schreit weiter. "Schhhh" machen bringt sie völlig in Rage. Ein Liedchen summen bringt sie an den Rand der Hysterie. Sie rastet dann völlig aus und ist durch nichts mehr zu beruhigen. Ins Gitterbettchen legen und ein paar Minuten rausgehen nutzt auch nichts - dann ruft sie jämmerlich "Mama". Gehe ich dann wieder hinein, will sie auf den Arm. Nehme ich sie auf den Arm, kuschelt sie für 2,3 Sekunden - um dann weiterzukreischen. Achja, und obgleich sie nach wie vor gestillt wird möchte sie in dem Moment auch keinesfalls stillen, schlägt nach der Brust oder beisst zu (und dreht immer weiter ab dabei, schreitechnisch gesehen).
So dauert es zwischen 1 und 2,5 Stunden jeden Mittag, sie in den Schlaf zu begleiten. Stundenlang draussen rumrennen ist nicht, aus mehreren Gründen; im Kiwa schläft sie aber ohnehin nie länger als eine halbe Stunde, wohingegen im Bett, wenn sie mal eingepennt ist, sie bis zu 3 Stunden (!) schnarcht. Schneller schläft sie, wenn Papa zu Hause ist und wir uns abwechseln können. Tragetuch und Manduca darf ich aus orthopädischer Sicht nicht mehr verwenden, darin geschlafen hat sie aber ohnehin noch nie.
Ich will ja nicht undankbar erscheinen, und ich liebe mein Kind. Aber so geht das seit über einem Jahr, und meine Nerven liegen blank. Ich kann das Geschrei ums Schlafen nicht mehr ertragen. Und wenn sie nach 50 Minuten kuscheln, schreien, winden, entspannen, einnicken plötzlich wieder aufspringt und grinst... und ich weiss "oh Gott, jetzt geht das VON VORNE LOS"... dann sehe ich regelrecht rot. Ich werde so wütend. Sie darf ins FB, ich begleite sie in den Schlaf, ich kümmere mich doch und hab sie lieb, aber sie schreit und will weg, haut nach mir. An manchen Tagen schläft sie dann tagsüber überhaupt nicht - keine 5 Minuten - und ist ab 13 Uhr unausstehlich. Sie schläft auch nicht im Auto oder so.
Tut mir leid, der Text wurde lang. Und ist etwas konfus. In einem anderen Forum wurde ich schlimm mit Steinen beworfen - aber vielleicht habt ihr ja einen Tip für uns? Ansonsten her mit den Steinen. Ich hab selbst ein schlechtes Gewissen wegen meiner Wut im Bauch, aber wie komm ich nur dagegen an? Es ist halt kein temporäres Problem, das war immer schon so.
Traurige Grüße
PS: Nachts ist das schlafen eigentlich kein Thema, abends einschlafen auch nicht - aber abends einschlafen tut sie mit Papa... Also hängts doch an mir?