Genug für mein Kind und führt das Zufüttern zum Abstillen?
Verfasst: 27.09.2012, 02:19
Hallo,
schon oft hab ich hier gestöbert und viele nützliche Tipps gefunden, aber jetzt hab ich mit meinem kleinen Sohn ein größeres Problem, weshalb ich nun auch mal Hilfe brauche (zwar gibts in der Linksammlung Stillwissen ähnliche Beiträge, aber immer ist irgendwas ein bisschen anders):
Seit drei Tagen müssen wir auf Anweisung der Kinderärztin zufüttern und irgendwie hatte ich heute den Eindruck, dass meine Milch zurückgegangen ist. Jetzt habe ich unheimliche Angst, dass es das nun nach nur drei Monaten gewesen ist und ich meinem Kleinen nur noch die Flasche geben muss.
Ich erzähl mal ausführlich, wie es dazu gekommen ist:
Wir hatten einen nicht ganz so guten Stillstart, er hat zwar von Anfang an gut getrunken, aber ich hatte unheimliche Schmerzen dabei. Schon im Krankenhaus und auch meine Hebamme nachher, alle haben mir geholfen, ihn richtig anzulegen usw. Das schien alles gut zu sein, trotzdem wurden die Schmerzen nicht weniger und ich bekam sehr schnell wunde Brustwarzen. Ich hatte auch nach dem Stillen oft Gefäßkrämpfe in den Brustwarzen, was sich aber durch die Einnahme von Magnesium bald gebessert hat. Also alles in allem hatte ich ganz schön zu leiden und ich konnte in den ersten Wochen an einer Hand abzählen, wie oft das Stillen mal schmerzfrei funktioniert hat. Nach fünf Wochen konnte ich nicht mehr und habe mir Stillhütchen gekauft. Dadurch konnten die Brustwarzen wenigstens abheilen und die Schmerzen ließen endlich nach. Trotzdem habe ich mich sehr bemüht, meinen Sohn nicht spüren zu lassen, wenn es mir wehtat, da ich ihn unbedingt stillen wollte. Er war auch immer satt und zufrieden, wenn er mit dem Trinken fertig war, und er hat gut zugenommen.
Irgendwann nach etwa neun Wochen stagnierte sein Gewicht etwas, die Hebamme kam noch ab und zu und meinte, man müsse das weiter beobachten, aber ich soll mich nicht sorgen. Leider hatte sie dann eine gute Woche keine Zeit mehr für uns und dann mussten wir zur Vorsorgeuntersuchung. Die Kinderärztin fand ihn zu dünn und fragte, wie ich denn stille. Nachdem ich ihr sagte, dass er immer sehr lange zum Trinken braucht, mehr als 20 Minuten pro Seite, war sie entsetzt und meinte wörtlich: "Na dann nuckelt er ja nur noch, dann ist es ja klar, dass er Hunger hat und nicht genug bekommt. Er darf an einer Brust höchstens 10 Minuten trinken, zack, zack, und dann muss er fertig sein." Daraufhin meinte sie schon, wir müssten wahrscheinlich zufüttern, aber ich sollte erst mal den Stillrhythmus umstellen (ihn auch mindestens alle dreieinhalb Stunden stillen) und zur Gewichtskontrolle wiederkommen. Ich muss dazu sagen, dass sie sicherlich recht hatte, was die Anzahl der Mahlzeiten betraf: Meistens waren es nur vier pro Tag (also in den ersten vier Wochen auf jeden Fall viel mehr, aber dann hat es sich nach und nach auf weniger und dafür längere Mahlzeiten eingepegelt), das war bestimmt zu wenig. Aber ich wollte doch alles richtig machen und hab ihn eben ganz konsequent nach Bedarf gestillt. Er hat immer etwas bekommen, sobald er Hunger hatte. Ich hätte ihn wohl auch mal wecken müssen, wenn er tagsüber mehr als drei bis vier Stunden geschlafen hatte.
Jedenfalls hab ich mich gefühlt wie eine Rabenmutter, die Ärztin hat in ihre Kartei geschrieben, mein Sohn "'verhungert' an der Brust". Das war wirklich hart, ich habe bestimmt drei Tage lang geweint deswegen. Wieder zu Hause hab ich ihn dann an jeder Brust nur 10 Minuten trinken lassen, er schrie danach natürlich, vor allem, weil er noch Hunger hatte. Das Ende vom Lied war, dass nun mindestens vier Einzelmahlzeiten nötig waren, um ihn satt zu bekommen – und das mit jeder Menge Geschrei dazwischen. Nach eineinhalb Tagen habe ich das abgebrochen und ihn wenigstens zwanzig Minuten trinken lassen. Daran konnte er sich zum Glück gut gewöhnen. (Nun sind wir übrigens bei mindestens fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag.) Bei der Gewichtskontrolle meinte die Ärztin auch, er sei "über den Berg" und hätte an Bauch und Schenkeln nun auch zugenommen (für mich sah er genauso aus wie eine Woche zuvor). Das war vor drei Wochen. Nun waren wir vor drei Tagen wieder zum Impfen da und er wurde auch gewogen. Innerhalb der drei Wochen hatte er nur 50 Gramm zugenommen. Dass das zu wenig ist, war mir dann auch klar und ich musste schon im Wartezimmer wieder mit den Tränen kämpfen. Die Ärztin war diesmal ganz lieb und meinte, es sei ja nicht so schlimm, ich müsse eben ein bisschen zufüttern. Klar ist es das Wichtigste, dass er nun wieder besser zunimmt, aber ich war schon enttäuscht, da ich ja schon in der Schwangerschaft gelesen habe, man sollte sein Kind möglichst vier bis sechs Monate voll stillen und ich hatte mir so sehr gewünscht, dass das klappt. Als ich diese Empfehlung gegenüber der Ärztin erwähnte, sagte sie, das würde aber doch sowieso höchstens die Hälfte der stillenden Frauen schaffen. Das war schon recht demotivierend.
Wir haben dann jedenfalls so ein Pre-Milchpulver gekauft und die ersten paar Versuche waren ganz schlimm, er hat nur geweint, wenn ich mit der Flasche ankam, und den Sauger immer wieder ausgespuckt. Ich war wieder verzweifelt, weil ich dachte, jetzt bekommt er immer noch nicht genug zu essen und am Ende kann er sich deshalb nicht gut entwickeln. Zum Glück wurde es nach und nach besser und jetzt hat er auch schon zwei Fläschchen ganz ausgetrunken. Aber gerade das macht mir nun wieder Sorgen, weil er nur noch etwa 10 Minuten an der Brust trinkt, aber an der Flasche viel länger. Er trinkt generell meist sehr langsam. Heute Abend hat er für 20 ml aus der Flasche mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Soll ich die Trinkzeit an der Flasche denn auch wie beim Stillen auf max. 20 Min. begrenzen oder ihn, so lange er saugt, trinken lassen, auch wenn es so lange dauert?
Er bekommt die Flasche immer erst nach dem Stillen mit der laut Packungsanleitung kleinsten zubereitbaren Milchmenge, das sind 70 ml (die Kinderärztin sagte, wir sollten 50 ml nach jeder Stillmahlzeit anbieten und er könne dann trinken, so viel er eben noch braucht).
Ich hab übrigens nach der ersten "Zufütterandrohung" viel Stilltee getrunken und Bockshornkleesamen zu mir genommen (letzteres hatte meine Hebamme empfohlen). Aber ich hatte vorher nicht das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, und das Ergebnis dieser Aktionen war ein Milchstau. Es war also offensichtlich genug Milch da. Ich trage auch ständig Stilleinlagen, die ich teilweise mehrmals täglich wechseln musste, weil eigentlich immer etwas ausgelaufen ist. Und nachdem ich gelesen hab, dass die Milchmenge auch durch die Stillhütchen zurückgehen kann, hab ich es schon ein paar Mal ohne versucht, erst zwei Tage (dann waren die Brustwarzen wieder etwas gereizt), dann eine halbe Woche und jetzt auch schon wieder fünf Tage – und bis auf seine ersten paar Sauger schmerzfrei. Seitdem trinkt er etwas zügiger und kräftiger, habe ich den Eindruck. Das hört sich also alles danach an, als seien wir auf dem Weg der Besserung, aber heute Abend hat er bei zwei Fütterungen meine Brüste beide jeweils nach ganz kurzer Zeit losgelassen, geweint und geschrien, immer wieder zugefasst, kurz gesaugt und wieder geweint, so als würde nichts mehr rauskommen. Das eine Fläschchen hat er danach recht gierig angefangen (aber auch nicht viel getrunken). Die Mengen, die er aus der Flasche trinkt, nehmen zu und die Stilleinlagen waren heute ganz trocken. Jetzt habe ich Angst, dass ich nach all dem Stress wirklich keine Milch mehr habe und ihm nur noch die Flasche geben kann. Ob sich da doch noch was machen lässt? Ich hatte ja gehofft, dass das Zufüttern nur vorübergehend sein muss und ich ihn bald wieder nur stillen kann. Aber jetzt sieht es nicht danach aus. Ich bin ganz verzweifelt und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich weiß nicht, wie es so weitergehen soll.
Vielen Dank schon mal und bitte entschuldigt den ausführlichen Bericht, ich musste das auch einfach mal loswerden. Meine Hebamme hat leider keine Zeit mehr, die Kinderärztin hält offensichtlich nicht so sehr viel vom Stillen (aber sie macht sich natürlich Sorgen um den Kleinen, was vollkommen richtig und gut ist) und einer Stillgruppe konnte ich mich bisher noch nicht anschließen.
Viele Grüße
Chris
Ach und ich hab hier im Forum gelesen, dass man ja möglichst auch die Gewichtsdaten angeben soll, hier kommen sie also:
12.6.: 3420 g (Geburtsgewicht)
14.6.: 3230 g (U2, KH)
15.6.: 3320 g (Hebamme)
16.6.: 3360 g (Hebamme)
17.6.: 3410 g (Hebamme)
18.6.: 3510 g (Hebamme)
21.6.: 3600 g (Hebamme)
25.6.: 3660 g (Hebamme)
4.7.: 3910 g (Hebamme)
15.7.: 4310 g (Hebamme)
24.7.: 4390 g (U3, KÄ)
6.8.: 4510 g (Hebamme)
10.8.: 4620 g (Hebamme)
24.8.: 4690 g (U4, KÄ)
31.8.: 4820 g (Kontrolle, KÄ)
24.9.: 4870 g (KÄ)
26.9.: 5030 g (zu Hause mit Digitalwaage aus der Apotheke)
Zufüttermengen:
24.9.: 50 ml (abends 1x 30, 1x 20 ml)
25.9.: 140 ml (morgens 10 ml, ab nachmittags 1x 40, 1x 20, 1x 70 ml)
26.9: 160 ml (morgens 20 ml, ab mittags 1x 30, 1x 70 ml, abends 2x direkt nacheinander je 20 ml)
(Für 10 ml braucht er durchschnittlich 10 Minuten, nur die 70 ml hat er schneller getrunken, die letzten beiden 20 ml aber extrem langsam, insgesamt hat er für die etwa eine Stunde gebraucht.)
schon oft hab ich hier gestöbert und viele nützliche Tipps gefunden, aber jetzt hab ich mit meinem kleinen Sohn ein größeres Problem, weshalb ich nun auch mal Hilfe brauche (zwar gibts in der Linksammlung Stillwissen ähnliche Beiträge, aber immer ist irgendwas ein bisschen anders):
Seit drei Tagen müssen wir auf Anweisung der Kinderärztin zufüttern und irgendwie hatte ich heute den Eindruck, dass meine Milch zurückgegangen ist. Jetzt habe ich unheimliche Angst, dass es das nun nach nur drei Monaten gewesen ist und ich meinem Kleinen nur noch die Flasche geben muss.
Ich erzähl mal ausführlich, wie es dazu gekommen ist:
Wir hatten einen nicht ganz so guten Stillstart, er hat zwar von Anfang an gut getrunken, aber ich hatte unheimliche Schmerzen dabei. Schon im Krankenhaus und auch meine Hebamme nachher, alle haben mir geholfen, ihn richtig anzulegen usw. Das schien alles gut zu sein, trotzdem wurden die Schmerzen nicht weniger und ich bekam sehr schnell wunde Brustwarzen. Ich hatte auch nach dem Stillen oft Gefäßkrämpfe in den Brustwarzen, was sich aber durch die Einnahme von Magnesium bald gebessert hat. Also alles in allem hatte ich ganz schön zu leiden und ich konnte in den ersten Wochen an einer Hand abzählen, wie oft das Stillen mal schmerzfrei funktioniert hat. Nach fünf Wochen konnte ich nicht mehr und habe mir Stillhütchen gekauft. Dadurch konnten die Brustwarzen wenigstens abheilen und die Schmerzen ließen endlich nach. Trotzdem habe ich mich sehr bemüht, meinen Sohn nicht spüren zu lassen, wenn es mir wehtat, da ich ihn unbedingt stillen wollte. Er war auch immer satt und zufrieden, wenn er mit dem Trinken fertig war, und er hat gut zugenommen.
Irgendwann nach etwa neun Wochen stagnierte sein Gewicht etwas, die Hebamme kam noch ab und zu und meinte, man müsse das weiter beobachten, aber ich soll mich nicht sorgen. Leider hatte sie dann eine gute Woche keine Zeit mehr für uns und dann mussten wir zur Vorsorgeuntersuchung. Die Kinderärztin fand ihn zu dünn und fragte, wie ich denn stille. Nachdem ich ihr sagte, dass er immer sehr lange zum Trinken braucht, mehr als 20 Minuten pro Seite, war sie entsetzt und meinte wörtlich: "Na dann nuckelt er ja nur noch, dann ist es ja klar, dass er Hunger hat und nicht genug bekommt. Er darf an einer Brust höchstens 10 Minuten trinken, zack, zack, und dann muss er fertig sein." Daraufhin meinte sie schon, wir müssten wahrscheinlich zufüttern, aber ich sollte erst mal den Stillrhythmus umstellen (ihn auch mindestens alle dreieinhalb Stunden stillen) und zur Gewichtskontrolle wiederkommen. Ich muss dazu sagen, dass sie sicherlich recht hatte, was die Anzahl der Mahlzeiten betraf: Meistens waren es nur vier pro Tag (also in den ersten vier Wochen auf jeden Fall viel mehr, aber dann hat es sich nach und nach auf weniger und dafür längere Mahlzeiten eingepegelt), das war bestimmt zu wenig. Aber ich wollte doch alles richtig machen und hab ihn eben ganz konsequent nach Bedarf gestillt. Er hat immer etwas bekommen, sobald er Hunger hatte. Ich hätte ihn wohl auch mal wecken müssen, wenn er tagsüber mehr als drei bis vier Stunden geschlafen hatte.
Jedenfalls hab ich mich gefühlt wie eine Rabenmutter, die Ärztin hat in ihre Kartei geschrieben, mein Sohn "'verhungert' an der Brust". Das war wirklich hart, ich habe bestimmt drei Tage lang geweint deswegen. Wieder zu Hause hab ich ihn dann an jeder Brust nur 10 Minuten trinken lassen, er schrie danach natürlich, vor allem, weil er noch Hunger hatte. Das Ende vom Lied war, dass nun mindestens vier Einzelmahlzeiten nötig waren, um ihn satt zu bekommen – und das mit jeder Menge Geschrei dazwischen. Nach eineinhalb Tagen habe ich das abgebrochen und ihn wenigstens zwanzig Minuten trinken lassen. Daran konnte er sich zum Glück gut gewöhnen. (Nun sind wir übrigens bei mindestens fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag.) Bei der Gewichtskontrolle meinte die Ärztin auch, er sei "über den Berg" und hätte an Bauch und Schenkeln nun auch zugenommen (für mich sah er genauso aus wie eine Woche zuvor). Das war vor drei Wochen. Nun waren wir vor drei Tagen wieder zum Impfen da und er wurde auch gewogen. Innerhalb der drei Wochen hatte er nur 50 Gramm zugenommen. Dass das zu wenig ist, war mir dann auch klar und ich musste schon im Wartezimmer wieder mit den Tränen kämpfen. Die Ärztin war diesmal ganz lieb und meinte, es sei ja nicht so schlimm, ich müsse eben ein bisschen zufüttern. Klar ist es das Wichtigste, dass er nun wieder besser zunimmt, aber ich war schon enttäuscht, da ich ja schon in der Schwangerschaft gelesen habe, man sollte sein Kind möglichst vier bis sechs Monate voll stillen und ich hatte mir so sehr gewünscht, dass das klappt. Als ich diese Empfehlung gegenüber der Ärztin erwähnte, sagte sie, das würde aber doch sowieso höchstens die Hälfte der stillenden Frauen schaffen. Das war schon recht demotivierend.
Wir haben dann jedenfalls so ein Pre-Milchpulver gekauft und die ersten paar Versuche waren ganz schlimm, er hat nur geweint, wenn ich mit der Flasche ankam, und den Sauger immer wieder ausgespuckt. Ich war wieder verzweifelt, weil ich dachte, jetzt bekommt er immer noch nicht genug zu essen und am Ende kann er sich deshalb nicht gut entwickeln. Zum Glück wurde es nach und nach besser und jetzt hat er auch schon zwei Fläschchen ganz ausgetrunken. Aber gerade das macht mir nun wieder Sorgen, weil er nur noch etwa 10 Minuten an der Brust trinkt, aber an der Flasche viel länger. Er trinkt generell meist sehr langsam. Heute Abend hat er für 20 ml aus der Flasche mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Soll ich die Trinkzeit an der Flasche denn auch wie beim Stillen auf max. 20 Min. begrenzen oder ihn, so lange er saugt, trinken lassen, auch wenn es so lange dauert?
Er bekommt die Flasche immer erst nach dem Stillen mit der laut Packungsanleitung kleinsten zubereitbaren Milchmenge, das sind 70 ml (die Kinderärztin sagte, wir sollten 50 ml nach jeder Stillmahlzeit anbieten und er könne dann trinken, so viel er eben noch braucht).
Ich hab übrigens nach der ersten "Zufütterandrohung" viel Stilltee getrunken und Bockshornkleesamen zu mir genommen (letzteres hatte meine Hebamme empfohlen). Aber ich hatte vorher nicht das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, und das Ergebnis dieser Aktionen war ein Milchstau. Es war also offensichtlich genug Milch da. Ich trage auch ständig Stilleinlagen, die ich teilweise mehrmals täglich wechseln musste, weil eigentlich immer etwas ausgelaufen ist. Und nachdem ich gelesen hab, dass die Milchmenge auch durch die Stillhütchen zurückgehen kann, hab ich es schon ein paar Mal ohne versucht, erst zwei Tage (dann waren die Brustwarzen wieder etwas gereizt), dann eine halbe Woche und jetzt auch schon wieder fünf Tage – und bis auf seine ersten paar Sauger schmerzfrei. Seitdem trinkt er etwas zügiger und kräftiger, habe ich den Eindruck. Das hört sich also alles danach an, als seien wir auf dem Weg der Besserung, aber heute Abend hat er bei zwei Fütterungen meine Brüste beide jeweils nach ganz kurzer Zeit losgelassen, geweint und geschrien, immer wieder zugefasst, kurz gesaugt und wieder geweint, so als würde nichts mehr rauskommen. Das eine Fläschchen hat er danach recht gierig angefangen (aber auch nicht viel getrunken). Die Mengen, die er aus der Flasche trinkt, nehmen zu und die Stilleinlagen waren heute ganz trocken. Jetzt habe ich Angst, dass ich nach all dem Stress wirklich keine Milch mehr habe und ihm nur noch die Flasche geben kann. Ob sich da doch noch was machen lässt? Ich hatte ja gehofft, dass das Zufüttern nur vorübergehend sein muss und ich ihn bald wieder nur stillen kann. Aber jetzt sieht es nicht danach aus. Ich bin ganz verzweifelt und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich weiß nicht, wie es so weitergehen soll.
Vielen Dank schon mal und bitte entschuldigt den ausführlichen Bericht, ich musste das auch einfach mal loswerden. Meine Hebamme hat leider keine Zeit mehr, die Kinderärztin hält offensichtlich nicht so sehr viel vom Stillen (aber sie macht sich natürlich Sorgen um den Kleinen, was vollkommen richtig und gut ist) und einer Stillgruppe konnte ich mich bisher noch nicht anschließen.
Viele Grüße
Chris
Ach und ich hab hier im Forum gelesen, dass man ja möglichst auch die Gewichtsdaten angeben soll, hier kommen sie also:
12.6.: 3420 g (Geburtsgewicht)
14.6.: 3230 g (U2, KH)
15.6.: 3320 g (Hebamme)
16.6.: 3360 g (Hebamme)
17.6.: 3410 g (Hebamme)
18.6.: 3510 g (Hebamme)
21.6.: 3600 g (Hebamme)
25.6.: 3660 g (Hebamme)
4.7.: 3910 g (Hebamme)
15.7.: 4310 g (Hebamme)
24.7.: 4390 g (U3, KÄ)
6.8.: 4510 g (Hebamme)
10.8.: 4620 g (Hebamme)
24.8.: 4690 g (U4, KÄ)
31.8.: 4820 g (Kontrolle, KÄ)
24.9.: 4870 g (KÄ)
26.9.: 5030 g (zu Hause mit Digitalwaage aus der Apotheke)
Zufüttermengen:
24.9.: 50 ml (abends 1x 30, 1x 20 ml)
25.9.: 140 ml (morgens 10 ml, ab nachmittags 1x 40, 1x 20, 1x 70 ml)
26.9: 160 ml (morgens 20 ml, ab mittags 1x 30, 1x 70 ml, abends 2x direkt nacheinander je 20 ml)
(Für 10 ml braucht er durchschnittlich 10 Minuten, nur die 70 ml hat er schneller getrunken, die letzten beiden 20 ml aber extrem langsam, insgesamt hat er für die etwa eine Stunde gebraucht.)