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Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 25.09.2012, 21:59
von Mel82
Hallo ihr Lieben,

Unsere Maus ist jetzt 15 Monate alt.
Gestillt wird sie zum Einschlafen mittags & abends, nach dem Aufwachen morgens und nachts immer wenn sie wach wird (zwischen 2-4 mal).
Dazwischen fordert sie es kaum mehr ein. Manchmal stillen wir noch nach dem Mittagsschlaf, aber nur noch ca. 2 mal in der Woche denke ich.
Sie schläft in einem "großen" Bett, aber in Ihrem Zimmer (Familienbett wurde mit 6 Monaten abgebaut, weil sie "ohne uns" besser schläft - aber das ist hier nicht das Thema :wink: ). Wenn sie wach wird lege ich mich dazu.
Wenn sie krank ist, so wie jetzt, dann wird sie öfter gestillt und ich schlafe bei ihr.

Nun ist es so, dass mich das nächtliche Stillen immer mehr stört. :( Das ich dafür aufstehen muss, stört mich überhaupt nicht. Wenn sie nur einige Minuten trinkt, sich umdreht und weiterschläft ist alles ok. :)
Aber seit einigen Wochen ist es so, dass sie dabei nur herumzappelt, alle 2 Schlücke wieder die andere Brust einfordert und direkt anfängt zu kreischen, wenn ich dem nicht nachkomme. :(
Wenn ich versuche sie abzudocken, sobald sie nur noch nuckelt: ebenfalls Protestgeschrei
Wenn ich versuche sie ohne Stillen zum Schlafen zu bekommen: Weltuntergangsstimmung bei ihr :shock:
Singen, streicheln, ruhiges reden (sch sch sch) bringt alles nichts.

Nun würde ich gerne nachts abstillen, aber ich denke, dass dafür unbedingt mein Mann her muss.
Sobald ICH nämlich neben ihr liege, WILL sie stillen. :slürp*
Ich habe die Hoffnung, dass es bei meinem Mann auch ohne ginge, denn sie ist am letzten Samstag nachts an meine Mama gekuschelt eingeschlafen (wir waren auf einem Geburtstag). :)
Nur leider stellt sich mein Mann quer. Er sagt, dass er es nicht aushält wenn sie weint und dabei auch schreit, zumindest nicht lange. Er "könne" das nicht, sagt er.
Ich hab ihm dann gesagt, dass ich es auch nur kann, weil es halt nicht anders geht.
Man muss dazu sagen, dass er auch an Tinnitus leidet und schrilles Weinen natürlich direkt auf die Ohren geht (Oropax reicht dann auch nicht). :(
Aber ohne seine Unterstützung weiß ich mir nicht zu helfen. :cry:

Hat jemand von euch Ratschläge, Tipps, Motivationshilfen für meinen Mann?
Er möchte nämlich mir zuliebe das nächtliche Abstillen in den Herbstferien (er ist Lehrer) angehen, aber so wirklich überzeugt ist er nicht... :runzel

Entschuldigt, dass wirre Geschreibsel, aber mir steckt die letzte Nacht noch in den Knochen.

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 26.09.2012, 07:26
von spacerabbit
Dann würde ich Dir auch eher davon abraten, Deinen Mann mit einzubeziehen, denn Deine Kleine wird ganz schnell merken, wenn der Papa gar nicht so richtig dahinter steht und es nicht aushält, wenn sie lange schreit. Vielleicht kann ich mal erzählen, wie es bei uns gerade läuft:
Unsere Kleine ist mittlerweile 19 Monate alt. Seitdem sie ca. 14 Monate alt ist, hat es ganz langsam immer öfters geklappt, dass sie ohne Einschlafstillen, nur an mich herangekuschelt, eingeschlafen ist. Sie schläft bei uns im Bett. Nachts stille ich sie auch nach Bedarf, wir hatten immer wieder Nächte, die total anstrengend waren, ähnlich, wie Du es beschreibst. Sie hat super unruhig geschlafen, immer wieder an die Brust gewollt, sich umgedreht, wieder angedockt, und wieder von vorne.
Jetzt haben wir seit zwei Nächten wieder Nächte, in denen sie ohne Stillen einschläft und nachts nur einmal mit kurz Stillen wach wird, sich dann von selbst umdreht und weiter schläft.
Ich hab das Gefühl, dass bei der Kleinen die Eckzähne, die jetzt fast alle durch sind, sie ganz schön gepiesakt haben.
Wie wäre es, wenn Ihr es langsam versucht, sie ans Schlafen ohne Stillen zu gewöhnen? Mein Mann war stolz wie Oskar, als die Kleine vor ca. zwei Monaten das allererste Mal ohne zu Murksen an seiner Seite eingeschlafen ist. Und er ist sonst ziemlich unsicher, wenn sie schreit, er würde es auch nicht durchhalten, die Kleine länger schreien zu lassen.
Auf jeden Fall denke ich, dass es das Wichtigste ist, dass Du mit Deinem Mann zu einem gemeinsamem Plan kommt und Ihr Euch dabei einig seid.

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 26.09.2012, 08:40
von jusl
Nun würde ich gerne nachts abstillen, aber ich denke, dass dafür unbedingt mein Mann her muss.
Das denke ich nicht. Klar, ideal ist es, wenn Vater und Mutter hier an einem Strang ziehen und einander unterstützen. Es würde die Sache ganz sicher leichter machen, wenn der Vater das Kind nachts beruhigt und dabei die Chance nutzt, neue Beruhigungs- und Einschlafrituale einzuführen.
Aber "unbedingt" notwendig ist das nicht (zumal ich Tinnitus da tatsächlich für eine gute Entschuldigung halte). Zur Not kannst Du das auch allein - allerdings solltest Du in diesem Fall mit Deinem Mann unmissverständlich absprechen, dass er, wenn er schon nicht hilft, wenigstens nicht STÖRT. Also sich am nächsten Morgen über die unruhige Nacht beschweren, geht gar nicht...

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du allein oder zu zweit umsetzen kannst, was Du Dir wünschst.
LG
Julia

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 26.09.2012, 09:10
von Kate87
Na, da lass ich mich doch mal wieder im Forum blicken und hänge mich bei dir mit dran :wink:

Ich denke auch immer öfter übers nächtliche Abstillen nach. Und auch ich brauche meinen Mann dazu. Nicht für nachts (das endet in einer Katastrophe, der Kleine schreit sich bei Papa total in Rage), aber für morgens. Ich brauche dann wenigstens ein, zwei Stündchen Schlaf, damit ich den Tag überstehe.
Abstillen ist also hier, ähnlich wie bei euch, im nächsten Urlaub geplant.
Schnuller kann ich vergessen, nimmt er nicht. Kuscheln bringt wildes Protestgeschrei mit Schlagen und um sich treten mit sich. Rumtragen hilft, aber immer nur kurz, sobald er wieder schläft und ich ihn hinlege, ist er auch wieder wach. So blöd das klingt, aber momentan hilft manchmal ein wirklich bestimmtes "Nein, jetzt ist Schluß, du hast jetzt gerade gestillt und jetzt wird geschlafen".

Ich denke momentan darüber nach, ihm so einen Doodoo (Herztonkuscheltier) zu kaufen und zu versuchen, ob er das als "Ersatz/Trost" akzeptiert. Kuscheltücher, die beim großen Bruder immer noch heiß begehrt sind, interessieren ihn nicht die Bohne.

Außerdem kommen sie ja langsam in ein Alter, wo man doch schon ein bisschen erklären kann (die Brust schläft jetzt auch, du darfst morgen früh wieder stillen - oder sowas in der Art).

Soweit mein "Plan" :lol:

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 26.09.2012, 09:16
von Kate87
Prima, zu früh abgeschickt :roll: Zu deinem Mann wollte ich noch sagen: unterschätze das mit dem Tinnitus nicht. Ich weiß nicht, ob du letztes Jahr schon bei uns warst, als ich meinen Hörsturz hatte? Ich habe zum Glück keinen Tinnitus davon behalten, aber ich bin immer noch sehr empfindlich was laute/schrille Geräusche angeht. Also gerade Schreien und Kreischen tut mir im Ohr wirklich weh.

Vielleicht findet ihr ja eine andere Möglichkeit, wie dein Mann dich unterstützen kann? Morgens aufstehen mit der Maus, dich zwischendrin entlasten oder dir eine Auszeit ermöglichen, dir einfach was Gutes tun (für die Seele :wink: )?

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 26.09.2012, 13:43
von efeuranke
mmh, bei uns sind die nächte endlich (kind ist 13 monate alt) und mir geht es damit auch ähnlich wie dir. mein mann steht sozusagen nicht zur verfügung, weil er 5 tage die woche nicht bei uns ist. bei der ausgangssituation würde ich tatsächlich auch den mann außen vor lassen. nicht, um ihn zu schonen (obwohl tinnitus sicher unschön ist bei kreischerei), sondern, weil auch ich denke, dass er dann nicht standfest wäre und früher oder später "einknicken" wird. vielleicht kannst du es mit gordon probieren? überlegt euch doch, das ganze trotzdem in seinen ferien zu machen und du schläfst dann tagsüber aus, während er etwas mit eurer tochter unternimmt.

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 27.09.2012, 16:24
von Mel82
Danke für eure Meinungen und Anregungen :-)
Wir haben es gestern so besprochen, dass wir es in den Herbstferien in Angriff nehmen. Ich übernehme die Nachtschicht, dafür hält mir mein Mann den Rücken frei, so dass ich mich vormittags noch hinlegen kann oder mal alleine in die Stadt kann oder ähnliches erholsames ;-)
Ich denke es wäre wirklich keine gute Idee ihn nachts bei der Maus zu lassen. Wegen Tinnitus, möglicher Überforderung und außerdem ist er unausstehlich wenn er seinen Schlaf nich bekommt ;-)


Smartphoneritis ;-)

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 27.09.2012, 22:14
von efeuranke
das klingt doch sehr gut. und ich bin gespannt, was du danach zu berichten hast!

Re: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 09.10.2012, 13:51
von Mel82
So. Wir haben die erste Nacht ohne Stillen hinter uns und es hat gut geklappt. Toi toi toi.
Ich hab sie einschlafgestillt und war dann so um kurz vor acht raus aus ihrem Zimmer.
Günstig war, dass sie erst um 2:30h wach wurde.
Mit Wasser (nicht sooo der Renner), singen, Rücken streicheln, festhalten (sie wollte aus dem Bett springen..im Dunkeln!) aber ohne Schnuller (der war sowas von abgemeldet) hat es ca. 2h gedauert bis sie eingeschlafen ist.
Sie hat viel geweint, geschimpft und getobt, aber nur ein Mal direkt nach den Mumis verlangt. Vielleicht hat sie ganz gut verstanden, dass die Mumis schlafen und erst morgens wieder wach sind zum Trinken?
Um 5 lag ich jedenfalls wieder in meinem Bett, weil sie tief und fest schlief und mir kalt war, weil ich eine Decke vergessen hatte.
Sie ist dann um 7:30h wach geworden und mein Mann hat sie mir zum Stillen gebracht. Danach sind die beiden aufgestanden und ich hab noch 2h geschlafen :-)
Also dafür dass ich so einen Bammel davor hatte, ist es mehr als super gelaufen. :-D
Jetzt bin allerdings schon wieder nervös, ob die nächste Nacht auch so gut wird oder wieder schlimmer...



Smartphoneritis ;-)

Re: AW: Wie den Papa motivieren?

Verfasst: 09.10.2012, 14:00
von kiezkind
Also bei ins ging das echt schnell 3 blöde Nächte so wie du sie beschreibst und dann wurde es deutlich besser. Seit dem wir Nachts nicht mehr stillen schläft er durchschnittlich besser und ich habe wieder viel mehr Spaß am stillen! Viel Erfolg euch weithin!

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