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Erdbeer-Minze Tee, ja oder nein?

Verfasst: 13.09.2012, 22:47
von froschi380
Hallo,

ich habe mir im Urlaub Erdbeer-Minze Tee gekauft, wie der Name schon sagt ist da unter anderem Pfefferminze drin. Erst zu Hause fiel mir ein, dass Pfefferminze ja die Milch zurück gehen lassen kann. Nun stille ich ja nicht mehr voll (Sohn 10 Monate). Kann ich mal ein Tässchen riskieren oder soll ich den Tee lieber verschenken?

Lieben Gruß,
froschi :D

Re: Erdbeer-Minze Tee, ja oder nein?

Verfasst: 13.09.2012, 23:27
von Angora
Probieren kannst du es ja mal und dann beobachten. Ich hab mit Pfefferminztee nix gemerkt (hatte aber auch schon fast zuviel Milch), erst der Salbeitee hat die Milch ein wenig reduziert. Aber dein Tee ist ja eine Mischung, nicht reiner Pfefferminztee. Und ansonsten würd ich den Tee noch aufheben, Tee ist doch lange haltbar!

Re: Erdbeer-Minze Tee, ja oder nein?

Verfasst: 13.09.2012, 23:45
von Katha
Hallo Froschi,

Gibt wohl zwischen "macht gar nichts" bis hin zu wirklich krassen Reaktionen auf Pfeffi in Salbei, wenn ich mich erinnere, was ich so gelesen habe.

Liebe Grüße

Re: Erdbeer-Minze Tee, ja oder nein?

Verfasst: 14.09.2012, 00:05
von Alanna
Ich zitiere mal Jusl "geklaut" von hier
Hallo,

die Wirksamkeit von "Stilltees" u.ä. hängt sicherlich eng mit den Erwartungen der Anwenderin zusammen. Die genaue Wirkungsweise ist nicht genau geklärt, aber das ist bei den meisten traditionell angewendeten Heilkräutern der Fall, egal ob es um Pfefferminz bei Bauchschmerzen, Kümmel bei Blähungen, Hopfen bei Schlaflosigkeit oder Huflattich bei Husten geht. Bei dem einen wirkt's, beim anderen nicht (ist ja letztlich mit allem so).

Sicher kann man sagen:
* "Stilltee" ist keinesfalls notwendig für eine ausreichende Milchbildung.
* Es gibt deutlich effektivere Methoden, die Milchbildung zu steigern, als nur bestimmten Tee zu trinken.
* Ein Teil der Wirkungsweise jeglicher(!) Substanz beruht auf dem Glauben(!) daran, dass sie hilft. Sollte der Tee also Abscheu oder Ekel hervorrufen, sollte man ihn nicht trinken.
* Die prolaktinsteigernde Wirksamkeit von Bockshornkleesamen ist pharmakologisch belegt. Allerdings nur in erheblich höheren Dosen, als das bisschen Auszüge im Tee.

Das gleiche gilt für angeblich "abstillende " Tees oder Lebensmittel. Die eine Frau nimmt eine Wirkung wahr, die nächste null.

Entsprechend:
* "Abstilltee" ist keinesfalls notwendig für einen reibungslosen Abstillprozess.
* Es gibt deutlich effektivere Methoden, die Milchbildung zu verringern, als nur bestimmten Tee zu trinken.
* Ein Teil der Wirkungsweise jeglicher(!) Substanz beruht auf dem Glauben(!) daran, dass sie hilft. Sollte der Tee also Abscheu oder Ekel hervorrufen, sollte man ihn nicht trinken.
* Möglicherweise wirken Salbei, Minze und co über ihre adstringierende Wirkung, d.h. letztlich über verminderte Durchblutung. Belegt ist dies, auch in Hinblick auf wirksame Dosen, nicht.

Generell kann man sagen:
Getränke und Lebensmittel, die man mag und die einem guttun (z.B. eine schöne Tasse heißer Tee :mrgreen: ), wirken sich positiv aufs Stresslevel aus, was gelassener macht und damit die Milchbildung/den MSR tendenziell fördern kann. Heiße Getränke durchwärmen den Körper: Gefäße weiten sich, höhere Durchblutung, also tendenzielle Förderung der Milchbildung/ des MSR. Gefäßweitung und höhere Durchblutung ist auch exakt die Wirkungsweise von Sekt/Alkohol, dazu psychische Auswirkungen von Zucker und Alkohol, aber da er auch noch andere Wirkungen hat, auch hormonell, von der Gifitigkeit des Alkohols mal ganz abgesehen, kann er allgemein NICHT empfohlen werden.

LG;
Julia
Hierist noch ein Fred zum Thema

Ich konnte in der Stillzeit trinken was und wieviel ich wollte, das hat an meiner MIlchmenge garnichts verändert. Viel Vergnügen mit dem leckeren Tee.